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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.08.2019

Von weltweiten Tempolimits bis hin zu den rundesten und eckigsten Ländern der Welt.

100 Karten, die deine Sicht auf die Welt verändern
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In diesem Buch findet man 100 Karten, die einem aufzeigen können, wie die Realiät ist. Von einer Karte, auf der man nur die Leuchttürmen, die man in Europa findet, abgebildet sind, bis hin zu den höchsten ...

In diesem Buch findet man 100 Karten, die einem aufzeigen können, wie die Realiät ist. Von einer Karte, auf der man nur die Leuchttürmen, die man in Europa findet, abgebildet sind, bis hin zu den höchsten Wolkenkratzern europäischer Länder – all das findet man Hier. Natürlich auch weitere, eher amüsante, aber auch teilweise nachdenklich machende Übersichten. Damit man sich mal ein Bild machen kann, die Perspektive wechseln kann.

Statistiken oder auch Abbildungen bzw. Bilder, in die man Zahlen und Fakten eingearbeitet hat, empfinde ich als immer wieder recht spannend und interessant. Folglich war ich echt gespannt auf dieses Buch und muss sagen, dass es mich echt überzeugt und gut unterhalten hat.

Das Buch ist für mich sehr wertig gemacht, es kommt als Hardcover-Ausgabe daher. Für die verschiedenen dargestellten Zahlen bzw. Fakten wird immer wieder eine Doppelseite verwendet, auf welcher dann eben mal Landkarten abgebildet und verschieden eingefärbt sind. (Um eben die Fakten gut optisch zu demonstrieren.) Das Buch ist also alles in allem eine eher buntes Buch und beschränkt sich auf wenig Text zu den Statistiken, maximal wird mal eine halbe Seite etwas dazu noch erläutert. Das geschieht in einer gut verständlichen Sprache, aber natürlich geht es dabei um keinen unterhaltsamen Roman, sondern eher um Fakten. (Wenngleich es nicht immer um bierernste Dinge geht, was man an der Deutschlandkarte mit den Namen der Punkbands merkt.)

Für mich ist dies ein Buch, das man nicht in einem Rutsch lesen muss, ich finde es fast zu schade, wenn man dies so macht und das Buch so fast gar nicht die Beachtung findet, die es mehr als verdient. Immer mal wieder Zeit dafür nehmen und bewusst ein paar Sachen ansehen und verinnerlichen ist meiner Ansicht nach viel wichtiger und auch lehrreicher. Für mich war es immer wieder spannend hier neue Sachen zu erfahren, die aber eben anschaulich dargestellt sind. So macht es nochmal mehr Spaß, als wenn man nur einen vielleicht trockenen Text über Statistiken lesen würde. Die Umsetzung mit Bildern bzw. Zeichnungen ist für mich hier absolut gelungen und ich kann das Buch insofern wirklich nur empfehlen – denn man ändert damit sicher mal die Perspektive und die Blickrichtung. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen für ein echt tolles, informatives wie unterhaltsames Buch.

Veröffentlicht am 21.08.2019

Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.

Goldschatz
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Beatrix' Eltern erben das alte Bauernhof von Tante Emma. Beatrix darf dort schließlich einziehen und mit vier weiteren Freunden eine Wohngemeinschaft aufbauen, die dem Konsum abgeschworen hat. Eigentlich ...

Beatrix' Eltern erben das alte Bauernhof von Tante Emma. Beatrix darf dort schließlich einziehen und mit vier weiteren Freunden eine Wohngemeinschaft aufbauen, die dem Konsum abgeschworen hat. Eigentlich ist das Haus absolut renovierungsbedürftig, so wirklich können sie es sich finanziell aber nicht leisten. Bis sich im alten Trödel von Tante Emma doch noch die ein oder andere Goldmünze findet, die man dafür verwenden kann. Doch... wo sich solcher Trödel findet, ist da nicht auch vielleicht die ein oder andere Schandtat geschehen? Und wer ist dieser komische Nachbar...

Viel zu lange habe ich kein Buch von Ingrid Noll mehr gelesen, leider. Früher habe ich wirklich einige Bücher von ihr gelesen, diese haben sich bis heute tief in mein Gedächtnis eingebrannt und deren Verfilmungen mag ich auch immer wieder sehen - beispielsweise von "Die Häupter meiner Lieben" - was ich auch wirklich gut verfilmt finde. Nun also war ich echt gespannt auf dieses neue Werk der Autorin, das auch wieder in seinem wunderbar bekannten Stil daher kommt.
Der Schreibstil von Ingrid Noll gefällt mir sehr gut. Es ist ein vielleicht eher altbackener Stil, zumindest was manche Begriffe anbelangt, aber er gefällt mir. Die Geschichte hingegen spielt in der aktuellen Zeit, Smartphone und Nachrichtendienste sind dabei ein Thema - und der Konsumverzicht, da die WG-Bewohner hier ja konsumkritisch sein wollen. Das Buch liest sich angenehm und zügig, ist aber inhaltlich dennoch anspruchsvoll und trotzdem verständlich. Die immer wieder aufkommenden älteren Begriffe bzw. Gegenstände (Vertiko) oder amüsanten Darstellungen mancher Personen (der Teenager, der ständig Flöte spielt) runden diesen gelungenen Stil absolut ab.

Die Geschichte ist sehr unterhaltsam, es gibt immer wieder neue Wendungen und Erfahrungen, an denen man teilhaben darf - und sie sind für mich alle typisch für Bücher von Ingrid Noll. Hier gibt es eben doch auch sprichwörtliche Leichen im Keller, das ist schon etwas, was man bei ihren Büchern erwarten darf. Auch das hat mir beim Lesen sehr gefallen. Interessant war auch der Ansatz, dass man eben ein konsumkritisches Verhalten an den Tag legt und hier fünf sehr unterschiedliche Personen in der Geschichte aufeinander treffen. So etwas sorgt natürlich auch immer wieder für Zündstoff - und einen großen Unterhaltungswert. Natürlich ist die Sprache nicht unbedingt immer so passend für diese jungen Leute, aber das hat mich nicht wirklich gestört, es passt einfach so für und zu Ingrid Noll.

Für mich war dies eine sehr gelungene Lektüre, durchaus unterhaltsam, amüsant, spannend und mit der perfekten Prise Nervenkitzel. Mir hat das Buch eine ziemlich angenehme Lesezeit beschäftigt und einmal mehr gezeigt, dass Ingrid Noll sich ihrem Schreibstil treu bleibt. Für mich wieder eine sehr schöne Erfahrung. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und eine absolute Empfehlung.

Veröffentlicht am 21.08.2019

Kurzer Ausflug nach Paris.

Ab nach Paris
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Ohne Ankündigung ist Oma weg – über Nacht verschwunden! Klar, dass sich ihre Enkel, die Geschwister Nele und Felix auf den Weg machen, um Oma zu finden. Scheinbar hängt ihr Verschwinden damit zusammen, ...

Ohne Ankündigung ist Oma weg – über Nacht verschwunden! Klar, dass sich ihre Enkel, die Geschwister Nele und Felix auf den Weg machen, um Oma zu finden. Scheinbar hängt ihr Verschwinden damit zusammen, dass sie kürzlich einen Bericht über einen französischen Maler gesehen hat, der gerade eine Ausstellung in Paris eröffnet hat. Und dort fehlte nur noch ein Bild – genau das, was Oma über ihrem Bett hängen hat.

Das Hörspiel klang für mich von der Geschichte her sehr unterhaltsam – und das war es dann auch absolut. Die Geschichte ist für Kinder ab 7 Jahren geeignet, was ich auch absolut so unterschreiben würde.

Durch die verschiedenen Sprecher (Hauptrollen: Lou Tillmanns, Jakob Roden, Edda Fischer, Enno Kalisch, Judith von Radetzky und Hubert Schlemmer) ist das Hörspiel wirklich sehr lebendig und unterhaltsam. Die einzelnen Sprecher sind akustisch gut zu verstehen. Sehr amüsant fand ich eine Sprechrolle einer Dame aus Hessen – zumindest spricht sie so. Das fand ich sehr amüsant und erfrischend, gelungen.

Die Geschichte ist sehr unterhaltsam, spannend und auch lustig. Die Kinder sind durchaus gewieft und es zeigt sich, dass eine gute Portion Mut oftmals sehr hilfreich ist. Auch gibt es noch eine Geschichte in der Geschichte, wenn es dabei um die Eltern geht, die ich soweit ganz gut fand. Da das Hörspiel auch mit den verschiedensten Geräuschen gut untermalt ist, hat man das Gefühl, wirklich mittendrin zu sein. Man fiebert also mit den jungen Protagonisten mit, wenn sie sich auf die Suche nach der Oma begeben. Auch den Einblick in die Kunstgeschichte habe ich als sehr positiv empfunden, so wird den jungen Hörern auch ein gewisses Wissen mit auf den Weg gegeben.

Uns hat dieses Hörspiel sehr gut gefallen. Ein sehr unterhaltsames, lustiges wie spannendes Hörspiel, bei dem man eine kurze Reise nach Paris macht – all das ist „Ab nach Paris“. Die Umsetzung mit all den tollen Sprechern und den Hintergrundgeräuschen ist absolut gelungen und auch inhaltlich ist es so, dass das Hörspiel auch für Erwachsene angenehm mitzuhören ist. Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 18.08.2019

Weil auch kleine Bewegungen großes bewirken können.

Lebendige Füße. Sanft, Individuell, Kraftvoll
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Mithilfe dieser CD lernt man einige Feldenkrais®-Übungen, um die Füße noch besser kennen zu lernen, einen stabilen Stand, Beweglichkeit und ein sicheres Gleichgewicht zu bekommen. Die Anleitungen sind ...

Mithilfe dieser CD lernt man einige Feldenkrais®-Übungen, um die Füße noch besser kennen zu lernen, einen stabilen Stand, Beweglichkeit und ein sicheres Gleichgewicht zu bekommen. Die Anleitungen sind von Ulli Jaksch gesprochen worden, die als Feldenkraislehrerin tätig ist.

Die Feldenkrais®-Methode ist etwas, dass ich schon vor Jahren kennengelernt und auch in einem Kurs immer wieder wunderbar umsetzen konnte. Als ich dann kürzlich von dieser CD gehört habe, war mir klar, dass ich das unbedingt ausprobieren wollte, zumal auch nach einer Fuß-OP noch die volle Beweglichkeit wiederhergestellt werden sollte.

Fürs Anwenden der CD empfiehlt sich, dass man sich die Zeit wirklich nimmt, sämtliche Ablenkungsquellen (Telefon, Smartphone) mal außer Reichweite bringt, sich eine bequeme Sportmatte ausbreitet, eine Decke/ein Handtuch als Kopfablage bereitlegt und in bequeme Kleidung hüpft.

Die CD ist von Ulli Jaksch gesprochen, die in Wien eine Feldenkrais®-Praxis hat. Man hört, dass sie wohl Österreicherin ist, ich habe diesen Sprachklang aber als sehr verständlich und angenehm empfunden. Sie spricht die einzelnen Anleitungen klar und deutlich und in einem angenehmen, eher langsamen Tempo. Außerdem hat sie für mich eine entspannte und entspannende Stimme, die dafür auch passt. Selbst wenn man sich vielleicht nur eine halbe Stunde Zeit dafür nimmt, wenn man dies richtig macht, ist man enorm entspannt danach.

Für mich, die ich einige Erfahrung bei der Feldenkrais®-Methode habe, war das alles gut verständlich und genug erklärt. Für Neueinsteiger wären manchmal vielleicht noch ausführlichere Beschreibungen gut. Andererseits habe ich selbst auch gelernt, dass es beim Umsetzen eigentlich kein Falsch geben kann. Und dass selbst die kleinsten Bewegungen anschließend für einen neuen Komfort, eine neue Beweglichkeit sorgen können.

Mir hat diese CD unheimlich gut gefallen. Bislang habe ich mich selten nur mit den Füßen beschäftigt, wobei es im Endeffekt auch eine ganzheitliche Sache dann ist, was das Bewegungsspektrum anbelangt. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie man mit wenig Einsatz bei Feldenkrais® anschließend doch einen so großen Nutzen erzielt hat. Die Anleitungen fand ich gut gesprochen, verständlich vor allem, und angenehm erläutert, auch sprachlich schön anzuhören. Auch die anschließende, neu erfahrene Beweglichkeit hat mir gutgetan und gezeigt, dass ich wieder öfter Feldenkrais® machen sollte.

Von mir gibt es hier entsprechend 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung – für alle, die mal die Feldenkrais®-Methode nach Moshé Feldenkrais ausprobieren wollen oder eben spezielle Anleitungen für den Fuß erhalten wollen.

Veröffentlicht am 18.08.2019

Schwimmer treiben im Wasser wie Blütenblätter.

Im Freibad
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Kate arbeitet in Brixton bei der Zeitung und soll über die Schließung eines Freibades berichten. Sie ist einsam und fühlt sich auch bei ihrer Arbeit nicht sonderlich ernst genommen, sieht aber nun die ...

Kate arbeitet in Brixton bei der Zeitung und soll über die Schließung eines Freibades berichten. Sie ist einsam und fühlt sich auch bei ihrer Arbeit nicht sonderlich ernst genommen, sieht aber nun die Chance, die sich ihr mit dieser Berichterstattung bietet. Dabei lernt sie Rosemary kennen, die seit jeher in Brixton lebt und für die sich mit den Jahren einiges geändert hat. Er wurde die Bücherei geschlossen, nun auch das Freibad, in das sie so gerne geht. Gemeinsam setzen sich die beiden Frauen schließlich für den Erhalt des Freibades ein und es entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft.

Auf dieses Buch war ich so richtig gespannt, da ich schon einiges darüber gehört und gelesen hatte. Für mich ist das Freibad bzw. das Schwimmen darin im Sommer ebenso ein Zufluchtsort, vor allem zu den Zeiten, zu denen man darin noch gepflegt schwimmen kann. Entsprechend kann ich mich sehr gut in die zwei Protagonistinnen hineinversetzen.

Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen, verständlich und nachvollziehbar geschrieben, durchaus tiefgründig und aber doch auch eben sehr unterhaltsam. Es gibt nachdenkliche Momente wie sehr lustige Szenen, Fremdwörter oder großartige Fachbegriffe gibt es nicht. Die Schilderungen sind immer wieder sehr bildhaft, was mir gut gefallen hat, man kann sich so wunderbar selbst ein Bild davon machen beim Lesen.

Die Geschichte war für mich sehr spannend und unterhaltsam. Es gab für mich zwar immer wieder verschiedene Ideen, wie die Geschichte sich weiterentwickeln könnte, aber es war nicht wirklich so vorhersehbar, was mir unheimlich gut gefallen hat. Auch die Erzählweise, dass Rosemary einen an ihrem Leben mit ihrem Mann George teilhaben lässt, in Erinnerungen schwelgt und von ihrer gemeinsamen Zeit erzählt hat mir sehr gut gefallen. Ebenso spannend ist es zu sehen, wie Kate sich weiterentwickelt und gewisse Ängste überwindet – in gewisser Weise ist es insofern auch ein Mut-machendes Buch mit vielen Hoffnungsmomenten.

Für mich war „Im Freibad“ eine wunderbare Sommerlektüre, ein tiefgründiges wie unterhaltsames, lustiges und emotionales Buch, das durchaus auch zum Nachdenken anregen kann. Beim Lesen gab es keinerlei Längen oder langweilige Szenen, ich hätte es am liebsten direkt am Stück gelesen, wenn ich die nötige Zeit gehabt hätte. Von mir gibt es hier eine absolute Empfehlung und 5 von 5 Sternen.