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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2019

voll mit Informationen und tollen Rezepten – einfach Klasse!

Bartflechte, Isländisch Moos & Co.
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Andrea Trippl erklärt ausführlich das Doppelwesen aus Pilz und Alge, das manchmal einen dritten Partner im Bunde, eine Hefe, hat. Verschiedene Flechtengruppen werden vorgestellt, samt ihrer Pysiologie, ...

Andrea Trippl erklärt ausführlich das Doppelwesen aus Pilz und Alge, das manchmal einen dritten Partner im Bunde, eine Hefe, hat. Verschiedene Flechtengruppen werden vorgestellt, samt ihrer Pysiologie, Fortpflanzung bzw. Vermehrung. Sehr interessant fand ich auch das Kapitel, das Flechten als Heilmittel, einst und jetzt, durchleuchtet, beispielsweise unter Einbeziehung der Signaturenlehre, der Volksmedizin, auch in anderen Kulturen.

Genauso ausführlich widmet die Autorin sich der Nutzung verschiedener Flechten, sei es als Nahrung, als Konservierungsmittel für Lebensmittel, Kosmetik, als Parfumbestnadteil, Färbemittel und stellt in etlichen Flechtenportraits jene vor, die man für die vielen im Buch enthaltenen Rezepte nutzen kann – sei es gesammelt, oder wie beispielsweise Isländisches oder Irish Moos, das man in der Apotheke erstehen kann.

Gerade diese vielfältigen Rezepte für Kosmetik, zum Räuchern, Sprays für den Haushalt, Kulinarisches oder Hustenrezepte, sogar die Anleitung für das Färben von Wolle runden das enorme Wissen, das vermittelt wurde, wunderbar ab. Mich sprechen besonders die Kosmetikrezepte an, die, was ich sonst selten finde, tatsächlich mit Naturprodukten und nicht Zutaten eines Baukastensystems auskommen. Es werden mit Grundzutaten Basisrezepte erstellt und vielfältig genutzt, wobei auch Glyzerin zum Einsatz kommt, aber keinerlei Schaum- , Gelbildner o.a. zugefügt wird.

Insgesamt vermittelt dieses Buch derart viel Wissen über Flechten, deren Nutzung und wunderbare Rezepte und das leicht verständlich, problemlos nacharbeitbar, dass mich dieses Buch völlig begeistert und meine Erwartungen bei Weitem übertroffen hat.

Veröffentlicht am 29.06.2019

ausgesprochen informativ und hilfreich

Praxishandbuch Frauenkräuter
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Margret Madejsky führt in diesem Praxishandbuch sehr gekonnt und mit ausgesprochen praxiserfahren in die Verwendung der Frauenkräuter ein, die hormonartig wirken und zu unterschiedlichen Bereichen der ...

Margret Madejsky führt in diesem Praxishandbuch sehr gekonnt und mit ausgesprochen praxiserfahren in die Verwendung der Frauenkräuter ein, die hormonartig wirken und zu unterschiedlichen Bereichen der Frauenheilkunde und Geburtshilfe genutzt werden können.

Sehr gut gefällt mir direkt zu Beginn des Buches auf einer Einklappseite des verlängerten Buchdeckels die Übersicht der Anwendungsbereiche und dazugehörigen Heilpflanzen, unter denen sich unter anderem dem Abstillen, Ängste lindern, Eisenspeicher füllen, Haarwuchs anregen, Hitzewallungen reduzieren oder den Kreislauf anregen, befinden. Die 120 Heilpflanzenportraits, jeweils mit Foto, finde ich ausgesprochen anschaulich, ausführlich und hilfreich, denn es finden sich Angaben zu Synonymen, Wirkstoffen, Heilkräften, Anwendungsgebieten, Studien , Rezepte, Praxistipps, Gegenanzeigen und eine Übersicht von lieferbaren Produkten. Ich muss gestehen, diese Übersicht gar nicht erwartet zu haben, sondern war vielmehr davon ausgegangen, es würden nur selber gesammelte, hier findbare Kräuter verarbeitet. Durch die Angabe von kaufbaren Produkten wird aber nicht nur jede Anwendung etwas umfangreicher in ihren Möglichkeiten, sondern finden sich auch genutzte Frauenkräuter, die hier nicht wachsen und dennoch helfend eingesetzt werden können, wie beispielsweise Grüntee, Süßholz oder Soja und Darreichungen wie Globuli. Auch die Rezepte, insgesamt über 200, erstrecken sich vielfältig von Tinkturen über Zäpfchen und wurden sehr gut erklärt.


Insgesamt vermittelt dieser Praxisratgeber ein enormes Wissen zu Kräutern in der Frauenheilkunde, samt Anwendungen und vielen Tipps; man fühlt sich gut aufgehoben bei soviel professionellem Hintergrundwissen und Berufserfahrung der Autorin, die man stets bemerkt. Das Buch fällt ausgesprochen informativ und hilfreich aus; ich finde es großartig.

Veröffentlicht am 24.06.2019

Vielfältige Angebote / Beschäftigungen, praxisnah und -tauglich ausgearbeitet

Wald
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Die beiden Autoren, die selber beruflich in diesem Bereich tätig sind, geben in diesem Buch zahlreiche Anleitungen um im Wald und der freien Natur in Tuchfühlung mit dieser zu kommen. Beginnend mit Regeln, ...

Die beiden Autoren, die selber beruflich in diesem Bereich tätig sind, geben in diesem Buch zahlreiche Anleitungen um im Wald und der freien Natur in Tuchfühlung mit dieser zu kommen. Beginnend mit Regeln, die man im Wald beherzigen sollte, über Beobachtungen, Spiele ( Bewegungs- und Manschaftsspiele), kreativem Gestalten wie dem Arbeiten mit Ton über Naturbasteleien von beispielsweise Vogelfutterknödel oder Insektenhotels, geht es zu ganz konkreten „Überlebenskünsten“ wie Holzsammeln und Feuer machen. Knoten und andere Fähigkeiten um Buden oder Schutzhütten zu bauen, Wasserfilter bauen oder Schnüren Naturmaterialien zu drehen und Etliches aus der Steinzeit wird in Beschäftigungen angeboten.

Schon aus beruflichen Gründen habe ich einige Bücher mit Anleitungen für Gruppen wie einen Waldkindergarte / -hort gelesen und auch selber solche Angebote durchgeführt. Das hier vorliegende Buch würde ich nicht nur in diesem Bereich, Ferienfreizeiten, freie Gruppenangebote, Nachmittagsbetreuung, sondern generell für Beschäftigungen in diesem Alter empfehlen, also auch für Wochenenden mit der Familie! Die Anleitungen sind ausgesprochen vielfältig, decken ganz unterschiedliche Bereiche ab, leicht verständlich, dabei gut durchdacht. Hilfreich finde ich die Angaben zu jedem Angebot, wie zum Alter, Zeitaufwand, Werkzeug und Material, die leichter planen lassen. Sehr gut gefällt mir auch dass Pflanzenportraits enthalten sind, sowie einfache Rezepte – meine Favoriten sind der „Zitronenkuchen in einer Zitrone“ und die „Zimtschnecken in der Apfelsine“, beide in der Fruchtschale gebacken.

Veröffentlicht am 24.06.2019

ansprechender und gut durchdachter Praxisratgeber

Naturkosmetik aus Kräutern im Jahreslauf
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Das Buch beginnt mit einer Einführung in die Regeln des Kräutersammelns, stellt verschiedene Zutaten, Herstellverfahren und etwas ausführlicher das Seifensieden vor.

Danach folgen die Rezepte im Jahresverlauf, ...

Das Buch beginnt mit einer Einführung in die Regeln des Kräutersammelns, stellt verschiedene Zutaten, Herstellverfahren und etwas ausführlicher das Seifensieden vor.

Danach folgen die Rezepte im Jahresverlauf, nach Monaten aufgeteilt, sehr gut und anschaulich erklärt, manchmal auch mit Schritt-für-Schritt-Fotos. Dabei finden sich Salben, Cremes, Shampoo, Spülungen, Tinkturen, Seifen, Tees, Gelees, Mazerate, aromatisierte Weine und vieles mehr.

Ich verfüge noch nicht über allzu große Erfahrungen in der Herstellung von Naturkosmetik und war bei einigen Rezepten erstaunt über Zutaten wie Haarsoft, Plantapon oder SLSA. Meine Versuche waren bislang ohne diese Zusätze ausgekommen, dafür aber auch immer nur sehr kurz halbar. Für mich als eigentlicher Neuling auf diesem Gebiet waren etliche Rezepte schon recht schwierig und ich würde sie auch eher als für Fortgeschrittene geeignet finden; im Buch finden sich auch Hinweise, dass man den ein oder anderen Hintergrund besser nachlesen oder kennen sollte.

Insgesamt finde ich dieses Buch sehr ansprechend; die Rezepte sind sehr vielfältig und die Einteilung nach Monaten ausgesprochen praktisch und durchdacht. Da kann man bei seinen Spaziergängen wunderbar ein Auge auf die benötigten Zutaten des vorher ausgewählten Rezeptes haben, das ganze Jahr über. Sehr gut gefallen haben mir auch die vielen Hinweise zu Heilkunde oder Naturkosmetik, beispielsweise zum Wachstum oder zur Wirkung, zu Altüberliefertem und auch, dass Rezepte für aufgesetzten Wein und andere Heil-/ Genussmitteln enthalten sind.

Veröffentlicht am 24.06.2019

interessante und anregende Lebensgeschichte

Der Heiler und die Bienen
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Edgar Zimmermann hat zusammen mit seiner Co-Autorin, die auch kurze, im Buch abgedruckte Interviews mit ihm führte, seine Geschichte aufgeschrieben. Er erzählt von seiner Kindheit und Werdegang, über die ...

Edgar Zimmermann hat zusammen mit seiner Co-Autorin, die auch kurze, im Buch abgedruckte Interviews mit ihm führte, seine Geschichte aufgeschrieben. Er erzählt von seiner Kindheit und Werdegang, über die Grundlagen und eigene Erfahren samt seinen Gedanken zu Geistheilung, Geomantie, Nahrung für die Seele, seine Imkerei und Glauben.

Dabei erläutert er durch Beispiele, Bilder und Vergleiche Themen wie Pendeln, Wahrnehmen, Segnen, Chakren, Atemfrequenzen, der Wichtigkeit der Dankbarkeit, des Respektes, des eigenen Denkens und des sich im Gleichgewicht befinden.

Mir war der Autor völlig unbekannt, der Titel hatte mich neugierig gemacht, auch weil ich selber Hobbyimkerin bin. Seine vielen Erlebnisse und Beschreibungen aus seinem Leben fand ich ausgesprochen interessant zu lesen. Eigentlich hatte ich vorab etwas mehr über seine Imkerei und heilenden Zubereitungen zu lesen gehofft, was ich im Nachhinein jedoch als falsche Erwartung bezeichnen muss. Schließlich handelt es sich nicht um ein Imkerei-Fachbuch, sondern die Darstellung seiner Gesamttätigkeit. Wie gesagt, diese fand ich sehr vielschichtig und gelungen; vieles konnte ich sehr gut nachvollziehen, bei einzelnen Ausführungen bleibe ich jedoch etwas zweifelnd zurück, beispielsweise, bei der Beschreibung wie er mit einem Pendel homöopatische Mittel zur Heilung herausfindet oder ein Geschwür auf der Nase „verschwinden“ oder eine Nierenplantation überflüssig werden läßt. Das ist für mich dann weder zu leugenen, noch zu bestätigen, sondern einfach nur schwieriger nachzuvollziehen, als beispielsweise der Gang mit einer Wünschelrute. Im Großen und Ganzen, besonders auch bei den Beschreibungen der Imkerei oder der Sicht was heilt oder in den Überlegungen zum Glauben, zur eigenen Verantwortung oder der Verpflichtung, selber zu denken, finde ich die Darstellungen sehr erfrischend, genau wie den zuweilen etwas kessen, ehrlichen und sehr direkten Ton und Erzählstil des Autors.

Insgesamt fand ich die Lektüre dieses Buches sehr interessant und anregend.