Kein Psychothriller, aber trotzdem spannend.
Dein dunkelstes Geheimnis„Dein Dunkelstes Geheimnis“ ist ein Psychothriller von Jenny Blackhurst.
In dem Thriller begleitet man Kathryn – die Tochter eines Kindermörders, der seit mehr als 20 Jahren im Gefängnis sitzt und über ...
„Dein Dunkelstes Geheimnis“ ist ein Psychothriller von Jenny Blackhurst.
In dem Thriller begleitet man Kathryn – die Tochter eines Kindermörders, der seit mehr als 20 Jahren im Gefängnis sitzt und über den Mord an ihrer damals besten Freundin Elsie schweigt. Ihre Leiche wurde nie gefunden.
Am 25. Jahrestag von Elsies Verschwinden wird auf Anglesey, der Heimatinsel von Kathryn und ihrer Familie, wieder ein kleines Mädchen vermisst, das Elsie extrem ähnlich sieht. Da Kathryn nicht an einen Zufall glaubt, reist sie auf die Insel, um sich an der Suche zu beteiligen und Antworten auf die Vergangenheit zu finden, doch auf der Insel ist sie nicht willkommen.
Das Cover ist wie der Name der Lektüre geheimnisvoll. Der Efeu und der Schmetterling strahlen für mich starke Symbolkraft aus. Die Farbgebung gefällt mir sehr gut, da es im Licht leicht schimmert.
Die Schreibweise von Jenny Blackhurst ist flüssig und aus verschiedenen Perspektiven geschrieben. Durch den schnellen Wechsel der Perspektiven erfährt der Leser die Geschichte aus unterschiedlichen Sichtweisen und die Spannung schreitet nahtlos voran.
Durch die Sichtweise von Kathryn lernt man die Hauptperson sehr gut kennen – ihre Gefühlswelt, die innere Zerrissenheit wird durch die gewählte Sprache, die ständigen Fragen sehr deutlich.
Die Sichtweise der Ermittlerin Maggie Grant ist im Gegensatz dazu direkter und zackiger geschildert.
Im Laufe des Buches kommen noch weitere Sichtweisen dazu, sodass man immer mehr eintauchen kann.
Jenny Blackhurst gelingt es von Anfang an eine Atmosphäre des Geheimnisvollen aufzubauen. Man fragt sich von Beginn an, ob wirklich der Richtige im Gefängnis sitzt und wenn nicht, wer der Mörder von Elsie war?
Leider fehlen die konkreten Hinweise, um richtig miträtseln zu können. Man hat zwar einige Ansatzpunkte, jedoch verlieren sich die meisten und werden auch bis zum Schluss nur halbherzig und teilweise unlogisch aufgeklärt.
Das Buch ist zwar als Psychothriller gekennzeichnet, jedoch fehlt die Psychokomponente komplett. Es gibt zwar einige Ansatzpunkte. Ich hätte jedoch bei einer derartigen Einordnung mehr Nervenkitzel erwartet.
Das Ende ist dann zwar folgerichtig und man konnte es erahnen, jedoch ist es mir zu hektisch und halbherzig umgesetzt. Teilweise kann ich Entscheidungen nicht nachvollziehen, sodass für mich ein paar Fragezeichen übrig bleiben.
Dass der Leser durch ein offenes Ende noch die eigene Fantasie gebrauchen kann, finde ich wiederum sehr gut gelungen.
Fazit:
Für mich war es eine schnelle spannende Lektüre mit ein paar kleinen Fehlern, die mir jedoch beim Lesen Freude bereitet hat.
Wer einen Psychothriller mit großem Nervenkitzel erwartet, wird leider enttäuscht.