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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.04.2017

Ein spannender Thriller mit besonderen Charakteren

Ragdoll - Dein letzter Tag (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 1)
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Zusammenfassung. In „Ragdoll“ lernen wir einen sehr speziellen Detective kennen, der in London eine Reihe ungewöhnlicher Morde aufklären muss. Dabei ist der Druck höher als üblich, denn am Ende der vom ...

Zusammenfassung. In „Ragdoll“ lernen wir einen sehr speziellen Detective kennen, der in London eine Reihe ungewöhnlicher Morde aufklären muss. Dabei ist der Druck höher als üblich, denn am Ende der vom Killer verfassten Liste steht der Todeszeitpunkt des Ermittlers selbst...

Erster Satz. Samantha Boyd duckte sich unter dem flatternden Absperrband und blickte zur Statue der Justitia oben auf der Kuppel von Old Bailey hinauf, dem berühmtesten Londoner Gerichtsgebäude.

Cover. Obwohl ich das Cover schon auf den ersten Blick ansprechend fand, muss ich nun, nachdem ich auch das zugehörige Buch gelesen habe, doch ein wenig Kritik üben: Denn den Zusammenhang mit dem Inhalt sehe ich nicht wirklich. Das finde ich immer etwas schade, denn es hätte sicherlich viele Optionen gegeben, ein düsteres, ansprechendes Cover zu wählen, das im Zusammenhang mit dem Inhalt steht. Doch trotzdem verfehlt es sein Ziel nicht und spricht so sicherlich auch im Vorübergehen Leser an.

Inhalt. Die Idee hinter der Handlung hat mir sehr gut gefallen, auch weil ich echt nicht darauf gekommen bin, wie die Auflösung nicht nun gestalten mag. Der Teil verdient also ein ganz eindeutiges Plus. Auch teils absurde, witzige Handlungsentwicklungen haben mir ziemlich gut gefallen.
Leider gab es auch die ein oder andere Stelle, an der ich das Buch auf den Tisch geworfen und meinen Freund durch laute Ausrufe im Stil von „Was soll denn DAS jetzt?!“ erschreckt habe.

Personen. Wirklich, wirklich gut waren an den vorkommenden Figuren die völlig verschiedenen Charakterisierungen. Es gab so viele verschiedene Personen, die man alle auf unterschiedliche Weisen ins Herz schließen konnte, die alle ihre eigenen Macken und ihre eigenen Fehler hatten und, wenn man vielleicht auch nicht so gehandelt hätte wie sie, doch glaubwürdig waren.
Mein persönlicher Held war Edmunds, und zwar von vorn bis hinten. Mit ihm konnte ich mich am meisten identifizieren und ich fand seine Haltung bewundernswert, doch auch weniger sympathische Figuren (wie beispielsweise Wolfs Ex Andrea) sind irgendwie überzeugend.

Fazit. Das hier ist wahrscheinlich nicht der beste Thriller, den ich jemals gelesen habe, aber er ist auch nicht unendlich weit davon entfernt. Spannend ist er auf jeden Fall, teils ein wenig unheimlich und mit Figuren, mit denen es wirklich nicht langweilig wird. Also im Ganzen auf jeden Fall eine Empfehlung wert!

Veröffentlicht am 31.03.2017

Er ist Lost in Fuseta, ich bin gefangen in der Geschichte

Lost in Fuseta
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„Das war ein Scherz“, sagte Leander aufgeregt. „Hat er funktioniert?“ (S.383)

Zusammenfassung. In „Lost in Fuseta“ begleiten wir die Ermittler eines portugiesischen Ortes bei den Ermittlungen in einem ...

„Das war ein Scherz“, sagte Leander aufgeregt. „Hat er funktioniert?“ (S.383)

Zusammenfassung. In „Lost in Fuseta“ begleiten wir die Ermittler eines portugiesischen Ortes bei den Ermittlungen in einem Mordfall, der einige Fragen aufwirft; und lernen mit ihnen zusammen den seltsamen neuen Kollegen aus Deutschland kennen, der im Rahmen eines EU-Austauschprogramms ein Jahr bei ihnen in Fuseta leben und arbeiten wird. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten gelingt es der ungleichen Truppe, sich zusammen zu raufen und gegen gemeinsame Gegner vorzugehen.

Erster Satz. Es war einer dieser Tage, der so verheißungsvoll begonnen hatte, dass man fürchtete, es müsse zwangsläufig etwas dazwischenkommen.

Cover. Das Cover hat mich jetzt nicht vom Hocker gehauen, aber es ist schon ganz hübsch. Lust auf Urlaub an der portugiesischen Küste macht es auf jeden Fall. Nettes Feature: die Landkarten in den Innenseiten des Einbands, die ein klein wenig mehr der Gegend vor Augen führt.

Inhalt. Ich muss ehrlich sagen, ich hatte bei einem Krimi etwas anderes erwartet, und in anderer Stimmung würde mein Urteil vielleicht auch anders ausfallen. Denn eines habe ich festgestellt: Für mich war der ganze Roman eher einer, in dem es um Menschen im Allgemeinen und unseren Leander Lost im Besonderen ging, als ein „echter“ Krimi. Der Mordfall und alles, was damit zusammenhing, war zwar durchaus spannend und unterhaltsam, aber was mich wirklich gepackt hat, das war alles dazwischen.
Denn während ich die persönlichen Entwicklungen sehr geschätzt habe, konnten mich die ermittlerischen Wendungen nicht immer überzeugen. Irgendwie war mir häufig alles zu einfach (oder sie haben es nur einfach zu einfach gesehen). In jedem Fall, hätte ich einen Krimi gewollt, der durch Verbrechen und Ermittlungen spannend ist, dann wäre ich vermutlich enttäuscht gewesen.

Personen. Fast alle Charaktere haben mir gut gefallen, wobei hier natürlich einige herausstechen. Zum einen die portugiesischen Ermittler Graciana und Carlos, die beide auf ihre eigene Art sympathisch sind (wenn sie sich auch ermittlerisch hin und wieder das Leben ein wenig zu leicht gemacht haben); Gracianas Schwester Soraia, die ein beeindruckendes Gespür im Umgang mit Leander Lost an den Tag legt; die verletzte, starke Zara; und natürlich der titelgebende Leander Lost himself.
Gemocht habe ich ihn von Anfang an, und kann stolz behaupten, dass ich schon vor den Ermittlern auf sein Geheimnis gekommen bin. Hier haben wir auch wieder einen Pluspunkt des Krimis, der mir sehr gut gefallen hat: in den ersten Kapiteln wird Leanders Hintergrund so eindeutig und doch so in die Geschichte eingebunden geschildert, dass alles so gut passt, glaubwürdig ist und mich wirklich begeistert hat. Ich weiß natürlich nicht, wie realistisch das alles tatsächlich ist, aber das ist mir jetzt auch gar nicht so wahnsinnig wichtig.

Zitate. […] „Dann wirst du sehr wahrscheinlich ums Leben kommen.“
„Das ist ja tröstlich.“
Mit einem Mal wurde Losts Gesicht durch ein Lächeln dominiert, er beugte sich neugierig zu ihr vor.
„War das Ironie?“
„Natürlich. Ich finde es nicht sehr tröstlich, wenn ich sterben muss.“
Er strahlte. (S.320)

Fazit. Nach „Lost in Fuseta“ bin ich völlig angefixt und freue mich echt wahnsinnig auf einen Nachfolgerteil (der auf der Rückseite durch den Satz „Der brillante Start einer Krimireihe um Leander Lost“ angedeutet wird). Ich werde ihn nicht lesen, wenn ich einen brutal spannenden Krimi-Krimi lesen möchte, aber werde dafür eine Menge Spaß mit einem Haufen liebenswerter Charaktere haben, die sich nur hin und wieder ihr Leben ein bisschen leicht gemacht und alles ziemlich schwarz und weiß gesehen haben.

Veröffentlicht am 10.03.2017

Eine Geschichte, so süß wie die Marmeladen, die sie enthält

Das Brombeerzimmer
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„In den süßesten Früchten steckt ein Geheimnis.“

Zusammenfassung. Nora trauert noch um ihren Mann, als sie einen Brief entdeckt, der darauf hindeutet, dass er Kontakt zu einer bis dahin unbekannten Großtante ...

„In den süßesten Früchten steckt ein Geheimnis.“

Zusammenfassung. Nora trauert noch um ihren Mann, als sie einen Brief entdeckt, der darauf hindeutet, dass er Kontakt zu einer bis dahin unbekannten Großtante hatte, kurz vor seinem Tod. Kurzentschlossen fährt sie Richtung Ostsee, und findet sich prompt in wilde Familiengeschichten verwickelt…

Erster Satz. Der Duft von Holunder zieht durch das Haus.

Cover. Ich mochte das Cover schon optisch sehr, aber als ich das Buch dann in den Händen hielt, stellte ich fest: Es fasst sich auch richtig gut an! Eine der glatten Brombeeren auf der Rückseite dürfte inzwischen richtiggehend abgegriffen sein, weil ich immer wieder mit dem Zeigefinger darüber gefahren bin, während ich las.

Inhalt. Von Anfang an war ich eher zwiegespalten: Der Klappentext suggeriert für meinen Geschmack eine überaus kitschige, von Klischees übersättigte Geschichte. Die Leseprobe hat mir dann aber doch wahnsinnig gut gefallen, die folgenden Kapitel waren dann jedoch die klischeelastigen Passagen, die ich befürchtet hatte. Gegen Ende gefiel es mir wieder besser, jedoch nahm die Aufdeckung der brisanten Familiengeheimnisse so wenig Raum ein, dass man damit eigentlich kaum werben darf – so finde ich jedenfalls. Überhaupt wirkte das Ende ein bisschen plötzlich, als hätte sich die Autorin 400 Seiten als Ziel gesetzt und wäre davon überrascht gewesen, wie schnell sie dort angekommen war.
Ein weiterer Punkt, über den ich bisweilen gestolpert bin, waren logische Lücken. Da zieht Nora erst eine Schürze an und geht dann doch einkaufen – aber wahrscheinlich passiert sowas einfach manchmal und die meisten Fälle habe ich auch schon wieder vergessen.

Personen. Die vorrangig auftretenden Figuren sind wahnsinnig sympathisch und laden zum Mitfühlen ein, allerdings sind sie sich alle auf eine Weise ähnlich: Sie sind so perfekt. Und so toll. Und sie haben kaum Ecken und Kanten, das hat mir echt gefehlt.
Auf der anderen Seite hat man die Unsympathen, die auch vor allem einfach nur das sind: unsympathisch, brutal, grausam, und vor allem einseitig.
Diese vergleichsweise wenig ausgewogenen Charakterisierungen machen das Buch seichter als es eigentlich sein müsste.

Zitate. „Trauern erfordert Mut, Nora.“ (S. 45)
„Nicht weinen.“ Ich blinzle die Träne weg. „Dagegen kann ich gar nichts machen. Es passiert von ganz allein.“ (S. 81)

Fazit. Es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen, aber es war nicht das berührende, besondere Buch, das ich erhofft hatte. Dazu war es zu seicht und zu sehr Klischee (und die Sätze über Depressionen, die am Rande mal fallen, haben mich noch dazu sehr irritiert).
Mein Fazit findet sich schon in der Titelzeile: Die Geschichte ist süß, aber nichts Handfestes, was sich für meinen Geschmack für eine ernsthafte Mahlzeit eignet. Aber Geschmäcker sind verschieden, und sicherlich wären manche mit Marmelade glücklich, wenn ich in der gleichen Situation eine große Portion Spaghetti Carbonara präferieren würde.

Veröffentlicht am 20.02.2017

Eine kurze Lektüre mit erstaunlich erhellenden Wahrheiten

Der Mann, der Luft zum Frühstück aß
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„Dennoch, so erfunden das Ganze ist, so wahr ist es auch.“ (S. 112)

Zusammenfassung. Walerian nimmt uns mit durch die stürmische Zeit seines Erwachsenwerdens: Schon früh von seiner Mutter „entführt“ (nicht ...

„Dennoch, so erfunden das Ganze ist, so wahr ist es auch.“ (S. 112)

Zusammenfassung. Walerian nimmt uns mit durch die stürmische Zeit seines Erwachsenwerdens: Schon früh von seiner Mutter „entführt“ (nicht meine Worte!) aus der Heimat Polen nach Österreich schlägt er sich auf kreative Art und Weise durch und versucht sich schließlich an der Reparatur seiner selbst – dabei gelingen ihm Erkenntnisse, die sich durchaus lesenswert erweisen.

Erster Satz. Niemand wusste so richtig, was im Kopf meiner Mutter vorging.

Cover. Ehrlicherweise muss ich sagen, dass mich das Buch vom Cover her erstmal so gar nicht angesprochen hat. Es war mehr der Zufall, der mich hat reinlesen (und nicht mehr aufhören wollen) lassen. Also, falls jemand sich vom Cover abgeschreckt fühlt: Gebt dem Buch eine Chance, das lohnt sich wirklich.

Inhalt. Als Schüler hat unser Protagonist erkannt: „Schnelligkeit ist gut für Atome, aber nicht für die Wesen, die aus ihnen bestehen.“ (S. 68). Gemessen an dieser Erkenntnis stecken in „Der Mann, der Luft zum Frühstück aß“ beeindruckend viele Handlungen auf beeindruckend wenigen Seiten: ich habe die Lektüre an einem Abend nach einem langen Lernnachmittag begonnen und plötzlich war sie auch wieder vorbei.
Diese schiere Fülle an klugen Worten hat es mir persönlich zwischenzeitlich schwer gemacht, einen Zugang zu finden zu all den Dingen, die Walerian dem gewissenhaften Leser mit auf den Weg geben kann – und vielleicht ist der Abend eines langen Tages auch einfach der falsche Moment für ein Buch von solcher Fülle. Daher meine Empfehlung: genügend Ruhe mitbringen, um diese Erzählung genießen zu können. Sie ist es wert.

Personen. Die Kürze des Textes lässt schon entsprechende Rückschlüsse zu: Die neben Walerian auftauchenden Charaktere dienen hauptsächlich der Handlungsentwicklung und werden auch nahezu ausschließlich nicht tiefer gehend entwickelt, aber das braucht es auch gar nicht.
Denn der wichtigste, Protagonist Walerian, personifiziert Dinge, von denen ich im Vorfeld nicht einmal wusste, dass ich sie so empfinde: Er thematisiert Heimatlosigkeit, gefühlte wie tatsächliche, die Absurdität aktueller Technologie, und er handelt, wie ich mir manchmal wünschen würde zu handeln. Ein Protagonist, von dem ich nicht wusste, dass ich ihn gebrauchen konnte.

Zitate. Beim Eingießen musste ich an die Alkoholindustrie denken, die Milliarden damit machte, weil zwei Menschen aus Lampenfieber ein volles Glas brauchten, an das sie sich klammern konnten. (S. 66)
Ich wurde schon mit zwölf aus dem Fenster gestoßen. Und seitdem falle ich. Tag und Nacht. Egal, was ich tue. Sogar jetzt, während ich hier sitze, bin ich am Fallen. (S. 119)

Fazit. So sehr mich das Cover abgeschreckt hat, so sehr habe ich diese Erzählung gemocht. Trotz ihrer Kürze (ja, ein oder zweimal schon erwähnt, aber länger wär halt echt ganz schön gewesen!) hat sie mich auf subtile Art und Weise berührt und zugleich humorvoll unterhalten, und was wünscht man sich mehr?

Veröffentlicht am 16.02.2017

Aktueller, ruhiger Krimi mit brisanten Wendungen

Gefährliche Ernte
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„Verräterische Ruhe, was Haziem“, sagte Perez […].
„Gefährliche Ernte“, antwortete Haziem und deutete auf die abgeernteten Rebstöcke.

Zusammenfassung. Der Sommer könnte so schön sein für Syracuse Perez ...

„Verräterische Ruhe, was Haziem“, sagte Perez […].
„Gefährliche Ernte“, antwortete Haziem und deutete auf die abgeernteten Rebstöcke.

Zusammenfassung. Der Sommer könnte so schön sein für Syracuse Perez – wenn nicht die ganzen Touristen wären. Und der Kerl, den seine Tochter heiraten will. Und dann auch noch ein Toter im Weinberg seines Vaters, der die Ermittlungen in Richtungen führt, die Perez so gar nicht gefallen! Immerhin kann er letztere Probleme angehen und so verfängt er sich bald in dramatischen Familiengeschichten, die bis in die höchsten Ebenen nationaler Politik führen.

Erster Satz. August an der Côte Vermeille.

Inhalt. Dieser Roman ist nicht nur ein Südfrankreich-Krimi, er greift ganz aktuelle Brennpunkte unserer Gesellschaft auf, was ich ihm hoch anrechne.
Perez muss im Laufe seiner Ermittlungen feststellen, dass sehr vieles zusammenhängt von dem, was um ihn herum passiert – so wirklich richtig spannend wird das allerdings erst auf den letzten knapp hundert Seiten, das hätte meinetwegen auch schon deutlich eher passieren können.
Die Parallele, die sich im Laufe der Geschehnisse zwischen dem Fall und Perez‘ Privatleben auftut, war mir ein wenig zu offensichtlich, aber damit habe ich meine zwei Kritikpunkte auch schon abgehakt; abgesehen davon hat mich der Krimi über seine knapp 350 Seiten sehr gut unterhalten und auch immer wieder überrascht.

Personen. Vor allem dreht sich dieser Roman naturgemäß um Perez, dessen Sichtweise auf verschiedene Dinge sich im Verlauf der Geschichte gravierend ändert – diese Änderungen fand ich überzeugend und nachvollziehbar beschrieben. Überhaupt ist er ein ganz und gar sympathischer, eigenwilliger Charakter, mit dem ich gut mitfühlen konnte (auch wenn ich, fünfunddreißig Jahre jünger, bei weitem nicht so draufgängerisch unterwegs bin).
Von den restlichen Charakteren ist mir vor allem Haziem im Gedächtnis geblieben, dessen Vorgeschichte ihn noch mehr mit dem, was passiert, verknüpft, und wegen dem ich das ein oder andere Mal doch sehr schlucken musste.
Doch auch der Rest der Figuren blieb keineswegs farblos, und vor allem: Kaum jemand war durch und durch gut oder böse, alle waren in Graustufen gezeichnet und (fast) alle dadurch auf irgendeine Art und Weise nachvollziehbar.

Zitate. „Ich möchte mich bei dir bedanken. Das war ein harter Tag für dich.“ […]
Haziem sah ihn nicht an, er trat von einem Fuß auf den anderen.
„Darf ich dich umarmen?“ fragte Perez leise. (S. 270/271)
„Verräterische Ruhe, was Haziem“, sagte Perez und griff nach der Hand seines Freundes.
„Gefährliche Ernte“, antwortete Haziem und deutete auf die abgeernteten Rebstöcke. (S. 345)

Fazit. Zwischendurch war mir dieser Krimi zu langsam, zu ruhig und es passierte mir zu wenig. Mit den Seiten habe ich das jedoch schätzen gelernt und hatte Spaß an der Atmosphäre, am südfranzösischen Flair und an den langsam aber sicher spannender werdenden Geschehnissen.
Wer jedoch gern seine Augen vor aktuellen Problemen verschließt, sollte die Finger hiervon lassen – für mich war das ein absoluter Pluspunkt.