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Veröffentlicht am 04.03.2020

Spannende Welt, aber leider nur eine mittelmäßige Story

Die Silbermeer-Saga (Band 1) - Der König der Krähen
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Zunächst einmal mag ich das Cover ganz gerne, weil es durch seine Gestaltung perfekt zum Inhalt und zum Schreibstil passt. Allerdings wirkt es auch ein wenig altbacken, sodass ich mir nicht sicher bin, ...

Zunächst einmal mag ich das Cover ganz gerne, weil es durch seine Gestaltung perfekt zum Inhalt und zum Schreibstil passt. Allerdings wirkt es auch ein wenig altbacken, sodass ich mir nicht sicher bin, ob es mir in einer Buchhandlung überhaupt aufgefallen wäre.
So ähnlich verhält es sich auch mit der Geschichte an sich: Edda Valt lebt als Außenseiterin in dem kleinen Dorf Colm. Sie und ihr Bruder wurden als Findelkinder von einem Fischer aufgezogen, gehören aber noch immer nicht so richtig in den Ort. Dieser lebt davon Colmin aus Fischen herzustellen, etwas das von niemandem außerhalb des Ortes produziert werden kann. Dennoch ist das Dorf nicht besonders wohlhabend und jeder einzelne muss hart für die Gewinnung des Colmin arbeiten. Doch das ist nicht das Einzige, das Edda belastet, denn jedes Jahr zu Beginn der Kaltwochen verschwindet ein Kind aus dem Dorf und taucht nicht wieder auf. Diesmal trifft es Eddas Bruder Tobin, einzig eine schwarze Feder ist ihr geblieben und sie setzt alles daran herauszufinden, was mit ihrem kleinen Bruder passiert ist. Dazu verlässt sie sogar das Dorf und macht sich auf in das gefährliche Inselreich, das nicht einmal die Fischer Colms erkunden.
Ich fand die ersten Seiten des Buches sehr gelungen, sodass ich unbedingt wissen wollte, wie das Buch weitergeht und wie sich die Geschichte entwickelt. Doch so richtig überzeugt hat mich das Buch nicht, auch wenn es mir schwer fällt, den genauen Grund auszumachen. Zunächst einmal ist der Schreibstil definitiv anders, sehr ruhig und überlegt, fast schon poetisch, was wunderbar zu der Geschichte passt, es aber leider relativ schwierig macht, in das Buch einzutauchen. Das kann man nicht nur dem Schreibstil zurechnen, aber wenn dieser ein bisschen vertrauter wäre, würde er den Einstieg in die Welt vermutlich erleichtern. So allerdings habe ich extrem lange gebraucht, um wirklich Interesse an der Geschichte zu entwickeln. Das liegt auch daran, dass ich keine richtige Beziehung zu Edda oder irgendeiner der anderen Personen aufbauen konnte. Edda ist einfach viel zu zurückhaltend und man bekommt fast keinen Einblick in ihre wahre Gefühlswelt. Natürlich ist verständlich, dass sie sich den Menschen in Colm anpasst und nicht noch mehr auffallen will, als sie es sowieso schon tut. Aber auch auf der Reise tut sie dem Leser gegenüber nicht so richtig auf und man kann immer nur raten, was sie sie vorhat oder was sie denkt. Das hat mich mir zunehmendem Verlauf des Buches immer mehr gestört, weil ich einfach nicht so richtig mitfiebern konnte und Edda es erst sehr, sehr spät schafft, ein paar Emotionen bei mir zu wecken.
Auch die Welt kann mich noch nicht so richtig überzeugen, weil es einfach viel zu lange dauert bis Edda aus ihrer Welt ausbricht und auf die Reise geht, von der man schon aus dem Klappentext weiß. Dass man zunächst eine Einführung in die Geschichte braucht, ist klar, aber Colm ist einfach eine Stadt, in der nicht viel passiert und diese Zeit, die Edda mit der Verarbeitung mit Colmin verbringt, zieht sich unglaublich hin. Das Problem an Colm ist, dass es so abseits der anderen Städte und Orte liegt, dass es zu Beginn gefühlt auch keinerlei fantastischen Vorkommnisse gibt und die Stadt auch irgendwo in der realen Welt liegen könnte. Spannender wird es dann erst, als sie endlich ins Inselreich aufbricht und man sich nun ein richtiges Bild der Welt machen kann, in der sie lebt.
Alles in allem mag ich die Idee des Buches und auch die Gestaltung der Welt recht gerne, beides hat unglaubliches Potenzial, aber es dauert einfach viel zu lange bis die Geschichte so richtig in Fahrt kommt und weder der Schreibstil noch die Gestaltung der Figuren schafft es, mich vollständig zu überzeugen.

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Veröffentlicht am 06.02.2020

Solides Buch, mehr aber leider nicht

Mister Romance
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Das Cover finde ich zwar ein wenig kitschig und relativ stereotypisch für das Genre des Young Adult Romans, aber es passt durchaus zum Inhalt des Buches.
Max Riley ist Mister Romance - der Mann, dem die ...

Das Cover finde ich zwar ein wenig kitschig und relativ stereotypisch für das Genre des Young Adult Romans, aber es passt durchaus zum Inhalt des Buches.
Max Riley ist Mister Romance - der Mann, dem die Frauen New Yorks zu Füßen liegen. Ob erfolgreicher CEO oder Bad Boy mit einem Herz aus Gold: Wenn der Preis stimmt, lässt er für seine Klientinnen jeden Wunsch in Erfüllung gehen - fast jeden. Denn Sex ist strikt ausgeschlossen. Genauso wie Fragen zu seiner Person, denn seine wahre Identität hält er streng geheim. Journalistin Eden Tate will hinter sein Geheimnis kommen und lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein: drei Dates. Hat sie sich danach nicht in Max verliebt, gibt er ihr das ersehnte Interview, das ihren Job retten könnte. Wenn doch, ist ihre Karriere für immer vorbei ...
Mich hat vor allem die Idee der Geschichte gereizt, weil sie doch eher untypisch ist. Auch der Schreibstil war super angenehm, sodass man das Buch in einem Zug lesen könnte und die Seiten nur so dahinfliegen. Am Anfang fand ich auch die Figuren sehr erfrischend und spannend. Max‘ Geheimnisse und Geschichten fand ich sehr spannend, während ich Edens aufgeschlossene Art sehr angenehm fand. Den hauptsächlichen Spannungsfaktor fand ich dann auch den echten Max kennenzulernen und zu erfahren, wer er wirklich ist, doch genau das ist meiner Meinung nach, auch der Knackpunkt: Man erfährt einerseits sehr früh, was sein Geheimnis ist und andererseits bleibt er ein bisschen schwer greifbar. Man weiß nie genau, was zu seiner Rolle als Mister Romance gehört und wann er er selbst ist. Außerdem plätschert die Geschichte nach der Enthüllung ein bisschen vor sich hin und schafft es in dieser Zeit mich auch nicht so richtig zu packen. Auch Eden hat mich nicht vollständig überzeugt, weil ich sie manchmal zu naiv fand und ihre Handlungen nicht vollständig nachvollziehen konnte.
Alles in allem ist es vor allem der Schreibstil, der es schafft, mich von diesem Buch zu überzeugen, die Personen sind zwar ganz angenehm und auch die Idee ist ziemlich gut, aber leider ist ab einem bestimmten Punkt so ein bisschen die Spannung raus.

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Veröffentlicht am 06.02.2020

Ähnlich wie bei den anderen Teilen: Guter Schreibstil - oberflächliche Charaktere

Die Prinzessinnen von New York - Gossip
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Das Cover gefällt ebenso wie die der anderen Teile ausnehmend gut. Es wirkt zwar auch hier viel zu modern für die Zeit, in der es spielt, sticht aber aus der Menge heraus und passt in der Darstellung durchaus ...

Das Cover gefällt ebenso wie die der anderen Teile ausnehmend gut. Es wirkt zwar auch hier viel zu modern für die Zeit, in der es spielt, sticht aber aus der Menge heraus und passt in der Darstellung durchaus zum Inhalt des Buches.
Die Geschichte setzt genau da an, wo der zweite Teil endet: Will ist tot und Elizabeth muss versuchen mit diesem Verlust umzugehen, während ihre Schwester Diana nicht verstehen kann, wie Henry die intrigante Penelope Hayes heiraten konnte und sich alle Mühe gibt, ihn zurück zu erobern. Dieser ist währenddessen hin- und hergerissen zwischen seiner Liebe zu Diana und der Angst davor, dass seine Frau ihn und seine Geliebte in der Öffentlichkeit bloßstellen könnte. Doch auch er will nichts mehr, als endlich zu seiner Liebe stehen zu können…
Mir hat aber der zweite Teil ganz gut gefallen, was vor allem an der Liebesgeschichte zwischen Henry und Diana lag, die zwar ein bisschen melodramatisch war, aber dennoch so spannend, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Leider haben mich gerade die beiden in diesem Buch zunehmend genervt. Diana hat nichts mehr von dem Rebellischen der ersten Teile, sondern hat sich schon fast perfekt an die Gesellschaft, die sie verachtet hat, angepasst. Das hat mich so sehr genervt, weil sie jetzt genauso ist wie alle anderen weiblichen Figuren des Romanes, nur dass sie die ganze Zeit naiv Henry hinterhertrauert und ihm alles glaubt, was er ihr erzählt. Auch ihn fand ich unglaublich anstrengend, anstatt, dass er endlich auch mal an andere denkt und sich zum Wohle von Diana von dieser fernhält, denkt er nur daran, dass er nicht ohne sie leben kann und macht ihr immer wieder Hoffnungen. Ich hätte mir ehrlich gesagt endlich mal gewünscht, dass er sich halbwegs erwachsen verhält, aber leider passiert das nie. Besser gefiel mir die Geschichte von Lina, die mir zwar auch ein bisschen zu melodramatisch war, aber insgesamt finde ich ihre Story ein wenig interessanter, auch weil ich Leeland so gerne mag.
Auch schon in den letzten Teilen war ich eher kritisch, weil ich die Darstellung der Geschichte nicht so ganz passend für den Anfang des 20. Jahrhunderts fand und es viele Kleinigkeiten gab, die in dieser Zeit so eben nicht stattfanden. Dabei erwarte ich ja keinen perfekten historischen Abriss, aber wenn man eine bestimmte Zeit für seinen Roman wählt, muss man sich diesen Umständen auch anpassen. Das gelingt in diesem Teil zumindest ein bisschen besser, auch wenn das Ende dann besonders in diesem Kontext sehr unglaubwürdig erscheint.
Alles in allem fand ich das Buch ein wenig schwächer als den zweiten Teil, weil mich die Figuren hauptsächlich genervt haben, allerdings habe ich das Buch dennoch innerhalb weniger Tage durchgelesen, weil der wunderbar leichte und stimmige Schreibstil dafür sorgt, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Auch wenn ich das Ende sehr übertrieben fand, will ich dennoch wissen, wie es weitergeht und werde sehr wahrscheinlich auch den letzten Teil lesen.

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Veröffentlicht am 16.01.2020

Ganz okay, aber nichts Besonderes

Boston Nights - Wahres Verlangen
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Das Cover gefällt mir wirklich ausgesprochen gut und war einer der Hauptgründe, warum ich das Buch gerne lesen wollte.

Die Geschichte überzeugt mich leider nicht vollständig: Ava ist auf dem Rückflug ...

Das Cover gefällt mir wirklich ausgesprochen gut und war einer der Hauptgründe, warum ich das Buch gerne lesen wollte.

Die Geschichte überzeugt mich leider nicht vollständig: Ava ist auf dem Rückflug aus ihrer Heimat zurück nach Boston, als sie am Gate erst umgerannt wird und der Kerl sich in der Schlange dann auch noch vordrängelt. Natürlich sitzt sie auch im Flugzeug neben dem arroganten Schotten Caleb. Als sie erkennt, dass er wahnsinnige Flugangst hat, versucht sie ihn abzulenken, auch wenn dieser dies scheinbar eher wenig zu schätzen weiß. Auch wenn Ava seine unhöfliche Art mit jeder Minute mehr auf die Nerven geht, verbringt sie im Hotel eine heiße Nacht mit ihm, seine Anfrage, eine Affäre mit ihm zu beginnen, lehnt sie allerdings empört ab. Doch als sie sich in Boston immer wieder über den Weg laufen, können beide die Chemie nicht ignorieren und beginnen eine zwanglose Affäre, schließlich besteht ja keine Gefahr, sich zu verlieben oder?

Ich finde den Schreibstil ganz okay, er ist jetzt nichts Besonderes, sondern wirkt manchmal sogar ein wenig ungelenk und holprig, was allerdings auch an der Übersetzung liegen könnte. Einen Großteil des Buches kann man allerdings sehr flüssig und leicht lesen.

Das Problem des gesamten Buches war für mich vor allem, dass eine richtige Storyline fehlt. Natürlich war klar, worauf die Geschichte hinausläuft und natürlich wusste man auch in etwa, wie das Buch enden wird, aber mir fehlte einfach etwas, was das Buch spannend gemacht hätte. Die Geschichte plätscherte ein bisschen dahin und am Anfang stehen vor allem die sexuellen Begegnungen der beiden im Vordergrund und es gibt ansonsten sehr wenig Handlung. Das hat mich zu Beginn des Buches ziemlich genervt, weil ich auch die Protagonisten nicht sehr sympathisch fand. Ava ist mir zu steif, zu perfektionistisch veranlagt, während Caleb echt ein Arsch ist. Das sorgt zu Anfang des Buches dafür, dass ich schnell von der Geschichte genervt war und ich sie auch nicht unbedingt weiterlesen wollte. Ich bereue allerdings nicht, dass ich es dennoch gemacht habe, weil das Buch ab der Hälfte ungefähr dann doch besser wird. Dann endlich bekommt man ein wenig mehr Infos über die Personen und versteht, warum sie so handeln wie sie es tun. Ich finde zwar viele Entscheidungen, die sie im Bezug auf ihre Beziehung treffen nicht so ganz nachvollziehbar, aber man fiebert zumindest ein wenig mehr mit ihnen mit. Was mich allerdings extrem gestört hat, war zum einen, dass Calebs Ex-Freundin als das ultimativ Böse dargestellt wird. Ich verstehe seinen Schmerz, aber dies ist einfach eine Entscheidung, die sie treffen musste und für die sie vielleicht auch Gründe hatte. Zum anderen ärgert mich, dass Ava nach der ‚Trennung‘ von Caleb so zusammenbricht und scheinbar ohne ihn nicht mehr lebensfähig zu sein scheint. Sie ist die ganze Zeit eine starke Frau und verlernt dann zu leben? Das musste nicht sein, man hätte den Schmerz auch anders darstellen können ohne ihre Stärke in Frage zu stellen. Spannender fand ich tatsächlich die Geschichte der Nebencharaktere. Ich würde schon gerne noch erfahren, was Harper in der Vergangenheit passiert ist und ob sie es auch jetzt wieder schafft, auf die Beine zu kommen. Auch Jamies Geschichte finde ich interessant, vielleicht kommt ja nochmal ein Buch mit den beiden.

Alles in allem fand ich das Buch okay, aber auch nicht mehr. Die Story wird zwar ab dem Mittelteil besser, schafft es aber auch dann noch nicht mich vollkommen zu fesseln und abzuholen, auch wenn die Nebencharaktere durchaus interessant gestaltet waren.

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Veröffentlicht am 26.12.2019

Ganz nettes Buch für Zwischendurch, aber leider nicht mehr

Flirting with Fire (Saving Chicago 1)
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Das Cover finde ich nicht besonders gelungen, zwar passt das Feuerthema sehr gut dazu, dass der männliche Protagonist Feuerwehrmann ist und ich bin schon froh, dass kein Mann mit freiem Oberkörper zu sehen ...

Das Cover finde ich nicht besonders gelungen, zwar passt das Feuerthema sehr gut dazu, dass der männliche Protagonist Feuerwehrmann ist und ich bin schon froh, dass kein Mann mit freiem Oberkörper zu sehen ist, aber es ist trotzdem sehr typisch für einen Liebesroman.
Auch die Geschichte nicht sehr außergewöhnlich: Maddison kann es nicht fassen, dass ihre beste Freundin Lauren bei einer Junggesellen-Auktion ihre Jugendliebe Mauro Bianco ersteigert. Mauro, der jetzt Feuerwehrmann ist, sie ihn der Highschool nie bemerkt hat, aber dennoch ihr erster Kuss war. Obwohl Maddie nicht länger ein Mauerblümchen ist, hat sie noch immer das Gefühl, auf keinen Fall gut genug für ihn zu sein und verhält sie auch bei ihrem ersten Date wie ein verängstigtes Schulmädchen. Als er ihr dies knallhart ins Gesucht sagt, reagiert sie wütend und schwört sich ihn nie wieder sehen zu wollen, doch dann ersteigern sie gemeinsam ein Haus, das sie renovieren wollen und müssen nun zusammenarbeiten. Dabei fliegen immer mehr die Funken, auch wenn sie beiden versuchen, das zu ignorieren.
Ich habe bereits die San-Francisco-Reihe von Piper Rayne gelesen und fand sie ziemlich gut, aus diesem Grund stand für mich außer Frage auch diese zu lesen. Doch der Auftakt zu der neuen Reihe vermag es nicht, mich vollständig zu überzeugen. Zwar mag ich auch hier den Schreibstil, der gewohnt locker leicht erzählt, aber die Geschichte reißt mich nicht gerade vom Hocker.
Ich mochte Maddison am Anfang so überhaupt nicht. Welche Frau lässt denn bitte den Typen bei einem Gesellschaftsspiel gewinnen, nur um sich bei ihm einzuschmeicheln? Wenn einem schon egal ist, dass man sich damit selbst nicht treu bleibt, sollte man sich doch wenigstens daran erinnern, dass es den ‚richtigen‘ Typen auch nicht gefällt, wenn man das tut. Deswegen fand ich Mauros Reaktion auch vollkommen gerechtfertigt, ich hätte ihr auch die Meinung gesagt und er hat sie ja auch nicht beleidigt, sondern ihr nur sehr deutlich die Fakten vorgehalten. Da fand ich es dann schon etwas dämlich, dass er als das Arschloch dargestellt wird, obwohl er ihr verdeutlicht, dass sie sich so nicht verhalten kann. Mir gefiel, dass die beiden sich aber relativ schnell aussprechen und diese Probleme klären, auch wenn sie mir danach zu zahm werden. Es gibt eigentlich keinerlei Probleme in der Beziehung und die, die auftreten sind mir viel zu konstruiert. Ich könnte Maddies Unsicherheit vollkommen nachvollziehen, besonders wenn es um den Umgang mit Menschen geht, die man noch aus der Schule kennt, aber es kommt mir alles dann wieder zu plötzlich und zu gezwungen. Genauso wie Mauros Probleme.
Alles in allem ist das Buch als Lektüre für zwischendurch sehr angenehm, allerdings ist es mir zum Ende hin viel zu kitschig und die Geschichte wird mir trotz eines leichten Schreibstils nicht im Gedächtnis bleiben.

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