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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.06.2020

Sylt verliert seine Kinder

Ozelot und Friesennerz
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Ein Muss für jeden Sylt Fan, oder für den, der es werden will.
Gleich am Cover kann man erkennen, in welcher Zeit die Geschichte spielt. Die Autorin wurde 1963 geboren und erzählt über ihre Kindheit auf ...

Ein Muss für jeden Sylt Fan, oder für den, der es werden will.
Gleich am Cover kann man erkennen, in welcher Zeit die Geschichte spielt. Die Autorin wurde 1963 geboren und erzählt über ihre Kindheit auf Sylt. Damals gehörte die Insel noch den Insulanern. In der Hauptsaison wurde jedes Bett vermietet, die Familie schlief auf der Couch oder im Wohnzimmer auf dem Fußboden. Susannes Eltern besaßen ein Pelzgeschäft, hier gaben sich reiche Persönlichkeiten die Klinke in die Hand. Hier auf der Insel standen schon damals die Frauen ihren Mann, während in der restlichen Republik noch der Mann die Erlaubnis geben musste, wenn die Frau arbeiten wollte. Deshalb wurden die Sylter Kinder sich überwiegend selbst überlassen, oder sie mussten sich schon für das Geschäft einbringen. Die Erwachsenen hatten keine Zeit, sich um deren Tun zu kümmern. Der Leser erfährt auch vom langsamen Ausverkauf der Insel. Hier kaufen sich die Reichen ein, Stars, Politiker und Industriegrößen. Jeder möchte ein Stück vom Kuchen abhaben. Es gibt kein Krankenhaus mehr und wer auf der Insel arbeitet, findet keinen bezahlbaren Wohnraum. Es sind nur noch wenige Sylter Originale erhalten geblieben.
Das Buch hat mich wundervoll unterhalten, vor allem in der Mode und Musikrichtung kam mir alles sehr bekannt vor, bin ich doch in der gleichen Zeit groß geworden. Die Erlebnisse und Anekdoten mit den berühmten Persönlichkeiten haben mir besonders gut gefallen

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Veröffentlicht am 08.05.2020

Eine starke Frau

Die Fotografin - Die Welt von morgen
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Obwohl ich die beiden ersten Folgen der Reihe nicht kenne, bin ich gut in die Geschichte reingekommen. 100 Jahre zurück, ich konnte gut in die damalige Zeit eintauchen. Diese mutigen Frauen waren es, die ...

Obwohl ich die beiden ersten Folgen der Reihe nicht kenne, bin ich gut in die Geschichte reingekommen. 100 Jahre zurück, ich konnte gut in die damalige Zeit eintauchen. Diese mutigen Frauen waren es, die uns für heute den Weg frei gekämpft haben, für Ausbildung, Beruf und Emanzipation. Zum Glück gab es auch damals schon Männer, die nicht der Meinung waren, Frauen sind nur für Kinder und Küche zuständig.

Mimi Reventlow ist mit dem Gastwirtssohn Anton unterwegs. Sie verdient ihr Geld als Wanderfotografin und er betreibt einen ertragreichen Postkartenhandel. Aber Mimi bekommt immer weniger Aufträge. Dann verschlägt es sie in einen kleinen Ort in der Schwäbischen Alp. Hier erwerben sie eine Druckerei um sie wieder zum Laufen zu bringen.

Das Buch hat mich sehr gut unterhalten. Dank der tollen Beschreibung konnte ich mir alles sehr gut vorstellen. Es war gut und flüssig zu lesen und das Cover passt wunderbar zu der Geschichte. Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 17.04.2020

Umwelt Skandal

Abgefackelt
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Nachdem mir der erste Band super gefallen hat, sprang mir dieser mit seinem ansprechenden Cover (was wunderbar zum Titel passt) in der Buchhandlung sofort ins Auge.
Trotz der kurzen Kapitel und der flüssigen ...

Nachdem mir der erste Band super gefallen hat, sprang mir dieser mit seinem ansprechenden Cover (was wunderbar zum Titel passt) in der Buchhandlung sofort ins Auge.
Trotz der kurzen Kapitel und der flüssigen Schreibweise fehlte mir in der ersten Hälfte die Spannung. Hier geht es um ein sehr aktuelles Thema.
Der Rechtsmediziner Paul Herzfeld soll eine Auszeit nehmen und tritt seinen Dienst als Pathologe in Itzehoe an. Hier soll er vorübergehend aushelfen, da sein Vorgänger bei einem vermutlichen Selbstmord verbrannt ist. Aber Herzfeld wäre nicht Herzfeld wenn ihm die ganze Sache nicht komisch vorkommen würde. Er beginnt nachzuforschen und sticht in ein Wespennest. Das kostet ihn fast das Leben.
Auch in diesem Band merkt man gleich welchen Beruf der Autor ausübt. So detailgetreu kann man nur schreiben wenn man sich auskennt. Etwas schwächer als der Vorgängerband aber trotzdem empfehlenswert. Hat mich gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 29.03.2020

Zwei in Einem

Die Herren der Zeit
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Dieses Buch war ganz nach meinem Geschmack. Hier wurden parallel zwei Geschichten erzählt, die Eine spielt im Jahre 1192, die Andere im Jahre 2019.

Ein unbekannter Autor hat den Roman "Die Herren der ...

Dieses Buch war ganz nach meinem Geschmack. Hier wurden parallel zwei Geschichten erzählt, die Eine spielt im Jahre 1192, die Andere im Jahre 2019.

Ein unbekannter Autor hat den Roman "Die Herren der Zeit" veröffentlicht, der im 12. Jahrhundert spielt. Und genau wie in dieser Geschichte beschrieben, geschehen die Morde, die Inspektor Ayala alias Kraken und seinem Team ihr ganzes Können abverlangen. Auch Krakens Familie ist in Gefahr.
Bei diesem dritten Band der Autorin über die Stadt Vitoria (im Baskenland) hatte ich längs nicht so viele Schwierigkeiten beim Lesen. Die Namen, Orte und Begriffe waren nicht mehr so unbekannt. Geholfen hat auf jeden Fall der Stadtplan in der ersten und letzten Klappe. Auch das Personenregister und das Glossar am Buchende war sehr hilfreich.
Die historische Geschichte fand ich genau so spannend wie den Thriller aus der heutigen Zeit. Der Autorin ist eine ausführliche Recherche gelungen. Bis zum Schluss blieb alles ziemlich undurchsichtig. Düster und fesselnd mit einigen unerwarteten Wendungen.
Ich kann den Thriller nur wärmstens empfehlen. Mir hat dieser letzte Band der Reihe am Besten gefallen. Schade, dass es nicht weitergeht.

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Veröffentlicht am 26.12.2019

Nadja und Pia

Geteilt durch zwei
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Eine wunderschöne Lektüre für die Weihnachtstage. Schon das Thema und die Leseprobe haben mich gleich angesprochen. Das Cover passt wunderbar zur Geschichte.
Sie beginnt im Jahre 2017, später kommen noch ...

Eine wunderschöne Lektüre für die Weihnachtstage. Schon das Thema und die Leseprobe haben mich gleich angesprochen. Das Cover passt wunderbar zur Geschichte.
Sie beginnt im Jahre 2017, später kommen noch Rückblenden aus den 70er Jahren dazu. Diese kann man aber sehr gut durch die andere Schriftart und die Jahreszahl am Kapitelanfang erkennen.
Nadja Anfang 40 wurde adoptiert. Sie hatte eine glückliche Kindheit. Ist jetzt verheiratet und hat eine 21jährige Tochter. Nur ständig hat sie das Gefühl das in ihrem Leben irgend etwas fehlt. Außerdem tauchen Erinnerungen auf, mit denen sie nichts anfangen kann. Und dann findet sie durch Zufall ihren Zwilling Pia. Jetzt kann sie nichts mehr aufhalten. Sie möchten alles über ihre Vergangenheit erfahren. Die nahen Angehörigen hüllen sich in Schweigen, gerne würden sie den Mädchen die schmerzliche Vergangenheit ersparen. Trotzdem lässt Nadja sich nicht aufhalten.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Schnell und flüssig zu lesen. Eine Familiengeschichte die gut nachzuvollziehen ist. Das Schicksal der Kinder ging teilweise sehr ans Gemüt, war aber keineswegs kitschig. Ein Lob an die Autorin.
Eine wunderschöne Geschichte vom Suchen und Finden, ich kann den Roman nur wärmstens empfehlen.

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