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Veröffentlicht am 25.02.2021

Die Gabe des Bienenjungen

Das Flüstern der Bienen
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Zum Inhalt:
Die alte Nana Reija genießt ihren Lebensabend in ihrem Schaukelstuhl vor der Hütte, doch etwas lässt sie eines Tages zum Fluss unter der Brücke gehen, dort macht sie eine seltsame Entdeckung. ...

Zum Inhalt:
Die alte Nana Reija genießt ihren Lebensabend in ihrem Schaukelstuhl vor der Hütte, doch etwas lässt sie eines Tages zum Fluss unter der Brücke gehen, dort macht sie eine seltsame Entdeckung. Ein neugeborener Junge übersät mit lauter Bienen und wie durch ein Wunder ist er unversehrt, bis auf eine Missbildung. Zunächst sind die abergläubischen Dorfbewohner vom mexikanischen Dorf Linares misstrauisch. Simonopio wird der Junge liebevoll von Nana Reija und den Besitzern der Hazienda, Beatriz und Francisco Morales, genannt und erhält bei ihnen samt den Bienen ein Zuhause. Zwar wird er wegen seine Missbildung nie sprechen können und doch versteht er mehr von der Natur als alle anderen. Während die Revolution, die spanische Grippe und die Gesetze den Menschen das Leben erschweren ist es Simonopio, der mit seiner Gabe seinen Paten und den Bewohnern der Hazienda das Leben und die Existenz rettet. Doch es droht Gefahr und Simonopio weiß nicht ob er sie abwenden kann.

Meine Meinung:
Auf dem Cover bestimmen Orangen und ihre Blüten, die Bienen anziehen, das Bild und ist gut zu dem Inhalt gewählt. Geschrieben ist das Ganze wie eine Geschichtenerzählung schlicht, wortgewandt und interessant, teilweise aus dem Auge eines Betrachters teilweise aus der Sicht des Sohnes der Morales. Dadurch waren Sprünge in verschiedenen Begebenheiten vorprogrammiert und erhöhten die Spannung, wollte ich doch unbedingt wissen wie es weitergeht, egal welches Ereignis gerade erzählt wird.
Simonopio ist mir ans Herz gewachsen mit seiner ruhigen und naturverbundenen Art, mit der er es schaffte, dass seine Paten seinem Urteil vertrauten. Auch die Gutsbesitzer Beatriz und Francisco Morales konnten mich für sich einnehmen, gaben Sie doch diesen ungewöhnlichen Jungen ein Zuhause, waren sich ihrer Verantwortung gegenüber ihren Angestellten bewusst und behandelten sie gut. Nana Reija spielte eher eine Nebenrolle wie sie stets tagein, tagaus fest in ihrem Schaukelstuhl saß. Hauptsächlich geht es um die Hazienda und ihre Bewohner, die sich freuen können das Simonopio zu ihnen gehört. Natürlich darf auch der Bösewicht in Form des Arbeiters Espiricueta nicht fehlen, der nur auf seine Gelegenheit wartet. Dies wird immer wieder erwähnt und so weiß man, dass irgendwas passieren wird. Durchweg konnte mich die mexikanische Autorin Sofia Segovia mit ihrer Geschichte in ihren Bann ziehen, allerdings habe ich mir das Ende etwas anders vorgestellt und so schließe ich mit einem Zitat von Simonopio: „ Hör genau hin und gib Acht was das Leben dir sagt.“

Fazit:
Eine außergewöhnliche, wunderbare Erzählung die mich in ihren Bann gezogen hat.

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Veröffentlicht am 22.02.2021

Ein Spiel mit der Macht

Der Fall des Präsidenten
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Zum Inhalt:
Der ehemalige US-Präsident Douglas Turner reist nach Griechenland um dort einen Vortrag zu halten. Doch bereits am Flughafen erwartet ihn eine böse Überraschung. Mit den Worten: „ Ich verhafte ...

Zum Inhalt:
Der ehemalige US-Präsident Douglas Turner reist nach Griechenland um dort einen Vortrag zu halten. Doch bereits am Flughafen erwartet ihn eine böse Überraschung. Mit den Worten: „ Ich verhafte Sie im Auftrag des Internationalen Strafgerichtshofs wegen Kriegsverbrechen“ wird er in Haft genommen, mit dabei Dana Marin als Vertreterin des Internationalen Strafgerichthofs (International Criminal Court (ICC)). Sofort geht ein Video über die Szene in den Medien herum. Ein Aufschrei in der Welt folgt, die EU-Staaten sind irritiert, die Amerikaner empört und drohen mit Sanktionen, schließlich erkennen Sie den ICC nicht an. Eine heikle Sache in der sich kein Land der Welt gerne hineinziehen lässt. So hat Dana Marin nicht nur gegen Verleumdung, Schikane und den Behörden zu kämpfen sondern sieht sich auch mit den politischen Spielchen konfrontiert. Ein ungleicher Kampf beginnt.

Meine Meinung:
Das Cover wirkt düster und mit der platzierten Patrone weißt es auf Gewalt hin. Der Titel „Der Fall des Präsidenten“ ist schlau gewählt, denn ohne Textangabe könnte man sowohl ein Verfahren meinen als auch den politischen Niedergang, was sich auch in dem Buch darstellt. Vorrangig geht es um den ehemaligen US-Präsidenten Douglas Turner der angeklagt werden soll, aber auch die Wiederwahl des derzeitigen Präsidenten ist somit in Gefahr. Der Schreibstil war für mich am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, der Wechsel zwischen Szenen war nicht immer zu erkennen da es nur einen Absatz gab. Aber nach der Eingewöhnungsphase ging das Lesen dann mühelos. Sofort beginnt die Geschichte ohne großen Vorspann. Spannend verfolgte ich welche Folgen die Verhaftung des ehemaligen Präsidenten nicht nur auf die Mitglieder des Strafgerichtshofes und auf Dana Marin, der Hauptprotagonistin, sondern auch für einzelne Staaten hat. Dana Marin wird mehr und mehr in eine Rolle gedrängt, die sie eigentlich nicht innehaben wollte, dennoch stellt sie sich mit kühlem Kopf und couragiert mit Hilfe des Anwalts Vassilios ihrer Aufgabe. Bedrängt von den Medien und den unterschiedlichsten Meldungen in den sozialen Netzwerken, muss sie sich aber auch die Frage stellen: „Wem kann ich vertrauen?“. Marc Elsberg beschreibt in seinem fiktiven Roman hervorragend wie die Supermacht und die einzelnen Staaten in so einem Fall reagieren könnten, welche politischen Spiele gespielt werden, die Angst und Zweifel die der Whistleblower hat und wie geschickt die Menschen über die sozialen Medien mit bearbeiteten Bildern und falschen Texten manipuliert werden.

Fazit:
Ein spannungsreicher, interessanter und faszinierender Politthriller der für fesselnde Lesestunden sorgt.

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Veröffentlicht am 03.12.2020

Erschreckender Gedanke

Sterbewohl
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Zum Inhalt:
Eine Partei hat Deutschland zu einer Scheindemokratie verwandelt. In diesem Staat werden die „Alten“ zu einem zweiwöchigen Sterbeseminar in Luxushotels eingeladen. Hier wird Ihnen das Sterben ...

Zum Inhalt:
Eine Partei hat Deutschland zu einer Scheindemokratie verwandelt. In diesem Staat werden die „Alten“ zu einem zweiwöchigen Sterbeseminar in Luxushotels eingeladen. Hier wird Ihnen das Sterben mit einer Tablette zum Einschlummern reizvoll näher gebracht. Sinn ist es, die Allgemeinheit und den Staat zu entlasten. Die endgültige Entscheidung trifft der Teilnehmer am Ende des Seminars freiwillig. Doch wer ist im Sinne des Staates „alt“? Dies fragen sich auch die Freunde Nadja, Anna, Max und Fred, alle gerade mal über 65 Jahre alt, als sie gemeinsam zu einem dieser Sterbeseminare ins Hotel Paradies auf Fehmarn eingeladen werden. Außerdem kennen sie niemanden der von diesen Seminaren wieder zurückgekommen ist. Sie beschließen sich das Ganze mal anzuschauen, denn sie haben nicht vor jetzt schon aus dem Leben zu scheiden und schleusen sicherheitshalber noch eine Reporterin ein. So kann ja nichts passieren meinen die Vier, ob sie sich da mal nicht geirrt haben.

Meine Meinung:
Das Cover ist mir auf dem ersten Blick nicht so sonderlich aufgefallen um sich das Buch näher anzuschauen. Der Klapptext indessen macht schon neugierig. Dies ist mein erstes Buch der Autorin Olivia Monti und ich war gespannt was uns die Autorin auf knappe 182 Seiten präsentiert.
Ihr Schreibstil ist in knappe, flüssige Sätze gehalten. Erzählt wird aus der Sicht von Nadja, die mit ihrem bisherigen Leben nicht so ganz zufrieden war und nun endlich mit Erreichen des Rentenalters das Leben genießen wollte. Doch da erhält sie diese unmögliche Einladung. Die Protagonisten wurden jetzt nicht so dargestellt, dass eine tiefe Verbindung zum Leser entsteht, dennoch kann man sehr gut ihre Gedankengänge und ihre Gefühle nach empfinden. Das Thema des freiwilligen Ausscheidens aus dem Leben zum Wohl der Gesellschaft (oder des Staates), der psychische Druck der ausgeübt wird, die Überwachung vom Staat und die Herabwürdigung des Menschen sind hier gut umgesetzt und halten die Spannung., so dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte und in einem Rutsch durch gelesen habe. In so einem Staat zu leben, ist ein entsetzlicher Gedanke mit dem die Autorin spielt. Dass die vier Freunde dies sich nicht bieten lassen gibt dem Ganzen noch einen Hauch von Krimi, der zum Schluss noch mit etwas Mystik gewürzt wird.

Fazit:
Eine interessante spannende Geschichte mit einem Hauch Krimi und zum Schluss etwas Mystik, die einem zum Nachdenken anregt und mich gut unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 27.11.2020

Du warst ein böses Mädchen

Die perfekte Sünde
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Zum Buch:
DCI Ava Turner und Luc Callanach werden zu einem Fundort einer Leiche gerufen. Es handelt sich um die junge Zoey Cole, vermisst seit 1 Woche und nun schwer verletzt am Straßenrand zum Sterben ...

Zum Buch:
DCI Ava Turner und Luc Callanach werden zu einem Fundort einer Leiche gerufen. Es handelt sich um die junge Zoey Cole, vermisst seit 1 Woche und nun schwer verletzt am Straßenrand zum Sterben zurück gelassen. Die Ermittlungen führen zunächst zu Zoeys brutalen Stiefvater. Als jedoch eine weitere junge Frau entführt wird, findet man bei ihrem zurückgelassenen Baby eine Puppe genäht aus Zoeys Haut, im Mund befindet sich ein Zettel mit einem religiösen Zitat. Nun ist klar, dass es sich um einen Serientäter handeln muss. Fieberhaft suchen Ava und Luc nach einer Verbindung der Mädchen und sie wissen die Zeit drängt. Fast zeitgleich werden mehrere Obdachlose angegriffen und mit einem Messer verletzt, steht dies im Zusammenhang mit den entführten Mädchen?

Meine Meinung:.
Der Titel passt sehr gut zu der Serie um die beiden Ermittler Turner und Callanach, die alle mit „Die perfekte….“ anfangen. Dies ist bereits der 4. Teil, kann allerdings auch sehr gut ohne die Vorgänger gelesen werden. Jedoch empfehle ich die Vorgänger ebenfalls, da sie wirklich gut geschrieben sind. Hellen Fields versteht es durch ihren Schreibstil, dass die Opfer dem Leser persönlich näher kommen.
Man erlebt ihren Schmerz und findet aufgrund ihrer Lebensumstände, dass es unfair ist, dass es ausgerechnet diese Mädchen sind, denen jetzt so etwas Brutales widerfährt. Die beiden Hauptprotagonisten Ava und Luc wirken authentisch und somit auf mich sympathisch. Ihre Ermittlungen führen Sie auf verschiedene Spurenansätze und man merkt ihnen an, wie frustriert sie sind das sich keine Erfolge einstellen. Man spürt ihr banges Warten während ihrer Ermittlung auf die nächste Leiche und gleichzeitig die Hoffnung, das sich dann neue Spuren ergeben oder ein Fehler des Täters sie weiter bringt. Avas Wut ist sehr gut nachvollziehbar.
Bereits am Anfang wird man mit den letzten Minuten eines Opfers konfrontiert, so steigt die Spannung bereits von Anfang an, die zum Ende hin ihren Höhepunkt erreicht. Somit ist für spannende Lesestunden garantiert.

Fazit:
Helen Fields sorgte wieder für eine schlaflose Nacht, da ich unbedingt das Buch fertig lesen wollte.

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Veröffentlicht am 14.05.2019

Brittas ungewöhnlicher Familienzuwachs

Sommerzauber auf der kleinen Insel
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Zum Buch:
Die 30 jährige Britta ist strukturiert, ehrgeizig und in ihrer Consulting Firma eine der besten Angestellten, somit ist es für Brittas Vorgesetzten ganz klar, sie mit einem Ferienparkprojekt ...

Zum Buch:
Die 30 jährige Britta ist strukturiert, ehrgeizig und in ihrer Consulting Firma eine der besten Angestellten, somit ist es für Brittas Vorgesetzten ganz klar, sie mit einem Ferienparkprojekt eines neuen Kunden auf der dänische Insel Laesö zu betrauen. Um sich einen genauen Überblick über das Baugrundstück und die Möglichkeiten zu verschaffen, fährt Britta mit ihrem Kollegen Daniel zu Recherchezwecken auf die Insel. Dort wird sie nicht nur ständig mit jemand anderen verwechselt, sondern auch noch mit dem Abgesandten des Auftraggebers Bradford International konfrontiert. Von heute auf morgen erhält Britta eine dänische Familie, von der sie aufgrund einer Lüge ihrer Mutter bisher nichts ahnte und muss zudem auch noch bemerken, dass sie von ihrem Kollegen und dem Auftraggeber hintergangen wird. Zu allem Überfluss ist ihre dänische Familie auch noch Gegner des Ferienparkprojektes. Zum Glück gibt es da noch Jan Olle, der ihr Herz erobert.

Meine Meinung:
Dies war das erste Buch das ich von dem Autorenduo Christine und Andreas J. Schulte alias Barbara Erlenkamp gelesen habe.
Cover und Titel haben mich angesprochen, da mir das Reetgedeckte Haus am Strand mit seinem Dünengras und den Blumen im Vordergrund ein gewisses Urlaubsfeeling vermittelt. Der harmonische und flüssige Schreibstil lässt die Seiten nur so dahin fliegen. Die Charaktere von Britta und ihrer dänischen Familie sind ausgewogen dargestellt. Schließlich wird Britta ohne Wenn und Aber in der gesamten dänischen Familie herzlich aufgenommen und alle stehen fest zueinander, denn die temperamentvolle Oma Anne lebt nach dem Zitat: „Familie ist die Heimat des Herzens“. Diese unverhoffte Familienzusammenführung hat mir sehr gut gefallen. Brittas sowie Idas Mütter waren allerdings irgendwie nur eine Randerscheinung oder wurden nur mit knappen Sätzen kurz erwähnt. Hier hätte ich mir etwas mehr Informationen gewünscht. Die Enttäuschung von Britta, nach dem sie erfahren hat dass sie jahrelang von ihrer Mutter über ihren Vater belogen wurde ist realistisch dargestellt, ebenso die Momente in der Vergangenheit, in denen sie ihren Vater schmerzlich vermisst hat. Selbst das Verhalten der Antagonisten Andy Wilson und Daniel sind realitätsnah gestaltet. Toll fand ich die unterschiedlichen Zitate die Britta aufschnappt und teilweise in ihre Memos an sich selbst aufschreibt. Barbara Erlenkamp versteht es geschickt eine ungewöhnliche Familiengeschichte mit der Schönheit der dänischen Insel, die Frage nach Tourismus im Einklang mit der Natur und eine Liebesgeschichte zu verbinden.

Fazit:
Ein schöner Roman mit Urlaubsfeeling, geeignet für wunderbare Mußestunden.

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