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Veröffentlicht am 10.07.2019

Spannend mit tollen Wendungen

Die Rache des Assassinen
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Willkommen zurück im Müden Land. Zurück zu Girton Klumpfuß, der nach den Geschehnissen im ersten Band, mit seinem Meister durch die Welt streifte, um den Assassinen, die sie jagen, zu entkommmen und gleichzeitig ...

Willkommen zurück im Müden Land. Zurück zu Girton Klumpfuß, der nach den Geschehnissen im ersten Band, mit seinem Meister durch die Welt streifte, um den Assassinen, die sie jagen, zu entkommmen und gleichzeitig irgendwie mit dem, was er über sich erfahren hat, zurecht kommen muss.

Beim ersten Band bin ich ja mit völlig anderen Erwartungen an das Buch gegangen. Hier wusste ich worauf ich mich einlasse und war sehr gespannt auf Girton und was die Erkenntnis, dass er ein Zauberer ist, mit ihm macht. Girton reist zwar immer noch mit seinem Meister durch die Welt, aber er hat seine Stichwaffen beiseite gelegt und zum Kriegshammer gegriffen. Zu tief ist noch sein Entsetzen über die Erkenntnis, dass Magie in ihm schlummert. Und in diesem Band wurde mehr als deutlich, welche Gefahr von Magie wirklich ausgeht. Meine Hoffnungen, dass ich im zweiten Band mehr über die Magie und die Welt erfahre, hat sich erfüllt. Auch wenn da sicherlich noch einige Geheimnisse auf mich warten.

Fünf Jahre, nachdem Girton seinem Freund Rufra die Möglichkeit gab, nach dem Thron zu greifen, kehrt er wieder nach Maniyadoc zurück und muss erfahren, dass drei Könige um den Thron kämpfen. Girton schließt sich Rufra und versucht herauszufinden, wer der Verräter in dessen Reihen sind. Aber alles ist verworren. Viele Geheimnisse tauchen auf und Girton selber muss sich ständig davor in Acht nehmen, von den Landjunkern als Zauberer entlarvt zu werden. Doch nicht nur die Suche nach dem Spion macht das Buch spannend, sondern auch Girtons Auseinandersetzung mit seiner Magie, mit seinen Gefühlen zu seinem Meister und die Tatsache, dass ich beim Lesen immer mehr das Gefühl hatte, dass das Buch ein düsteres Ende nehmen wird.

Was mir auch gefiel, war, dass sich durch den Zeitsprung, die verschiedenen Personen, die ich aus den ersten Band kannte, verändert haben. Krieg, Macht, Verantwortung und die Erwartungen, die an eine Person gestellt werden, verändern diese. Und genau das fand ich hier. Ich lernte also wie Girton neue Aspekte der Charaktere kennen. Das hat allem noch mal eine schöne Tiefe gegeben und es hat mir Spaß gemacht, die Leute neu kennen zu lernen und zu rätseln, ob ich ihnen immer noch vertrauen darf oder lieber nicht mehr. Es gibt hier definitiv kein schwarz und weiß, sondern irgendwie konnte ich alle Charaktere und ihre Handlungsgründe nachvollziehen. Auch wenn ich mich schnell für eine Seite entschieden habe. Nachvollziehen heißt ja nicht unbedingt gutheißen.

Alles in allem ist der zweite Band in meinen Augen besser als der erste. Girton ist nicht mehr so naiv, doch manchmal zu blind für gewisse Wahrheiten. Seine Entwicklung und Zerrissenheit wird deutlich. Sein täglicher Kampf mit dem Wispern der Magie hinterlässt Spuren. Das Buch wurde nie langweilig. Allerdings sollte ich auch sagen, dass es brutaler und düsterer ist als der erste Band. Aber erwartet man wirklich etwas anderes, wenn man zu einem Buch über Assassinen, die sich in einem Kriegslager befinden greift und nur der Tod der Gegner, den Krieg beenden kann? Ich nicht. Und ich mag es düster. Den Hinweisen aus diesem Buch nach, kann ich im dritten Band noch eine gehörige Portion davon erwarten.

Veröffentlicht am 04.06.2019

Kann ich nur empfehlen

Hurentochter - Die Distel von Glasgow
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Auch wenn ich das Cover wunderschön finde, hat mich am allermeisten der Klappentext angesprochen. Ich war so gespannt, ob Emily, die als Tochter einer Hure zur nicht-respektablen Gesellschaft aufwächst, ...

Auch wenn ich das Cover wunderschön finde, hat mich am allermeisten der Klappentext angesprochen. Ich war so gespannt, ob Emily, die als Tochter einer Hure zur nicht-respektablen Gesellschaft aufwächst, es schafft, diesem Leben zu entfliehen und wie schwer es ihr gemacht. Ich war sehr schnell gefangen von der Geschichte. Emily ist nicht nur super sympathisch mit ihren Stärken und Schwächen, sondern macht auch eine wunderbare Wandlung durch. Aber nicht nur sie konnte mich von den Charakteren überzeugen, sondern auch die Nebenfiguren wurden liebevoll gezeichnet. Vor allem die, die eine größere Rolle spielen, da auch hier eine Entwicklung eindeutig zu bemerken war. Selbst die Gegenspieler waren nicht nur irgendwelche Stereotypen, sondern hatten ihre kleinen Besonderheiten.

Die Handlung war spannend, emotional und berührte mich. Emilys Weg war nicht einfach und sie wurde immer wieder von ihrem Weg abgebracht. Diese "Umwege" passten aber perfekt zum roten Faden und dienten dazu, Emily wachsen zu lassen. Auch gefiel mir sehr, dass auf Details geachtet wurde. Das Leben zur damaligen Zeit wurde interessant dargestellt. Besonders wenn man kein Geld hatte und sich irgendwie über Wasser halten musste. Die Wohnsituationen, das Leid vieler, die merkwürdige Moral einiger Menschen, aber auch die schönen Seiten, wie der Zusammenhalt von Familien und Freunden.

Der Erzähler schaut in die unterschiedlichsten Köpfe hinein, auch wenn wir die meiste Zeit bei Emily bleiben. Dadurch wissen wir natürlich mehr als sie, aber es wirkt sich nicht schädlich auf die Spannung aus. Es erhöht sie eher.

Ich hatte viel Spaß beim Lesen und werde nach dem nächsten Roman, der sich der Lebensgeschichte einer andere Dame aus diesem Roman widmen wird, Ausschau halten.

Veröffentlicht am 05.05.2019

Spannende, grausame Handlung mit sympathischen Ermittlern

Profiling Murder – Fall 1
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Im ersten Fall lernen wir Laurie und ihren ehemaligen Kollegen Jake kennen. Ebenso wie den Reporter Liam, der sich auf den ersten Blick nur um eine gute Story zu scheren scheint, aber auf den zweiten so ...

Im ersten Fall lernen wir Laurie und ihren ehemaligen Kollegen Jake kennen. Ebenso wie den Reporter Liam, der sich auf den ersten Blick nur um eine gute Story zu scheren scheint, aber auf den zweiten so viel mehr offenbart. Viel erfährt man von den Charakteren noch nicht. Nur die wesentlichen Grundzüge. Allerdings stört mich das nicht. Ich denke es ist wie bei einer Fernsehserie. Mit jedem Fall erfahre ich auch etwas mehr über mein Ermittlerteam und das gefällt mir. Auf jedenfall sind die drei sehr sympathisch und ich freue mich darauf, sie kennenzulernen.

Die Handlung selbst ist straff. Keine sonderlichen Abweichungen vom roten Faden. Wir verfolgen konsequent den Serienmörder und erfahren nebenbei von dem reihenübergreifenden Fall, über welchen ich nichts erzählen mag, da ich nicht spoilern möchte. Dieser Punkt gefällt mir übrigens auch sehr. Da ich Hintergrundinfos liebe, fand ich es toll, wie erklärt wie, wie Laurie zu ihren Profil des Täters gelangt. Besonders die Hinweise auf reale Serienmörder, die gelebt haben. Das gibt dem ganzen nochmal eine ganz andere furchtbare Dimension. Weil es deutlich macht, dass das hier nicht nur ausgedacht ist, sondern es wirklich solch verabscheuungswürdige Menschen gibt.

Alles in allem eine spannender Fall, mit einem Ermittlerteam, welches ich jetzt schon mag. Freue mich schon auf den nächsten Band.

Veröffentlicht am 16.04.2019

Wunderschöne Geschichte

Ein Song für Helen
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Wieso hat es mich nicht gewundert, dass mich der Roman "Ein Song für Helen" von Rebekka Mand total umhauen wird? Weil es bisher jeder Roman von ihr getan hat! Und dieses Schätzchen hier bildet da keine ...

Wieso hat es mich nicht gewundert, dass mich der Roman "Ein Song für Helen" von Rebekka Mand total umhauen wird? Weil es bisher jeder Roman von ihr getan hat! Und dieses Schätzchen hier bildet da keine Ausnahme. In diesem 288 Seiten langen Buch begleitet der Leser Helen, die nach einem heftigen Nachbarschaftsstreit mit eben jenen Nachbarn namens Ron gemeinsam Sozialstunden in einem Seniorenstift ableisten muss. Hier wird sie nicht nur in einen Fall verwickelt, in dem es um verschwundene Medikamente geht, sondern beginnt auch ihr eigenes Leben umzukrempeln.

Ich mochte Helen gleich von Beginn an und Ron irgendwie auch. Zwischen den beiden herrschte direkt von Beginn des Buches eine Spannung und es war toll zu lesen, wie sich aus Abneigung Zuneigung entwickelt. Als Freunde lässt es sich auch viel einfacher ermitteln. Schließlich steht Ron auf einmal im Verdacht, Medikamente zu stehlen. Helen und Ron sind toll ausgearbeitet. Auch wenn ich viel mehr über Helen erfuhr, hat auch Ron einen interessanten Hintergrund.

Die Handlung selbst bleibt über die ganze Zeit spannend. Dabei war ich nicht nur neugierig darauf, wie es sich zwischen Helen und Ron entwickelt, sondern auch die Beziehung zu Helens Ex-Mann und auch die zu ihrer Schwester sind sehr spannend und zeigen viel von Helens Persönlichkeit.

Alles in allem ein rundum gelungener Roman, der mir viel Spaß beim Lesen beschert hat.

Veröffentlicht am 12.09.2018

Blutig, tödlich, schleimig

Mundus Perditus
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"Mundus Perditus - Die vergessene Welt" ist ein Fantasyroman aus der Feder von Carmen Gerstenberger. Er wurde im September 2018 im Eisermann Verlag veröffentlicht und hat als Print ca. 350 Seiten. Ich ...

"Mundus Perditus - Die vergessene Welt" ist ein Fantasyroman aus der Feder von Carmen Gerstenberger. Er wurde im September 2018 im Eisermann Verlag veröffentlicht und hat als Print ca. 350 Seiten. Ich bin mir nicht sicher, ob "Mundus Perditus" ein Einzelroman oder der Start einer Reihe ist, allerdings funktioniert er in meinen Augen in beiden Fällen. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, die Handlung ganz wie ich es mag - blutig, tödlich und schleimig -, und der Schreibstil ist auch wunderbar. Die Geschichte bekommt von mir 5 Sterne.

Wenn die Tore sich öffnen und auf einmal ein Wald in der Stadt steht, die Sonne nicht mehr scheint und der Tod hinter jeder Ecke lauert, dann kann nur eine Person, die Menschheit vor dem Bösen retten - die Hüterin. Blöd nur, dass diese gar nichts davon weiß, weil ihre Eltern zu früh gestorben sind. Vernita, die überhaupt keine Ahnung von anderen Dimensionen und Dämonen hat, ist eine erwachsene Frau, die im Leben steht und weiß, was sie will. Als sie erfährt, dass sie die einzige ist, die Dämonen aufhalten kann, ist es natürlich erst mal für sie unglaubwürdig, aber sie stellt sich dem. Und was mir hier besonders gefiel, ist, dass sie nicht rumjammert oder mit ihrem Schicksal hadert. Sie setzt sich vernünftig damit auseinander. Obwohl sie relativ schnell lernt, mit ihren neuen Fähigkeiten umzugehen, was übrigens sehr glaubhaft erklärt wird, hat sie trotzdem Schwächen und jeder Kampf ist eine harte Nuss. Unterstützt wird sie anfangs nur von Ruiz und seinem tierischen Begleiter, die sich anfangs mit Informationen sehr zurückhalten. Allerdings frage Vernita auch nur das Nötigste nach. Ich wäre da, glaube ich, neugieriger gewesen. Später entsteht eine interessante Gruppe und die Kabbeleien zwischen den fünfen fand ich sehr amüsant.

Allgemein mochte ich den Humor in dem Buch. Besonders die Sprüche von Marno und die kleineren Streitereien zwischen Jares und Alvarez. Ich musste immer wieder Schmunzeln und habe mich auf den nächsten verbalen Schlagabtausch gefreut.

Die Handlung ist rasant. Es gibt kaum Ruhepausen. Kaum ist ein Dämon besiegt, taucht schon der nächste auf. Überall liegen grauenvoll zugerichtete Leichen rum, an Details wird nicht gespart. Es ist schon ziemlich eklig und grausam. Kein Ort, an dem ich Leben oder mitkämpfen würde wollen. Aber ich prsönlich mochte das. Andere Morde hätten auch gar nicht zu den Dämonen gepasst. Und durch den teils schwarzen Humor der Charaktere werden die grausamsten Szenen auch etwas aufgelockert.

Zum Ende hin ahnte ich durch eine Erzählung vorher, was die Autorin plant, und dadurch hat das Finale einen Hauch Spannung verloren, durch eine andere Kleinigkeit aber auch wieder dazugewonnen. Ich mochte die Auflösung am Ende auf jeden Fall. Ansonsten konnte die Autorin immer wieder mit Kleinigkeiten in der Handlung überraschen.

Was mir allerdings nicht so gefiel, war die eingebaute Liebesgeschichte. Sie war nichts halbes und nichts Ganzes. Die Anziehung zwischen zwei Personen wurde immer wieder angedeutet, aber durch die ganze Damönenjagd hat sich keiner der beiden darauf konzentriert. Ehrlich gesagt, hätte das für meinen Geschmack auch rausgelassen werden können.