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Veröffentlicht am 27.05.2020

Ein wunderbarer Roman

Der tröstende Duft von Rosinenschnecken
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Dieser Roman ist einfach wunderbar.
Leicht und locker geschrieben, mit vielen ernsten Tönen begleiten wir Anne
in ihrer Trauer. Wir erfahren viel über die Vergangenheit, über ihr Glück
und über ihre Verzweiflung. ...

Dieser Roman ist einfach wunderbar.
Leicht und locker geschrieben, mit vielen ernsten Tönen begleiten wir Anne
in ihrer Trauer. Wir erfahren viel über die Vergangenheit, über ihr Glück
und über ihre Verzweiflung. Das Glück nicht dauerhaft ist und auch vom Tod
nicht verschont wird.
Durch den Tod von Dirk verändern sich alles in Annes Leben. Es wird klar
wie wichtig er auch im Leben der anderen war. Was er für ein Mensch war.
Wir erfahren, was die Charaktere denken und fühlen.
Diese sind sehr lebensecht, sodass man richtig in die Geschichte eintauchen kann.

Die Höhen und Tiefen werden hier wunderbar widergespiegelt mit sehr realen und sympathischen Figuren.
Kleine und große Katastrophen werden bewältigt.
Vergangenes wird aufgearbeitet. Das alles wird so wunderbar wiedergegeben.
Anne schafft es neuen Lebensmut zubekommen und auch noch eine neue Familie dazu.
Man wünscht sich ein Teil dieser Familie zu sein.
Es ist kein leichter Roman aber so ist das Leben.
Das wird hier unverfälscht wieder gegeben.
Es sind nicht nur die Alltäglichkeiten, die dieses Buch lesenswert machen.
Dieser Roman macht Mut und beschert schöne Lesestunden.

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Veröffentlicht am 17.05.2020

Vater und Sohn

JuniNebel
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Bernard macht sich auf die Suche nach seinem verschwundenen

Vater. Er kehrt zurück an die Küste, an den Ort den er vor

acht Jahren fluchtartig verlassen hat.

Als er auf den Weggefährten und besten Freund ...

Bernard macht sich auf die Suche nach seinem verschwundenen

Vater. Er kehrt zurück an die Küste, an den Ort den er vor

acht Jahren fluchtartig verlassen hat.

Als er auf den Weggefährten und besten Freund seines Vaters trifft,

lernt er einen ganz anderen Menschen kennen.

Er wird mit der Vergangenheit konfrontiert und er gerät in einen Sog,

der ihn in die tiefsten Geheimnisse zieht.

Zitat:
"Das Mosaik, aus dem sich Vaters Leben zusammensetze, begann sich in seiner
festgefügten Ordnung aufzulösen und ein neues erschien."
Die Autorin hat hier eine wunderbare Geschichte über das Vergessen und die schlimmen Folgen des Schweigens geschrieben.

Der Schreibstil ist zeitweilig poetisch und doch völlig klar.

Die Charaktere sind so stark und authentisch, man kann sich so richtig mit ihnen identifizieren.

Bernards Suche nach seinem Vater, das erkennen wie er war und vor allem warum er so war, führt direkt in eine schlimme Zeit. Nichts ist so wie es scheint.

Wunderbar wie hier die einzelnen Mosaiksteinchen auseinander genommen und wieder zu einem neuen Bild zusammengesetzt werden.

Wie sich der Nebel langsam lichtet und der Sohn sich endlich geliebt fühlt. Sich auf sein Leben einlassen kann.

Ein wunderbarer Roman über Vater und Sohn, über die Liebe und was passiert, wenn nicht

geredet wird. Dass man nicht ruhig im jetzt leben kann, wenn man die Vergangenheit nicht kennt.

Die Autorin nimmt uns mit auf eine Reise, der man sich nicht mehr entziehen kann.

Das Buch ist traurig und fröhlich, bitter und süß und einfach nur schön.

Es ist kein leichter Roman aber so ist das Leben. Das wird hier unverfälscht wieder gegeben.

Ein Roman, der nachdenklich macht und sehr lesenswert ist.

Ein mehr als gelungenes Debüt!

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Veröffentlicht am 21.04.2020

Großartiger Abschluß der Familiensaga

Die Schwestern vom Ku'damm: Tage der Hoffnung
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Die jüngste Tochter der Familie Thalheim ist flügge geworden und will studieren.
Seit sie denken kann, will Florentine Thalheim nur eines: sich ganz dem Zeichnen
und der Malerei hingeben. Sie bewirbt sich ...

Die jüngste Tochter der Familie Thalheim ist flügge geworden und will studieren.
Seit sie denken kann, will Florentine Thalheim nur eines: sich ganz dem Zeichnen
und der Malerei hingeben. Sie bewirbt sich an der Kunsthochschule. Dort ist sie mit
ganzer Leidenschaft am Arbeiten. Doch Rufus lindberg, ihr herrischer Lehrer macht
ihr das Leben schwer. Überhaupt hat die ganze Familie Thalheim unter den
politischen Spannungen zwischen Ost und West zu leiden. Gibt es Hoffnung für Berlin
und die Thalbachs?

Auch im dritten Band der Familiensaga geht es hoch her. Die Jahre 1958–1963
werden hier sehr lebendig wiedergegeben. Geschichte aus der Sicht einer spannenden
Familie. Es macht großen Spaß das Leben der Thalheims zu verfolgen.
Historische Ereignisse, die das Leben der Thalheims beeinflussen, als Hintergrund,
eingehend und aufschlussreich erzählt.
Nicht nur von politischen Erfahrungen erzählt der Roman. Sondern auch von den
Lebensgeschichten der jungen Frauen, von guten und auch von schmerzlichen Erlebnissen.
Dank der wirklich sehr lebendigen Schreibweise hat man das Gefühl ein Teil
dieser Familie zu sein. Man erlebt alle Höhen und Tiefen hautnah.
Das Berlin der 1950er erwacht und es macht Spaß in vergangene Zeiten
einzutauchen. Dank der wirklich wunderbaren akribischen Recherche ist es ein
sehr gelungenes Zeitdokument. Auch dieser Teil ist von einer erfrischenden
Leichtigkeit, wobei Ernste Töne auch vorhanden sind. Aber genau diese Mischung
macht aus diesem Buch ein Leseerlebnis. Dieses Buch hat alles was einen richtig
guten Roman ausmacht.
Die Zeittafel als Anhang verschafft einen Überblick über die deutsche Geschichte
in den Jahren 1958 bis 1963 und rundet das ganze ab.

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Veröffentlicht am 19.04.2020

Der Tod kam nach der Tanzstunde

Nur Rudi tanzte schräger
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Jupp Backes ist in der Zwickmühle. Er wird von seiner Inge zum Tangokurs genötigt.
Das geht nicht ohne Blessuren ab. Als dann noch der temperamentvolle Tanzlehrer tot
aufgefunden wird, geht es richtig ...

Jupp Backes ist in der Zwickmühle. Er wird von seiner Inge zum Tangokurs genötigt.
Das geht nicht ohne Blessuren ab. Als dann noch der temperamentvolle Tanzlehrer tot
aufgefunden wird, geht es richtig rund. Alle sind Verdächtig und nichts ist wie es scheint.
Jupp muss ran, Käthe und Inge stehen ihm wieder hilfreich zur Seite.
Ein recht kniffliger Fall.
Die Backes wären aber nicht die Backes, wenn sie den nicht auch lösen könnten.

Der 3. Band der saarländischen Ermittler Familie. Das Cover ist wieder ein richtiger
Hingucker und verspricht nicht zu viel. Die Charaktere sind herrlich authentisch.
Lebensfroh, bodenständig und gewitzt. Die saarländische Lebensart wird so wunderbar wiedergegeben.
Es menschelt auch so schön zwischen den Geschlechtern.
Auch dieser Band überzeugt wieder durch Sprachwitz und Situationskomik.
Skurril, Temporeich und gespickt mit köstlich witzigen Dialogen.
Ein ganzer Ort voller bodenständiger Saarländer und jeder ist irgendwie
in die Sache involviert und damit auch Verdächtig.
Es wird so herrlich unkonventionell ermittelt.
Man hat das Gefühl dabei zu sein. Das Kopfkino läuft wieder auf Hochtouren.
Die Spannung kommt auch nicht zu kurz.
Kurzum, ein richtig guter Dorf-Krimi mit ganz viel Humor und Lokalkolorit.
Familie Backes hat für mich schon Kultstatus.

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Veröffentlicht am 15.04.2020

Ein wunderbarer eiskalter Krimi

Rache an der Riviera
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Gerichtsmediziner Johann Sorbello muss einen Mord aufklären.
Im Aquarium ist eine Leiche entdeckt worden.
Ausgerechnet im Piranha Becken. Dementsprechend sieht die Tote auch aus.
Der ermittelnde Kommissar ...

Gerichtsmediziner Johann Sorbello muss einen Mord aufklären.
Im Aquarium ist eine Leiche entdeckt worden.
Ausgerechnet im Piranha Becken. Dementsprechend sieht die Tote auch aus.
Der ermittelnde Kommissar ist an der Aufklärung nicht so richtig interessiert.
Deshalb kann es Sorbello nicht lassen selbst etwas nachzuforschen.
Die beste Freundin des Opfers hilft ihm dabei. Enza ist nicht nur die Freundin, sondern sie hat auch noch
mit dem Kommissar eine Rechnung offen. Die Suche nach der Wahrheit bringt die beiden in große
Gefahr.

Gleich am Anfang geht es sehr spannend los und ohne Umschweife ist man mitten drin im Geschehen.
Johann, der sehr Charismatische Mediziner, sensibel und mit einer schwäche für schöne Frauen.
Enza die wunderschöne Tochter des Olivenöl Königs, die genau weiß was sie will.
Luca Ferraro hat eine sehr starke Ausdrucksweise und bringt das Böse so wunderbar auf die Seiten.
Die Geschichte nimmt einen gefangen und ist auf ihre Art düster und geheimnisvoll. Abgründe tun sich auf.
Ein tiefer Blick in die menschliche Psyche. Die Charaktere sind auch sehr interessant.
Der Autor schafft es aus jeden der Figuren das Geheimnisvolle und auch Befremdliche klar herauszustellen.
Keiner von Ihnen kommt dabei immer besonders sympathisch rüber und sie bleiben einem die ganze Zeit über etwas fremd.
Dazu die wunderbare malerische Kulisse hinter der die dunkle Vergangenheit immer noch nicht vergessen ist.

Der am Anfang erzeugte Spannungsbogen bleibt erhalten bis zum überraschenden Ende.
Ein wunderbarer eiskalter Krimi, fast schon Thriller, der einen
frösteln und am Ende sprachlos zurücklässt.

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