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Veröffentlicht am 17.07.2020

Spannend bis zur letzten Seite

Der Behüter: Thriller
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„Der Behüter“ von Catherine Shepherd, Kafel-Verlag, habe ich als Taschenbuch mit 320 Seiten gelesen, die in 56 Kapitel eingeteilt sind. Es ist der 5. Fall für Laura Kern. Das Buch ist in sich abgeschlossen ...

„Der Behüter“ von Catherine Shepherd, Kafel-Verlag, habe ich als Taschenbuch mit 320 Seiten gelesen, die in 56 Kapitel eingeteilt sind. Es ist der 5. Fall für Laura Kern. Das Buch ist in sich abgeschlossen und man muss nicht unbedingt die Vorgänger gelesen haben, was ich aber empfehlen würde, da diese auch sehr spannend sind.

Vor dem Krankenhaus wird eine tote junge Frau gefunden, die erst kürzlich Patientin war. Eine weitere Frau ist aus der Klinik verschwunden. LKA-Ermittlerin Laura Kern findet heraus, dass beide von ihren Lebensgefährten misshandelt wurden. Es wird eine weitere Tote gefunden und Vermisste gesucht. Mit ihrem Partner Max Hartung geht sie den zuerst wenigen Spuren nach. Nur ein undeutliches Überwachungsvideo zeigt den Täter. Lauras Freund Taylor, der bei der Polizei arbeitet, ist dabei sehr hilfreich, da der Fall auch seine Arbeit kreuzt. Die Ermittlungen führen vom Yogakurs bis hin ins Prostituiertenmilieu. Es gibt mehrere Verdächtige. Und immer, wenn man sicher ist, den Täter zu kennen, kommt es wieder anders.

Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Die Kapitel sind recht kurz mit Cliffhanger, sodass man unbedingt weiterlesen muss. Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Man erfährt etwas Privates aus Laura’s Leben und auch kurz über Max‘ Eheleben. Ebenso wird aus der Perspektive der Opfer und des Täters geschrieben, was sehr dramatisch und traurig ist.
Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und auch sonst fühlte ich mich immer mitten im Fall und habe mitgefiebert und mitgelitten.
Wie immer ist der Schreibstil fesseln und überzeugend.

Das Cover passt super zu den anderen Büchern und hat somit einen sofortigen Erkennungswert.

Veröffentlicht am 13.07.2020

Sehr schöner Wüsten-Krimi

Mord im Mena House
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"Mord im Mena House" von Erica Ruth Neubauer habe ich als ebook mit 285 Seiten gelesen, diese sind in 42 Kapitel eingeteilt. Das Buch ist aus Jane Wunderly‘s Perspektive geschrieben und spielt im Jahr ...

"Mord im Mena House" von Erica Ruth Neubauer habe ich als ebook mit 285 Seiten gelesen, diese sind in 42 Kapitel eingeteilt. Das Buch ist aus Jane Wunderly‘s Perspektive geschrieben und spielt im Jahr 1926.

Gleich nach der Ankunft im Mena-House-Hotel gehen Jane und ihre Tante Millie an die Bar. Millie ist bestrebt, Jane zu verkuppeln. Chancen hat sie sofort genügend. Allerdings auch eine harte Konkurrentin in der jüngeren Amerikanerin Anna Stainton, die sich nicht die Show stehlen lassen will und alles versucht, um Jane aus dem Rennen zu bringen. Dabei ist Jane gar nicht auf der Pirsch und will nur den Urlaub und die Sehenswürdigkeiten Kairo’s genießen. Dann ist Anna tot und Jane hat sie gefunden. Schnell wird sie für die Polizei zur Hauptverdächtigen. Sie beginnt, selbst mehr herauszufinden und hat dabei einen engagierten Helfer, den gutaussehenden und sympathischen Mr. Redvers. Zusammen sind sie ein gutes Team, sie stoßen auf so einige Geheimnisse und bringen sich in gefährliche Situationen.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist spannend und auch etwas humorvoll, gerade bei den Gesprächen zwischen Jane und Redvers. Die Hauptcharaktere sind gut beschrieben. Jane ist eine aufgeschlossene junge Frau, die oft erst spricht und dann denkt. Sie ist praktisch veranlagt und mutig mit ihren Alleingängen. In ihrer Ehe hatte sie es nicht leicht, will sich aber auch nicht von ihrer Tante verkuppeln lassen. Tante Millie scheint ihr Leben zu genießen und kümmert sich nicht weiter um Jane, was ich natürlich nicht so toll fand. Aber auch dafür hatte sie gute Gründe.
Auch die Herren sind gut beschrieben, einige sehr sympathisch, andere weniger. Alle umweht der Hauch eines Geheimnisses.
Das Mena-House-Hotel ist ein wahrer Luxustempel, sehr bildhaft dargestellt. Man fühlt sich beim Lesen wie im Urlaub. Sehr interessant auch die Ausflüge zu den Pyramiden und anderen Attraktionen in der Wüste.
Das Lesen hat mir viel Spaß gemacht und ich würde gerne mehr von Jane’s Miss-Marple-Aktionen lesen, vielleicht wieder zusammen mit Redvers.
Das Cover ist sehr schön mit der eleganten jungen Frau im Vordergrund und hinter ihr das Hotel.

Veröffentlicht am 02.07.2020

Super spannend

Möwentod
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„Möwentod“ von Elias Haller habe ich als ebook mit 415 Seiten gelesen, diese sind in 92 Kapitel eingeteilt. Es ist der 2. Fall für Greta Silber & Hardy Finkel.

Der Einstig in das Buch ist schon sehr ...


„Möwentod“ von Elias Haller habe ich als ebook mit 415 Seiten gelesen, diese sind in 92 Kapitel eingeteilt. Es ist der 2. Fall für Greta Silber & Hardy Finkel.

Der Einstig in das Buch ist schon sehr spannend. Eine junge Frau möchte ein neues Leben beginnen.
Dann wird die Privatdetektivin Paulina Münzner in einem schäbigen Hotel in Stralsund umgebracht, als sie in das Zimmer eines Kriminellen eingebrochen ist.
Es geht rasant und dramatisch weiter, als KHK Greta Silber eintrifft, um den Tatort zu besichtigen. So hatte sie sich ihren Tag sicher nicht vorgestellt. Also wird ihr Kollege KHK Hardy Finkel vom Strand weg in den Dienst geholt, um den Fall zu übernehmen, weil der neue Staatsanwalt das so angeordnet hat.
Es geht etwas ruhiger mit Recherchearbeiten weiter, die es dann allerdings in sich haben. Es werden alte Fälle aufgedeckt, die mit dem aktuellen zusammenhängen, viele Befragungen durchgeführt. Dabei tauchen immer wieder neue Personen auf, die oft nur am Rande erwähnt und nicht besonders charakterisiert werden, was dann aber auch nicht schlimm ist.
Danach geht es rasant und sehr spannend voran.

Wenn man anfangs denkt, es geht nur um Drogenhandel oder andere kleinkriminelle Aktivitäten, wird man schnell eines Besseren belehrt. Der Fall zieht immer größere Kreise und wenn man denkt zu wissen, um was es geht, kommt es doch ganz anders.

In diesem Buch arbeiten Greta und Hardy nicht wirklich zusammen, jeder macht sein Ding und keiner ist dadurch immer auf dem Laufenden, was die Ermittlungen betrifft. Trotzdem sind sie recht effektiv und erfolgreich. Für die Spannung der Handlung ist das natürlich ein extra Kick, da die beiden immer etwas Neues herausfinden und auch selber in Gefahr geraten.
Für Privates bleibt wie immer keine Zeit. Hardy sucht eine Wohnung, muss aber Besichtigungstermine arbeitsbedingt immer wieder absagen. Greta’s Lebensgefährte Hannes tritt kaum in Erscheinung, er ist aber nicht glücklich darüber, dass er Greta kaum sieht.
Auch andere Hauptcharaktere sind gut herausgearbeitet. Einige kommen nicht so gut dabei weg, andere besser. Aber auch das kann täuschen.

Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Durch die relativ kurzen Kapitel und den guten Schreibstil ist ein zügiges Lesen möglich und natürlich auch wegen der spannenden Handlung. Das Thema, um das es letztendlich geht, ist einfach nur schockierend. Ich hoffe, dass es das nicht wirklich gibt, befürchte aber das Gegenteil.

Das ist wieder ein von Beginn an wahnsinnig spannendes, rasant und super geschriebenes Buch mit einem außergewöhnlichen Fall. Das Ende ist völlig unvorhersehbar und schlüssig.
Auch das Cover ist wieder sehr schön und passend.

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Veröffentlicht am 26.06.2020

Vor dem Sturm

Halligmord (Ein Minke-van-Hoorn-Krimi 1)
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„Halligmord“ von Greta Henning, Verlag Ullstein, habe ich als ebook mit 189 Seiten gelesen. Die Kapitel sind mit Datum und Uhrzeit überschrieben. Es ist der erste Fall für Minke von Hoorn.
Beim Postaustragen ...

„Halligmord“ von Greta Henning, Verlag Ullstein, habe ich als ebook mit 189 Seiten gelesen. Die Kapitel sind mit Datum und Uhrzeit überschrieben. Es ist der erste Fall für Minke von Hoorn.
Beim Postaustragen findet Jörg Schmidt angespülte Knochen auf Nekpen und informiert die neue Kommissarin Minke van Hoorn. Sie tritt nun in die Fußstapfen ihres vor fünf Jahren verunglückten Vaters, der auf der Insel sehr angesehen war und eine hohe Aufklärungsrate hatte. Da ihr Zwillingsbruder Bo Rechtsmediziner ist, bezieht sie ihn mit ein.
Die Identität des Skeletts ist schnell geklärt. Dann verschwindet David, der Sohn des alten Deichgrafen. Minke versucht, mehr über den tragischen Abend 1987 herauszufinden, dem Abend, als Hinnerk verschwand. Aber so richtig voran kommt sie nicht. Es scheint ein großes Geheimnis über der Insel zu schweben, welches sie lösen muss. Bei ihren Recherchen in den Polizei- und Zeitungsarchiven kommen interessante Dinge ans Licht, in die auch ihre Mutter involviert ist.
Auch gibt es einige Rückblicke in das Jahr 1987 und den letzten Abend von Hinnerk, was sehr interessant ist.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Durch die guten Beschreibungen der Landschaft und der Menschen war ich gleich mittendrin in der Handlung und konnte mir alles gut vorstellten.
Auch die Hauptcharaktere sind gut beschrieben. Minke und ihr Bruder (Ei)Bo sind zwar Zwillinge, aber sehr unterschiedlich. Während sie die Insel und die Natur liebt, ist Bo ein Stadtmensch.
Minke hat mir mit ihrer sehr direkten Art, die etwas unsensibel wirken kann, gut gefallen. Ihre Mutter Imma ist Therapeutin und versucht Minke seit dem Tod des Vaters zu therapieren, damit sie endlich an sein Grab geht.
David, der Sohn des letzten Deichgrafen, mag ich auch sehr. Er und Minke hatten sich ja schon am Abend vorher bei ihrer Antrittsparty angefreundet. Vielleicht wird mehr daraus.
Im Gegensatz dazu fand ich den Polizisten bzw. Assistenten Klaus sehr unsympathisch. Er hat schon unter Minke’s Vater gearbeitet und bereitet nun seine große Abschiedsparty vor. Er ist unzuverlässig, faul, Minke gegenüber respektlos und nennt sie Mäuschen, weil er sie schon seit Kindertagen kennt. Außerdem gibt er Interna an die Presse weiter, ohne sich etwas dabei zu denken. Ist wohl besser, dass er in Rente geht.
Aber auch solche Personen sind wichtig für ein gutes Buch.
Durch den sehr angenehmen Schreib- und Erzählstil konnte ich zügig lesen.
Auch das Cover ist sehr schön und man erkennt an dem einzelnen Haus schon die relative Einsamkeit und Abgeschiedenheit auf der Insel.
Da es der 1. Fall für Minke ist, freue ich mich auf die weiteren, dann mit der neuen Assistentin aus Stuttgart.

Veröffentlicht am 15.06.2020

Sehr spannend

Richter ohne Gnade - Ein Aachen Krimi (Hansens 4. Fall)
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„Richter ohne Gnade“ von Frank Esser habe ich als ebook mit 225 Seiten gelesen, diese sind in 49 Kapitel eingeteilt. Es ist ein Aachen-Krimi und Hansens 4.Fall. Obwohl die Vorkenntnis der anderen Bücher ...

„Richter ohne Gnade“ von Frank Esser habe ich als ebook mit 225 Seiten gelesen, diese sind in 49 Kapitel eingeteilt. Es ist ein Aachen-Krimi und Hansens 4.Fall. Obwohl die Vorkenntnis der anderen Bücher nicht notwendig ist, wäre es auf jeden Fall lohnenswert.
Der Drogenfahnder Jonas Behrend wird ermordet und verstümmelt auf dem Aachener Marktplatz gefunden. KHK Karl Hansen und sein Team nehmen die Ermittlungen auf. Es wird vermutet, dass er Kontakte zum Drogenbaron Dirk Kluge hatte, was ihm zum Verhängnis wurde. Nach und nach tauchen weitere Tote auf mit symbolischen Verstümmelungen. Der Täter scheint seine Opfer gut zu kennen und weiß um deren Verfehlungen.
Es geht sehr rasant voran mit immer wieder neuen Wendungen und Verdächtigen. Viele falsche Fährten werden gelegt und wenn man denkt, jetzt ist der Täter bekannt, hat man sich wieder getäuscht. Und am Ende ist es doch anders als gedacht.
Das Ermittlerteam ist sehr sympathisch, kompetent und effektiv. Es wird in viele unterschiedliche Richtungen ermittelt und man lernt auch die verschiedensten Familienverhältnisse kennen. Dabei kommt nicht nur Gutes heraus.
Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Teilst auch aus Sicht des Täters.
Durch den guten Schreibstil und den stetigen Spannungsaufbau war das Buch sehr zügig zu lesen.
Das Cover passt perfekt zu den Vorgängern der Aachen-Reihe.

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