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Veröffentlicht am 14.03.2021

Scharfe Hunde

Scharfe Hunde
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Die Kommissarinnen Irmi Mangold und Kathi Reindl bekommen es mit drei Morden zu tun. Alle Opfer starben an einer Eisenhutvergiftung. Während ihren Ermittlungen stürzt ein mit sehr jungen Hundewelpen beladener ...

Die Kommissarinnen Irmi Mangold und Kathi Reindl bekommen es mit drei Morden zu tun. Alle Opfer starben an einer Eisenhutvergiftung. Während ihren Ermittlungen stürzt ein mit sehr jungen Hundewelpen beladener ungarischer LKW auf der Straße um.

Es ist ein interessanter Fall, der Ermittler und Leser mitnimmt in die Welt des illegalen Welpenhandels und dessen mafiosen Hintergründe. Hier wurde von Autorin Nicole Förg sehr gut recherchiert. Leider fehlte es der Geschichte bis fast vor dem Ende an Spannung.

Bei „Scharfe Hunde“ handelt es sich eher um einen gemütlichen Heimat-Krimi. Die Charaktere sind ausgearbeitet, bleiben an einigen Stellen jedoch für mich zu oberflächlich. Dies könnte daran liegen, dass dieses Buch der achte Teil einer Reihe ist. Eventuell erfährt man mehr über die Figuren in den vorherigen Bänden. Der Fall ist abgeschlossen, die Geschichte kann unabhängig der Reihe gelesen werden.

„Scharfe Hunde“ ist ein lockerer Krimi, der für entspannte Lesestunden sorgt.

Veröffentlicht am 30.12.2020

Das begrabene Buch

Das begrabene Buch
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Im August 1952 fährt die Mutter den kleinen Jasper zur Farm seines Onkels. Danach verschwindet sie spurlos. Jasper versucht, mit dem Farmleben klarzukommen. Eines Tages findet er ein Tagebuch seiner Mutter. ...

Im August 1952 fährt die Mutter den kleinen Jasper zur Farm seines Onkels. Danach verschwindet sie spurlos. Jasper versucht, mit dem Farmleben klarzukommen. Eines Tages findet er ein Tagebuch seiner Mutter. Er will das Rätsel ihres Verschwindens lösen und gerät dabei selbst in Gefahr.

Jasper versteht mehr von den Situationen, als die Erwachsenen in seinem Umfeld glauben. Kindern traute man zu dieser Zeit nicht zu, mit solch schwierigen Situationen umzugehen, und wollte sie schützen. Der Leser erlebt dies mit, da er genau wie Jasper nur das erfährt, was die Erwachsenen dem Jungen sagen wollen.

Auf Augenhöhe mit dem Jungen deckt der Leser mehr und mehr Geheimnisse und Geschehnisse um seine Mutter auf. Gute Beschreibungen und ausgearbeitete Figuren nehmen den Leser mit in die damalige Zeit der USA. Die Spannung bleibt auf einem annehmbaren Niveau, ohne große Schwankungen. An wenigen Stellen zieht sich die Geschichte etwas in die Länge.

Jedes Kapitel beginnt mit einer Frage, die scheinbar nicht zu der Geschichte und Jaspers Erlebnissen passt. Stück für Stück wird jedoch klar, was diese Fragen mit den Geschehnissen um den Jungen zu tun haben.

Autorin D.M. Pulley ist ein guter Roman gelungen, der für angenehme Lesestunden sorgt.

Veröffentlicht am 30.12.2020

Affenfutter

Affenfutter
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Der aktuelle Tatort ist der Krefelder Zoo, genauer gesagt, das Schimpansenhaus. Kriminalkommissar Markus Wegener und seine neue Kollegin Eva Kotschenreuth ermitteln in einem Mordfall, bei dem das Opfer ...

Der aktuelle Tatort ist der Krefelder Zoo, genauer gesagt, das Schimpansenhaus. Kriminalkommissar Markus Wegener und seine neue Kollegin Eva Kotschenreuth ermitteln in einem Mordfall, bei dem das Opfer erst einmal wieder „zusammengesetzt“ werden muss.

Abgesehen von der grausamen Tat und dem Zustand des Opfers handelt es sich bei „Affenfutter“ um einen ruhigen Kriminalroman. Die Spannung bleibt auf einem guten Niveau. Der Leser ist den Ermittlern nie voraus. Genau wie diese muss er überlegen und Fakten von falschen Fährten trennen.

Die einzelnen Charaktere sind gut ausgearbeitet, und ein ebenso guter Schreibstil sorgt für Lesevergnügen. Ausführlich beschreibt Autor Sebastian Stammsen die Begebenheiten und wie wichtig Teamarbeit bei der Ermittlung ist. Dass „Affenfutter“ Teil einer Reihe um Kommissar Wegener ist, merkt man beim Lesen nicht. Sein Privatleben spielt eher eine Nebenrolle. Der Fokus des Romans liegt auf den Ermittlungen.

Insgesamt ist „Affenfutter“ ein guter Krimi für entspannte Lesestunden, welche den Leser zu einem Ausflug in die Zoowelt mitnehmen. Ein bisschen Wehmut kommt während des Lesens auf, denn das beschriebene Affenhaus existiert seit einem Brand nicht mehr. Die im Roman genannten Tiere lebten auch in der Realität in diesem Affenhaus. Dieses Wissen schwirrte beim Lesen oft im Hinterkopf mit, wenn von den Tieren erzählt wurde.

Veröffentlicht am 06.12.2020

Der Hortensiengarten

Der Hortensiengarten
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Giselle ist Bildhauerin und soll den Kreuzgang eines bretonischen Klosters restaurieren. Während dieser Zeit lebt sie bei den Nonnen. Sie lernt Yannik kennen, der im Dorf ein altes Anwesen saniert. In ...

Giselle ist Bildhauerin und soll den Kreuzgang eines bretonischen Klosters restaurieren. Während dieser Zeit lebt sie bei den Nonnen. Sie lernt Yannik kennen, der im Dorf ein altes Anwesen saniert. In der Zeit des zweiten Weltkrieges war das Kloster noch eine Ruine. Maelle und Sema sind Nachbarskinder und versuchen durch diese schwere Zeit zu kommen. Die Nachbarschaft ist Höhen und Tiefen unterworfen.

Anders als der Rückentext mich vermuten lies, begeben sich Giselle und Yannik nicht nach einer spannenden Entdeckung auf Spurensuche. In zwei gleichberechtigten Handlungssträngen verfolgt der Leser einmal die Ereignisse der Gegenwart um die Restaurierung des Klosters und das Geschehen um Maelle.

Während Giselle sich selbst und Yanniks Vergangenheit näher kommt, begegnet Maelle ihrer großen, jedoch zu dieser Zeit verbotenen, Liebe. Die Geschichten sind gut geschrieben, jedoch kommt trotz Cliffhanger bei jedem Ebenenwechsel keine große Spannung auf. Beide Zeitachsen geben dem Leser kleine Rätsel auf, diese bleiben bis zum Schluss ohne einen richtigen Zusammenhang. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, ich habe jedoch keinen Zugang zu ihnen bekommen.

„Der Hortensiengarten“ ist ein gutes Buch, welches nicht allzu viel von seinem Leser fordert und eine angenehme Lektüre für ruhige Lesestunden ist.

Veröffentlicht am 29.11.2020

Dort, wo die Zeit entsteht – Roman einer Selbstfindung

Dort, wo die Zeit entsteht
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Die junge Ärztin Katharina braucht etwas Abstand zu ihrer Arbeit im Krankenhaus. Diesen will sie in der einsam gelegenen Berghütte der Familie finden und bricht nach Weihnachten dorthin auf. Es dauert ...

Die junge Ärztin Katharina braucht etwas Abstand zu ihrer Arbeit im Krankenhaus. Diesen will sie in der einsam gelegenen Berghütte der Familie finden und bricht nach Weihnachten dorthin auf. Es dauert in der Einsamkeit der Berge, bis Traum und Wirklichkeit sich in der seltsamen Zeit der Rauhnächte ineinander übergehen.

Diesen Roman umgibt etwas Mystisches, genau wie die sogenannten Rauhnächte. Katharina lernt, Zeit für sich zu haben und wie sie besser mit Konflikten umgehen kann. Die magische Welt der Berge und eine alte Bäuerin helfen ihr dabei.

Ich fand die Geschichte etwas schwer zu lesen. Es war anstrengend, sich auf die Ereignisse mit und um Katharina einzulassen. Leider ist mir auch keine emotionale Bindung zu ihr gelungen. An einigen Stellen zog sich die Geschichte auch etwas in die Länge. „Richtige“ Spannung gibt es in der Geschichte nicht. Als Leser muss man sich auf die mystischen Rauhnächte einlassen, um zumindest zu versuchen, zwischen Traum und Wirklichkeit zu unterscheiden.

Das Buch trägt zu Recht den Untertitel „Roman einer Selbstfindung“. Katharina findet sich selbst, und dies wird sicher auch dem einen oder anderen Leser gelingen. Der Leser folgt der Protagonistin auf ihrem ganz eigenen Weg. „Dort, wo die Zeit entsteht – Roman einer Selbstfindung“ ist ein gutes, ruhiges Buch, welches so manchen Leser wieder „erden“ kann.

Ich danke Thomas Wolff von Kösel-Verlag | Diederichs für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.