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Veröffentlicht am 18.04.2020

Was tun?

Mondays for Future
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Passend zu Fridays for Future finden wir hier eine gezielte Anleitung, wie wir unsere Wünsche und Anregungen nunmehr auch final umsetzen können.

Kemfert stellt zielgerichtet am Anfang die Frage, wie ...

Passend zu Fridays for Future finden wir hier eine gezielte Anleitung, wie wir unsere Wünsche und Anregungen nunmehr auch final umsetzen können.

Kemfert stellt zielgerichtet am Anfang die Frage, wie das eigentlich mal alles anfing. Gerade hier finde ich als Leser es sehr interessant, dass gerade für die jungen Leser die Ziele der Klimakonferenz, die Hintergründe und ihre Macher sehr konkretisiert werden.

Gleichbedeutend mit dem Klimawandel und deren Anerkenntnis müssen wir uns aber auch die Frage stellen, wie wir mit Leugnern im Kleinen und im ganz Großen derzeit umgehen und in Zukunft umgehen müssen. Handeln ist nach wie vor angesagt.

Im Abschnitt „Demos, Demokratie, Diktatur“ wird schnell deutlich, dass uns andere Nationen und Länder bei weitem voraus sind. Natürlich immer vorausgesetzt, dass wir aktuell noch in einer Demokratie leben, gibt es doch ausreichend Handlungsbedarf.

Übergeleitet in den nächsten Abschnitt treffen wir auf Lobbyisten, unsere Industrie und irgendwie als Verbraucher natürlich auch auf uns selbst. Ob der Green New Deal die finale Lösung wird, wird für uns alle zum Meisterstück werden.

Besonders interessant fand ich das Kapitel über Lobbyismus und deren Arbeit in den Parteien und einzelnen Verbänden. Stichhaltige und wirklich neutral recherchierte Unterlagen zum Einarbeiten in ein Sachthema sind wirklich schwer zu erhalten.

Hinaus läuft wie immer alles auf einen Vertrag, dem man als Nation mehr schlecht als recht einhalten kann oder will. Diverse Präambeln, zig Protokolle und keine Kontrolle? Kemfert zeigt hier einen klaren Weg dagegen auf.

Weiter geht es dann mit den finalen Zielen und wie wir diese gemeinsam auch in noch so unterschiedlichsten Formen und Wegen auch verfolgen können. Ganz frei von Widersprüchen, den finanziellen Anreizen sowie die Kostenfrage werden hier gestellt und auch beantwortet.

Für mich entscheidend waren die 53 Punkte, um sich selbst zu optimieren und wieder sich auf das wahre Ziel zu konzentrieren.

Mit Mondays for Future hat Claudia Kemfert einen passenden Ratgeber geliefert, für all diejenigen, die motiviert demonstrieren, diskutieren und dann doch eine Handhabe zur gezielten Umsetzung brauchen. Besonders lobenswert sind die zahlreichen Verweise auf Studien, Sachberichte und Texte, die es einem sehr leicht machen, auch mal genauer nachzulesen um tiefere Einblicke in die doch oft so schwierigen Themen zu finden.

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Veröffentlicht am 16.04.2020

Königin von England!

Elisabeth I.
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Mit nur 25 Jahren besteigt Elisabeth die I. den englischen Thron. Mit Elke Bader gelingt es dem Hörer spielend in die Szenerie rund um 1559 einzutauchen und den Aufstieg und Fall dieser mutigen Frau mit ...

Mit nur 25 Jahren besteigt Elisabeth die I. den englischen Thron. Mit Elke Bader gelingt es dem Hörer spielend in die Szenerie rund um 1559 einzutauchen und den Aufstieg und Fall dieser mutigen Frau mit zu erleben.

Die Vorgeschichte beginnt düster. Elisabeth hat viele Nebenbuhler. Doch die Zeit geht weder glücklich mit ihrem Vater, noch mit ihren Stiefgeschwistern um. Einzig Mary bleibt ihr erhalten.

Wir erleben bittere Machtkämpfe um Englands Wohlergehen und Elisabeths ganz persönliche Schicksalsschläge.

Die politischen Verstrickungen sind damals wie auch heute noch weitreichend und stellen ihr politisches und herrschendes Amt vor viele scheinbar unlösbare Aufgaben.

Doch sie erweist diplomatisches Geschick und hat in der kurzen Zeit der Machtergreifung viel über Menschenkenntnis und auch dank Mary viel über Manipulation gelernt.

Elke Bader gelingt es einmalig, mit ihrer Geschichte über eine so mächtige Herrscherin selbst die kleinsten Details lebendig zu halten.

Die Stimme von Heiner Heusinger verleiht Elisabeth nicht nur Fassade. Wir reisen mit ihm ins dunkle Zeitalter von London, mehrfach in den Tower und erleben Geschichte live.

Die einst überraschend als Mädchen zur Welt gekommene Thronfolgerin Elisabeth die I. beweist, dass mit Mut, Diplomatie und Menschenkenntnis aus einem dunklen Zeitalter der Geschichte Länder wie England zu einer Weltmacht werden können.

Mit insgesamt 150 Minuten Hörgenuss erhält man einen kurzen und prägnanten Überblick über das Leben und Wirken von Elisabeth der I. die England und London natürlich nachhaltig geprägt hat.

Sachlich, gut ausgestaltete Umsetzung und ohne Schnörkel ist das Hörbuch ein Genuss für Fans historischer Romane und für alle Hörer, die einen Ausflug ins alte England machen möchten.

Das Hörbuch eignet sich gut für einen kurzen Ausflug in die englische Geschichte und bietet nebenbei eine erstklassige Reiselektüre. Eine sehr gute Einstimmung auf den nächsten London-Urlaub!

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Veröffentlicht am 05.04.2020

Auf der Suche nach dem Glück und der Liebe

Grandhotel Schwarzenberg – Der Weg des Schicksals
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Der Weg des Schicksals

Anna Gmeiner lebt bescheiden auf dem Hof ihres Vaters. Die Nachricht vom Tod des Bruders und Sohnes lässt noch härtere Zeiten auf die Beiden zukommen. Das Überleben gestaltet sich ...

Der Weg des Schicksals

Anna Gmeiner lebt bescheiden auf dem Hof ihres Vaters. Die Nachricht vom Tod des Bruders und Sohnes lässt noch härtere Zeiten auf die Beiden zukommen. Das Überleben gestaltet sich mehr und mehr schwierig, hatten beide doch fest mit dem zusätzlichen Lohn des Trifters gerechnet.

Auf dem Markt verkauft Anna als einzige Ware die Eier ihrer eigenen Hühner und lernt dort Michael Schwarzenberg kennen, der als Salzsieder in Bad Reichenhall sein Glück versucht.

Als energischer Arbeiter schafft er es sich in die Beamtenstube der Familie von Feil hochzuarbeiten und erhofft sich somit endlich um Annas Hand anzuhalten. Doch auch hier ist das Glück den beiden jungen Verbliebten nicht hold. Michael verliert seine neue Arbeit und ihn zieht es fernab von Bad Reichenhall zu seinem Onkel nach Chicago.

Anna verspricht er nach der Verlobung eine schnelle Rückkehr als reicher Mann. Doch für Anna kommt alles ganz anders. Als ihr Vater stirbt, fängt sie bei den von Feils als Küchenmagd an und gerät somit in die Hände des Schwiegersohnes Friedrich Bahlows.

Entgegen der damaligen Zeit kämpft Anna jedoch für ihre Rechte. Ihr gelingt es, der Familie von Feil ein Angebot abzuringen, die es ihr ermöglichen, zu überleben. Den Verkauf ihrer Seele kann sie einzig mit einem Stück Papier rechtfertigen. Das Haus ihres Vaters und das gesamte Grundstück kann sie nunmehr ihr Eigen nennen.

Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts lässt sich Katharina von Feil nur schwer als reiche heiratswillige Dame anbieten. Sie wehrt sich gegen ihre Eltern wo sie nur kann. Doch sie muss sich eingestehen, dass ihr angenehmes Leben bald ein Ende haben wird und ihre Chance, eine gute Partie zu machen, nachlassen. Sie besinnt sich und ehelicht Friedrich Bahlow. Ihr neues Leben in München stellt sich jedoch als reiner Alptraum heraus. Ihr Ehemann kann die Hände weder von den Damen, noch von den Spielkarten lassen. Reumütig flieht sie zurück nach Bad Reichenhall, wo sich ihr Weg mit dem von Anna kreuzt. Folgenschwer besiegelt sich somit beider Schicksal.

Sophie Oliver gelingt es mit „Der Weg des Schicksals“ leicht, erstklassig den Auftakt einer Familiensaga um die Jahrhundertwende zu erzählen.

Während man mit Anna um deren pures Überleben als rechtschaffende Tochter und Verlobte und deren Glück kämpft, hofft man inständig dass Katharina aus ihrer gescheiterten Ehe ausbrechen kann.

Beide Frauen, ob aus reichem oder armem Haus suchen verzweifelt nach ihrem Glück in der Liebe.

Das Schicksal führt beide unverhofft zusammen. Das Glück scheint zumindest für kurze Zeit mit ihnen zu sein….

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Veröffentlicht am 04.04.2020

Die Jagd hat begonnen

Der Beutegänger
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Winnie Heller ist neu in der Mordkommission. Sie ersetzt einen verstorbenen Kollegen und muss in dessen Fußstapfen treten. Ihr neuer Chef Verhoeven hat seinen alten Kollegen vergöttert und kommt nur schwerlich ...

Winnie Heller ist neu in der Mordkommission. Sie ersetzt einen verstorbenen Kollegen und muss in dessen Fußstapfen treten. Ihr neuer Chef Verhoeven hat seinen alten Kollegen vergöttert und kommt nur schwerlich mit der neuen Situation klar.

Jedoch ist Heller nicht Verhoevens einziges Problem. Die Mordkommission hat alle Hände voll zu tun. Ein Killer geht um und hinterlässt schrecklich zugerichtete Frauenleichen. Als Zeichen seiner Würdigung hinterlässt er eine Chrysantheme.

Parallel erzählt Silvia Roth die Geschichte von Marianne Siemssen. Die junge Frau ist seit Jahren auf der Flucht vor einem ihrer Exfreunde. Dieser einmalige Fehltritt führt dazu, dass Siemssen regelmäßig alle Brücken abbrechen muss und in ihr nächstes Leben weiterzieht. Hartnäckig folgt ihr „Geliebter“ sie von einem Ort zum nächsten und hinterlässt dabei eine Spur aus Frauenleichen.

Nichtsahnend ermitteln Heller und Verhoeven unter erschwerten Bedingungen. Die ermordeten Frauen hatten keine Gemeinsamkeiten und weisen auch keinerlei Ähnlichkeiten untereinander auf. Wer ist also dieser perfide Mörder und was soll diese Hinterlassenschaft?

Heller und Verhoeven ermitteln gemeinsam aber mit immer wieder aufkeimenden Streitereien. Bis ein alter rüstiger Rentner den entscheidenden Hinweis bringt, fällt noch eine Frau dem Killer zum Opfer.

Silvia Roth schafft mit „Der Beutegänger“ eine Szenerie, die man nicht mal seinem schlimmsten Feind wünschen würde. Mit dieser Last auf den Schultern und dem ständigen Fluchtreflex lebend kann man nur schwer dem Leben von Marianne Siemssen folgen. Dennoch regt sich im Leser der Wunsch, dass diese so schwer gebeutelte Frau hoffentlich eines Tages ihren Frieden und ihre Freiheit finden wird.

Mit Winnie Heller trifft man auf eine junge motivierte Ermittlerin, die es schafft, trotz großer privater Krise nie den Kopf zu verlieren und sich auch von alten Traditionen nicht beugen lässt.

Roth schafft es ebenfalls, Verhoeven zwar als guten Ermittler aber als völlig hilflos in Krisenzeiten darzustellen. Einzig seine Einsicht und den Mut, es mit Winnie Heller gemeinsam gegen diesen perfiden Killer aufzunehmen, macht es dem Leser dann doch noch einfach, ihn zu mögen.

Katharina Koschny schafft es mit ihrer Stimme, den Ermittlern, den Opfern wie auch dem Killer eine besondere Stimme zu verleihen, die dem Hörer mehr als einmal einen Grusel über den Rücken jagen lässt.

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Veröffentlicht am 30.03.2020

Weg mit dem Schotter

Der Kies muss weg
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Gegen die Verschotterung unserer Vorgärten

Grün statt Grau heißt das Motto! Aber wie überzeuge ich meine Nachbarn? Diese Frage habe ich mir schon so oft gestellt und hatte nur wenige Male eine passende ...

Gegen die Verschotterung unserer Vorgärten

Grün statt Grau heißt das Motto! Aber wie überzeuge ich meine Nachbarn? Diese Frage habe ich mir schon so oft gestellt und hatte nur wenige Male eine passende Antwort darauf.

Mit Wendebourg begeben wir uns erstmal auf die Suche nach dem Schotter. Was ist Schotter eigentlich genau und was gibt es für verschiedene Arten? Hier wird man unterstützt durch passende QR-Codes.

Über Steinflächen, dem aktuellen Trend der Gärtnerszene und den Vorgärten des Grauens hinweg kommen wir zu unserem liebsten Nachbarn, der das Thema sicherlich das ein oder andere Mal auch vorgibt.

Wie sich heute unsere Grundstücke bemessen lassen, ist wirklich erschreckend. Dieser Anschlag auf die Artenvielfalt rächt sich schon seit Jahren und hier findet man tolle Tipps und Tricks, wie man Steingärten sinnvoll gestalten und nutzen kann. Tiere und allerlei Insekten könnten also auch mit Stein wieder in unseren Gärten glücklich werden.

Wendebourg zeigt ausführlich im letzten Teil seines ausgezeichneten und nicht belehrenden Ratgebers, wie man zu einem naturnahen Garten und Vorgarten zurückfinden kann. Passende Einkauftipps und Ratschläge für passende Stauden und Kräuter findet man zahlreich.

Bepackt mit vielen Infos und hilfreichen Adressen und einer Postkarte als kleinen Anstoß in die richtige Richtung (natürlich nur für Steingartenliebhaber) gibt es auch gleich noch.

Tjards Wendebourg macht es einem leicht, gute Überzeugungsarbeit zu leisten. Praktische Tipps und tolle Bilder machen das Sachbuch zu einem guten Nachschlagewerk ohne belehrend und maßregelnd zu wirken.

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