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Veröffentlicht am 28.06.2019

Hölle, Hölle, Hölle

Die sieben Gründe zu töten
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Um es gleich vorweg zu sagen, „Die 7 Gründe zu töten“ von Uwe Wilhelm ist der Hammer! „Es gibt 7 Gründe zu töten, aber nur einer ist verzeihlich: Die Liebe.“ Rashid Gibran
Das Finale der Trilogie um Staatsanwältin ...


Um es gleich vorweg zu sagen, „Die 7 Gründe zu töten“ von Uwe Wilhelm ist der Hammer! „Es gibt 7 Gründe zu töten, aber nur einer ist verzeihlich: Die Liebe.“ Rashid Gibran
Das Finale der Trilogie um Staatsanwältin Helena Faber gliedert sich in 7 Kapitel. Jedem Kapitel ist eine These aus dem Buch Dionysos von Rashid Gibran vorangestellt.
Wenn man die Vorgänger gelesen hat, dann weiß man, dass Rashid Gibran, Professor für Philosophie und Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin, eine fiktive Person ist. Deshalb kann das Buch Dionysos auch nur eine fiktive Geschichte sein. Die Geschichte eines Psychopathen.
Doch worum geht es?
Sophie wurde vor 3 Jahren entführt, nach Saudi-Arabien verkauft und heißt jetzt Samira. Sie lebt in Dschidda und ist Ilias zu Diensten, einem saudischen Prinzen. Sophie ist 15 Jahre alt und hat bereits 2 Kinder.
Sophies Schwester Katharina, ihre Mutter, die ehemalige Staatsanwältin Helena Faber, und Robert, Helenas Ex und Vater der beiden Mädchen, begeben sich auf eine gefährliche Reise. Wird es ihnen gelingen, Sophie zu befreien?
Uwe Wilhelm ist ein Profi, der seit mehr als 30 Jahren schreibt. „Die 7 Gründe zu töten“ hat alles, was einen guten Thriller ausmacht. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Immer mal wieder finden sich Bezüge zu den beiden Vorgängern, für diejenigen, die die ersten Bände (noch) nicht kennen.
Die Realität in Saudi-Arabien ist auf kluge Weise abgebildet, mit erschreckenden Einsichten in die dortige Gesellschaft. Keine leichte Kost. Mitunter kaum auszuhalten. Die Handlung beginnt im November des Jahres 2018 und endet 4 Jahre später, im Dezember 2022.
Ja, es ist ein hartes Buch und nichts für zartbesaitete Gemüter. Aber letzten Endes muss sich der Leser diesen Geschehnissen stellen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Zitat des Autors: „Es ist ein Finale, das von der Energie, Klugheit und dem Lebenswillen der drei Frauen erzählt.“

Fazit: Höhepunkt und würdiger Abschluss der Helena Faber-Trilogie. Kopfkino pur!


Veröffentlicht am 16.06.2019

Wie weit würdest du gehen, für die, die du liebst?

Kalter Strand
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Um es gleich vorwegzunehmen, „Kalter Strand“ von Anne Nørdby hat mich begeistert. Schauplatz ist eine Ferienhaussiedlung in Dänemark. Ein Unbekannter, der sich selbst »Das Auge« nennt, beobachtet heimlich ...


Um es gleich vorwegzunehmen, „Kalter Strand“ von Anne Nørdby hat mich begeistert. Schauplatz ist eine Ferienhaussiedlung in Dänemark. Ein Unbekannter, der sich selbst »Das Auge« nennt, beobachtet heimlich die Bewohner und zwingt sie, schreckliche Dinge zu tun. Wie konnte es dazu kommen?
Währenddessen ermitteln Tom Skagen von der Sondereinheit Skanpol aus Hamburg und seine Chefin Jette Vestergaard in Dänemark im Fall einer jungen Deutschen, die tot am Strand von Ringkøbing aufgefunden wurde. Handelt es sich um einen Unfall, Selbstmord oder gar Mord?
Anne Nørdby alias Anette Strohmeyer hat ihren Thriller atmosphärisch in Szene gesetzt. Im Mittelpunkt steht die Ermittlertätigkeit. Wechselnde Perspektiven, auch aus Tätersicht, sorgen für Dynamik. Spannend, keine Frage. Erst ganz am Ende schließt sich der Kreis. Die Auflösung ist überraschend, aber absolut stimmig.
Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Tom ist mir sofort ans Herz gewachsen. Auch, wenn er mit den Dämonen der Vergangenheit zu kämpfen hat. Mit Jette bin ich dagegen bis zum Schluss nicht wirklich warm geworden. Obwohl sie verheiratet ist und eine Tochter hat, geht sie fremd. Noch dazu mit einem Kollegen aus der SOKO.
Nichtsdestotrotz würde ich mich über eine Fortsetzung sehr freuen.

Fazit: Grausam und perfide. Danish Dynamite!

Veröffentlicht am 08.06.2019

Terroralarm in Hamburg

Geisterfahrt
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Um es gleich vorwegzunehmen, „Geisterfahrt“ ist nach „Hell-Go-Land“ und „Sturmfeuer“ der 3. Band um die Helgoländer Polizistin Anna Krüger - und für mich das bisher beste Buch der Reihe. Schauplatz ist ...


Um es gleich vorwegzunehmen, „Geisterfahrt“ ist nach „Hell-Go-Land“ und „Sturmfeuer“ der 3. Band um die Helgoländer Polizistin Anna Krüger - und für mich das bisher beste Buch der Reihe. Schauplatz ist diesmal der Hamburger Dom, das größte Volksfest im Norden. Worum geht es?
Anna und ihre Kollegin Saskia begleiten ihren Vorgesetzten Paul nach Hamburg, um dessen Dienstjubiläum zu feiern. Auch Pauls neunjährige Tochter Pauline ist mit dabei. Gleich am Eingang findet Anna einen Ausweis. Die Zeichen deuten auf einen terroristischen Anschlag hin. Als wäre das nicht schon genug, ist Paula plötzlich verschwunden…
Die ganze Geschichte spielt an einem einzigen Abend innerhalb von zwei Stunden. Es wird sofort Spannung aufgebaut - und durchgehend gehalten. Wechselnde Perspektiven und ein Heer von Protagonisten sorgen für Dynamik. Abschnitte in fett formatierter Schrift verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen.
Tim Erzberg ist mit seinem neuen Thriller ein packender Pageturner mit irrwitzigen Situationen gelungen. Es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Der flüssige Schreibstil tut sein Übriges dazu, so dass man hier wirklich von Verschlingen statt Lesen sprechen kann. Das Karussell dreht sich immer schneller. Und am Ende ist nichts, wie es scheint.

Fazit: Fall Nr. 3 für Anna und Paul. Spannende Unterhaltung garantiert.

Veröffentlicht am 29.05.2019

Abgründig

Falscher Glanz
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„Falscher Glanz“ ist bereits der 7. Fall für die sympathischen Kommissare Bastian Kreuzer, Sven Winterberg und Silja Blanck. Dennoch handelt es sich um eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte, ...


„Falscher Glanz“ ist bereits der 7. Fall für die sympathischen Kommissare Bastian Kreuzer, Sven Winterberg und Silja Blanck. Dennoch handelt es sich um eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte, die ohne Vorkenntnisse lesbar ist. Worum geht es?
In einem Kampener Juwelierladen wird der junge und extrem attraktive Verkäufer Adnan Jashari tot aufgefunden. Seine Kehle ist durchgeschnitten, seine Augen ausgestochen. In seinen Augenhöhlen stecken zwei teure Ohrringe, im Mund des Toten befindet sich ein Ring.
Adnan hatte nicht nur eine Verlobte in Berlin, sondern auch ein Verhältnis mit seiner Chefin. Geht es um Rache oder Eifersucht? Als eine zweite, ebenfalls mit Schmuck dekorierte Leiche entdeckt wird, bekommen Bastian und sein Team alle Hände voll zu tun…
Eva Ehley hat ihren neuen Sylt-Krimi wieder spannend inszeniert und wendungsreich erzählt. Über das Wiedersehen mit Bastian & Co habe ich mich sehr gefreut. Auch Journalist Fred und seine Staatsanwältin sind wieder mit von der Partie.
Bastian ermittelt diesmal auch in Berlin. Hier erhält der Leser interessante Einblicke in das Thema Clankriminalität.

Fazit: Fall Nr. 7 für Bastian, Sven und Silja. Die perfekte Urlaubslektüre für entspannte Stunden im Strandkorb.

Veröffentlicht am 28.05.2019

Das andere Kind

Mutter Seelen Allein
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„Mutter Seelen Allein“ schildert das Schicksal einer überforderten Mutter, die um ihr Kind kämpft. „Seelenfeindin“ hatte mich begeistert und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht.
Katharina lebt ihren ...

„Mutter Seelen Allein“ schildert das Schicksal einer überforderten Mutter, die um ihr Kind kämpft. „Seelenfeindin“ hatte mich begeistert und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht.
Katharina lebt ihren „Traum“? Ich würde es eher Albtraum nennen. Angeblich hat sie bereits ein Kind verloren, schweigt sich aber darüber aus. Man kann doch eine Beziehung nicht auf Lügen aufbauen. Ihr „wunderbarer“ Ehemann betrügt sie mit einer alten Freundin, lügt also auch. Und ihr „aufgewecktes“ Kind? Ich würde Timo eher schwierig nennen.
Lügen. Lügen. Lügen. Und wie das so ist, bleibt es nicht bei einer Lüge. Auf die erste folgt die zweite, und so weiter.
Dann passiert der Super-GAU: Timo ist verschwunden. Wurde er entführt?
Ein erschreckendes Szenario, das Sabine Trinkaus sich ausgedacht hat. Spannend und wendungsreich erzählt. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Abschnitte in Kursivschrift verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen.
Vermeintliche Gewissheiten erweisen sich als trügerisch. Die Auflösung ist überraschend und absolut stimmig. Katharina war mir nicht sympathisch. Eine richtige Helikoptermutter. Sie ist psychisch labil und hat ein Gewaltproblem.

Fazit: Psychologisch raffiniert gestrickter Thriller. Spannend, erschreckend, real.