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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2020

Eine phantastische Reise ins Land der Märchen!

Land of Stories: Das magische Land - Eine düstere Warnung
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Alex lebt mittlerweile im Märchenland und geht bei ihrer Oma in die Lehre. Schließlich soll sie mal die nächste gute Fee werden. Ihr Zwillingsbruder Connor ist hingegen in unserer Welt verblieben und macht ...

Alex lebt mittlerweile im Märchenland und geht bei ihrer Oma in die Lehre. Schließlich soll sie mal die nächste gute Fee werden. Ihr Zwillingsbruder Connor ist hingegen in unserer Welt verblieben und macht gerade einen Schulausflug nach Berlin, wo drei neue Märchen der Gebrüder Grimm der Weltöffentlichkeit vorgestellt werden. Allerdings ist das dritte Werk eine versteckte Warnung an alle Bewohner des Märchenlandes, dass bald ein Unheil droht. Und Connor muss sich schleunigst auf den Weg machen, um seine Schwester noch rechtzeitig zu warnen.

Es handelt sich hierbei bereits um den dritten Teil der "Land of Stories"-Reihe. Es hilft sehr, wenn man den ersten Teil gelesen hat, denn da werden die beiden Hauptfiguren Alex und Connor eingeführt und auch erklärt, was es mit dem Märchenreich so auf sich hat. Den zweiten Teil habe ich bisher noch nicht gelesen, das ist aber auch nicht so wild, denn was zuvor geschah und wie der Status Quo ist wird ausreichend dargelegt.

Ich fand es super, wie Chris Colfer reale Schauplätze in seine Geschichte so eingebaut hat, dass sie total plausibel erschienen - wenn man in einem Märchenbuch überhaupt von so etwas sprechen kann. Parallel zu Connors Reise durch halb Europa verfolgen wir auch Alex bei ihren Bemühungen, eine echte Fee zu werden. Dabei gibt es witzige Szenen und vor allem viele Begegnungen mit Märchengestalten, die modern und schlagfertig daher kommen.
Sobald es dann ans Eingemachte geht, sprich um die Bekämpfung der Feinde, wird es richtig spannend. Und magisch. Und tragisch. Hab ich spannend schon erwähnt? Und dann dieses Ende!!

Ich war durchgehend begeistert von dieser wirklich toll erzählten Fairytale.

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Veröffentlicht am 27.02.2020

Spannend aber kurz

Ich und meine Chaos-Brüder – Hilfe, Staubsauger entlaufen! (Ich und meine Chaos-Brüder 2)
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Weil meinen Söhnen der erste Teil so gut gefallen hat, haben wir uns auch gleich auf den zweiten Teil gestürzt. Auch diese 5 Kapitel hatten wir innerhalb von 2 Tagen ausgelesen, viel zu schnell. Das ist ...

Weil meinen Söhnen der erste Teil so gut gefallen hat, haben wir uns auch gleich auf den zweiten Teil gestürzt. Auch diese 5 Kapitel hatten wir innerhalb von 2 Tagen ausgelesen, viel zu schnell. Das ist aber auch unser einziger Kritikpunkt an dem Buch, denn im Unterschied zum ersten Teil fanden wir es diesmal alle so gut, dass wir am Ende 5 Sterne vergaben. Jetzt passiert wirklich was Spannendes und auch Chaotisches. Nur leider wird die Episode um den Staubsauger, die ja immerhin Titelgebend ist, etwas abgewürgt. Die hätte Sarah Welk ruhig noch etwas ausbauen können und auch die generelle Thematik (Umzug in neue größere Wohnung usw.) hätte sicherlich noch die eine oder andere Geschichte hergegeben.

Doch wir haben uns wieder super amüsiert, über und mit Bela, Ben & Henry und hoffen auf baldigen Nachschub.

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Veröffentlicht am 01.02.2020

Wun-der-bar

Gar kein Plan ist auch eine Lösung
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Erfrischend, vielschichtig, liebenswert, profund, witzig, informativ - mit einem Wort: wunderbar! Das alles ist für mich dieser Roman von Kyra Groh.

Hier wird nicht nur eine Liebesgeschichte nach Schema ...

Erfrischend, vielschichtig, liebenswert, profund, witzig, informativ - mit einem Wort: wunderbar! Das alles ist für mich dieser Roman von Kyra Groh.

Hier wird nicht nur eine Liebesgeschichte nach Schema F (Trennung - Aufrappeln - Krone richten - Rebound Guy oder neue wahre Liebe finden) abgespult, sondern die Autorin macht aus ihren Figuren richtige Charaktere mit Ecken und Kanten. Und einer Lebensgeschichte, die im Fall von Mara nicht ganz ohne ist - sie aber auch nicht im absoluten Drama versinken lässt, wie es andere AutorInnen gerne tun. Mir hat die Hintergrundstory gefallen (auch wenn sich Mara zum Ende hin etwas wiederholt), sie verleiht der Protagonistin - und auch der Geschichte - die nötige Tiefe die ich brauche, um mir ein gutes Bild von ihr machen zu können.

Auch die Nebenfiguren sind Kyra Groh sehr gelungen. Denn wo bei anderen Autoren besonders Kitty und Veda leicht zu skurrilen Karikaturen hätten werden können, die lächerlich und unauthentisch gewirkt hätten sind sie bei Groh liebenswerte Unikate, die ich richtig ins Herz geschlossen habe.

Obwohl mir die Welt, in der sich Mara und Alex bewegen, relativ fremd ist (ich bin eher ein Social-Media-Dino, der ausschließlich Facebook nutzt) fand ich es äußerst spannend zu lesen, was genau eine Assistentin einer Influencerin alles zu tun hat - neben dem offensichtlichen Job, die vielen Fotos zu machen.

Noch lieber habe ich aber natürlich über Maras Zusammentreffen mit Marius gelesen. Zwischen den beiden stimmte einfach die Chemie, und in der Story insgesamt stimmte immer das Timing, bis hin zum Epilog. An den sich für mein Geschmack problemlos eine Fortsetzung anschließen lassen könnte!

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Veröffentlicht am 16.09.2019

Mutige Stella

Stella Montgomery und die magischen Bilder von Wakestone Hall
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Nachdem Stella im 2. Teil dieser Reihe mit ihrem Cousin und ihrer Cousine eine verhältnismäßig schöne Zeit verleben konnte, und sogar ihre Großmutter traf, ist sie dann doch wieder in die Fänger ihrer ...

Nachdem Stella im 2. Teil dieser Reihe mit ihrem Cousin und ihrer Cousine eine verhältnismäßig schöne Zeit verleben konnte, und sogar ihre Großmutter traf, ist sie dann doch wieder in die Fänger ihrer gräßlichen Tanten geraten. Die haben sie umgehend auf ein Internat geschickt, auf dass sie - und Stellas Mutter - selbst damals gingen. Leider geht es dort nicht annähernd so lustig zu wie bei Hanni & Nanni. Dennoch findet Stella nach einiger Zeit in Ottilie und Amaryllis zwei Freundinnen, die genauso wagemutig sind wie sie selbst. Genau das müssen sie auch schon bald unter Beweis stellen, als Ottilie ganz plötzlich aus dem Internat verschwindet...

Wieder ein ganz tolles Jugendbuch mit starken Kindern als Helden, die lebensbedrohliche Abenteuer erleben und sich mit grausligen Gestalten herumplagen müssen. Da stockt einem als Leser schon manchmal der Atem! Daher ist die Altersangabe von 10+ auch sehr sinnvoll, jüngeren Kindern würde ich es nicht zu lesen geben.
Das Cover des deutschen Verlages gefällt mir um Längen besser als das vom Original, kommt hier doch auch der "Steampunk"-Charakter viel deutlicher zum Ausdruck. Auch im Buch gibt es wieder einige Illustrationen. Nur der Titel erschließt sich mir nicht, denn "Bilder" spielen in dem Buch überhaupt keine Rolle!

Am Ende gibt es einen schönen Abschluss für Stella, was mich vermuten lässt, dass das hier der Abschluss einer Trilogie gewesen ist. Aber ich lasse mich auch gern überraschen, falls es doch nochmal eine Fortsetzung geben sollte.

Veröffentlicht am 12.09.2019

Zum Lachen, Weinen, Nachdenken

Wanka würde Wodka kaufen
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Ich hatte bei diesem Buch gezögert. Erwartete ich bei der Kurzbeschreibung doch eine Mischung aus "Russendisko" und "Der Zopf meiner Großmutter" von Alina Bronsky - und beide Bücher erhielten von mir nur ...

Ich hatte bei diesem Buch gezögert. Erwartete ich bei der Kurzbeschreibung doch eine Mischung aus "Russendisko" und "Der Zopf meiner Großmutter" von Alina Bronsky - und beide Bücher erhielten von mir nur 3 Sterne. So eine Culture Clash Geschichte ist nämlich nicht automatisch immer witzig.

Schlussendlich hat mich der Hinweis darauf überzeugt, dass die Autorin eigentlich Juliane Käppler ist und uns hier die Vorgeschichte von Max Leifs Putzfrau präsentiert. Die fand ich in "Die sieben Tode von Max Leif" schon zum Schießen! (Wanka würde wohl dieses Sprichwort nur allzu wörtlich nehmen, und schreiend davon rennen.)

Auch hier überzeugt die Autorin mit vielen - teilweise unfreiwillig - komischen Szenen. Auch wenn Wanka selbst ziemlich oft einfach nur zum Heulen ist. Dann wird das Buch auch schon mal melancholisch, und wir erfahren von ihrer Sehnsucht nach ihrem alten, unbeschwerten Leben und allem, was ihr einst lieb & teuer war. Jetzt muss sie von Null anfangen, und erhält dabei nur mäßig Unterstützung - egal ob von Behörden, Nachbarn, Schein-Ehemann und besonders dessen Teenie-Kindern. Aber da Wanka - bzw. Jekaterina - nicht auf den Mund gefallen ist, weiß sie sich meistens gut zu helfen. Ihre Sätze mit starkem russischen Akzent entlockten mir fast jedes Mal ein Schmunzeln.

Gleichzeitig war ich aber auch erschrocken zu lesen, was sich Frauen in bestimmten Jobs teilweise bieten lassen müssen. (Denn ich glaube durchaus, dass in den einzelnen Episoden immer auch ein Körnchen Wahrheit drin ist).

Ein tolles Buch zum Lachen, ein bisschen 'Weinen' und vor allem auch zum Nachdenken!