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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.12.2020

Da hatte ich mehr erwartet

Elchtage
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Johanna ist dreizehn Jahre und das neue Schuljahr bringt viele Veränderungen. Im Gegensatz zu ihrer besten Freundin interessiert sich Johanna noch nicht für Jungs und mag sich auch nicht aufbrezeln, um ...

Johanna ist dreizehn Jahre und das neue Schuljahr bringt viele Veränderungen. Im Gegensatz zu ihrer besten Freundin interessiert sich Johanna noch nicht für Jungs und mag sich auch nicht aufbrezeln, um zur In-Gruppe zu gehören. Sie ist eher ein Naturmensch und streift allein durch die Wälder.

Johanna und ihre Art mochte ich sehr. Sie ist ein sehr sympathisches Mädchen, das sich nicht verbiegen will, nur um anderen zu gefallen.

Das Buch lässt sich flüssig lesen und die Sprache entspricht der Zielgruppe. Von der Thematik enthält die Geschichte alles für diese Altersgruppe … Tiere und Tierschutz, die schwierige Zeit zwischen nicht mehr Kind und noch nicht erwachsen sein, die ersten Schmetterlinge im Bauch und Sandkastenfreundschaft. Aber all diese Themen werden nur angerissen. Für mich lässt die Geschichte am Ende zu viel offen und das gefällt mir gerade bei einem Jugendbuch nicht wirklich.

Ich glaube aber, dass Mädchen (für Jungs ist es meiner Meinung nach eher nix) das Buch trotzdem gefallen könnte. Von mir gibt’s aber nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 11.11.2020

Kein Glattauer wie gewohnt

Die Liebe Geld
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Zu Beginn fand ich das Geschehen noch witzig, aber im weiteren Verlauf wurde es immer grotesker und entsprach nicht mehr meinem Humor. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es als Theaterstück mit der ...

Zu Beginn fand ich das Geschehen noch witzig, aber im weiteren Verlauf wurde es immer grotesker und entsprach nicht mehr meinem Humor. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es als Theaterstück mit der entsprechenden Gestik und Mimik durchaus seinen Reiz hat.

Die überzogene Darstellung ist ein heftiger Seitenhieb gegen die Kreditinstitute und soll deren Korruptheit und die Ohnmacht der Menschen ihnen gegenüber aufzeigen. Aber auch die Jagd der Menschen nach dem schnöden Mammon, über die andere Dinge wie Aufmerksamkeit und Liebe vergessen werden, wird einem vor Augen geführt.

Geschrieben ist es wie das Manuskript eines Theaterstücks inklusive Regieanweisungen. Deswegen handelt es sich überwiegend um Dialoge. Ungewöhnlich, aber ich fand es gut lesbar.

In der Regel schreibe ich in der Rezension nichts zu dem Preis-/Leistungsverhältnis, aber 18,00 € für gerade etwas mehr als hundert Seiten, diese auch noch mit großem Zeilenabstand, finde ich selbst für ein Hardcover zu viel.

Da mir die Geschichte zum Ende hin zu grotesk wurde und ich weiß, dass es Glattauer besser kann, gibt es von mir nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 27.08.2020

Verwirrspiel auf Spiekeroog

Mordsreise
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Es ist nicht der erste Fall, in dem Mia Magaloff als Privatperson involviert ist und ermittelt. Für mich ist es die erste Begegnung mit ihr. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, kann man die Bücher ...

Es ist nicht der erste Fall, in dem Mia Magaloff als Privatperson involviert ist und ermittelt. Für mich ist es die erste Begegnung mit ihr. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, kann man die Bücher auch unabhängig voneinander lesen.

Es ist erstaunlich, was sich alles aus einer gewonnen Reise mit unbekanntem Ziel ergeben kann. Ich muss ja sagen, wenn ich eine Freundin wie Gitti hätte, würde ich niemals (!!!!) mit ihr zusammen verreisen. Wahrscheinlich wäre sie schon nicht mehr meine Freundin. Diese Frau hat mich schon beim Lesen kirre gemacht.

Leider konnte ich auch mit den übrigen Charakteren nicht wirklich warm werden.

Gefallen haben mir die Beschreibungen der Insel Spiekeroog. Ich mag Krimis mit Lokalkolorit gerne lesen.

Der Schreibstil ist einfach, flott zu lesen und teilweise witzig.

Insgesamt erschien mir das Verwirrspiel mit den zahlreichen Beteiligten zu konstruiert. Mir fehlte da auch richtige Ermittlungsarbeit, so dass es von mir nur drei Sterne für diesen Insel-Krimi gibt.

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Veröffentlicht am 24.08.2020

Nur auf den ersten Blick ein aufregendes Abenteuer

Adresse unbekannt - Nominiert zum Deutschen Jugendliteraturpreis
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Nachdem Astrids Mutter gestorben ist, beginnt nach und nach der soziale Abstieg und zum guten Schluss lebt sie mit ihrem Sohn Felix in einem alten Minibus. Zu Beginn hört es sich für Felix wie ein tolles ...

Nachdem Astrids Mutter gestorben ist, beginnt nach und nach der soziale Abstieg und zum guten Schluss lebt sie mit ihrem Sohn Felix in einem alten Minibus. Zu Beginn hört es sich für Felix wie ein tolles Abenteuer an, aber nach einigen Monaten hat er die Nase gestrichen voll.

Astrid ist ein schwacher und labiler Charakter. Sie bringt sich und ihren Sohn mit ihrer Art immer wieder in Schwierigkeiten. Sie lügt, betrügt und stößt mit Worten und Taten nicht nur ihre jeweiligen Chefs sondern auch ihre Freunde vor den Kopf.

Ganz anders ihr Sohn Felix, der ein gesundes Unrechtsbewusstsein hat und nicht immer mit seiner Mutter einer Meinung ist.

Die Schreibweise ist dem Alter der Zielgruppe entsprechend, liest sich flüssig und ist durchaus auch humorvoll, obwohl es eigentlich eine traurige Geschichte ist.

Bei diesem Buch habe ich mich viele Seiten lang gefragt ob es sich für Kinder ab 10 Jahre wirklich eignet. Für ein Kinderbuch gefällt mir gar nicht, dass Astrid mit ihren Lügen, Betrügereien und Diebstählen durchs Leben kommt, ohne großartig bestraft zu werden. Mit zehn Jahren lesen die Kinder Bücher bereits selbständig, so dass man als Elternteil hier keine Aufklärung leisten kann.

Die positive Botschaft zum Ende wie wichtig Werte wie Hilfsbereitschaft und Freundschaft sind, hat mich etwas mit dem Buch ausgesöhnt. Aufgrund meiner oben genannten Kritik kann ich nicht mehr als drei Sterne vergeben.

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Veröffentlicht am 20.08.2020

Selbst für einen Sommerroman zu seicht für mich

Die Liebe fällt nicht weit vom Strand
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Ehrlich gesagt, habe ich mich hauptsächlich aufgrund des schönen Covers für das Buch entschieden und hin und wieder lese ich auch einen schönen Sommerroman gerne.

Sophie hat einen großen Traum, aber sie ...

Ehrlich gesagt, habe ich mich hauptsächlich aufgrund des schönen Covers für das Buch entschieden und hin und wieder lese ich auch einen schönen Sommerroman gerne.

Sophie hat einen großen Traum, aber sie unternimmt nicht viel, um diesen zu verwirklichen. Sie verharrt in einer Beziehung, die ihr nicht guttut und macht einen Job, der nicht ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht. Ist es eine Komfortzone, in die sie sich eingerichtet hat und die sie nicht verlassen will? Ich weiß es nicht. Aber wie das Leben so spielt, ereignet sich ein Zufall nach dem nächsten und krempelt ihr Leben komplett um.

Mit Sophie konnte ich nicht warm werden. Ihre Entscheidungen schienen mir nicht ihrem Alter entsprechend. Ihre Kommunikation mit ihrem „Bauch“ fand ich ja ganz witzig, aber auf Dauer war es mir einfach too much.

Aufgrund des lockeren und teils witzigen Schreibstils kam ich gut im Buch voran. Leider wies die Geschichte nach einem guten Start einige Längen auf und war hie und da ziemlich unrealistisch.

Leider konnten die guten Passagen nicht darüber hinwegtäuschen, dass mir das Buch selbst für einen Sommerroman zu seicht war. Daher gibt’s von mir nicht mehr als drei Sterne.

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