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Veröffentlicht am 29.07.2019

Ein bewegender und spannender erster Band der Swan-River-Reihe

Die Australien-Töchter - Wo die Hoffnung dich findet
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Inhaltsangabe:
1861, England
Nach dem Tod ihrer Mutter versorgt Cassandra Blake ihren Vater Edwin und ihre drei Schwestern. Allerdings wird die wirtschaftliche Lage immer schwieriger und sie verliert ihre ...

Inhaltsangabe:
1861, England
Nach dem Tod ihrer Mutter versorgt Cassandra Blake ihren Vater Edwin und ihre drei Schwestern. Allerdings wird die wirtschaftliche Lage immer schwieriger und sie verliert ihre Arbeit. Das Gehalt ihres Vaters reicht vorn und hinten nicht aus, um Essen und Miete bezahlen zu können. Cassandra und ihre Schwestern müssen in die Suppenküche, dort arbeitet ihre Tante und diese ist nicht gerade gut auf ihre Nichten zu sprechen. Wo sie nur kann, macht sie ihnen das Leben schwer. Eines Tages lernt Cassandra Reece kennen und lieben, aber eine gemeinsame Zukunft haben sie nicht. Reece möchte sein Glück in Australien versuchen. Als Edwin stirbt, lässt sie nichts unversucht, die Schwestern loszuwerden. Mit einer gemeinen Intrige schafft sie auch und die Schwestern wandern nach Australien aus. Werden sie dort ihr Glück finden?

Die Australien-Töchter „Wo die Hoffnung Licht findet“ von Anna Jacobs ist der erste Teil der der Swan-River-Saga über die vier Blake Schwestern. Ich muss gestehen, dass ich noch nie einen Roman von dieser Autorin gelesen habe, aber der Klapptext weckte sofort meine Neugierde. Ich liebe historische Familienromane und wenn sie zudem auch noch in Australien spielen, ist es schon ein MUSS dieses Buch zu lesen.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig und entführt den Leser sofort in das bescheidene Leben der Familie Blake. An den detaillierten Beschreibungen der Kulisse merkte ich, dass Anna Jacobs einen ganz speziellen Bezug zu Lancashire (Geburtsort) und Australien (Heimat) hat. Sie beschreibt beide Handlungsorte so brillant und wunderschön, dass man als Leser ein genaues Bild von diesen Gegenden hat. Die Charaktere sind ausdruckstark und facettenreich dargestellt worden. Dank der präzisen Darstellung konnte ich mich sehr gut in die Figuren hineinversetzen. Was Edwin Blake seinen Töchtern mit auf den Weg gegeben hat, hat mich sehr beeindruckt. Er hat sie zu selbstständigen und starken Frauen erzogen, die auch ihre Meinung äußern sollen. Letzteres passte vielen Mitmenschen nicht, aber genau das ist es, was die Töchter mit beiden Beinen im Leben stehen lässt.
Anna Jacobs hat hier einen sehr einfühlsamen und zugleich mitreißenden Roman über die Blake Schwestern geschrieben, die sich nicht so leicht unterkriegen lassen. Trotz Arbeitslosigkeit und Hunger haben sie gelernt sich im Leben durchzubeißen. So leicht lassen sie sich durch nichts und niemanden entmutigen, aber gegen ihre intrigante Tante Isabel sind sie machtlos. Diese scheut keine Mittel und Wege, die vier Schwestern aus ihrem Leben und deren Heimat heraus zu ekeln. Mit dem nötigen Kleingeld schafft sie es letztendlich auch, aber den Preis, den sie dafür bezahlen muss, ist ebenfalls enorm hoch. Die Schwestern reisen in eine ungewisse Zukunft nach Australien. Was wird sie dort erwarten und werden sie dort eine Anstellung finden? Wird Cassandra dort ihren Reece wiedersehen und falls ja, wird es eine gemeinsame Zukunft geben?
Auch wenn der Beginn dieses Buches ein wenig langatmig war, merkte ich, wie mich die Handlung immer mehr und mehr in ihren Bann zog. Ich konnte und wollte dieses Buch einfach nicht mehr aus den Händen legen, denn zu jedem Zeitpunkt musste ich wissen, wie es mit den Blakes weitergehen wird. Was ich sehr schön fand, waren die vielen Handlungen, und trotzdem wirkte sie nicht gehetzt oder überladen. Für mich war es einfach perfekt und sehr stimmig. Zwar gibt es hier und da einige Szenen, die vorhersehbar waren, aber die gibt es in vielen Büchern auch, aber das schmälert den Lesespass nicht. Zu gerne hätte ich weitergelesen, aber leider muss ich auf den zweiten Band noch ein wenig warten.

Die Australien- Töchter „Wo die Hoffnung Licht findet“ ist ein grandioser Auftakt dieser Swan-River-Reihe. Mich hat Anna Jacobs mit ihrem neuen Werk überzeugt und ich freue mich schon auf den nächsten (und die nachfolgenden) Bände.
5 Sterne und ich kann dieses Buch wirklich nur weiterempfehlen!


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 09.08.2019

Was für eine bewegende Geschichte

Aufbruch in ein neues Leben
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Inhaltsangabe:
Luises Oma ist Dorfhebamme und für ihre Enkeltochter gibt es nichts Schöneres, als in die Fußstapfen ihrer Großmutter zu treten. Allerdings soll Luise eine fundierte Ausbildung machen und ...

Inhaltsangabe:
Luises Oma ist Dorfhebamme und für ihre Enkeltochter gibt es nichts Schöneres, als in die Fußstapfen ihrer Großmutter zu treten. Allerdings soll Luise eine fundierte Ausbildung machen und die soll sie in Berlin in einer Hebammenlehranstalt absolvieren. Schweren Herzen verlässt Luise ihre Heimat in Ostpreußen. In Berlin lernt sie die aus gutem Haus stammende Edith und die aus ärmlicheren Verhältnissen stammende Margot kennen. Trotz der unterschiedlichen Herkunft, freunden die drei sich recht schnell an.


Aufbruch in ein neues Leben ist der erste Teil der neuen Hebammen - Trilogie von Linda Winterberg. Ich liebe historische Romane und, wenn diese auch noch in Berlin spielen, dann ist mein Feuer entfacht. Von dem Klapptext des Buches war ich sofort begeistert und das war quasi das i-Tüpfelchen, dass ich diesen Roman unbedingt lesen musste. Ich muss dazu gestehen, dass ich noch kein Buch dieser Autorin vorher gelesen hatte und so war es für mich ein Debüt.


Der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin konnte mich von Anfang an überzeugen. Linda Winterberg versteht ihr Handwerk und weiß wie man den Leser in ihren Bann zieht. Ab der ersten Seite wusste ich, dass dies „meine Geschichte“ wird und tauchte ein- und ab in das Leben der drei Frauen. Ganz egal, welchen Charakter man hier nehmen würde, ich fand sie allesamt sehr gut dargestellt. Ausdruckstark, facettenreich und allesamt sympathisch und sie bereichern diese Handlung auf ihre Art und Weise. Ich konnte mich sehr gut in die einzelnen Personen und ihr Handeln hineinversetzen.
Dank der perfekt ausgearbeiteten Kulisse, konnte die erdrückende, hilfesuchende und teilweise hoffnungsvolle Stimmung, die unter der Bevölkerung herrschte, brillant rübergebracht werden. Zwischen den Zeilen merkte ich, wie der Schrei nach Frieden immer größer wurde. Die Menschen waren das Elend und den Hunger so überdrüssig, dass sie nur noch einen Wunsch hatten: Frieden und genug Lebensmittel!
Die Handlung ist eine bewegende Geschichte von drei jungen Frauen, die einen gemeinsames Ziel haben: sie möchten Hebamme werden! Mit ihrem Lebenstraum wollen sie, trotz der schlechten politischen Lebenssituation, den Müttern ein wenig Hilfe und Unterstützung zukommen lassen. Auch wenn Edith, Margot und Luise in der besten Hebammenlehranstalt ihre Ausbildung absolvieren dürfen, gegen die hohe Sterblichkeitsrate können auch sie nichts ausrichten. Im Krieg gibt es nur Verlierer, aber es ist sehr erschreckend wie viele Babys und Kleinkinder diese Zeit zum Opfer fielen. Egal, ob an Hungersnot oder mangelnder medizinischer (Unter)-versorge. Aber nicht nur die Hebammenausbildung steht im Vordergrund, sondern auch eigene familiäre Probleme haben ihren Platz in dieser Geschichte gefunden. Es macht unheimlich viel Spaß die drei jungen Frauen auf ihrem beruflichen und privaten Weg zu begleiten. Wie aus drei Menschen, die aus so unterschiedlichen Gesellschaftsschichten stammen, so tolle Freundinnen wurden, ist schon bemerkenswert. Während des Lesens merkte ich immer wieder, wie sehr Linda Winterberg dieses Thema am Herzen lag. In akribischer Kleinstarbeit hat sie Fakten und Informationen aus dieser Zeit zusammengetragen, um daraus eine bewegende Geschichte zu schreiben. Ich bin der Meinung, dass dies ihr mehr als nur gelungen ist.
Schade, dass dieser Roman mit einem kleinen Cliffhanger endet, aber das verschafft Raum für die eigenen Fantasie, wie es jetzt wohl mit Edith, Luise und Margot weitergehen wird.

Ein toller historischer Roman, mit ausdrucksstarken Charakteren, die Vorfreude auf den zweiten Band dieser Hebammen- Saga macht. Ich freu mich schon und bedanke mich bei Linda Winterberg für diese bewegende Zeitreise.
5 von 5 Sternen und ein absolutes Lesehighlight!

Veröffentlicht am 15.07.2019

Zeit aus Glas - Ruths Geschichte geht weiter

Zeit aus Glas
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Zeit aus Glas von Ulrike Renk – Eine dramatische Familiengeschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht.

Zerbrechliches Glück.

1938: Nach der Pogromnacht ist im Leben von Ruth und ihrer Familie nichts ...

Zeit aus Glas von Ulrike Renk – Eine dramatische Familiengeschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht.

Zerbrechliches Glück.

1938: Nach der Pogromnacht ist im Leben von Ruth und ihrer Familie nichts mehr, wie es war. Die Übergriffe lasten schwer auf ihnen und ihren Freunden. Wer kann, verlässt die Heimat, um den immer massiveren Anfeindungen zu entgehen. Auch die Meyers bemühen sich um Visa, doch die Chancen, das Land schnell verlassen zu können, stehen schlecht. Vor allem wollen sie eines: als Familie zusammenbleiben. Dann passiert, wovor sich alle gefürchtet haben: Ruths Vater wird verhaftet. Ruth sieht keine andere Möglichkeit, als auf eigene Faust zu versuchen, ins Ausland zu kommen: Nur so, glaubt sie, ihren Vater und ihre Familie retten zu können …

Meine Meinung:
Zeit aus Glas ist der zweite Band der Seidenstadt-Saga. Die Handlung spielt diesmal in der Zeit von 1938 bis 1939.

Ich möchte eines vorweg schreiben: dieser Roman ist nicht für Quereinsteiger gedacht, denn er schließt nahtlos an den ersten an.

Die mittlerweile 17jährige Ruth muss mitansehen, wie sich der braune Hass gegenüber Juden immer weiter und weiter in Deutschland ausbreitet. Häuser, in den jüdische Menschen wohnen, werden mutwillig zerstört oder gehen in Flammen auf, Synagogen werden angezündet und Menschen gedemütigt oder gar getötet. Zum Glück kann sich Ruths Familie in Sicherheit bringen, aber wie lange noch. Ihre Ausreise ist zwar bewilligt, aber werden sie es rechtzeitig schaffen Deutschland zu verlassen. Die politische und familiäre Umstände bringen Ruth dazu, es auf eigene Faust zu probieren, die Familie in Sicherheit zu bringen. Sie möchte ins Ausland gehen, um von dort aus, die Ausreisepapiere für ihre Eltern und Schwester zu beantragen. Allerdings ist sie noch nicht alt genug, aber das hält sie nicht auf. Im Gegenteil, aber ihr Plan ist strafbar. Wird sie es dennoch wagen um ins Ausland zu kommen?

Obwohl Ruth erst 17 Jahre alt ist, ist sie eine starke Persönlichkeit und lässt nichts unversucht sich und ihre Familie vor den Nazis zu retten. Selbst vor Gefahren schreckt sie nicht zurück. Wow, was für eine selbstbewusste und taffe junge Frau.

Ruths Mutter Martha, die an Depressionen leidet, wurde sehr authentisch dargestellt. Zum einen voller Hoffnung und dann kam dieses unendliche Tief, dass sie vollkommen aus der Bahn warf.

Vater Karl, der ehemalige erfolgreiche Schuhverkäufer, der für sich und seiner Familie ein Heim geschaffen hat und dies jetzt verlor. Wie er alle Hebel in Bewegung setzt, um das bisschen was im geblieben ist, zu retten.

Ruths Schwester Ilse, die in ihren jungen Jahren solchen Hass ausgesetzt wird, denn sie in ihrem Alter noch gar nicht verkraften kann. Aber wer konnte dies schon?

Mein Fazit:
Ulrike Renk hat erneut bewiesen, dass sie zu Recht eine der erfolgreichsten Autorin dieser Zeit ist. Ich bin immer wieder erstaunt, wie sie in akribischer Kleinstarbeit Fakten und Hintergrundinformationen zusammenträgt, um so eine bewegende und fesselnde Geschichte zu schreiben. Der flüssige Schreibstil holt den Leser sofort ab und lässt ihn in diese grausamen Schicksalsjahre ein und abtauchen. In der Schule hatte ich schon vieles gehört, aber das hier ist so lebendig und anschaulich erzählt, dass ich mich gut in die Zeit und Charaktere hineinversetzen konnte.

Wer historische und gut recherchierte Romane liebt, sollte die Bücher von Ulrike Renk unbedingt lesen. Das was man hier erfährt, lernt man auf keiner Schule. Für mich ist dieser Roman 5 Sterne wert und ich kann ihn nur jedem ans Herz legen.



Veröffentlicht am 08.07.2019

Eine emotionale und spannende Familiengeschichte

Die Rosengärtnerin
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Inhaltsangabe:
Frankreich 1958:
Die Sängerin Jeanne war eine der erfolgreichsten Chansonsängerin in Paris. Allerdings forderte der Erfolg seinen Preis und sie sie zog sich zurück. Mit ihrem Mann lebt sie ...

Inhaltsangabe:
Frankreich 1958:
Die Sängerin Jeanne war eine der erfolgreichsten Chansonsängerin in Paris. Allerdings forderte der Erfolg seinen Preis und sie sie zog sich zurück. Mit ihrem Mann lebt sie in einem Chateau im Loire – Tal, wo sie sich ganz der Rosenzüchterei widmen kann und will. Aber nicht nur der Ruhm hat ihren Preis gefordert, sondern auch ein Ereignis, dass vor etlichen Jahren passiert ist.

Hamburg 2017:
Völlig überraschend erbt die Journalistin Ella ein Anwesen in Frankreich. Nur von wem? Um das heraus zu bekommen, reist sie dorthin und was sie dort erfährt, ändert ihr bisheriges Leben völlig.


Die Rosengärtnerin ist der neuste Roman von Sylvia Lott. Ich muss gestehen, dass die Autorin schon einige Romane geschrieben hat, aber dies ist mein erster von ihr. Der Klapptext versprach mir eine spannende Familiengeschichte und weckte zugleich meine Neugierde, dass ich dieses Buch unbedingt lesen musste.

Die Autorin überzeugt mit ihrem leichten, flüssigen und einfühlsamen Schreibstil und zog mich ab der ersten Seite in ihren Bann. Ich wollte und konnte dieses Buch kaum noch aus der Hand legen, denn zu jedem Zeitpunkt wollte und musste ich wissen, wie die Geschichte um Jeanne und Ella weitergehen wird. Die einzelnen Charaktere wurden so detailliert und perfekt ausgearbeitet und wiedergespiegelt, so dass hier der Eindruck entstand, dass es diese Personen wirklich so gegeben hat. Leider sind sie fiktiv, aber das mindert die Qualität dieses Romans in keinster Weise. Eher im Gegenteil! Jede einzelne Person trug dazu bei, dass diese Geschichte so lebendig wirkte. Besonders Jeanne hat mich, aufgrund ihrer schwierigen Lebensumstände, stark beeindruckt.
Zudem merkte ich mit wieviel Liebe zum Detail Sylvia Lott diesen Roman geschrieben hat. In akribischer Kleinstarbeit hat sie historische Fakten zusammengetragen und ausgewertet, um daraus eine emotionale und spannende Familiengeschichte zu kreieren. Allerdings ist sie. wie die Charaktere ebenfalls fiktiv. Eher das Gegenteil ist der Fall. Es entsteht sogar der Eindruck, dass sich diese Geschichte irgendwo genauso abgespielt haben könnte.
Die Handlung wird aus zwei Perspektiven erzählt, die brillant miteinander harmonieren. Zum einen, die in der Jeanne lebte und zum anderen die Gegenwart in der Ella sich bewegt. Die Zeit von Jeanne spielt um 1946 – 1958. Wer jetzt denkt, dass Kriegsgeschehnisse langatmig oder sogar langweilig werden würden, der irrt. Hier kann man eine Menge über die politische Situation dieser Zeit lernen, die man nie auf einer Schule erlernen durfte. Für mich war es informativ und lehrreich zugleich. Wie schon erwähnt spielt Ellas Geschichte in der heutigen Zeit und hier tauchen sehr viele Probleme auf, die nicht nur ihr Erbe betreffen. Sie muss sich auch dem einen oder anderen Alltagsproblem stellen, dem sie früher aus dem Weg gegangen ist. Der Wechsel der beiden Stränge war harmonisch und brillant miteinander verstrickt, dass sogar ein kleiner Spannungsbogen entstehen konnte. Selbst das Ende dieses Buch war so brillant ausgearbeitet worden, dass nichts wie gehetzt wirkte. Ein perfektes und stimmiges Ende wie ich es liebe.

Eine emotionale Familiengeschichte, die einfach gelesen werden muss. Für mich war es definitiv nicht das letzte Buch dieser Autorin. Diesen Roman kann ich einfach nur weiterempfehlen. 5 von 5 Sternen!

Veröffentlicht am 27.06.2019

Sommerlich leicht und so gefühlvoll

Ein Sommer voller Himbeereis
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Inhaltsangabe:
Pauline ist die Inhaberin des Cafés Eishimmel und in ihrem Eis Labor kreiert sie immer neue Eisspezialitäten. Allerdings ziehen immer neue dunkle Wolken auf. Die gescheiterte Beziehung zu ...

Inhaltsangabe:
Pauline ist die Inhaberin des Cafés Eishimmel und in ihrem Eis Labor kreiert sie immer neue Eisspezialitäten. Allerdings ziehen immer neue dunkle Wolken auf. Die gescheiterte Beziehung zu Pascal hängt ihr immer noch nach, die Bank will ihr Geld zurück und jetzt hat auch noch ein neues Eiscafé aufgemacht und die Kundschaft bleibt aus. Da ist guter Rat teuer. Zum Glück bleibt ihr noch Anna, die nebenan ihr kleines Antiquitätengeschäft hat. Dort stöbert Pauline immer wieder gerne und an manchen Tagen versteckt sie dort auch kleine selbstverfasste Botschaften. Eines Tages erhält sie sogar eine Antwort auf eine von ihnen. Nur wer ist dieser Unbekannte? In dieser Zeit lernt sie auch Annas Enkel Christian kennen. Ihr erstes Aufeinandertreffen ist alles andere als freundlich. Auf Grund seines arroganten Auftretens möchte Pauline ihn nie wiedersehen, was allerdings nicht möglich ist. Er ist öfters bei seiner Oma Anna als Pauline lieb ist. Kann Christian doch noch bei Pauline punkten und sie überzeugen, dass in ihm ein netter Kerl schlummert?

Ein Sommer voller Himbeereis ist der Debütroman von Persephone Haasis und ich muss ganz ehrlich gestehen: mich hat er total geflasht!
Der Klapptext versprach mir einen sommerlichen Roman und was habe ich bekommen: einen Wohlfühlroman der besonderen Art!
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht und lässt den Leser sofort in die Geschichte von Pauline ein- und abtauchen. Ab der ersten Seite merkte ich, wie mich dieser Roman immer weiter in seinen Bann zieht, um mich letztendlich in das Eiscafé Eishimmel zu entführen. Die Charaktere sind so herzlich und liebevoll kreiert worden, so dass ich sie einfach lieben musste. Pauline, die Powerfrau und Träumerin, die mit ihrer freundlichen und fröhlichen Art ihre Mitmenschen überzeugt. Christian, der Unnahbare, der mit seiner arroganten und unsympathischen Art seine Mitmenschen das Leben ein wenig schwer macht. Aber nicht nur dass der Anderen, sondern auch seins. Oma Anna, die herzensgute alte Dame, die nichts lieber macht als in ihrem Geschäft zu stehen und alte Möbel und Co zu sammeln und zu verkaufen. Die immer ein oder zwei offene Ohren für Pauline hat und mit Rat und Tat ihr zur Seite steht. Annas Sohn Oskar ist ein skrupelloser Geschäftsmann, der vor nichts und niemanden Rücksicht nimmt. Florence, die beste Freundin von Pauline, die immer, wenn man sie braucht da ist. Jede einzelne Person hat seinen festen Platz und rundet die Geschichte perfekt ab. Hier wirkt nichts aufgesetzt oder deplatziert. Es stimmt von A-Z alles und wirkt so harmonisch und vertraut. Die Kulisse der Handlung rundet das Ganze brillant ab. Während des Lesens erhält man ein genaues Bild der einzelnen Schauplätze wie z. B. des Eiscafés, Antiquitätengeschäfts oder des Stadtbildes. Detailliert und naturgetreu und so konnte ein stimmungsvolles Kopfkino entstehen. Die Handlung ist ein warmherziger und gefühlvoller Roman über Pauline, die immer wieder vor einigen Hürden ihres Lebens steht. Es macht soviel Spaß sie auf ihren Weg zu begleiten, dass ich mir das eine oder andere Mal gewünscht habe, dieses Buch würde niemals enden. Es beinhaltet alles was das wahre Leben auch zu bieten hat. Von Freundschaft, Vertrauen, Verletzbarkeit, Sehnsucht, Träume, Alltagssorgen und was darf auch hier nicht fehlen: die Liebe.

Ein sommerlicher und eisgekühlter Wohlfühlroman, der einfach viel Freude bereitet. Ein tolles und mehr als gelungenes Debüt, der jetzt schon Lust auf das nächste Buch macht. Ich hoffe, dass ich noch sehr viel mehr von dieser talentierten Autorin lesen darf.
5 von 5 Eiskugeln (Sterne) und eine absolute Leseempfehlung.