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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.12.2019

Nadja und Pia

Geteilt durch zwei
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Eine wunderschöne Lektüre für die Weihnachtstage. Schon das Thema und die Leseprobe haben mich gleich angesprochen. Das Cover passt wunderbar zur Geschichte.
Sie beginnt im Jahre 2017, später kommen noch ...

Eine wunderschöne Lektüre für die Weihnachtstage. Schon das Thema und die Leseprobe haben mich gleich angesprochen. Das Cover passt wunderbar zur Geschichte.
Sie beginnt im Jahre 2017, später kommen noch Rückblenden aus den 70er Jahren dazu. Diese kann man aber sehr gut durch die andere Schriftart und die Jahreszahl am Kapitelanfang erkennen.
Nadja Anfang 40 wurde adoptiert. Sie hatte eine glückliche Kindheit. Ist jetzt verheiratet und hat eine 21jährige Tochter. Nur ständig hat sie das Gefühl das in ihrem Leben irgend etwas fehlt. Außerdem tauchen Erinnerungen auf, mit denen sie nichts anfangen kann. Und dann findet sie durch Zufall ihren Zwilling Pia. Jetzt kann sie nichts mehr aufhalten. Sie möchten alles über ihre Vergangenheit erfahren. Die nahen Angehörigen hüllen sich in Schweigen, gerne würden sie den Mädchen die schmerzliche Vergangenheit ersparen. Trotzdem lässt Nadja sich nicht aufhalten.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Schnell und flüssig zu lesen. Eine Familiengeschichte die gut nachzuvollziehen ist. Das Schicksal der Kinder ging teilweise sehr ans Gemüt, war aber keineswegs kitschig. Ein Lob an die Autorin.
Eine wunderschöne Geschichte vom Suchen und Finden, ich kann den Roman nur wärmstens empfehlen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.11.2019

Silvie Thalheim geht ihren Weg

Die Schwestern vom Ku'damm: Wunderbare Zeiten
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Auch dieser zweite Band der Autorin über das Modehaus und die Familie Thalheim hat mir wieder sehr gut gefallen. Das Cover ähnelt dem ersten Band und man kann gleich erkennen um welche Zeit sich die Geschichte ...

Auch dieser zweite Band der Autorin über das Modehaus und die Familie Thalheim hat mir wieder sehr gut gefallen. Das Cover ähnelt dem ersten Band und man kann gleich erkennen um welche Zeit sich die Geschichte dreht. Der Schreibstiel leicht und flüssig zu lesen. Der Autorin gelingt es gut, die damaligen politischen Ereignisse der 50er Jahre in die Familiengeschichte einzuknüpfen.
Hier steht nun die zweite Tochter Silvie im Vordergrund. Dank Rieke ist es gelungen, das Kaufhaus wieder zu Ansehen zu verhelfen. Silvie hat beim Radio Karriere gemacht, nur ihr Zwilling Oskar, vom Vater zum Mitgeschäftsführer ernannt, hat sich noch nicht von Krieg und Gefangenschaft erholt. Silvie ist das Herz der Familie. Jeder kommt mit seinen Problemen zu ihr. Sie versucht zwischen ihrer Schwester und ihrem Bruder zu vermitteln. Vertuscht sogar seine krummen Geschäfte gegenüber dem Vater. Spielt den Puffer zwischen der Jüngsten und den Eltern. Kümmert sich um die Verwandtschaft in der Ostzone. Sie selber ist allerdings noch auf der Suche nach der großen Liebe.
Hautnah ist hier der Leser dabei, als Deutschland West Anfang der 50er Jahre wieder zum Leben erwacht. Er wird in eine tolle Zeitreise entführt. Dazwischen Musikeinlagen und Gedichte, die die Stimmung der Zeit gut wiedergeben. Stars und Sternchen der damaligen Zeit tauchen am Rande auf. Allerdings kann von wunderbaren Zeiten nicht unbedingt die Rede sein, einige Probleme, zu dick aufgetragen, z.B. die Entführung des Kindes. Die Zeittafel am Ende des Buches hat mir sehr gut gefallen, hier konnte man sich noch einmal in Erinnerung rufen, was damals in Berlin alles geschah. In den Hintergrund gedrängt wurde der Vater Friedrich und die Stiefmutter Clara.
Ich denke die Geschichte hat Potenzial für einen dritten Band, schließlich gibt es ja noch eine Tochter. Wem der erste Band schon gefallen hat, den kann ich auch diesen nur empfehlen, wenn ich ihn auch nicht für ganz so gelungen halte.

Veröffentlicht am 14.11.2019

Der stumme Kraken

Das Ritual des Wassers
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Der Einstieg in diesen zweiten Band der Autorin gelang mir wesentlich besser. Die Personen und viele spanische Begriffe waren mir nun schon geläufig. Das hatte ich der Tatsache zu verdanken, dass nur ein ...

Der Einstieg in diesen zweiten Band der Autorin gelang mir wesentlich besser. Die Personen und viele spanische Begriffe waren mir nun schon geläufig. Das hatte ich der Tatsache zu verdanken, dass nur ein paar Monate zwischen dem Lesen der beiden Bücher lag.
Die Geschichte spielt wieder in Vitoria (Spanien). Der Fallanalytiker Unai Lopez de Ayala genannt Kraken ist nach seiner schweren Verletzung noch nicht wieder voll einsatzfähig. Trotzdem wird er für den neuen Fall hinzugezogen.
Seine Jugendliebe Annabel wurde kopfüber in einem Kessel aus der Keltenzeit ertränkt. Sie war im fünften Monat schwanger. Auch Krakens Chefin und Geliebte Alva erwartet ein Kind. Parallel wird die Geschichte von Unai und seinen Freunden erzählt, die vor über 20 Jahren an einem archäologischem Projekt teilnahmen. Hier lernten sie auch Annabel kennen.
Eigentlich naheliegend, dass nur einer der Jungen oder der damalige Projekt-
leiter als Täter in Frage kommt. Aber es gibt ja auch noch die rätselhafte Rebeca.
Zwei Drittel des Buches fand ich spannend und geheimnisvoll. Dann war für mich alles klar. Nur Kraken schien Scheuklappen vor den Augen zu haben. Ich hätte ihn schütteln mögen.
Obwohl vorhersehbar hat mich das Buch bestens unterhalten und ich kann es nur empfehlen. Allerdings würde ich raten, mit dem ersten Band zu beginnen, da doch einiges darauf aufbaut.

Veröffentlicht am 03.09.2019

Zweiter Fall für Tom Babylon

Zimmer 19
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Es dauerte fast 200 Seiten, bis ich mit dem Buch warm wurde. Wenig Spannung, viele Rückblicke auf den ersten Fall und immer wieder Toms Gedanken an seine verschwundene Schwester Viola. Er hat doch jetzt ...

Es dauerte fast 200 Seiten, bis ich mit dem Buch warm wurde. Wenig Spannung, viele Rückblicke auf den ersten Fall und immer wieder Toms Gedanken an seine verschwundene Schwester Viola. Er hat doch jetzt Frau und Kind und sollte nach 20 Jahren langsam anfangen zu vergessen. Irgend wie nervte es mich. Dann wurde es besser und die Geschichte bereitete mir noch einige spannende Stunden.
Während im ersten Fall die Vergangenheit von Tom eine große Rolle spielte, erzählt hier der zweite Erzählstrang Erlebnisse aus der Jugend der Psychologin Sita. Es spielt auf zwei Zeitebenen und zwar im Jahre 2001 und 2019.
Bei der Eröffnungsfeier der Berlinale zeigt ein Snuf Film die Ermordung der Tochter des Berliner Bürgermeisters Otto Keller. Bald darauf ist noch ein junges Mädchen verschwunden, und es gibt einen Toten. Tom Babylon vom LKA hat es nicht leicht mit seinen Ermittlungen, denn eine Gruppe Prominenter, allen voran Otto Keller mauert. Was haben sie zu verbergen? Plötzlich stellt Sita Johanns fest, es gibt eine Verbindung, zu ihr und der Zahl 19. Sie muss mit Tom zusammenarbeiten, wollen sie den Fall lösen.
Hier packt der Autor ein brisantes Thema aus der DDR Vergangenheit an, Zwangsadoption. Tom und Sita arbeiten wieder super zusammen. Jeder lässt dem Anderen seine Geheimnisse. Beide gefallen mir in ihrer Art.
Am Schluss bleibt eine Frage offen, klärt sich in Band 3 dann endlich die Frage was vor 20 Jahren mit Tom´s kleiner Schwester geschah? Ein gut zu lesender Thriller, den ich gerne empfehle.

Veröffentlicht am 17.08.2019

Am Mississippi

Verratenes Land
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Lange habe ich kein Buch gelesen, das so viele Seiten hat (832). Ich hatte allerdings nicht den Eindruck dass man auf viel Text verzichten konnte. Es wird in der Ich Form erzählt, aus der Vergangenheit ...

Lange habe ich kein Buch gelesen, das so viele Seiten hat (832). Ich hatte allerdings nicht den Eindruck dass man auf viel Text verzichten konnte. Es wird in der Ich Form erzählt, aus der Vergangenheit und in der Gegenwart. Die Geschichte spielt im Süden der USA in Mississippi im kleinen Städtchen Bienville.
Hierher kehrt der Journalist Marshall McEwan nach über 30 Jahren zurück um seine Mutter bei der Pflege des totkranken Vaters zu unterstützen und dessen Zeitung zu leiten. Er verlies damals seine Heimat, weil der Vater ihn für den Tod des Bruders verantwortlich machte. Nach 5 Monaten wird sein Ziehvater Buck Ferris ermordet. Der Archäologe unternahm Ausgrabungen auf dem Gelände wo eine Papierfabrik geplant wird. Hat hier der Poker Club (ein Zusammenschluss der Reichen und Mächtigen) seine Hand im Spiel? McEwan stößt in ein Wespennest.
Ein großes Kompliment dem Autoren. Tolle Recherche hat er hier zu Tage gefördert. Auf jeder Seite verspürt man hier die Liebe zu seinem Land. Im letzten Drittel nahm die Spannung stetig zu. Es ging von einer Überraschung zur Nächsten. Hier ging es um Freundschaft, Lüge, Liebe, Intrigen, Betrug, Kuroption und Mord.
Punktabzug gibt es allerdings für drei gravierende Fehler im Buch.
Auf Seite 144 tauchen zwei Junkies auf, eine Seite weiter sind es drei.
Auf Seite 167 Buck Holland wurde nicht umgebracht, sondern Buck Ferris.
Seite 397, Max Matherson hat angedeutet, dass das was Max Familie zugestoßen ist, muss heißen Duncan oder Dad.
Ansonsten hat mir das Buch sehr gut gefallen und die Geschichte wird bei mir sicher noch einige Tage nachwirken. Danke, dass ich Vorablesen durfte.