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Veröffentlicht am 02.02.2021

Hier wird römische Geschichte unterhaltsam und sehr lebendig erzählt

Augustus und die verlorene Republik
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Maria Regina Kaiser ist mit ihrem Buch „Augustus und die verlorene Republik“ (erschienen im Impian-Verlag) wiederum ein großartiger Streich gelungen – eine informative und gleichzeitig unterhaltsame Mischung ...

Maria Regina Kaiser ist mit ihrem Buch „Augustus und die verlorene Republik“ (erschienen im Impian-Verlag) wiederum ein großartiger Streich gelungen – eine informative und gleichzeitig unterhaltsame Mischung aus fiktiver Erzählung und Sachinformation um den ersten römischen Kaiser Augustus.
In einer fiktiven Erzählung berichtet der nach Germanien versklavte Grieche Xanthos von seiner Arbeit als Vorleser der großen Herrschers. In dieser Funktion hat Xanthos sehr nahen Kontakt zu Augustus und dessen Familie und berichtet von all seinen Erfahrungen, doch eines Tages begeht er einen Fehler und fällt in Ungnade.
Regina Maria Kaiser setzt an jedes Kapitel der fiktiven Erzählung einen sehr informativen Sachteil. Hier geht es beispielsweise, um den Aufstieg von Augustus, seine Schwierigkeiten in Germanien, um seine Probleme mit einem geeigneten Thronfolger, um Verschwörungen und vieles mehr.
Zusätzlich ist am Ende des Buches ein Glossar angefügt, in dem wichtige Begriffe genau erklärt werden. Zudem findet der Leser auch noch eine sehr übersichtliche und informative Zeittafel, in welcher alle wichtigen Ereignisse zeitlich nochmals eingeordnet werden und dem Leser einen wunderbaren zeitlichen Überblick geben.
Immer wieder unterstreichen zusätzliche kleine Schwarz-weiß-Zeichnungen von Illustrator Heribert Schulmeyer und Fotos das Gelesene.

Fazit: Wir lieben die Bücher von Maria Regina Kaiser sehr und sind jedes Mal wiederum begeistert von ihrem Stil, der eben gleichzeitig so viel Wissen vermittelt und eben auch noch so unterhaltsam ist.
Gelesen oder besser gesagt „verschlungen“ haben wir bisher „Alexander der Große und die Grenzen der Welt“, „Karl der Große und der Feldzug der Weisheit“, „Kleopatra und der Mantel der Macht“ und „Ramses II. und die Tauben des Friedens“.
So macht uns Geschichte Spaß. Wir freuen uns auf viele weitere Bände von ihr.

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Veröffentlicht am 24.01.2021

Die Geschichte einer starke Frau vor dem Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges

Die Kannenbäckerin
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„Die Kannenbäckerin“ von Annette Spratte ist 2021 im Francke Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe knappe 400 Seiten.

Johanna hat infolge der Pest auf einmal ihre ganze Familie verloren ...

„Die Kannenbäckerin“ von Annette Spratte ist 2021 im Francke Verlag erschienen und umfasst in der Taschenbuchausgabe knappe 400 Seiten.

Johanna hat infolge der Pest auf einmal ihre ganze Familie verloren und ist nun vollkommen auf sich alleine gestellt. Sie weiß lediglich, dass sie noch einen Verwandten hat, der das Töpferhandwerk beherrscht. Ihre Nachbarin rät ihr angesichts der schwierigen Zeiten sich als Junge verkleidet auf den Weg zu ihrem Onkel zu machen. Johanna erkennt dies zusammen mit ihrem Wunsch das Töpferhandwerk zu erlernen als ihre einzige Hoffnung und begibt sich als Johann auf die Reise. Von ihrem Onkel wird Johann sehr freundlich aufgenommen und wie das eigene Kind behandelt, doch nach einiger Zeit wird ihr Geheimnis entdeckt. Johanna erklärt sich und geht als selbstbewusste, junge Frau ihren weiteren Weg. Sie scheut keine Herausforderung und findet ihr Glück.

Die Autorin Annette Spratte hat hier einen tollen Schreibstil gefunden: flüssig, locker, leicht, unterhaltsam. Der Spannungsbogen wurde bis zum Ende aufrecht erhalten. Ich habe mitgefiebert, mitgelacht und mitgeweint und ich konnte mich wunderbar in all die Charaktere hineinversetzen. Besonders gut gefallen hat mir die Protagonistin Johanna. Sie wird dargestellt als eine starke Frau, die Durchsetzungs- und gleichzeitig Einfühlungsvermögen zeigt. Sie weiß einerseits genau, was sie will, kann sich aber auch fallen lassen.
Annette Spratte hat ihr Buch historisch wunderbar recherchiert und gleichzeitig auch eine fiktive Geschichte erzählt. Diese Mischung habe ich sehr genossen: ich habe vieles über die Zeit des Dreißigjährigen Krieges und das Töpferhandwerk erfahren und mich gleichzeitig wunderbar unterhalten gefühlt.

Fazit: Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter. Es hat mich gut unterhalten, hat mich schmunzeln lassen und auch nachdenklich gestimmt. Ein wirklich lesenswerter Roman!

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Veröffentlicht am 19.01.2021

Ein wunderbarer Generationenroman: packend, fundiert, bewegend

Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid
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Bei dem Buch „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ handelt es sich um einen Familienroman von Alena Schröder, der im Jahr 2021 in der dtv Verlagsgesellschaft erschienen ist und in ...

Bei dem Buch „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ handelt es sich um einen Familienroman von Alena Schröder, der im Jahr 2021 in der dtv Verlagsgesellschaft erschienen ist und in der gebundenen Ausgabe 366 Seiten umfasst.

Als Hannah Borowski eines Tages bei ihrer Großmutter ein Brief in die Hände fällt, ahnt sie noch nicht, dass sie einem großen Familiengeheimnis auf der Spur ist und welche Auswirkung dieses auf ihr eigenes, heutiges Leben hat.

Mir hat es sehr gut gefallen, gemeinsam mit Hannah auf Familienforschungsreise zu gehen und vieles hat mich dabei begeistert: Der Hintergrund der Geschichte, sprich die Bedingungen und Umstände der Nachkriegszeit sind einfach toll recherchiert und wunderbar in die gesamte Geschichte eingefügt. Außerdem mag ich es, wie schön verwobenen die Geschichten von Hannah, Evelyn, Silvia und Senta sind. Jeder der drei Frauen hat ihren ganz eigenen Charakter und sicherlich spricht den Leser mal die eine, dann wieder die andere mehr an. Ich finde, dass alle ganz fein ausgearbeitet worden sind. Gerade die Entwicklung von Hannah hat mich aber am allermeisten beeindruckt. Anfangs war sie noch hin- und hergerissen und lies sich auch leicht „manipulieren“. Sie hatte ihren Weg noch nicht gefunden. Aber je mehr es auf das Ende der Geschichte zuging, desto reflektierter handelte sie und desto mehr hat sie zu ihrer eigenen Person gefunden – auch wenn sie sicherlich noch nicht am Ende angekommen ist.
Ich als Leserin konnte mich jedenfalls gut in die einzelnen Charaktere hineinversetzen und die Geschichte hat mich sehr gepackt und mitfühlen lassen. Gespannt habe ich auch die Thematik der „Mutter-Tochter-Beziehung“ verfolgt und mich hat es fasziniert, welche Auswirkungen diese immer wieder von einer auf die andere Generation hatte.

Der Schreibstil von Alena Schröder lässt sich flüssig und leicht nachvollziehbar lesen. Der Spannungsbogen bleibt über die ganze Geschichte gehalten.

Eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.01.2021

Ein wirklich informativer, inspirierender und natürlicher Ratgeber für die werdende Familie!

Das Weleda Babybuch
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„Das Weleda Baby Buch – Selbstvertrauen, Zuverlässigkeit und Liebe. Warum Eltern nur wenig brauchen“ ist 2020 im Eugen Ulmer Verlag erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 252 Seiten im Großformat. ...

„Das Weleda Baby Buch – Selbstvertrauen, Zuverlässigkeit und Liebe. Warum Eltern nur wenig brauchen“ ist 2020 im Eugen Ulmer Verlag erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 252 Seiten im Großformat. Verfasst wurde diese Buch von verschiedenen Autorinnen, die meistens auch selbst bereits Mutter sind. Hierbei handelt es sich um die acht Expertinnen Christina Hinderlich (Hebamme, Diplom-Pflegewissenschaftlerin), Nicola Schmidt (Wissenschaftlerin und Autorin), Frauke Ludwig (Mitgründerin der Trageschule Hamburg), Susanne Mierau (Diplom-Pädagogin, Autorin, Familienbegleiterin), Katharina Hartmann (Ehrenamtliche Mitarbeiterin bei Mother Hood e.V.), Danielle Graf (Autorin, Bloggerin), Kristin Lenherr (Hebamme) und Regine Gresens (Hebamme, Berufspädagogin, Still- und Laktationsberaterin, Heilpraktikerin für Psychotherapie).

Dieses Buch hinterlässt beim Lesen ein sehr wohltuendes, sicheres Gefühl und ich bin mir sicher, dass ich dieses Buch noch unzählige Male in Händen halten werde.
Es behandelt wichtigen Themen kurz vor, während und kurz nach der Geburt
Die einzelnen Kapitelüberschriften lauten wie folgt:
1. Am Anfang ist Hülle
2. Geburt ist Loslassen und Ankommen
3. Wochenbett – eine ganz besondere Zeit
4. Wie das Stillen gelingt
5. Das Baby mit der Flasche füttern
6. Wie Säuglinge gut schlafen
7. Das Baby und seine Haut umsorgen und pflegen
8. Hören, was dein Bauch sagt
9. Zeit für dich

Besonders hervorzuheben sind auch die wunderschönen, natürlich gehaltenen und ein so positives Gefühl ausstrahlenden Fotos. Die ganze Gestaltung und das Layout sind qualitativ hochwertig und gut durchdacht und man merkt als Leserin, dass in der Umsetzung sehr viel Herzblut steckt und es sich vielerlei Gedanken darum gemacht wurden.
Außerdem möchte ich noch positiv anmerken, dass das vorliegende Buch auf höchstem ökologischen Standard gedruckt wurde, ausschließlich mit Substanzen, die wieder in den biologischen Kreislauf rückgeführt werden können.

Fazit: Hier handelt es sich um einen umfassenden Ratgeber für werdende Familien. Das Buch ist gespickt mit unglaublich viel wertvollem Wissen. Oftmals werden auch schon Fragen beantwortet bevor sie noch gestellt werden. Das hat mir so gut gefallen und bei mir ein sehr gutes und sicheres Gefühl hinterlassen.
Der Ratgeber hat mich rundum überzeugt und gefällt mir außerordentlich gut.

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Veröffentlicht am 22.12.2020

Ein wunderbares Brotbackbuch von einer echten Müllerin, das besonderes Augenmerk auf das verwendete Getreide legt

Brot von daheim
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„Brot von daheim“ von Monika Rosenfellner ist 2020 im Löwenzahn-Verlag erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 176 Seiten. Die Autorin ist selbst eine echte Müllerin und gibt ihre Mühlengeheimnisse ...

„Brot von daheim“ von Monika Rosenfellner ist 2020 im Löwenzahn-Verlag erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 176 Seiten. Die Autorin ist selbst eine echte Müllerin und gibt ihre Mühlengeheimnisse in Bezug auf das Brotbacken preis. Ihr besonderes Fachwissen ist auf jeder Seite ihres Buches zu spüren und macht dieses Brotbackbuch zu einem ganz besonderen Schatz.

Das Buch ist untergliedert in zwei große Kapitel:
1. Von Körnern, Mehlen und Mühlengeheimnissen…
2. Ran ans Brot – Lieblingsrezepte für Backanfängerinnen und Brotprofis

Der Autorin gelingt es mit ihrer klar verständlichen Sprache, ihre Rezepte sofort umsetzbar in die Küche zu bringen. Monika Rosenfellner macht Anfängern mit einfacheren Rezepten Mut, sich an das Brotbacken zu wagen und gibt dann auch weiterführende Anregungen auf einem höheren Niveau.
In diesem Buch findet sicherlich jeder ein Brotrezept, das zu ihm passt.
Besonders gut hat mir gefallen, Monika Rosenfellner in ihrer Expertise als Müllerin zahlreiche Tipps und Anregungen bei den jeweiligen Rezepten gibt, dass sie aber auch toll auf die einzelnen Getreidesorten eingeht, auf das Thema „Sauerteig ansetzen“ und natürlich auch auf den Mahlvorgang in einer Mühle.

Neben den Rezepten und dem Expertenwissen einer Müllerin ist das Buch „Brot von daheim“ mit vielen tollen Fotos von Monika Prast u.a. gespickt. Dies ist für jeden Leser eine große Hilfe und es ist auch eine Freude, die Fotos und Illustrationen einfach nur anzusehen.
Man merkt als Leserin, dass in der Umsetzung sehr viel Herzblut steckt und es sich vielerlei Gedanken darum gemacht wurden. Das Cover wirkt sehr ansprechend und natürlich und man meint förmlich, das Brot schmecken zu können.

Fazit: Das Buch „Brot von daheim“ informiert praxisnah und anschaulich und hat mich als Hobbyköchin und -bäckerin sehr inspiriert. Es lädt förmlich zum Backen und Ausprobieren ein. Das geteilte Wissen von Monika Rosenfellner als echte Müllerin gibt dem Buch das gewisse Extra.
Ich persönlich habe einige Rezepte ausprobiert – habe sogar einen Sauerteig geführt und Brote damit gebacken und ich muss sagen: es war ein tolles und genussreiches Erlebnis und es war überhaupt nicht schwer!
Ich kann dieses Buch wirklich weiterempfehlen!

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