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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2020

Immer aktuelles Thema dem die Tiefe fehlt

Ich bin V wie Vincent
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Ein Jugendbuch über ein immer aktuelles Thema.

Milo ist mit seiner Familie von Namibia nach Deutschland gezogen. Doch dieser Umzug tut der Familie nicht gut und entfremdet sie immer mehr. Und in der neuen ...

Ein Jugendbuch über ein immer aktuelles Thema.

Milo ist mit seiner Familie von Namibia nach Deutschland gezogen. Doch dieser Umzug tut der Familie nicht gut und entfremdet sie immer mehr. Und in der neuen Schule läuft es auch nicht so gut, denn Max hat es auf Milo abgesehen.

Das Thema dieses Buches ist nicht neu, Mobbing ist überall. Entweder hat man es selbst erlebt als Opfer, war Täter oder eben einer der Zuschauer, der sich nicht getraut hat etwas zu unternehmen. Ich kenne niemanden, der nicht irgendwie damit in Berührungen gekommen ist. Somit ist es brandaktuell, aber auch teilweise schon ein wenig „ausgelutscht“. Hier bedient sich die Autorin auch wieder vieler Klischees, der Neue aus dem Ausland mit komischem Nachnamen, der dem Klassenchef in die Quere kommt. Und ehrlich gesagt verrät mir der Klappentext schon zu viel. Da hätte ein kürzerer Aufhänger gereicht.
Milo ist ein lieber Charakter, möchte nicht zu sehr auffallen und bleibt so in der Schule eher zurückhaltend, was er aber durch „V wie Vincent“ kompensiert. Die Geschichte wird aus seiner Sicht erzählt, wechselt aber auch zu Nike und am Ende auch kurz zu Carl, dem Bruder. Das hat mir gut gefallen, um die Gedankengänge besser verstehen zu können. Doch trotz diesem Wechsel ist der Funke nicht komplett übergesprungen. Ich denke, ich bin schon zu alt für dieses Buch, für jüngere Leser passend zur Altersgruppe der Schüler ggf. etwas jünger kann ich es definitiv empfehlen. Sie werden sich besser damit identifizieren können. Was mich besonders gestört hat, waren teilweise die Lehrer und ihr Verhalten. Und leider ist das aber wirklich so. Es gibt wenige Lehrer, die agieren und reagieren, wenn sie Mobbing bemerken.
Für mich war die Geschichte und der Hergang zu konstruiert und vorhersehbar. Dennoch bin ich gut unterhalten worden und die Geschichte lässt sich gut und schnell lesen. Und dieses Thema kann man nicht oft genug erwähnen. Hier ist es wenigstens angenehm verpackt.

Ein schönes Buch mit einem wichtigen Thema.

Veröffentlicht am 24.02.2020

Viele Ideen, aber auch ein paar Schwächen

Beastmode 1: Es beginnt
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Fünf außergewöhnliche Jugendliche auf einer außergewöhnlichen Mission.

Das ist Band eins einer neuen Reihe rund um diese fünf Jugendliche mit ihren sensationellen Fähigkeiten. Im Buch selbst wechselt ...

Fünf außergewöhnliche Jugendliche auf einer außergewöhnlichen Mission.

Das ist Band eins einer neuen Reihe rund um diese fünf Jugendliche mit ihren sensationellen Fähigkeiten. Im Buch selbst wechselt man zwischen den Charakteren hin und her und bekommt so einen sensationellen Einblick in ihre Gedanken, wie auch auf ihre Fähigkeiten. Der Einstieg ist interessant und man bekommt die Charaktere vorgestellt, wie auch kurz ihre Fähigkeiten. Ich hätte ja vermutet, sie sind die Bösen, aber man erfährt dann doch schnell wie ihre Mission aussieht. Rainer Wekwerth schreibt angenehm und ich habe die Geschichte schnell gelesen, gerade weil immer wieder etwas Aufregendes passiert. Was mich ein wenig gestört hat, dass man so lange im Dunkeln tappt und plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Und mehr noch die Liebeleien. Ich hätte mir sehr gewünscht, wenn es mal ein Buch ohne eine beginnende Liebesgeschichte gäbe. Man kann doch auch als Freunde Nähe aufbauen und sich unterstützen. Der Autor hat viele Ideen, doch es bleiben auch am Ende noch viele Fragen offen. Irgendwie stört mich das Ende auch ein wenig, hier hätte ich gerne noch ein paar Dinge geklärt.

Ein interessanter Auftakt mit vielen Ideen, aber auch Schwächen.

Veröffentlicht am 24.02.2020

Eine schöne Familiengeschichte

Wo sich die Sterne spiegeln
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Malcolm lebt mit seinem Großvater in der riesigen Familienvilla. Doch dann erfährt er, dass er noch zwei jüngere Halbschwestern hat. Callie, die es nicht einfach im Leben hatte und dann noch das Nesthäkchen ...


Malcolm lebt mit seinem Großvater in der riesigen Familienvilla. Doch dann erfährt er, dass er noch zwei jüngere Halbschwestern hat. Callie, die es nicht einfach im Leben hatte und dann noch das Nesthäkchen Keira. Zusammen müssen sie lernen, was es heißt eine Familie zu sein.

Dies ist nicht das erste Buch der Autorin, denn ich lese ihre Bücher sehr gern. Man kann darin versinken, mitfühlen und -fiebern, aber auch nachdenken über Entscheidungen. Auch hier hat man wieder eine Geschichte zum Eintauchen. Die Konstellation mit drei Halbgeschwistern, die sich erst so spät kennenlernen, kann es ja auch im realen Leben geben. Auch wenn man selten einen reichen Großvater hat, der einen sucht und findet. Ihr bisheriges Leben hat die Geschwister sehr geprägt, Malcom, der zwar mit dem Vater aufgewachsen ist, aber dennoch keine leichte Kindheit hatte. Callie, die durch einen Fehler in zukünftiges Leben zerstört hat. Keira, die mit ihren 12 Jahren noch sehr jung und bisher von allen verlassen worden ist. Jeder mit eigenen Problemen. Und genau diese Gefühle zwischen den Geschwistern bringt die Autorin gut an den Leser. Man kann die wachsende Verbindung regelrecht fühlen und das ist das besonderen an dieser Geschichte. Was mir leider nicht so gefallen hat, waren die Liebesgeschichten, das war mir zu viel für die Geschichte. Hier hätte mir der Familienaspekt gereicht. Zudem gab es einige vorhersehbare Momente, gerade was die Vorfälle im Unternehmen angeht. Das war mir sofort klar und auch wie das ausgeht.

Eine schöne Familiengeschichte. Für mich hat die Autorin dennoch zu viel in das Buch gepackt. Trotzdem sehr angenehm zu lesen.

Veröffentlicht am 23.02.2020

Hat mich nicht überzeugt

Schneetänzer
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Jacob ist mit einer Lüge aufgewachsen. Denn sein Vater war kein One-Night-Stand seiner Mutter, sondern lebt in Kanada und ist ein Cree-Indianer, was auch sein Aussehen erklärt. Da mit seiner Mutter bzw. ...

Jacob ist mit einer Lüge aufgewachsen. Denn sein Vater war kein One-Night-Stand seiner Mutter, sondern lebt in Kanada und ist ein Cree-Indianer, was auch sein Aussehen erklärt. Da mit seiner Mutter bzw. dem Stiefvater eh dicke Luft herrscht, macht er sich auf dem Weg dorthin, um ihn und seine Kultur kennenzulernen.

Vorab, ich liebe die Bücher von Antje Babendererde. Sie recherchiert jedes Mal grandios und man kann tief in die Welt der Urvölker und deren Lebensweise eintauchen, dabei wird es nicht langweilig. Auch hier wird man langsam in die Welt der Cree-Indianer eingeführt und die Vorlesestimmen sind angenehm, wobei mir der männliche Sprecher definitiv besser gefallen hat. Leider fehlt beiden ein bisschen Lebendigkeit in ihre Stimme zu legen. Stellenweise klappt das gut, an anderen Stellen hat es mir gefehlt. Jacob ist für sein Alter recht naiv, gerade weil er so eine Reise antritt und Kimi, die andere Hauptperson kommt mir zu kurz. Ihre kurzen Kapitel geben zwar gute Einblicke, aber auch mit ihr wurde ich nicht warm. Sie ist ein wenig wankelmütig. Die Autorin bringt auch hier wieder Themen wie Vegetarier an den Leser/Hörer und das mystische, das ich aus ihren anderen Büchern liebe, kommt natürlich auch nicht zu kurz. Doch das besondere Feeling, das ich normalerweise kenne, kam hier zu kurz. Man merkt die Kürzung deutlich und bei mir kam einfach keine richtige Verbindung zwischen Kimi und Jacob an, das was ich aus ihren anderen Geschichten zu gut kenne, blieb mir hier verborgen.

An sich liebe ich ihre Geschichten. Ich denke, ich werde sie zukünftig wieder lesen.

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Veröffentlicht am 12.02.2020

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Shadowscent - Die Blume der Finsternis
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Rakel lebt mit ihrem Vater in einer kleinen Oase außerhalb der großen Städte, denn durch ihre Gabe die feinsten Gerüchte zu unterscheiden, sind ihr große Städte mit vielen Gerüchen ein Graus. Doch um ihren ...

Rakel lebt mit ihrem Vater in einer kleinen Oase außerhalb der großen Städte, denn durch ihre Gabe die feinsten Gerüchte zu unterscheiden, sind ihr große Städte mit vielen Gerüchen ein Graus. Doch um ihren Vater zu retten macht sie sich auf den Weg in die kaiserlichen Gärten. Doch dort läuft es nicht so wie geplant und dann wird auch noch der Thronfolger Prinz Nisai vergiftet.

Ich habe dieses Buch gelesen, aber auch Teile als Hörbuch gehört. Dieser Mix hat mir gut gefallen, wobei ich den Anfang lesen musste, um den ersten Überblick über die Personen und Handlungsorte zu erhalten. Ansonsten hätte ich mir schwer getan der Geschichte zu folgen. Die Idee mit der Duftwelt gefällt mir und nimmt viel Platz ein, wobei manche Formulierungen von Rakel etwas übertrieben waren, wenn sie immer mit Duftbezeichnungen flucht. Die Geschichte wird im Wechsel von Rakel und Ash erzählt, was im Hörbuch mit wechselnden Sprechern passiert und man so tief in die Charaktere eintauchen kann. Die Sprecher machen ihre Sache gut und die Autorin hat hier eine atemberaubende Welt mit faszinierender Flora und Fauna erschaffen. Etwas ganz Neues mit einigen Details, jedoch nicht ganz ausgereift meiner Meinung nach. Die Geschichte selbst ist nicht immer spannend und fesselnd, da ein Großteil des Buches mit der Reise und der Suche nach den Zutaten fürs Gegenmittel gefüllt ist und dabei vieles einfach läuft, für mich sogar zu einfach. Und die Liebesgeschichte ging irgendwie ein wenig an mir vorbei. Da kam keine richtige „Stimmung“ auf.

An sich ein gelungener Auftakt mit ein paar Schwächen. Dennoch haben mir die Welt und die Lebewesen dort gefallen.