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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.09.2019

Wer ist da in meinem Kopf?!

ON:OFF
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Inhalt:
Eleonor, kurz Nora ist 17 Jahre und arbeitet für eine geheime Firma namens NGS, die sich auf Bewusstseinssynchronisierung spezialisiert hat. Nicht einmal ihre Eltern wissen von ihrer Tätigkeit ...

Inhalt:
Eleonor, kurz Nora ist 17 Jahre und arbeitet für eine geheime Firma namens NGS, die sich auf Bewusstseinssynchronisierung spezialisiert hat. Nicht einmal ihre Eltern wissen von ihrer Tätigkeit dort. Bei einer ihrer Synchros läuft etwas schief, woran Nora die Schuld tragen soll. NGS gibt ihr jedoch noch einen Chance. Sie soll sich mit einem Bassisten namens Alex synchronisieren. Doch wider Erwarten entwickelt Nora Gefühle für Alex und sie möchte die Synchro nicht eingehen und bei NGS aussteigen. Doch dies ist keine Option, da die Firma das nicht möglich machen wird. Sie kommt also nicht drum herum sich mit Alex zu synchronisieren. Nach und nach stößt Nora auf geheime Informationen die nur die Chefs von NGS wissen und die das Leben von Alex und auch Nora bedrohen. Nun müssen die beiden versuchen einen Weg aus diesem ganzen Dilemma zu finden. Doch das ist nicht so einfach, da bei einer Synchro immer nur einer der Beiden wach sein kann und der andere schläft. Ein gemeinsamer Austausch scheint dadurch unmöglich zu ist.


Meine Meinung:
Ich habe schon viel Gutes von diesem Buch gehört und musste es deswegen einfach lesen. Am Anfang tat ich mir etwas schwer in die Geschichte reinzukommen, da viele Begriffe erwähnt wurden, die ich nicht wirklich zuordnen konnte. Leider habe ich erst am Ende des Buches gesehen, dass es ein Glossar gibt, welches einige Begrifflichkeiten näher erläutert. Es wäre von Vorteil gewesen, wenn dieses am Anfang des Buches gewesen wäre. Jedenfalls bin ich erst einmal etwas in die Geschichte hineingeworfen worden, ohne richtige Erklärungen, weshalb es mir etwas schwer viel dem Ganzen zu folgen.

Nach einigen Seiten jedoch wurde das immer besser. Vor allem das Kennenlernen von Nora und Alex hat mir gut gefallen. Nora ist ehrgeizig, intelligent und selbstbewusst, doch bei Alex kommt sie an Grenzen, die sie vorher noch nie hatte. Alex ist auch ein interessanter Charakter. Er ist zielstrebig, intelligent und sehr aufmerksam. Die beiden haben mir zusammen wirklich gut gefallen. Auch der beste Freund von Alex, Benny, war mir sympathisch. Er ist zwar ein ziemlicher Draufgänger und Aufreißer, jedoch, wenn es um seine Freunde geht ist er ehrlich und loyal.

Wie schon erwähnt, hab ich mir beim Einstieg in die Geschichte etwas schwer getan. Jedoch nimmt die Handlung von Seite zu Seite immer mehr Fahrt auf und irgendwann kann man das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Auch die Thematik fand ich wahnsinnig interessant, da ich so etwas in der Form noch nicht gelesen habe. Außerdem ist es wirklich eine beängstigende Vorstellung, wie es wohl wäre, wenn man weiß, dass jemand anders im eigenen Kopf ist und alles mitbekommt was man macht und fühlst. Die Autorin hat es wirklich geschafft, diese Gefühle richtig gut rüberzubringen. Der Schreibstil war wirklich fesselnd.

Das Ende war ziemlich actiongeladen und auch brutal. Meiner Meinung nach definitiv nichts schwache Gemüter. Die Auflösung war in Ordnung, hat mich aber nicht so vom Hocker gerissen. Jedoch war der Showdown trotzdem wirklich spannend.


Fazit:
Mit On:Off hat die Autorin wirklich eine tolle Geschichte geschaffen, die ich jedoch für Zartbesaitete nicht empfehlen kann, da es teilweise schon sehr brutal zugeht. Der Einstieg in die Geschichte viel mir etwas schwer, was sich jedoch mit jeder gelesenen Seite gebessert hat. Der Handlungsverlauf ist wirklich spannend und beinhaltet immer wieder Wendungen, die man nicht erwartet hätte. Auch die Charaktere haben mir gut gefallen und ich konnte mit ihnen mitfiebern. Das Buch hat mir wirklich gut gefallen, sodass ich 4 Sterne vergebe.

Veröffentlicht am 01.09.2019

Merkwürdige, magische und fantastische Welt

One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt (Epische Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Jennifer Benkau)
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Klappentext:
Dunkelheit. Das Gefühl, zu fallen. Und dann: nichts. Eben noch stand Mailin in ihrer irischen Heimatstadt, plötzlich wacht sie in einer anderen Welt auf. Hier, im Königreich Lyaskye, trachtet ...

Klappentext:
Dunkelheit. Das Gefühl, zu fallen. Und dann: nichts. Eben noch stand Mailin in ihrer irischen Heimatstadt, plötzlich wacht sie in einer anderen Welt auf. Hier, im Königreich Lyaskye, trachtet ihr alles und jeder nach dem Leben – nur nicht der mysteriöse Fremde, der Mailin aus einer tödlichen Falle rettet. Der so gefährlich wirkt und sie dennoch beschützt. Und der ihr nicht verrät, wer er in Wahrheit ist. Erst, als er sie zum Königshof bringt, erkennt Mailin, dass sie aus einem ganz bestimmten Grund in Lyaskye ist: Sie soll Königin werden. Und das ist in dieser Welt ein Todesurteil.


Inhalt:
Mailin lebt mit ihrer Mutter zusammen, die viel arbeitet, um die Pflegekosten für Mailin's große Schwester Vicky zu bezahlen. Vicky liegt nämlich seit 7 Jahren im Koma und kein Arzt kann herausfinden, was ihr fehlt. Eines Tages haben Mailin und ihre Mutter einen Streit, sodass sie zu ihrer Kampfsportschule fährt um sich abzuregen. Nach dem Training im Umkleideraum wird Mailin plötzlich schwindelig und schwarz vor Augen. Als sie wieder aufwacht befindet sie sich in einer anderen Welt. Hier trifft sie einen mysteriösen Unbekannten, der ihr seinen Namen nicht verraten will. Daraufhin nennt Mailin ihn Peter. Peter erklärt Mailin die Welt und eröffnet ihr, dass sich das Königreich Lyaskye immer ein Mädchen von Jenseits aussucht und hierher bringt. Diese Mädchen werden nach dem alten Glauben immer geopfert. Mailin möchte nicht, dass sie dieses Schicksal ereilt und versucht einen Weg zurück in ihre Welt zu finden.


Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt in einer Stadt in Irland, in der Mailin lebt. Jedoch wechseln wir ziemlich schnell in das Königreich Lyaskye. Diese Welt hat mich sehr begeistert. Ich habe mich ein wenig gefühlt wie bei „Alice im Wunderland“. Die Welt gleicht auf den ersten Blick der Unseren, hat aber doch viele merkwürdige, magische und fantastische Inhalte. Die Autorin hat sich hier wirklich tolle Kreaturen ausgedacht und eine wundervolle, magische Welt geschaffen.

Auch Mailin als Protagonistin hat mir gut gefallen. Anfangs ist sie noch etwas verängstigt, was man ihr auch nicht verübeln kann, da sie in einer fremden Welt voller Gefahren aufwacht. Jedoch zeigt sie schnell ihren Kampfgeist und ganz besonders ihre spitze Zunge hat mir gefallen. Die Wortwechsel und kleinen Streitigkeiten mit Peter mochte ich sehr. Sie hat sich auch nie aus der Ruhe bringen lassen.

Was Peter angeht, wurde ich nicht wirklich schlau aus ihm. Er ist sehr in sich gekehrt und gibt nicht viel davon Preis. Nicht einmal seinen richtigen Namen möchte er Mailin sagen. Bei ihm war ich mir nie sicher, ob Mailin ihm nun vertrauen soll oder nicht.

Die Handlung war spannend und interessant, obwohl ich sagen muss, dass es sich an einer Stelle dann ein wenig gezogen hat. Da habe ich mich dann doch gefragt, wie lange die jetzt noch abwarten wollen. Doch dann ging es auf einmal Schlag um Schlag und es kam auch eine Wendung, die ich nicht erwartet habe. Was mir auch gefallen hat war, dass man sich nie wirklich sicher sein konnte, welchem Charakter man nun vertrauen kann oder nicht. Das hat die Spannung aufrechterhalten. Das Finale war dann rasant und actiongeladen.

Was mich aber ein wenig gestört hat war, dass mir manche Wendungen etwas zu schnell gingen. Da kam ich dann nicht wirklich hinterher und musste noch mal kurz zurückblättern um wieder mitzukommen. Auch der Schluss hat mich irgendwie grübelnd zurückgelassen. Ich bin mir nicht sicher, ob mir das jetzt gefallen hat oder eher nicht. Auch ist mir noch nicht so wirklich klar, was es nun mit Lyaskye genau auf sich hat.

Fazit:
Die Autorin hat hier eine tolle Welt geschaffen und sympathische Charaktere entwickelt. Die Handlung blieb spannend und ich wollte das Buch nicht aus der Hand legen, auch wenn sich kurze Zeit doch ein bisschen gezogen hat. Es gab tolle Wendungen und man konnte nie sicher sein, wie sich die Geschichte weiter entwickelt. Lediglich das Ende hat mich dann doch etwas irritiert zurückgelassen, da hätte ich mir doch etwas anderes gewünscht. Aber nichtsdestotrotz hat mir die Geschichte gut gefallen und verdient volle 4 Sterne.

Veröffentlicht am 31.08.2019

Lustige Kriminalgeschichte für Kinder

Die besten Tantenretter der Welt
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Klappentext:
Jonas und Fabian leben bei ihrer Tante Erdmute, und die macht ihrem Namen alle Ehre. Denn Mut braucht man auf jeden Fall, wenn man im knallroten Kleid eine Bank überfällt. Nach einer rasanten ...

Klappentext:
Jonas und Fabian leben bei ihrer Tante Erdmute, und die macht ihrem Namen alle Ehre. Denn Mut braucht man auf jeden Fall, wenn man im knallroten Kleid eine Bank überfällt. Nach einer rasanten Flucht taucht sie mit den beiden Jungs in einem kleinen Waldhotel unter – mit sehr merkwürdigen Gästen! Und als Herrn Hartenbeins wertvolles Briefmarkenalbum geklaut wird, steht auch bald die Polizei vor der Tür. Ob die frei jetzt in der Falle sitzen?


Inhalt:
Die Geschwister Jonas und Fabian leben bei ihrer Tante Erdmute, da ihre Eltern bereits verstorben sind. Sie führen ein glückliches Leben und sind zufrieden. Bis eines Tages ein ominöser Brief ankommt und ihnen ihre Tante kurz darauf eröffnet, dass sie eine Bank ausgeraubt hat und sie nun dringend weg müssen. Zuflucht suchen sie in einem abgelegenen Waldhotel um dort abzuwarten, bis sich die Aufregung gelegt hat. Leider wird im Waldhotel das kostbare Briefmarkenalbum von dem Gast, Herrn Hartenbein, gestohlen. Daraufhin steht kurz darauf die Polizei vor der Tür. Es bleibt zu hoffen, dass Erdmute und ihre Jungs unerkannt bleiben.


Meine Meinung:
Die Geschichte war wirklich amüsant zu lesen. Tante Erdmute ist wirklich ein Knaller. Sie ist etwas verrückt und aufgedreht, aber doch liebenswert und kümmert sich gut um die beiden Jungs. Fabian und Jonas fühlen sich bei ihrer Tante sehr wohl, sowie auch in der Wohnung in der sie leben. Doch als ihre Tante die Bank überfallen hat, gerät ihr Leben aus den Fugen und sie versuchen ihre Tante vor den Konsequenzen zu schützen.

Die beiden Jungs Fabian und Jonas waren wirklich sehr putzig dargestellt. Man dachte doch oft, die beiden wären die Erwachsenen und nicht ihre Tante. Im Laufe der Geschichte überlegen sie immer wieder, wie sie ihr Leben wieder richten können und wie sie ihrer Tante helfen können.

Außerdem gibt es in dem Buch auch noch weitere schräge Charaktere. Es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Das mit dem Banküberfall hat mich aber moralisch nicht so gut gefallen, was sich aber dadurch wieder ausgeglichen hat, dass die beiden Jungs von der Tat ihrer Tante nicht sonderlich begeistert waren.


Fazit:
Eine tolle Kriminalgeschichte für Kinder mit verrückten Charakteren und süßen Tieren. Die Geschichte ist spannend und leicht zu lesen. Ich kann mir vorstellen, dass Kinder wirklich Spaß an dem Buch haben und wunderbar mitfiebern können. Ich vergebe 4 Sterne für diese tolle Geschichte.

Veröffentlicht am 22.07.2019

Eine tolle Geschichte über Freundschaft und Familie

An Nachteule von Sternhai
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Inhalt:
Bett und Avery könnten unterschiedlicher nicht sein. Bett lebt in Kalifornien, ist abenteuerlustig und liebt es draußen zu sein, vor allem im Wasser. Avery lebt in New York, liest gern und macht ...

Inhalt:
Bett und Avery könnten unterschiedlicher nicht sein. Bett lebt in Kalifornien, ist abenteuerlustig und liebt es draußen zu sein, vor allem im Wasser. Avery lebt in New York, liest gern und macht am liebsten Dinge, die man drinnen tun kann. Doch plötzlich kreuzen sich ihre Leben aufgrund ihrer Väter. Diese sind beide alleinerziehend und haben sich auf einer Messe kennen und lieben gelernt. Die beiden beschließen, dass ihre Töchter sich näher kennenlernen und Freudinnen werden sollen und möchten sie zusammen in ein Sommercamp stecken. Bett hat die E-Mails ihres Vaters gelesen und sogleich die E-Mail-Adresse ihrer „Schwester in spe“ ausfindig gemacht. Damit beginnt eine lange Korrespondenz, während der sich die beiden immer besser kennenlernen. Obwohl die beiden es tunlichst vermeiden wollen „Schwestern“ zu werden, werden die Mails immer vertrauter und persönlicher, ohne dass die beiden es wollen.


Meine Meinung:
Zuerst hat mich das tolle Cover angesprochen. Die Leseprobe hat mich dann neugierig gemacht und die Idee der E-Mail-Korrespondenz fand ich auch sehr interessant. Zunächst habe ich gedacht, dass das irgendwann vielleicht doch etwas nervig werden könnte, aber genau das Gegenteil war der Fall. Die Korrespondenz erfolgt auch nicht ausschließlich zwischen Bett und Avery, sondern auch mit und zwischen anderen Personen. Was ich mir jedoch noch gewünscht hätte, wären Zeitangaben wie Datum und Uhrzeit in den E-Mails gewesen. Es wurde zwar hin und wieder angezeigt, dass es nun „2 Monate später“ oder „3 Monate später“ ist, aber mir wäre das anhand von Daten in den E-Mails persönlich lieber gewesen.

Die beiden Protagonisten Bett und Avery sind wirklich süße Kinder. Jede hat so ihre Macken. Avery hat vor vielen Dingen Angst und ist eher die, die erst über ihren nächsten Schritt nachdenkt. Bett ist da eher spontan und stürzt sich Hals über Kopf in verschiedene Situationen. Beide waren mir wirklich sympathisch und haben mir auch oft ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.


Der Schreibstil ist angenehm, locker und leicht. Ich habe das Buch an einem Abend in einem Rutsch durchgelesen. Ich wollte es einfach nicht mehr aus der Hand legen, da es ich ganz neugierig gemacht hat, wie sich die Beziehung zwischen Bett und Avery entwickelt. Aber auch der Weg, den die Nebencharaktere machten, war sehr interessant. Das Buch hat mich wirklich gut unterhalten und mich mitfiebern lassen.



Fazit:
Eine schöne Geschichte über Familie und Freundschaft. Hat mir wirklich gut gefallen. Lediglich die Zeitangaben in den E-Mails haben mir gefehlt. Ich finde das Buch ist nicht nur etwas für Kinder, sondern kann auch durchaus von Erwachsenen gelesen werden.


Bewertung: 4 Sterne

Veröffentlicht am 07.06.2019

Hier steckt mehr dahinter, als nur eine kitschige Liebesgeschichte

Love to share – Liebe ist die halbe Miete
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Klappentext:
Not macht erfinderisch: Tiffy braucht eine günstige Bleibe, Leon braucht dringend Geld. Warum also nicht ein Zimmer teilen, auch wenn sie einander noch nie begegnet sind? Eigentlich überhaupt ...

Klappentext:
Not macht erfinderisch: Tiffy braucht eine günstige Bleibe, Leon braucht dringend Geld. Warum also nicht ein Zimmer teilen, auch wenn sie einander noch nie begegnet sind? Eigentlich überhaupt kein Problem, denn Tiffy arbeitet tagsüber, Leon nachts. Die Uhrzeiten sind festgelegt, die Absprachen eindeutig. Doch das Leben hält sich nicht an regeln...

Die Autorin (Quelle: Buchumschlag):
Beth O'Leary studierte Englische Literatur und arbeitete in einem Kinderbuchverlag. Auf der täglichen Zugfahrt nach London schrieb sie ihren ersten Roman „LOVE TO SHARE“, der international Begeisterung auslöste und in über 35 Ländern erscheint. Heute ist Beth freie Autorin, und wenn sie nicht am Schreibtisch sitzt, macht sie es sich gerade irgendwo mit einem Buch, einer Tasse Tee und mit mehreren Wollpullovern (bei jedem Wetter) gemütlich.


Inhalt:
Tiffy und Leon treffen ein außergewöhnliches Arrangement. Sie teilen sich eine 1-Zimmer-Wohnung, d. h. auch das einzige Bett, das im Zimmer steht. Und das obwohl die beiden sich noch nie gesehen haben und das gemäß ihrer Vereinbarung auch nie werden, da Leon in einem Hospiz Nachtschicht arbeitet und Tiffy tagsüber als Lektorin. Tiffy's Freunde sind davon wenig begeistert, jedoch ist es schwer in London eine bezahlbare gute Wohnung zu finden und sie braucht dringend eine neue Bleibe nach der Trennung von ihrem Freund. Auch Leon ist dringend auf Geld angewiesen und hat deshalb diese Anzeige aufgegeben. Seine Freundin Kay ist mit dieser Vereinbarung nur einverstanden, da Tiffy und Leon sich nie zu Gesicht bekommen und Kay sich als Ansprechpartner für Tiffy anbietet. Jedoch klappt so ein Zusammenleben ohne jeglichen Kontakt nicht besonders gut und es entwickelt sich eine Post-it-Kommunikation zwischen den beiden, sodass sie sich nach und nach doch besser kennenlernen ohne aufeinander zu treffen.


Meine Meinung:
Die Geschichte klang für mich nach einer witzigen und schönen Liebesgeschichte. Und ich wurde nicht enttäuscht.Die Geschichte wird abwechselnd aus Tiffys und Leons Sicht erzählt, sodass man immer Einblick in die Gefühlswelt des anderen hatte. Die Autorin hat es auch wirklich gut hinbekommen den Kapiteln ihren eigenen Schreib-/Erzählstil zu verleihen, was mir gut gefallen hat. Jedoch musste ich mich an den Schreibstil von Leons Kapiteln erst gewöhnen. Da hatte ich das Gefühl, dass die Sätze ab und zu nicht ganz vollständig waren. Aber nach einiger Zeit ist mir das gar nicht mehr so aufgefallen, da ich so in diese Geschichte vertieft war.

Die Idee mit dem „Zimmerteilen“ fand ich sehr interessant und eine solche Geschichte habe ich bisher auch noch nicht gelesen. Besonders gefallen hat mir die Kommunikation zwischen Leon und Tiffy durch die Post-its. Es ist natürlich vorhersehbar, wohin die ganze Handlung führt, jedoch hat die Autorin diesen Weg bis dahin wirklich toll beschrieben. Die Geschichte sprüht nur so von Humor, Spannung und Gefühl. Es dreht sich auch nicht nur um Liebe, sondern es geht auch um Hoffnung und das Verarbeiten von traumatischen Erlebnissen. Ich bin eigentlich jemand der wenig Liebesgeschichten liest, jedoch hat mir diese wirklich gut gefallen.

Tiffy ist eine sympathische Person. Sie leidet besonders unter der Trennung von ihrem Freund Justin und gibt sich selbst die Schuld daran. Im Laufe der Geschichte erkennt Tiffy nach und nach wie Justin sie psychisch manipuliert hat und findet nach und nach zu ihrer eigenen Stärke zurück. Sonst ist Tiffy eine von Humor und Freude strotzenden Person, die einen eigenwilligen Kleidungsstil hat und auf Farben steht.

Leon ist eher der ruhige, in sich gekehrte Mann. Er lässt niemanden wirklich an sich heran. Er arbeitet in einem Hospiz und arbeitet sehr viel Nachtschicht, da diese besser bezahlt werden. Dies tut er für seinen kleinen Bruder Richie, der derzeit im Gefängnis sitzt und er Geld für das Berufungsverfahren braucht. Er opfert sich sehr für seinen Bruder auf, da er der festen Überzeugung ist, dass dieser unschuldig ist.

Auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen. Die Freunde von Tiffy sind wunderbar beschrieben und jeder hat seine Ecken und Kanten. Gerty hat eine ruppige Art und sagt gerade heraus was sie denkt. Mo ist eher der Ruhige und hat immer ein offenes Ohr für die Probleme seiner Freunde und steht mit Rat und Tat zur Seite. Rachel ist eine aufgekratzte Person und auch nicht auf den Mund gefallen. Justin, Tiffys Ex-Freund ist ein richtiges Ekel, er war mir von Anfang an nicht besonders sympathisch, aber zum Ende erfährt man was für ein Mensch er wirklich ist. Ganz besonders in mein Herz geschlossen habe ich Leons Bruder Richie. Er ist trotz seines Gefängnisaufenthaltes witzig und gibt die Hoffnung nicht auf. Ich würde gerne eine Geschichte mit ihm als Hauptprotagonisten lesen.

Fazit:
Bei „LOVE TO SHARE“ handelt es sich nicht nur um einen kitschige Liebesgeschichte, da viel mehr dahintersteckt. Es geht um die Bewältigung von traumatischen Erlebnissen, um Hoffnung, Freundschaft und natürlich auch um Liebe. Die Geschichte hat mich gut unterhalten. Jedoch kann ich nicht die volle Punktzahl vergeben, da ich etwas Startschwierigkeiten mit dem Schreibstil von Leons Kapiteln hatte. Aber alles in einem ein lesenswertes Buch das ich gerne weiterempfehle.


Bewertung: 4 Sterne