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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.02.2017

Mittelmaß

Seelenriss
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Lena Peters wird von Kommissar Wulf Belling an einen Tatort gebeten. Das Opfer, Lynn Maurer, hat angeblich Selbstmord begangen. Doch einige Unklarheiten lassen Lena ahnen, daß dies nicht richtig ist und ...

Lena Peters wird von Kommissar Wulf Belling an einen Tatort gebeten. Das Opfer, Lynn Maurer, hat angeblich Selbstmord begangen. Doch einige Unklarheiten lassen Lena ahnen, daß dies nicht richtig ist und es sich letztendlich doch um Mord handelt. Und es scheint sich zu bewahrheiten, denn Lena und Belling erfahren von einem fast identischen Fall. Auch hier soll der Mord wie Selbstmord aussehen. Beide Frauen haben sich das Gesicht mit Säure verätzt und haben sich danach in den Tod gestürzt. Alles deutet auf einen Serienmörder hin.

Hanna Winter hat hier einen Krimi geschrieben, der Höhen und Tiefen hat. Die Handlung ist streckenweise unglaubwürdig (wer kann sich bitteschön noch mit einem säureverätzten Gesicht aus dem Fenster stürzen?), Lena löst den Fall trotz schwerer Krankheit fast im Alleingang. Das Buch beginnt spannend, doch zur Mitte hin flaut es ab. Zum Schluß allerdings kann man es wieder kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, so daß man das Buch, auch bedingt durch eine größere Schrift, sehr schnell gelesen hat. Aus der Handlung hätte Hanna Winter noch deutlich mehr machen können!

Veröffentlicht am 05.02.2017

Mittelmaß

Das Verbrechen Kommissarin Lunds 1. Fall
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Sarah Lund, Kommissarin in Kopenhagen, hat eigentlich ihren letzten Arbeitstag, bevor sie mit ihrem Sohn Mark zu ihrem Freund Bengt nach Schweden ziehen will. Ihr Nachfolger Meyer steht schon bereit, ihr ...

Sarah Lund, Kommissarin in Kopenhagen, hat eigentlich ihren letzten Arbeitstag, bevor sie mit ihrem Sohn Mark zu ihrem Freund Bengt nach Schweden ziehen will. Ihr Nachfolger Meyer steht schon bereit, ihr Schreibtisch ist geräumt. Doch dann wird die 19jährige Nanna Birk Larsen tot im Kofferraum eines Autos aus dem Kanal gezogen. Lund verbeißt sich in diesen Fall, wirft alles über Bord und vertagt den Umzug immer wieder aufs Neue. Dies gefällt weder Bengt, noch ihrer Mutter, geschweige denn ihren Arbeitskollegen, vor allem Meyer. Denn immer wieder funkt sie in die Ermittlungen, die schon durch die politischen Verbindungen bis in die obersten Rathausebenen sehr brisant sind.

Da ich die TV-Serie nicht kenne, kann ich zur Umsetzung von Film ins Buch nichts sagen. Doch das Buch wirkt wie ein Drehbuch, es wird alles bis ins allerkleinste Detail beschrieben. Dieser Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, ich mußte mich jeden Tag aufs Neue damit anfreunden. Auch die ständigen Wechsel der Verdächtigen sind sehr störend. Seitenweise wird sich an einer Spur festgebissen - und schwupps - war die Spur wieder falsch. Wieviele falsche Spuren verfolgt wurden - ich habe den Überblick verloren.
Kommissarin Lund wird nicht sehr sympathisch beschrieben, durch ihre egoistische Art hat man öfter das Gefühl, man würde ihr am liebsten mal die Meinung sagen.
Alles in allem leider ein Krimi, der zwar zwischendurch immer wieder Höhen hat, aber doch sehr langatmig wird. Ein paar Seiten weniger und dafür mehr Spannung hätten nicht geschadet!

Veröffentlicht am 23.01.2017

Ganz gut

Der Bergbrenner
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"Der Bergbrenner" von Hubert S. Ilsander beginnt in der Jugend des Bergbrenners und erklärt, wie er zu diesem Beruf gekommen ist. Später wird es in Tagebuchform weitergeschrieben. Der Autor beschreibt ...

"Der Bergbrenner" von Hubert S. Ilsander beginnt in der Jugend des Bergbrenners und erklärt, wie er zu diesem Beruf gekommen ist. Später wird es in Tagebuchform weitergeschrieben. Der Autor beschreibt seine Arbeit als Bergbrenner, Wurzengraber und seine Nebentätigkeit als Musikant. Dabei verdeutlicht er, wie hart die Arbeit als Bergbrenner ist, er berichtet vom Instandhalten der Hütten, des Brennvorganges und vergißt dabei nicht, auch die schönen Begegnungen mit der Natur zu erwähnen. Auch die Begegnungen mit den Touristen sind sehr humorvoll beschrieben.

Dieses Buch ist keine "leichte Kost", welche man so nebenbei lesen sollte. Man muß es auf sich wirken lassen. Streckenweise ist es sehr witzig zu lesen, an anderen Stellen doch eher langatmig.

Veröffentlicht am 22.01.2017

Gut

Flaschendrehen furioso
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Drei Paare und ein Single auf dem Weg in den Urlaub. Aus München: Carlo, seine Schwester Elli und seine Freundin Anna, aus Berlin Lutz und Tina und aus Leipzig Heiko und Sandra. Sie alle sind auf dem Weg ...

Drei Paare und ein Single auf dem Weg in den Urlaub. Aus München: Carlo, seine Schwester Elli und seine Freundin Anna, aus Berlin Lutz und Tina und aus Leipzig Heiko und Sandra. Sie alle sind auf dem Weg nach Italien, in ihre Traumferienvilla. Was sie nicht ahnen: Sie wollen alle in die gleiche Villa. Schon auf der Autobahn geraten Heiko und Carlo aneinander. Als sie nach und nach an der Villa ankommen, beginnt das Chaos, denn die unterschiedlichen Charaktere passen so gar nicht zueinander. Als durch einen Unfall Annas im Boden versteckte 2 Millionen Euro gefunden werden, kommt es zu diversen Spannungen. Doch so nach und nach kommen sich alle näher, es gipfelt in einem abendlichen Flaschendrehen. Danach ist nichts mehr, wie es war. Die Paare Heiko und Sandra sowie Carlo und Anna stellen fest, daß sie den Partner des jeweils anderen viel interessanter finden und ihre eigenen Partnerschaften eigentlich am Ende sind. Als der nichtsahnende Besitzer der Villa anreist, gibt es einige Überraschungen...
Mit diesem Buch ist John Friedmann wohl der Durchbruch als Autor gelungen! Ein Buch, das sehr viel Humor aufweist, mit den Klischés der Personen spielt, diese sich aber entwickeln läßt. Bis es zum Schluß nachdenklich wird. Denn das Ende ist eine absolute Überraschung!
Ich hoffe, es folgen noch viel Bücher von John Friedmann!

Veröffentlicht am 22.01.2017

Solide

Tod im Wasser - Ein Aachen - Krimi
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Sirka Ehrenpreis hält sich nach ihrer Scheidung mit dem Job als Privatdetektivin finanziell über Wasser. Sie versucht es jedenfalls, denn die Zahlungsmoral ihrer Klienten, die sie hauptsächlich zum Auffinden ...

Sirka Ehrenpreis hält sich nach ihrer Scheidung mit dem Job als Privatdetektivin finanziell über Wasser. Sie versucht es jedenfalls, denn die Zahlungsmoral ihrer Klienten, die sie hauptsächlich zum Auffinden ausgerissener Haustiere engagiert, ist, genau wie die ihres Ex-Mannes, nicht die Beste. Eines Abends steht ihre Nachbarin vor der Tür und meldet ihr eine Leiche im Aachener Geldbrunnen. Sirka nimmt sich des Falles an und hilft Hauptkommissar Klausen sehr dabei, den Fall zu lösen.
Die Autorin hat mit "Tod im Wasser" einen Krimi geschaffen, der sehr viel Lokalkollorit aufweist. Man sieht Aachen förmlich beim Lesen vor sich. Der Krimi ist leicht und flüssig zu lesen. Die Hauptpersonen sind wunderbar dargestellt und kommen sehr sympathisch rüber!
Für Regio-Krimi-Fans ein Muß!