Ein Buch, das meine Augen zum Weinen und mein Mund zum Lachen gebracht hat
What if we DrownDas Buch „What if we drown“ hat mich von den ersten Seiten an total mitgenommen. Durch den flüssigen Schreibstil leitet die Autorin Sarah Sprinz den Leser durch die Geschichte von Laurie. Doch das Buch ...
Das Buch „What if we drown“ hat mich von den ersten Seiten an total mitgenommen. Durch den flüssigen Schreibstil leitet die Autorin Sarah Sprinz den Leser durch die Geschichte von Laurie. Doch das Buch enthält eine Ernst zu nehmende Triggerwarnung, da sie Themen wie Trauer, den Konsum von Suchtmitteln und damit verbundene Gefahren sowie den Tod von nahestehenden Personen anspricht.
Laurie nimmt uns mit auf ihre Flucht aus Toronto in ihr neues Leben in Vancouver an der Westküste Kanadas. Dort beginnt sie ein Medizinstudium, nicht zuletzt auch um den Wunsch ihres verstorbenen Bruders Austin zu erfüllen. Zeitnah treten die beiden Charaktere Emmett und Hope auf, die Laurie super aufnehmen und in ihren Freundeskreis integrieren. Zwei locker, aufmerksame Mitbewohner, die sich jeder wünschen würde. Ihre Präsenz nimmt im Laufe des Buches ab, jedoch dürfen wir uns in den zwei folgenden Bänden auf ihre Geschichte freuen. Eine gute Entscheidung, denn sie sind dem Leser bereits aufgrund ihrer liebevollen Art sehr ans Herz gewachsen.
Schließlich trifft Laurie auf Sam, mit dem sie mehr verbunden ist, als ihr anfangs bewusst ist. Er ist der zweite Hauptcharakter der Geschichte. Auch Amber, Cole, Teddie und Kian sind Freunde, die Sarah Sprinz sehr authentisch darstellt. Nicht nur einmal fühlte ich mich, als säße ich mit ihnen am Tisch und war Teil ihres Freundeskreises.
Bemerkenswert sind die Worte, mit der Sarah Sprinz ihre Geschichte schmückt. Auf der einen Seite wertet sie mit neckischen Zitaten und Sprüchen den Schreibstil in eine junge Sprache auf. Die vielen Adjektive geben Details wieder und lassen mir als Leser die Atmosphäre vor Augen führen und schmunzeln. Dann schreibt sie auf der anderen Seite so bewegend und echt, das dem Leser die Tränen kommen. Ernste Themen werden in den laufenden Roman eingebunden, lehren aber auf gewisse Weise dem Leser über diese Dinge nachzudenken. Toll, wie die Autorin dies umsetzt, denn als New Adult spricht sie ja genau diese junge Zielgruppe an.
"What if we drown" ist ein Buch, das mir sehr ans Herz gewachsen ist. Neben all den Büchern, die man aus reiner Neugierde liest, ist dieses eine perfekte Mischung aus Aufklärung, Liebesgeschichte und Trauerbewältigung. Schmerz erleben wir früher oder später alle, aber damit umzugehen zu wissen, lässt uns erst weiterleben. Ein sehr zu empfehlendes Buch, was jeder Bücherwurm mindestens einmal gelesen aben muss!
Und für Neugierige, die weiteren Bände „What if we stay“ und „What if we trust“ erscheinen in naher Zukunft – also noch schnell auf den Wunschzettel !