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Veröffentlicht am 28.10.2017

Die Protagonisten sind sture Esel

All for You – Sehnsucht
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Inhalt
Vor fünf Jahren bat Cameron Maya ihn zu heiraten, aber sie konnte den Antrag nicht annehmen. Seitdem haben sie sich nicht mehr gesehen, doch als sie sich dann wieder begegnen, ist die Leidenschaft ...

Inhalt
Vor fünf Jahren bat Cameron Maya ihn zu heiraten, aber sie konnte den Antrag nicht annehmen. Seitdem haben sie sich nicht mehr gesehen, doch als sie sich dann wieder begegnen, ist die Leidenschaft wieder da. Können sie den Schmerz von damals überwinden und ihrer Liebe eine zweite Chance geben?

Protagonisten
Maya war damals noch ein nettes naives Mädchen, aber davon ist nichts mehr übrig. Sie verdient zwar gut, aber hasst ihren Job und ihren Chef noch mehr. Sie ist pessimistisch und frustriert und glaubt eigentlich an nichts mehr.
Also zum einen glaubt sie nicht, sie könne selbst noch irgendwas erreichen, und sie will sich auch von niemandem helfen lassen. Denn Maya ist verdammt stur, vor allem, wenn es um Cameron geht. Cameron will ihr helfen und gibt ihr einen Rat? Sie schließt ihre Mauern, die sie eh kaum öffnet, und hört ihm gar nicht zu.
Ich glaube, man kann erkennen, dass ich Maya nicht besonders mochte. Sie war abweisend und distanziert, aber sie war selbst Schuld daran, dass sie so traurig war. Noch dazu war sie irgendwie zickig und ihre Handlungen gingen mir oft auf die Nerven.

Cameron ist genauso stur wie Maya, wenn nicht sogar schlimmer. Ständig sagt er ihr, was sie tun soll, auch wenn er es ja nett meint, ist er herrisch und bestimmend. Seine Meinung ist die einzig richtige! An sich hatte er schon oft recht, aber seine Art, sie zu formulieren, war weniger schön. Auch war Cameron Meister darin, jeden für irgendetwas zu beschuldigen, während er selbst der Retter in der Not war.
Cameron hat immer noch Gefühle für Maya und möchte sie wieder zurück, aber er akzeptiert ihre Eigenschaften nicht wirklich. Einerseits findet er manche Veränderungen interessant, aber andererseits möchte er so viele Dinge an ihr ändern, die er nicht gut findet. Egal, wie gut er es meint: Ist er wirklich in Maya verliebt, oder in seine eigene Vorstellung von ihr?

Handlung und Schreibstil
Natürlich war Mayas Grund dafür, dass sie den Antrag abgelehnt hat, lange ein großes Geheimnis. Und nach dem ganzen Drama habe ich mir einen guten Grund erhofft, bei dem ich ihre Handlung nachvollziehen kann, aber dem war leider nicht so. Aber die Trennung war nicht allein Mayas Schuld, denn sie hat nur den Antrag abgelehnt, und das eigentlich nur für diesen Moment. Aber Cameron ist ja stur und fühlt sich belogen und betrogen und kann ihr das nicht verzeihen. Total übertrieben, fand ich.
Da die beiden bei der Trennung noch Gefühle füreinander hatten, fand ich es in Ordnung, dass sie fast da weitermachen, wo sie stehengeblieben sind. Zumindest ihre Gefühle füreinander und nicht die anderen Veränderungen ihrer Charakter.

Die beiden haben eigentlich kaum miteinander geredet und ihre Gespräche haben sich ständig im Kreis gedreht, weil sie einander einfach nicht zuhören wollten - nur beim Sex sind sie einer Meinung. Sie schliefen miteinander und drückten eigentlich fast nur dabei ihre Gefühle füreinander aus. Anscheinend war das vor allem Lust.

Fazit
"All for You - Sehnsucht" hat mir leider kaum gefallen. Die Charaktere fand ich beide sehr unsympathisch und stur, die Handlung gefiel mir auch nicht besonders, die Dialoge waren eher schwach und eigentlich waren nur die Erotikszenen ganz akzeptabel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erotik
  • Charaktere
  • Geschichte
  • Originalität
Veröffentlicht am 07.09.2017

Eine Enttäuschung

Aquila
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Inhalt
Nika wacht nach einer Nacht in einem Club auf und muss schnell feststellen, dass nicht nur diese eine Nacht aus ihren Erinnerungen gelöscht ist. Es ist Dienstag, nicht Sonntag, das heißt, dass ihr ...

Inhalt
Nika wacht nach einer Nacht in einem Club auf und muss schnell feststellen, dass nicht nur diese eine Nacht aus ihren Erinnerungen gelöscht ist. Es ist Dienstag, nicht Sonntag, das heißt, dass ihr ganze zwei Tage fehlen!
Noch dazu ist sie in der Wohnung in Siena eingesperrt, Schlüssel und Handy fehlen, und auch ihre Mitbewohnerin ist verschwunden. Da ist nur ein geheimnisvoller Zettel mit Notizen, die sie selbst gemacht haben muss, die sie aber kaum versteht.

Das Blut ist nicht deines.
Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist.
Halte dich fern von Adler und Einhorn ...

Auf der Suche nach Antworten streift Nika durch Siena, denn sie muss die Wahrheit finden ...

Protagonisten
Nika ist definitiv nicht die schlauste aller Protagonistinnen. Sie wacht ohne Erinnerungen an die letzten zwei Tage auf und macht sich Sorgen, dann will sie ihre Erinnerungen zurück, aber alles was ihr hilft, ist dieser Notizzettel. Man erwartet, dass sie Schlüsse zieht und sich Hilfe sucht, aber sie behält alles für sich, wenn ihr Fragen gestellt werden. Sie erwartet Antworten, ist aber selbst nicht bereit zu kooperieren. Fast alles, was sie unternimmt, tut sie heimlich und bringt sich selbst in Gefahr, weil sie eben keine Ahnung hat, was in diesen zwei Tagen passiert ist.

Es haben sich öfter mal Charaktere verdächtig oder seltsam benommen, sogar Nika hat es bemerkt, aber sich natürlich keine weiteren Gedanken dazu gemacht. Gleichzeitig wurden ganz viele Dinge verschwiegen, die echt wichtig gewesen wären, aber auf den Zeitpunkt gewartet haben, an denen sie irgendwie passten. Also waren so ziemlich alle nicht besonders hilfreich, aber egoistisch.

Handlung und Schreibstil
Ich fand das ganze leider nicht sonderlich spannend. Die Gedächtnislücke und die Notizen haben es schon interessanter gemacht, aber ein paar Dinge waren mir zu gewollt. Obwohl sie glaubt in Gefahr zu sein, macht sich Nika immer wieder alleine auf den Weg und dabei stößt ihr irgendetwas zu. Das fand ich nicht mutig oder spannend, sondern einfach nur leichtsinnig und dumm.
Es gab von Ursula Poznanski schon sehr schlaue Protagonisten, die Schlüsse gezogen haben, Nika aber findet die meisten Sachen eher zufällig oder mit der Hilfe von anderen, alleine kriegt sie eigentlich nicht viel hin, auch darum hat es mich geärgert, dass sie immer gehandelt hat, ohne nachzudenken. Das alles hat mich furchtbar genervt.

Die Auflösung war enttäuschend. Ein paar Dinge hatte ich vermutet, einige andere Aspekte waren sehr überraschend und unerwartet, was sie leider aber nicht besser gemacht hat. Stattdessen habe ich mir gedacht, dass die Motive und Tathergänge total blöd sind. Auf den letzten ca. 50 Seiten, nach dem das meiste schon geklärt wurde, erwartete ich noch eine Überraschung, die das ganze Buch hätte retten können, aber stattdessen war das Ende so antiklimaktisch wie nur möglich.

Sonstiges
Meiner Meinung nimmt die Qualität der Poznanski-Bücher immer weiter ab. Ich schätze, sie hat vermutlich Fristen, zu denen das Buch fertig sein muss, warum sollte sonst jedes Jahr im August ein neues Buch erscheinen? Da die ersten Bücher echt gut waren, wünsche ich mir, dass sich die Autorin einfach mal wieder Zeit nimmt, ein gutes Buch zu schreiben, weil ich eben weiß, dass sie es eigentlich kann. Wenn nächstes Jahr im August wieder ein Buch erscheinen sollte, werde ich es vermutlich nicht lesen.

Fazit
"Aquila" konnte mich leider so gar nicht überzeugen. Eigentlich hat mir nichts wirklich gefallen: Nicht die Charaktere, nicht die wenig spannende Handlung und schon gar nicht die antiklimaktische Auflösung.

Veröffentlicht am 07.10.2022

Ungefiltert, ungeschönt, unsympathisch

Fische
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Lucy ist beziehungsunfähig und wird nun dazu gezwungen, eine Therapie zu machen, nachdem sie ihren Exfreund angegriffen hat. Während ihre Schwester auf Reisen ist, soll sie auf deren Hund aufpassen und ...

Lucy ist beziehungsunfähig und wird nun dazu gezwungen, eine Therapie zu machen, nachdem sie ihren Exfreund angegriffen hat. Während ihre Schwester auf Reisen ist, soll sie auf deren Hund aufpassen und dabei ihre Therapie machen. Aber Lucy sieht keinen Grund, sich zu ändern und sucht weiter nach der Liebe.

Sie wird oft enttäuscht, ist verbittert und sucht an jedem Menschen nach einem Makel, an dem sie dessen ganzen Wert bestimmen kann. Sie ist auch scheinheilig, wenn sie jeden Menschen schon nach nur einem Blick verurteilen kann und sich gleichzeitig auch nicht von diesen angeblichen Fehlern unterscheidet. Sie trifft die schlechtesten Entscheidungen, setzt die falschen Prioritäten und nimmt sich nicht gerade ausgeglichene Personen zum Vorbild. Auch vor ihrem Zusammenbruch war sie schon egoistisch und zutiefst unzufrieden, aber die Therapie geht bei ihr nach hinten los.

Man kann Lucys Obsession aber schon gut spüren und ich muss schon zugeben, dass das Buch irgendwie in sich stimmig ist, aber das hat leider nicht dafür gesorgt, dass es mir besser gefallen hätte. Lucys verzweifelte Gedanken und fragwürdigen Taten kann man verstehen, weil man ihre Obsession durchschaut, aber das macht sie sicher nicht sympathischer.

Ihre ungefilterten Gedanken fand ich am Anfang noch ein wenig unterhaltsam, aber so wie sie sich häufen, wurde sie mir schnell unsympathisch. Sie zieht viele seltsame Vergleiche, driftet in Gedanken ab und nicht nur die Sexszenen waren sprachlich sehr vulgär und unangenehm.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.11.2019

Unsympathische Charaktere

Wild Hearts - Kein Blick zurück
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Mir gefiel das Buch immer weniger, je weiter ich gelesen habe und das lag eigentlich an ... so ziemlich Allem.

Erstmal ist da Sawyer, die ihrem Vater entkommt und einen Neuanfang wagt. Sie ist eigentlich ...

Mir gefiel das Buch immer weniger, je weiter ich gelesen habe und das lag eigentlich an ... so ziemlich Allem.

Erstmal ist da Sawyer, die ihrem Vater entkommt und einen Neuanfang wagt. Sie ist eigentlich das, was ich an diesem Buch noch erträglich fand. Sie lässt schnell ihre bisherige Erziehung hinter sich und stürzt sich in dieses neue Leben, was auch in Ordnung ist, schließlich will sie etwas ändern und auch wenn sie oft mal unsicher ist, genießt sie ihre neue Freiheit.

Finn hingegen ist einfach unerträglich. Nach einem traumatischen Ereignis hat er sich zu einem richtigen Ekelpaket entwickelt, das es genießt, Sawyer zu necken - oder eher bloßzustellen. Eigentlich will er sich von ihr fernhalten, aber das tut er überhaupt nicht. Er ist natürlich total scharf auf sie und er ist ja sooo verletzt. Aber er hat keinerlei Anstand und man spürt keinerlei Chemie zwischen den beiden. Vor allem konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen, was sie an einander so attraktiv fanden, abgesehen von ihren Körpern. Dadurch wurden die bereits seltsamen Szenen zwischen ihnen so richtig unangenehm.

Auch die anderen Charaktere Josh und Miller gingen mir eher auf die Nerven.

Insgesamt haben wir hier also eine Kleinstadt, die nach ihren eigenen Regeln spielt, damit sich die Charaktere auch voll austoben können. Sie wirkt daher auch ähnlich unrealistisch. Dann kommt noch der große Cliffhanger zum Schluss, wo sich plötzlich alle Ereignisse überschlagen. Das ist so eine Sache mit den Cliffhangern, manchmal findet man sie spannend, aber manchmal auch total überzogen. Letzteres vor allem auch dann, wenn einem das Buch bis dahin schon nicht gefallen hat, so wie es hier der Fall war.

Fazit
An "Wild Hearts - Kein Blick zurück" hat mir eigentlich nichts wirklich gefallen. Die Protagonistin war noch erträglich, alles andere eher eine Katastrophe.

Veröffentlicht am 23.04.2018

Eine Enttäuschung

Das wirst du bereuen
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INHALT
Emma Putnam hat sich das Leben genommen. Sie war hübsch und wurde gemobbt, also hat die Gesellschaft Mitleid mit dem toten Mädchen.
Was keiner weiß, oder keiner sehen will, ist, dass Emma Putnam ...

INHALT
Emma Putnam hat sich das Leben genommen. Sie war hübsch und wurde gemobbt, also hat die Gesellschaft Mitleid mit dem toten Mädchen.
Was keiner weiß, oder keiner sehen will, ist, dass Emma Putnam eine Schlampe war. Doch Sara Wharton und ihre beste Freundin Brielle wussten das ganz genau und haben sie dementsprechend behandelt. Und nun ist Emma tot und die Schuld daran wird auf Sara, Brielle und ihre Freunde geschoben.

MEINUNG
Das Cover wirkt etwas düster und ist finde ich sehr gut für einen Thriller oder Ähnliches. Darunter war das Buch allerdings pink und das fand ich nicht mehr so düster ;)
Als Thriller habe ich das jedenfalls überhaupt nicht empfunden. Eher kann ich es nicht einsortieren. Als Jugendbuch, ja, wegen dem Alter der Protagonisten, aber ansonsten? Ich fand das Buch leider auch nicht im Geringsten spannend, denn es ist einfach nichts passiert, was man nicht erwartet hätte.
Die Vergangenheit wird abwechselnd mit der Gegenwart geschildert und ich erwarte somit, dass so zum Ende hin irgendetwas rauskommt das alles ändert. Das "Die Wahrheit ist oft viel komplizierter als man denkt" lässt so etwas auch erwarten. Aber da dieses Überraschungsmoment fehlte, war ich schließlich sehr enttäuscht, denn das war sozusagen mein Hoffnungsschimmer. Denn ansonsten kam mir das Buch vor wie ein Bericht über Mobbing, allerdings mit mehr Gefühlen – von einer Mobberin.
Mich haben alle Charaktere dieses Buches verwirrt und die meisten genervt. Sara ist eine Mitläuferin - sie selbst hätte Emma vielleicht nie gemobbt, hat aber einfach das getan, was Brielle ihr sagte - und ihr Freund ist einfach seltsam! Also die Sachen die er teilweise getan hat … Dafür sehe ich einfach keine Erklärung! Er selbst hatte auch keine und das liegt entweder daran, dass auch die Autorin nicht wirklich was gefunden hat, aber diese Handlung für den Verlauf der Geschichte brauchte, oder es gibt einen tieferen, versteckten Sinn, den ich nicht erkenne. Aber am schlimmsten war Brielle. Sie war vielleicht keine Schlampe, die mit jedem Kerl rumgemacht hat, aber sie war ein kaltes Miststück. Sie ist nicht nett zu ihrer besten Freundin und benutzt sie nur und hat großen Spaß daran, andere schlecht zu behandeln.
Teilweise war ich doch tatsächlich unentschlossen, auf wessen Seite ich stehen sollte. Klar, Emma wurde gemobbt, aber sie war auch nicht das brave Mädchen für das sie alle hielten. Aber kein Mensch sollte gemobbt werde. Doch genauso sollte auch kein Mensch Selbstmord begehen.

FAZIT
Ich fand leider nichts an diesem Buch gut, aber es ist auch ein komploziertes Thema. Ich hätte mir eine den Leser verblüffende Überraschung erhofft, aber ich wurde nur enttäuscht.