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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.10.2019

was man im Leben wirklich will

Das Jahr nach dem Abi
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Der Autor, Paul Bühre, ist gerade 19 Jahre alt und hat sein Abitur in der Tasche. Wie soll es jetzt weitergehen? Ausbildung, Studium, soziales Jahr oder doch Bundeswehr? Nichts überzeugt so richtig, also ...

Der Autor, Paul Bühre, ist gerade 19 Jahre alt und hat sein Abitur in der Tasche. Wie soll es jetzt weitergehen? Ausbildung, Studium, soziales Jahr oder doch Bundeswehr? Nichts überzeugt so richtig, also nimmt er sich eine Auszeit von einem Jahr um in der Welt herum zu reisen. Das machen viele junge Menschen so, Paul Bühre hingegen bereist nicht die üblichen Länder. Zuerst geht es nach China um im Heimatland des Kung Fu die Sportart zu erlernen. Viele weitere interessante Ziele und dortige Tätigkeiten warten in Folge noch auf den Leser dieses aus dem Leben gegriffenen Sachbuches.
Für Menschen, nicht nur Abiturienten, ein Buch zum Nachdenken über das, was man im Leben wirklich will, um ausgetretene Pfade zu verlassen.

Veröffentlicht am 06.08.2019

lebensnah und witzig

Grüne Gurken
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Lotte ist neu in Berlin, in Kreuzberg. Erst vor kurzem sind ihre Eltern mit ihr hier hin gezogen. Sie fühlt sich noch nicht so richtig wohl in ihrer neuen Umgebung, alles ist fremd. Ihre Eltern sind auf ...

Lotte ist neu in Berlin, in Kreuzberg. Erst vor kurzem sind ihre Eltern mit ihr hier hin gezogen. Sie fühlt sich noch nicht so richtig wohl in ihrer neuen Umgebung, alles ist fremd. Ihre Eltern sind auf einem Geschäftsessen und sie wollte nur kurz im Kiosk nebenan Milch einkaufen. Die Tür fällt ins Schloss und der Schlüssel steckt drinnen. Im Kiosk reißt sie auch noch einen Stapel um. Dieses Chaos ist typisch für die tollpatschige Lotte. Doch der Kioskbesitzer stellt sie als Aushilfe ein.
Ein humorvoll geschriebener Teenagerroman. Lebensnah mit witzigen Zeichnungen liebevoll gestaltet.

Veröffentlicht am 30.07.2019

Wildnis

The Hurting
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Nell Lamb hatte eine schwierige Zeit, ihre Schwester ist an Leukämie erkrankt, die Mutter hat die Familie verlassen und der Vater ist ein Glaubensfanatiker. Sie verliebt sich Hals über Kopf in Lukas, der ...

Nell Lamb hatte eine schwierige Zeit, ihre Schwester ist an Leukämie erkrankt, die Mutter hat die Familie verlassen und der Vater ist ein Glaubensfanatiker. Sie verliebt sich Hals über Kopf in Lukas, der so ganz anders ist als sie und ihre Familie. Lukas lebte mit einem Wolfsrudel zusammen. In den norwegischen Wälder fühlt er sich wohl, Nell hingegen kämpft ums Überleben. Sie hat ein Kind auf Weisung Lukas gestohlen, wird von der Polizei und von Wölfen gejagt.
Der Schreibstil ist einerseits aus Sicht von Nell aufgebaut, teilweise auch aus Erzählersicht. Das macht das Lesen abwechslungsreicher. Spannend ist der Roman allemal.

Veröffentlicht am 08.05.2019

Dr. Jekyll und Mr. Hyde

Das Volk der Bäume
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Dr. Norton Perina ist ein brillanter Wissenschaftler, der 1974 den Nobelpreis für Medizin verliehen bekam. Auf der mikronesischen Insel Ivu'ivu entdeckt er eine Schildkrötenart, deren Fleisch für ein sehr ...

Dr. Norton Perina ist ein brillanter Wissenschaftler, der 1974 den Nobelpreis für Medizin verliehen bekam. Auf der mikronesischen Insel Ivu'ivu entdeckt er eine Schildkrötenart, deren Fleisch für ein sehr langes Leben steht. Der Traum von Unsterblichkeit wird greifbar nahe. Dr. Perina hat jedoch auch eine dunkle Seite, er liebt Kinder. Im Jahre 1997 wird er des Kindesmissbrauchs beschuldigt und inhaftiert. Er hat beide Seiten in sich, ein Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Aus verschiedenen Sichten, z. B. seines Assistenten Ron, erfahren wir über die Forschung wie auch das Leben Nortons und wie ihre Sicht über die Schuld Nortons ist. Soll man bei einem Genie der Wissenschaft nicht andere Maßstäbe ansetzen?
Sehr unaufgeregt und ruhig gesprochen werden unterschiedliche Sichtweisen erzählt.

Veröffentlicht am 02.05.2026

Selbstwahrnehmung

Mit anderen Augen
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Tilda ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau, geschieden, mit zwei erwachsenen und erfolgreichen Töchtern. Sie lebt in einem schönen Haus mit Hund und Katze und hat Freundinnen, die ihr immer zur Seite stehen. ...

Tilda ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau, geschieden, mit zwei erwachsenen und erfolgreichen Töchtern. Sie lebt in einem schönen Haus mit Hund und Katze und hat Freundinnen, die ihr immer zur Seite stehen. Bis sie eines Tages feststellt, dass ihr kleiner Finger verschwunden ist. Er ist noch da, sie sieht ihn nur nicht. Die Diagnose ihrer Ärztin lautet Unsichtbarkeit, eine unheilbare Krankheit, die Frauen ab Mitte 40 betrifft. Es kann bis zum völligen Verschwinden führen. In der Therapeutin Selma findet sie Hilfe um doch eine Heilung zu erlangen. Sie soll in sich hineinhorchen, feststellen, wie sie sich selbst wahrnimmt und meditieren.
Neben der Unsichtbarkeit, die viele Frauen kennen, auch wenn sie körperlich noch vollständig sind, werden sie bei Beförderungen übergangen, Leistungen nicht erkannt und ihre Aufopferung bis zur Selbstaufgabe für die Familie nicht gewürdigt, sind die Themen Gewalt in der Ehe, Autismus, ADHS und Erblindung in die Handlung eingewoben. Der Selbstfindungstripp Tildas führt über mehrere Formen der Meditation hin zu einem völlig unrealistischen Happyend, bei dem wirklich alles perfekt ist.
Die Idee ist hervorragend, an der Umsetzung hapert es leider. Für einen Roman ist viel zu viel Meditation dabei, und das Ende einfach nur rosarot und unglaubwürdig.

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