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Veröffentlicht am 14.08.2025

Düstere Stimmung im Gothic-Stil

Schloss der Lügen
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Das Buch handelt von Seraphina und Nico, die beide ihr Schicksal während einer landesweiten Seuche bestreiten müssen. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte sind ein altes Schloss und seine Umgebung.

Das ...

Das Buch handelt von Seraphina und Nico, die beide ihr Schicksal während einer landesweiten Seuche bestreiten müssen. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte sind ein altes Schloss und seine Umgebung.

Das Setting ist dabei mittelalterlich anmutend. Im Nachwort erläutert die Autorin, dass sie bei diesem Buch sehr inspiriert war von Edgar Allen Poe. Mit diesem Wissen liest sich das Buch auch gleich ganz anders, denn der Erzählstil ist auch irgendwie passend zu einer altertümlichen Geschichte. Der Plot ist recht simpel, aber die Stimmung im Schloss und außerhalb der Schlossmauern wird gut aufgebaut.

Man folgt im Wechsel der Perspektive von Seraphina und Nico. Seraphina ist im Schloss, Nico lebt außerhalb, sodass beide die Seuche gänzlich unterschiedlich wahrnehmen. Im Laufe des Buches kreuzen sich ihre Wege und beide haben Geheimnisse. Dadurch baut sich Spannung auf, auch wenn an sich nicht viel passiert.

Etwas unpassend und seltsam fand ich, dass die Autorin in diesem Fantasy-Gothic Setting bei allem (Länder, Städte, Seuche) auf Fiktion setzt, aber dann eine (und wirklich nur eine) reale Religion einbaut. Auch dies wird im Nachwort erwähnt und erfüllt natürlich einen gesellschaftskritischen Zweck, passt jedoch für mein Empfinden nicht wirklich gut in die Geschichte.

Die Charaktere sind gut umschrieben, man kann sich ein Miteinander der Figuren gut vorstellen. Nach und nach lernt man die Protagonisten besser kennen und freut sich auf das Aufeinandertreffen.

Alles in allem eine entspannte Lektüre mit paar Schwächen, die ein strengeres Lektorat eventuell hätte ausbessern können. Trotzdem hat mir das Lesen Spaß gemacht!

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Veröffentlicht am 18.12.2022

Als Hörbuch eine gute Geschichte für Zwischendurch

Lightlark
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Ich gebe der Geschichte 3-4 Sterne.

Die Hörbuchversion hat mir gut gefallen. Durch die angenehme Vorlesestimme konnte ich ganz gut in die Geschichte reinfinden und konnte mich schnell an den Schreibstil ...

Ich gebe der Geschichte 3-4 Sterne.

Die Hörbuchversion hat mir gut gefallen. Durch die angenehme Vorlesestimme konnte ich ganz gut in die Geschichte reinfinden und konnte mich schnell an den Schreibstil gewöhnen. Durch das Hören konnte ich auch an Stellen, die etwas zäher waren, gut bei der Sache bleiben.

Die Welt, die Völker und die generelle Grundidee der Geschichte haben mir sehr gut gefallen. Ich hätte mir jedoch noch mehr Details (World Building) zu den verschiedenen Kulturen gewünscht. Vielleicht merkt man hier, dass die Autorin noch relativ jung ist und es das erste Buch einer Reihe ist. Andererseits sind viele aktuelle Bücher ähnlich gestrickt, es sticht also für mich weder positiv noch negativ heraus.

Die Protagonistin war manchmal etwas naiv, von einer Herrscherin und Kämpferin würde ich mir etwas mehr Durchblick wünschen. Andererseits passen naive Protagonistinnen auch immer besser in Liebesbeziehungen... Alles in allem eine Geschichte mit Stärken und Schwächen. Gut waren die Plottwists, die die Geschichte spannend halten. Weniger gefallen haben mir einige Fragen, die unbeantwortet bleiben. Lightlark ist meiner Meinung nach ein relativ durchschnittliches Fantasybuch für junge Erwachsene.

Wer schon sehr viel im Bereich Romantasy, Fantasy oder Young Adult gelesen hat, wird bei einigen Stellen im Buch nicht gerade überrascht sein. Es gibt einige Parallelen zu anderen Young Adult/Fantasy Geschichten, aber ob einen das stört, ist ja Geschmackssache. Vielleicht ist das Buch daher eher was für jüngere Leser*innen oder Leute, die noch nicht allzu viel Fantasy gelesen haben oder keine hohen Ansprüche haben :)

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Veröffentlicht am 04.01.2021

Spannende Story, könnte aber noch einen Feinschliff gebrauchen.

Der neunte Arm des Oktopus
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Inhalt: Was wäre, wenn China, Russland und die USA sich nicht mehr gegenseitig im Weg stehen, sondern eine Allianz gründen würden? Und das nicht, um andere Länder zu erobern, sondern die Menschheit vor ...

Inhalt: Was wäre, wenn China, Russland und die USA sich nicht mehr gegenseitig im Weg stehen, sondern eine Allianz gründen würden? Und das nicht, um andere Länder zu erobern, sondern die Menschheit vor den tödlichen Folgen Klimawandel zu bewahren? "Der neunte Arm des Oktopus" wagt dieses Gedankenexperiment und würzt es mit einer Prise Thriller und Storytelling. Die Geschehnisse des Buches finden auf zwei zeitlichen Ebenen statt; einmal in den 20er Jahren (also JETZT) und einmal im Jahre 2100, ein paar Jahrzehnte nachdem sich die Allianz geformt hat.

Meinung: Die Grundidee des Buches finde ich genial. Das Thema könnte aktueller nicht sein und trotzdem wird der Klimawandel nicht ernst genug genommen. Da die Politik aktuell in keinem Land genug tut, finde ich die Idee der Allianz der Superamächte sehr interessant. Mir gefallen die Eckpunkte der Geschichte sehr gut und bei einigen Stellen habe ich mir richtig gut vorstellen können, wie die Handlung wirklich stattfinden könnte.

Von der Stimmung her ist das Buch ähnlich wie "Der Schwarm" von Frank Schätzing oder "Black Out" von Marc Elsberg. Ausgangspunkt der Geschichte ist die aktuelle Lage der Welt, die sich dann durch die fiktiven Geschehnisse drastisch verändert. Insgesamt also ein "Was wäre wenn"-Szenario. Jedoch fehlt (anders als bei den oben genannten Werken), eine starke Hauptfigur. Es gibt mehrere Figuren aus verschiedenen Ländern, die man durch die verschiedenen Kapitel verfolgt. Dabei hatte ich allerdings nie das Gefühl, dass es wirklich eine Leitfigur gibt, und auch mein Mitfiebern mit den Charakteren hielt sich in Grenzen.

Was mir auch ein wenig fehlt, und weshalb ich auch einen Punkt abziehe, ist die fehlende sprachliche/strukturelle Schönheit. Und damit es eine konstruktive Rezension wird, erkläre ich das mal ein wenig; Den Lesefluss fand ich zum Beispiel ein wenig holprig. Einige Sätze musste ich mehrfach lesen, weil die Satzstruktur ungünstig war. Der Schreibstil war irgenwie eine Mischung aus zu vielen Kommas, abgehackten Nebensätzen und etwas gezwungen wirkenden Begriffen (z.B. imaginieren oder erklecklich). Auch wenn die Wörter an sich gut klingen, kann man bei einem ansonsten geschmeidigen Satz darüber stolpern.

Außerdem könnte das Buch (meiner Meinung nach) weitere 200 Seiten und eine strukturelle Überarbeitung gut vertragen. Die Charaktere könnten emotional ausgebaut werden, es dürften gerne weitere Klima- oder Politikdetails eingefügt werden und die Geschichte könnte irgendwie noch "abgerundet" werden. Man könnte das Buch richtig schön ausbauen, damit man als Leser*in eine Bindung zu den Charakteren bekommt und tiefer in die Welt des Klimaumbruchs eintauchen kann. Ich hätte auch gerne mehr gelesen, um mir das Geschehen auch bildlich vorzustellen. Das Buch hatte nicht so richtig das Feeling von einer erzählten Geschichte, sondern eher von einem kompatken Bericht. Wäre das Buch so mitreißend, ausführlich und so voll mit ausgeprägten Charakeren gewesen wie "Der Schwarm" oder "Black Out", dann hätte es auf jeden Fall 5 Punkte gegeben.

Den Klappentext finde ich auch nicht zu 100% passend, da der Koch und die Geheimagentin zwar für das Endergebnis eine tragende Rolle spielen, aber bei weitem nicht der Fokus des Geschehens sind. Für mich sind fast alle Figuren eher Randfiguren, die wie bei einem Puzzle zum großen Ganzen beitragen. Da hätte ich mir eher einen Hauptcharakter oder ein Team aus Hauptcharakteren gewünscht, mit denen man mehr oder weniger sympathisiert und die man gebannt verfolgt.

Trotz allem merkt man, dass Dirk Rossmann viel recherchiert hat, sich viele Gedanken gemacht hat und ihm das Thema Klimawandel sehr wichtig ist. Alles in allem ein spannendes Buch mit sehr gutem Thema und einer wunderbaren Idee. Mir kommt das Buch fast wie ein Rohdiamant vor, welcher mit einer strammen Überarbeitung und inhaltlichen Erweiterungen ein richtig rundes Ergebnis geben könnte.


Nachtrag: auch die Werbekampagne (Bild und Ton) hat ein etwas anderes Bild in meinem Kopf erzeugt. Ich hatte mir erst vorgestellt, dass ausführlich die Klimafolgen beschrieben werden und einen großen Teil der Story ausmachen (der Werbefilm suggeriert das auch). Es geht aber vielmehr um die Allianz und die Probleme, vor der so eine Supermacht dann steht.

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Veröffentlicht am 10.04.2020

Wakolbinger und Panzenböck sind einem grausamen Mörder auf der Spur

Kaltblütige Abrechnung
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Inhalt: Nachdem bei einem grausamen Mord das neue Inspektorenteam zusammenfindet, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit für Toni Wakolbinger und Cindy Panzenböck. Er ist ein älterer Griesgram, sie eine übereifrige ...

Inhalt: Nachdem bei einem grausamen Mord das neue Inspektorenteam zusammenfindet, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit für Toni Wakolbinger und Cindy Panzenböck. Er ist ein älterer Griesgram, sie eine übereifrige Anfängerin. Sie untersuchen den Mord an einem pensionierten Frauenarzt, der grausam zugerichtet in seiner Praxis aufgefunden wurde. Auf seiner Leiche liegt ein Babyschuh. Ist die Tat an seine Vergangenheit geknüpft? Je mehr die beiden Inspektoren in dem Fall recherchieren, desto verwirrter werden sie. Können sie den Mörder schnappen, bevor er so brutal weitermordet?


Inhalt: der Plot hat mir sehr gefallen (!), die Auführung war für mich hier und da allerdings etwas holprig. Ich wusste leider von Anfang an, wer die Tat begangen hat, weil ich Plots meistens ziemlich schnell anhand der Erzählstruktur durchschaue. Wenn ich mir aber andere Rezensionen anschaue, dann liegt das anscheinend an mir, sodass ich das Buch durchaus weiterempfehlen würde. Am Anfang waren mir die Kabbeleien zwischen dem abweisenden Wakolbringer und der hitzköpfigen Panzenböck etwas zu viel und die Vielfalt an Nebencharakteren war doch etwas verwirrend zwischendurch. Es gab für mich auch kleinere Ungereimtheiten, vielleicht bin ich aber auch zu pingelig. Den Schreibstil fand ich gut und den Plot wie gesagt gut durchdacht. Ein spannender Krimi, bei dem einem vor allem das Ermittlerteam ans Herz wächst!


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Veröffentlicht am 01.07.2026

Gute Idee, nicht so gute Umsetzung

Bachelorette Party
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Das Buch dreht sich um einen Junggesellinnenabschied auf einer einsamen Schäreninsel. Dort, wo vor einem Jahrzehnt schon einmal 4 Frauen verschwunden sind. Wir folgen der Protagonistin Tessa, die an dem ...

Das Buch dreht sich um einen Junggesellinnenabschied auf einer einsamen Schäreninsel. Dort, wo vor einem Jahrzehnt schon einmal 4 Frauen verschwunden sind. Wir folgen der Protagonistin Tessa, die an dem JGA nur teilnimmt, weil sie herausfinden möchte, was damals wirklich passiert ist. Sie merkt schnell, dass auch dieses Mal etwas nicht stimmt und sie alle in Gefahr sind...

Den Schreibstil von Camilla Sten fand ich gut, ich könnte recht gut in die Story reinfinden und Tessa irgendwie kennenlernen. Auch das Setting fand ich sehr gelungen, eine einsame Insel und ein begrenzter Personenkreis eignen sich hervorragend für Spannung und Angst. Das Setting wurde gut beschrieben und man konnte sich die Location und die Atmosphäre gut vorstellen. Zusätzlich wird zwischen zwei Perspektiven geswitcht: vor 10 Jahren und aktuell. Schritt für Schritt lernt man mehr über die jeweiligen Frauengruppen und die Abläufe.

Weniger überzeugend fand ich die Charaktere und den Plot. Tessa ist keine Sympathieträgerin und fühlt sich wegen einem beruflichen Fehltritt schuldig. Gerade am Anfang wird man damit angefixt, dann aber sehr lange hingehalten, was mich irgendwann genervt hat. Generell ist lange nicht viel passiert und während die Atmosphäre davon gut untermalt wurde, kam beim Lesen dann doch irgendwann leichte Langeweile auf. Die restlichen Charaktere sind blass und so wenig lebendig, dass man sie leicht verwechseln kann. Ich habe für die Gruppe kein wirkliches Gefühl bekommen. Auch bei der Geschichte vor 10 Jahren kam bei mir kein richtiges Gefühl für die Frauengruppe an. Die Charaktere der aktuellen Erzählung haben sich meiner Meinung nach alle seltsam verhalten und auch irgendwie klischeehaft oder eben wenig durchdacht...

Die Handlung war am Anfang zu seicht und am Ende irgendwie etwas übertrieben. Ich hab mir auch generell spannender Motive vorgestellt und einen logischeren Showdown gewünscht.

Alles in allem eine super Idee, die Umsetzung war aber leider blass und am Ende etwas platt. Ich nach dem Lesen etwas enttäuscht vom Plot, dabei ist das Buch noch Recht spannend gestartet.

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