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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.12.2019

mäßig spannend

Draussen
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Ich bin kein ausgewachsener Kluftinger-Fan, aber ich kenne einige Romane von Kobr und Klüpfel und ich mag es, dass die Romane in Bayern spielen und durchaus ein gutes Lokalkolorit haben. Meist ist es mir ...

Ich bin kein ausgewachsener Kluftinger-Fan, aber ich kenne einige Romane von Kobr und Klüpfel und ich mag es, dass die Romane in Bayern spielen und durchaus ein gutes Lokalkolorit haben. Meist ist es mir aber zu humorig, deshalb war ich sehr gespannt auf den ersten Thriller des Autorenduos.

Wie der Titel "Draußen" schon verspricht, spielt die Geschichte zu Teilen im Wald. Und es geht um Rollenspiele Jugendlicher und darum, dass sie etwas sehen, was sie nicht sehen sollten.

Ich bin nicht ganz glücklich mit der Geschichte. Es mangelt an allen Ecken. Die Charaktere sind entweder sehr eindimensional oder etwas überzogen, so dass keine der Figuren mich wirklich berühren konnte.

Der Plot ist nachvollziehbar aber meiner Meinung nach ziemlich unspannend. Actionszenen werden in einer ganz eigenen Tonart geschildert. Das knappe und stakkatoartige des Schreibstils soll hier wohl die Spannung erhöhen. Aber für mich liest es sich eher hölzern und unausgereift.

Der Humor der Kluftinger-Krimis wurde hier durch Ironie und seltsam-tollpatschige Bösewichte ersetzt und so ganz ernst konnte ich die einfach nicht nehmen.

Meiner Meinung nach sollten die Autoren bei ihren Leisten bleiben. Mir gefallen die humorvollen Krimis um einiges besser.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2019

Da fehlt noch eine Schippe

Kingdoms of Smoke – Die Verschwörung von Brigant
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Das prächtige Cover und die interessante Leseprobe haben mich hingezogen zu diesem Buch. Der erste Band einer vielversprechenden Geschichte schien es mir. Am Ende muss ich sagen, dass ich nicht ganz überzeugt ...

Das prächtige Cover und die interessante Leseprobe haben mich hingezogen zu diesem Buch. Der erste Band einer vielversprechenden Geschichte schien es mir. Am Ende muss ich sagen, dass ich nicht ganz überzeugt bin von dieser "Verschwörung der Briganten".

Fünf jugendliche bis junge Hauptdarsteller führen durch eine Story, die durchaus Potential hätte. Allerdings merkt mal bald, dass es tatsächlich mehr ein Jugendbuch denn ein All-Age-Roman ist und dass die Autorin sich ein wenig fürchtet, der Handlung die nötige Komplexität und Dichte zu geben. Die Geschichte plätschert vor sich hin, ist durchweg vorhersehbar ohne jede überraschende Wendung. Die Charaktere bleiben statisch in ihrer Entwicklung, sind nicht reifer geworden und agieren nur im Rahmen ihrer eingleisigen Möglichkeiten.

Sally Green schafft es auch selten, überhaupt einen Spannungsbogen aufzubauen und schon gar nicht, ihn etwas auszureizen. Schnell und hastig werden Enden zusammen geführt, Geheimnisse erklärt, Schlachten gewonnen.

Die Idee des Dämonenrauchs und was dahinter steckt, ist erfrischend und das Cover passt sehr schön dazu. Aber der Spirit reicht nicht aus für eine so lange Geschichte, die auch noch in weitere Runden gehen soll.

Ein erster Band, der mich nicht überzeugen konnte. Da fehlt noch eine ganze Schippe zu einem guten Fantasybuch.

Veröffentlicht am 15.03.2019

Spionageroman

Schatten der Toten
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Judith Keppler ist Tatortreinigerin. Und immer wieder findet sie an Tatorten seltsame Spuren und ermittelt auf eigene Faust. Im dritten und wohl letzten Teil wird es sehr persönlich für Judith. Und wie ...

Judith Keppler ist Tatortreinigerin. Und immer wieder findet sie an Tatorten seltsame Spuren und ermittelt auf eigene Faust. Im dritten und wohl letzten Teil wird es sehr persönlich für Judith. Und wie schon in anderen Romanen von Elizabeth Herrmann geht es um die ehemalige DDR und um Spionage und Gegenspionage. Ihr Vater scheint in all das verwickelt zu sein und ich fühlte mich wirklich sehr an die Stieg-Larsson-Romane erinnert. Einiges war neu bei Judith. Zum ersten Mal ist sie richtig verliebt und wird weicher und zugänglicher. Dadurch wird die Gefahr, verletzt zu werden, aber auch größer.

Mir hat „Schatten der Toten“ leider nicht so ganz gefallen. Es war mir einfach nicht spannend genug und zu viel hin und her mit den diversen Spionen. Ich mag die Bücher mit dem Anwalt eindeutig lieber

Veröffentlicht am 13.03.2019

Erwartungen nicht ganz erfüllt

Heartless, Band 1: Der Kuss der Diebin
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Ich bin etwas hin- und hergerissen. Das Buch liest sich flott weg und die Geschichte gefällt mir von ihrer Grundstruktur sehr gut. Eine junge Frau, die durch einen Fluch im wahrsten Sinne des Wortes ihr ...

Ich bin etwas hin- und hergerissen. Das Buch liest sich flott weg und die Geschichte gefällt mir von ihrer Grundstruktur sehr gut. Eine junge Frau, die durch einen Fluch im wahrsten Sinne des Wortes ihr Herz verloren hat, versucht es mit einem Himmelfahrtskommando zurück zu bekommen. Im Auftrag der Hexen soll sie einem Prinzen das Herz stehlen. Die Heldin, Zera begibt sich also in die Höhle des Löwen und versucht ohne Aufmerksamkeit zu erregen, den Prinzen für sich zu gewinnen und dann ihren Plan in die Tat umzusetzen. Aber natürlich gestaltet sich alles viel schwieriger, denn der Kerl ist sympathisch und ganz unbemerkt bleibt ihr Treiben auch nicht. Außerdem muss sie sich mit einem Dämon rumschlagen, der ihr immer wieder in die Parade fährt.

Netter Plot aber leider mehr auch nicht. Es gab mir zu wenig Spannung zwischen den Darstellern und zu wenig knackige Dialoge. Außerdem hat Zera viel zu viele Gefühle für eine Frau OHNE Herz. Die Story ist ziemlich vorhersehbar und der Showdown viel zu knapp geraten. Mein Fazit: Schöne Idee mit tollen Möglichkeiten aber mir war es zu lau und nicht ausgereift und ich denke, dass auch Teenagerliteratur gerne etwas komplexer sein darf.

Veröffentlicht am 22.01.2018

Wonderwoman light

Wonder Woman – Kriegerin der Amazonen
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Nachdem ich von Leigh Bardugo schon "Das Lied der Krähen" gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf das Wonderwoman-Buch. Mein Fehler war allerdings mal wieder, dass ich bestimmte Erwartungen an das Buch ...

Nachdem ich von Leigh Bardugo schon "Das Lied der Krähen" gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf das Wonderwoman-Buch. Mein Fehler war allerdings mal wieder, dass ich bestimmte Erwartungen an das Buch hatte. Also erstens, dass es ähnlich vielschichtig ist wie das Krähen-Buch und zweitens, dass es sich an den erst kürzlich ausgestrahlten Hollywood-Film anlehnt. Aber weit gefehlt.

Hier wird nicht ein junger Mann gerettet sondern das Mädchen Aila. Beide sind auch noch Teenager - hätte ich mir aber denken können, denn es ist ja ein Jugendbuch. Dementsprechend ist die Handlung leider für mich auch etwas flach gewesen. Es geht um altersspezifische Fragen. Um das Erwachsen- und Selbstständigwerden. Um das abnabeln von der Mutter und um Mut und Freundschaft.
Dabei lernt man auch etwas von der griechischen Mythologie. Das hat mir wiederum sehr gut gefallen. Alles in allem ein Buch, welches nett war aber dem Mythos und der Comicfigur Wonderwoman meiner Meinung nach nur sehr bedingt gerecht wird.

Später habe ich herausgefunden, dass es sich um ein Projekt handelt, in dem verschiedene bekannte Autorinnen aus dem Jugend-Fantasy-Sektor die Jugend der Comichelden nacherzählen. Interessante Idee. Ich werde mal schauen, was da noch kommt.