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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.12.2019

Grafik pur

Isola 1
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Hiermit hält man einen wunderschönen, hochwertig gestalteten und mit etlichen Extras versehenen Comicband in der Hand.
Die Grafiken sind toll, liebevoll ausgearbeitet und haben wunderbare Farben. Es wird ...

Hiermit hält man einen wunderschönen, hochwertig gestalteten und mit etlichen Extras versehenen Comicband in der Hand.
Die Grafiken sind toll, liebevoll ausgearbeitet und haben wunderbare Farben. Es wird mit wenig Text gearbeitet, die Zeichnungen stützen die ganze Geschichte. Ebendiese Geschichte ist der Knackpunkt an der Sache, sie ist nicht ganz so einfach zu verstehen und erfassen, einige Sachen bleiben mir unerklärlich.
Der Band lädt dazu ein, ihn öfter in die Hand zu nehmen und auch ein 2. Mal zu lesen, ganz verschwunden ist meine Verwirrung auch danach nicht.
Da es aber ein Serienauftakt ist, werden wohl einige Dinge in den Folgebänden aufgeklärt werden.
Sehr gut zu bewerten ist noch, das sich im Anhang ein Prolog und verschiedene Coverversionen befinden.

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Veröffentlicht am 19.06.2026

Heiliger Bimbam, was für ein Leben!

Mirabellentage
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Pfarrer Josef ist tot – und Anna guckt in die Röhre. Martina Bogdahns „Mirabellentage“ wirft uns mitten hinein in die existenzielle Krise einer Pfarrershaushälterin, die plötzlich merkt, dass es ein Leben ...

Pfarrer Josef ist tot – und Anna guckt in die Röhre. Martina Bogdahns „Mirabellentage“ wirft uns mitten hinein in die existenzielle Krise einer Pfarrershaushälterin, die plötzlich merkt, dass es ein Leben nach dem Weihrauch gibt.
Die Geschichte hangelt sich im Rückwärtsgang durch Annas Vergangenheit. Dabei wechselt die Autorin munter zwischen „Aha-Momenten“ und „Warum-erfahre-ich-das-jetzt-Momenten“. Manchmal verliert sich das Buch in so vielen banalen Alltagsepisoden, dass man fast vergisst, dass in der Gegenwart eigentlich ein brandneuer Pfarrer für frischen Wind sorgt. Der kommt hier leider etwas zu kurz – vermutlich, weil Anna zu beschäftigt damit ist, ihr eigenes Leben im Rückspiegel zu bewundern.
Der Schreibstil liest sich weg wie eine kühle Limonade im Juli. Die Metaphern sind bildgewaltig und der Humor schießt aus allen Rohren. Für meinen Geschmack war es am Ende allerdings ein bisschen zu viel Dauerfeuer auf die Lachmuskeln. Wichtige und ernste Themen wurden zwar kurz angeteasert, aber wohl aus Angst vor schlechter Laune direkt wieder umschifft.
Fazit: Keine schwere Kost, sondern die perfekte, anspruchsbefreite Strandlektüre. Perfekt für den Sommer: Geht leicht rein, hinterlässt keine tiefen Spuren.

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Veröffentlicht am 19.06.2026

Schlaf ohne Träume

REM
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"REM" wurde von Annika Strauss zusammen mit Sebastian Fitzek geschrieben.
Alysee hatte als Kind ein einschneidendes traumatisches Erlebnis, wobei sie auch ihren Vater verloren hat. Genaue Erinnerungen ...

"REM" wurde von Annika Strauss zusammen mit Sebastian Fitzek geschrieben.
Alysee hatte als Kind ein einschneidendes traumatisches Erlebnis, wobei sie auch ihren Vater verloren hat. Genaue Erinnerungen hat sie keine, aber wüste Träume und einzelne Sequenzen verfolgen sie.
Als Erwachsene bekommt sie eine Villa vererbt, die sehr eng mit ihrer Kindheit und ihren Träumen zusammenhängt. Diese Träume, der Blutnebel, die schaffen es auch eine Horror-Atmosphäre aufzubauen. Und dieses alte, verwinkelte Gebäude, dass irgendwie surreal anmutet, baut diese Stimmung weiter aus.
Der Schreibstil ist gekonnt, das Buch liest sich leicht weg. Ich lese viel und gerne Thriller und auch Horror und kann gar nicht so benennen, was mich hier am meisten störte.
Ich fand es wohl zu vorhersehbar, auch wirkte vieles wie aus einem Spiel, was aber wohl gewollt war.
Mich hat das Ganze wenig berührt, die Spannung war nicht so heftig, wie ich erwartet habe, meine Erwartungen waren aber auch recht hoch.
Eine lesenswertes Buch, kein Highlight für mich.

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Familiendrama statt Krimi

Vega Varg – Das Schweigen der Insel
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Åsa Hellberg ist mit "Vega Varg" in "Das Schweigen der Insel" ein erster Einstieg in eine neue Krimi-Reihe gelungen.
Vega Varg ist Ermittlerin bei der schwedischen Polizei, auch ihre beiden Söhne sind ...

Åsa Hellberg ist mit "Vega Varg" in "Das Schweigen der Insel" ein erster Einstieg in eine neue Krimi-Reihe gelungen.
Vega Varg ist Ermittlerin bei der schwedischen Polizei, auch ihre beiden Söhne sind dort Polizisten.
Auf der schwedischen Insel Südkoster wird ein junger Mann tot aufgefunden, von einer Gruppe Norweger, die in einem Team unterwegs waren.
Vega wird sofort dazu gerufen, da sie in der Nähe wohnt. Sie kennt den Toten und damit bekommen die Ermittlungen etwas persönliches für sie. Dieses persönliche wird im Laufe der Ermittlungen eher tiefer und mehr, wie tauchen hier tief in die Geschichte und auch die Vergangenheit ein. Hier werden Verbindungen gezogen, die ich nicht nachvollziehen konnte.
Die Protagonisten sind sehr interessant geschildert, keiner ist hier nur gut oder nur böse, sie wirken sehr menschlich und echt. Gerade Vega ist kein sympathischer Mensch, was sich im Laufe der Geschichte für mich noch verstärkt. Sie trifft eine Menge zweifelhafter Entscheidungen.
Die Geschehnisse werden in sehr kurzen Kapiteln aus verschiedenen Perspektiven geschildert, das ist sehr abwechslungsreich.
Gut gefällt mir, wie die tolle Kulisse der Natur beschrieben und mit einbezogen wird, man fühlt sich fast wie vor Ort.
Im Laufe der Handlung gibt es so einige Verdächtige und auch Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe.
Was mir hier so etwas gefehlt hat, Spannung, die war nur selten und wenig vorhanden.

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Veröffentlicht am 10.06.2026

Drachen als Fluch

Dragon Cursed – Zeig keine Gnade
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"Dragon Cursed" von Elise Kova ist der Auftakt einer Dilogie. Es ist eine fantastische Geschichte, in der Drachen eine groß Rolle spielen, aber es ist auch eine Liebesgeschichte.
Die Welt ist hier auf ...

"Dragon Cursed" von Elise Kova ist der Auftakt einer Dilogie. Es ist eine fantastische Geschichte, in der Drachen eine groß Rolle spielen, aber es ist auch eine Liebesgeschichte.
Die Welt ist hier auf eine verbleibende Stadt reduziert, es gibt eine magische Quelle, Ätherlicht und Ätherschatten, eine Geißel und den Drachenfluch. Auch die Abteilung einer unteren Welt klingt spannend. Leider ist der Weltenbau sehr gut angedacht, wird aber nicht gut erklärt. Einiges erschließt sich im Laufe der Geschichte, aber die Welt bleibt mir bis zum Ende fremd.
Die 18 jährige Isola muss zusammen mit anderen Jugendlichen eine Prüfung durchlaufen, um den Drachenfluch auszuschließen, ehe sie in eine Laufbahn als die Retterin dieser Welt eintreten kann. Dabei ist auch ihre beste Freundin und der Junge, mit dem sie gemeinsam aufwuchs und trainierte.
Isola ist von vielen Gedanken heimgesucht, sie hat Angst, dass sie den Fluch hat, sie vertraut niemanden, außer der Freundin und sie will verbergen, wie gut sie die Magie beherrscht. Dazu kommt noch eine erste, zarte Verliebtheit.
Die Prüfungen selber sind brutal, es wird hier sehr schnell ernst, das ist teilweise auch wirklich sehr spannend geschrieben.
Probleme hatte ich mit der Protagonistin selber, sie trifft teils so unüberlegte, ja eigentlich richtig dumme Entscheidungen, sie wirkte sehr unecht auf mich.
Ich hätte mir hier sowohl bei der Welt, als auch bei den Protagonisten einfach mehr Tiefe gewünscht, der Ansatz für eine tolle Fantasy-Geschichte ist definitiv gegeben. Auch die Drachen, die aus den Menschen mit dem Fluch hervorbrechen, das ist super gemacht und beschrieben.

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