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Veröffentlicht am 27.02.2021

Nett für Zwischendurch

The Music of What Happens
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Jordan und Max besuchen zwar beide die selbe Schule, haben ansonsten aber nicht viel miteinander zu tun. Sie sind vollkommen gegensätzliche Charaktere, leben beide in ihrer eigenen Welt.
Als sie eines ...

Jordan und Max besuchen zwar beide die selbe Schule, haben ansonsten aber nicht viel miteinander zu tun. Sie sind vollkommen gegensätzliche Charaktere, leben beide in ihrer eigenen Welt.
Als sie eines Tages gemeinsam einen Foodtruck übernehmen, prallen diese zwei Welten erstmals aufeinander. Langsam kommen sich die beiden näher - doch sowohl Jordan, als auch Max haben eine schwere Last zu tragen...

Vorweg sei gesagt, dass "The Music of What Happens" meine erste Gay-Romance war. Als Neueinsteigerin in die Thematik wurde ich nach dem Lesen des Klappentextes sofort neugierig auf mehr und habe eine wundervolle Liebesgeschichte mit dem nötigen Kribbeln und ganz viel leckerem Essen erwartet.

Letztendlich war das Buch doch ein wenig anders, als ursprünglich gedacht - sowohl auf eine positive, als auch eine negative Art und Weise.
Näher ausführen möchte ich zunächst ersteres. Bereits auf der ersten Seite springt dem Leser eine Triggerwarnung entgegen (ein großes Lob an dieser Stelle an den Verlag, ich finde dies gerade für sensiblere Leser immer unheimlich wichtig). Bereits ab dem Punkt wurde mir klar, dass dieses Buch so viel mehr sein wird, als eine klassische Romance.
Dieser Eindruck hat sich im Laufe des Buches immer weiter intensiviert. Diese Geschichte spricht unglaublich wichtige und ebenso ernsthafte Thematiken vorsichtig, aber ungeschönt an. Aus zwei verschiedenen Perspektiven wird man mit zahlreichen Empfindungen und Erlebnissen der Charaktere konfrontiert. Diese sind schonungslos ehrlich. Egal ob Trauerbewältigung oder der Umgang mit Rassismus, hier erfährt der Leser hautnah, was das für die Betroffenen bedeutet.

Umso mehr ich mich über diesen überraschenden Tiefgang und nachdenklich stimmende Passagen gefreut habe, umso enttäuschter war ich leider von der Liebesgeschichte und den Protagonisten.
Jordan und Max erschienen mir als recht blasse Charaktere. Natürlich waren sie sympathisch und ich konnte mir zwar ein grobes Bild von ihnen machen. Leider aber fehlte mir hier die Dynamik, ein besonderer Funke oder weitere Details. Ich konnte im Laufe des Lesens keine wirkliche Entwicklung bei ihnen wahrnehmen, fand sie teils sehr eintönig, was für leichte Längen während des Lesens gesorgt hat.
Ähnlich erging es mir mit dem Romanceanteil. So richtig geknistert hat es für mich persönlich an keiner Stelle. Ja, die Liebesgeschichte war ganz süß, mehr aber leider nicht. Das ist super schade, wie ich finde. Denn die Rahmenhandlung hätte unheimlich viel Potenzial für ein richtiges Bauchkribbeln geboten!

Auf Grund dessen würde ich dieses Buch eher als Lektüre für Zwischendurch einstufen. Sie ist nett zu lesen und bietet definitiv interessante Grundsteine. Leider hat es für mich ein wenig mit der Umsetzung gehapert.
3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 15.11.2020

Konnte meinen hohen Erwartungen leider nicht ganz standhalten

The Last Goddess, Band 1: A Fate Darker Than Love (Nordische-Mythologie-Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni)
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Valkyren sind ein fester Bestandteil der nordischen Mythologie. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist es, die Seelen verstorbener Helden sicher nach Valhalla zu begleiten. Als Tochter einer Valkyre wächst ...

Valkyren sind ein fester Bestandteil der nordischen Mythologie. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist es, die Seelen verstorbener Helden sicher nach Valhalla zu begleiten. Als Tochter einer Valkyre wächst Blair von klein auf mit dem Wissen rund um jene starken Frauen auf, ist aber doch kein Teil von ihnen. Denn sie besitzt keine eigenen Kräfte, hat nichts mit den anderen Valkyren zu tun. Bis eines Tages ihre Mutter und ihre Schwester bei einem Unfall umkommen - und Blair als einzige den Verdacht hegt, dass es sich dabei nicht um einen Unfall handelte. Denn Valkyren können nicht sterben...

Als ich den Klappentext zum Buch gelesen habe, war ich direkt Feuer und Flamme. Ich liebe die nordische Mythologie und im Zusammenspiel mit guter Romantasy waren meine Erwartungen recht hoch.
Leider wurde ich im Folgenden ein wenig enttäuscht. Zwar war der Prolog der Geschichte durchaus vielversprechend - spannend, flüssig zu lesen und wirklich fesselnd - im nächsten Drittel hat dies leider jedoch nachgelassen. Stattdessen mangelte es der Geschichte in vielen Passagen an Tiefe, einige Dinge wurden mir zu oberflächlich und abrupt abgehandelt. Gleichzeitig zog sich alles unheimlich in die Länge, sodass ich nur sehr schwer vorankam. Zu viel unnötiges, zähflüssiges Hin und Her und anfangs nur recht wenig Bezug auf die Mythologie, mit der das Buch nunmal beworben wird, minderten den Lesespaß.
Das Durchkämpfen hat sich im Nachhinein jedoch ausgezahlt. Denn nach der ersten Hälfte ging es steil bergauf. All das, was mir zuvor gefehlt hatte, wurde hier gut umgesetzt. Spannung, Fantasy und auch eine zarte Liebesgeschichte wurden gekrönt von weitreichenden Intrigen und Verwicklungen. Auch die ein oder andere Überraschung wurde hier parat gehalten, sodass ich stets gespannt auf die nächsten Seiten war.

Leider konnte besagte zweite Hälfte nicht alles wieder rausholen, sodass ich wegen des Einstieges einige Sterne abziehen muss. Nichtsdestotrotz werde ich dem zweiten Band wohl noch eine Chance geben, da das Ende mit dem fiesen Cliffhanger mich sehr neugierig gestimmt hat.
3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 31.10.2020

Eher für Zwischendurch

Schattenspiegel
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Das Einzige, was Rose noch in Hallowing hält, ist ihr Vater Aban. Zu viel Schlechtes musste sie schon in dem kleinen Dorf erfahren, zu oft wurde sie bereits enttäuscht.
Doch als Aban plötzlich verschwindet ...

Das Einzige, was Rose noch in Hallowing hält, ist ihr Vater Aban. Zu viel Schlechtes musste sie schon in dem kleinen Dorf erfahren, zu oft wurde sie bereits enttäuscht.
Doch als Aban plötzlich verschwindet und Rose ihr kleines Häuschen in Schutt und Asche gelegt vorfindet, bleibt ihr nichts anderes übrig, als Hallowing gemeinsam mit dem Schattenbändiger Marcus und der Horrorpuppenspielerin Samara zu verlassen und sich auf die gefährliche Suche nach ihrem Vater zu begeben...

Direkt zu Beginn des Buches ist mir der sehr angenehme Schreibstil des Autors ins Auge gesprungen. Chris Weigel schreibt zwar flüssig und humorvoll, baut aber häufig dennoch eine gewisse Komplexität mit ein. So bin ich in der Geschichte recht schnell vorangekommen.
Negativ anmerken muss ich an dieser Stelle allerdings, dass mir oft ein wirklicher roter Faden gefehlt hat. Es passiert unheimlich viel während der Reise von Rose, Marcus und Samara, allerdings hätte ich mir gerne eine stärkere Verknüpfung der einzelnen Ereignisse gewünscht. Leider hat das Beschriebene dazu geführt, dass ich immer wieder aus der Geschichte rausgekommen bin und "Schattenspiegel" so eher ein Buch für zwischendurch für mich wurde.

Die Charaktere konnten das nur zum Teil wieder rausreißen.
Rose war mir zwar überaus sympathisch - sie wurde total toll ausgearbeitet und ich fand es toll, dass sie keine vollkommen runde und langweilige, sondern eine Figur mit ihren ganz eigenen Ecken und Kanten war.
Die anderen Charaktere waren mir auch sympathisch und vor allem authentisch - keine Frage -, dennoch hat mir oftmals das gewisse Extra gefehlt. Ich hätte gerne einen noch weitreichenderen Einblick in ihre Gedanken, Gefühle und vor allem Motive erhalten.

"Schattenspiegel" war für mich ein nettes Buch für Zwischendurch, mehr leider aber nicht. Schade eigentlich, denn dieses Buch hätte definitiv Potenzial und auch zahlreiche vielversprechende Passagen gehabt. Vor allem für echte Halloweenliebhaber!
3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 30.06.2020

Actiongeladene Geschichte, die an einigen Stellen ein wenig übertrieben schien

Secret Protector, Band 1: Tödliches Spiel
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Bei einem Aushilfsjob als Kellner im Zoo wird Lukas Crowe Zeuge eines beängstigenden Vorfalls: Der kleine Bruder der Profigamerin Und Britcross wird vor seinen Augen entführt! Lukas nimmt die Verfolgung ...

Bei einem Aushilfsjob als Kellner im Zoo wird Lukas Crowe Zeuge eines beängstigenden Vorfalls: Der kleine Bruder der Profigamerin Und Britcross wird vor seinen Augen entführt! Lukas nimmt die Verfolgung auf, schafft es aber auch nach einigen actiongeladenen und waghalsigen Manövern nicht, die Kidnapper einzuholen.
Eine Suche quer durch die ganze Welt beginnt. Dabei hat der junge Secret Protector immer die Zeit im Nacken sitzen. Denn Unas Bruder schwebt schon bald in Lebensgefahr...

Der Einstieg in die Geschichte ist mir gut gelungen und recht einfach gefallen. Durch den angenehm flüssigen, aber dennoch detaillierten Schreibstil des Autors taucht man als Leser schnell in das Buch ein und kann sich die jeweiligen Handlungen und Handlungsorte gut vorstellen.
Was mir aber bereits auf den ersten Seiten negativ aufgefallen ist, sind ellenlange Erklärungen bzw. Informationen, die fast schon wie ein langer Lexikoneintrag zu lesen sind. Ich hatte dabei das Gefühl, dass die Handlung durch diese künstlich in die Länge gezogen wird.

Die Handlung selbst hat mich ein wenig zwiegespalten zurückgelassen.
Der Rahmen sowie die einzelnen Hintergründe erschienen mir ein wenig schwach und substanzlos. Mir hat manchmal ein wenig der rote Faden gefehlt und ich hätte mir, gerne anstatt den ausschweifenden Informationen, mehr Tiefe gewünscht. Stattdessen kratzte die Handlung oftmals nur an der Oberfläche, Hintergründe wurden lediglich kurz angeschnitten.
Das konnten actiongeladene Zwischeneinlagen zum Teil jedoch wieder gut machen. Diese brachten ordentlich Schwung in die Geschichte und schufen jede Menge Spannung. Ich würde behaupten, dass diese Szenen an einem spannendem Actionfilm das Wasser reichen können.

Ein wenig enttäuscht war ich allerdings von den Charakteren.
Der Protagonist Lukas Crowe erschein mir zwar sehr sympathisch - keine Frage - aber nicht besonders authentisch. Wie einem perfekten, optimierten James Bond-Double gelingt ihm stets alles auf Anhieb. Und das, ohne vorher eine besondere Ausbildung als Agent o.ä. genossen zu haben. Mit der Zeit nahm dies der Geschichte teilweise den Wind aus den Segeln.
Mit den Nebencharakteren verhielt es sich ähnlich. Sehr blass und in meinen Augen mit nur wenig Persönlichkeit habe ich als Leser sie kaum wahrgenommen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass der erste Band von "Secret Protector" mich nicht ganz überzeugen konnte. Zwar gibt es einige tolle Momente, die fehlende Tiefe hat mich jedoch gestört. Vielleicht ist die Geschichte um Lukas Crowe eher etwas für jüngere Leser, die damit kein Problem haben.
3/5 Sterne

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Gute Ansätze, die Umsetzung ist aber ausbaufähig

Memories So Golden Like Us (Blue Eternity 2)
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Nachdem das Leben des ehemaligen It-Girls Blair nach einem verheerendem Ereignis Kopf steht, ist für sie nichts mehr so, wie es einmal war. Einst war sie eine begnadete und berühmte Künstlerin - nun versucht ...

Nachdem das Leben des ehemaligen It-Girls Blair nach einem verheerendem Ereignis Kopf steht, ist für sie nichts mehr so, wie es einmal war. Einst war sie eine begnadete und berühmte Künstlerin - nun versucht sie, ihren Schmerz in Partys und One-Night-Stands zu ertränken. Nachdem Blairs Eltern endgültig genug von den skandalösen Schlagzeilen um ihre Tochter haben, wird Blair an die raue, britische Küste verbannt. Doch sie ist nicht allein: Auch Connor befindet sich in St Ives. Connor, der beste Freund ihres Bruders. Und Connor, der Blairs Herz einst in tausend Teile zerschmetterte...

"Memories So Golden Like Us" ist der zweite Band der "Blue Eternity"-Reihe von Gabriella Santos de Lima. Ich kannte den ersten Band zuvor noch nicht, hatte nichtsdestotrotz aber keinesfalls das Gefühl, etwas Essentielles verpasst zu haben. Wichtige Eckpunkte und Personen aus dem Vorgängerband werden immer wieder eingestreut, sodass ich sagen würde, dass sich dieses Buch durchaus auch ohne jegliche Vorkenntnisse lesen lässt. Mit Kenntnis des ersten Bandes dürften sich Leser allerdings freuen, bekannte Gesichter wiederzusehen und einen Abschluss mit den in Band eins besprochenen Charakteren finden zu können.

Der Einstieg in diesen Roman fiel mir zunächst leicht. Blairs Gefühle werden durch den zarten Schreibstil authentisch transportiert, die Handlung um eine gebrochene Künstlerin weckte hohe Erwartungen an eine mitreißende, emotionale Storyline und kurze Ausschnitte der beschriebenen Schlagzeilen und damit verbundenen Hasskommentare an Blair ermöglichen es, sich bestens mit ihrer Situation identifizieren und sich in ihren Schmerz hineinversetzen zu können.

Leider hat mich die Umsetzung im weiteren Verlauf der Geschichte etwas enttäuscht. Der zunächst angenehm sanfte Schreibstil der Autorin wies schon bald zahlreiche Wiederholungen auf. Immer wieder hatte ich das Gefühl, während des Lesens kaum von der Stelle zu kommen und immer und immer wieder die selbe Situation zu erleben. Zudem verfügt "Memories So Golden Like Us" über einige Szenen, in welchen an Spice-Potential nicht gespart wird. Das ist für mich an sich überhaupt kein Problem. Oftmals können diese zu mehr Authentizität oder intensiveren Beziehungen führen. Die Szenen hier haben für mich häufig fehlplatziert und wie ein harter Schnitt zu den Momenten, in denen sich Emotionen und Gefühle Stück für Stück anbahnten, gewirkt. Ich konnte beides leider nicht richtig in Einklang miteinander bringen.

Insgesamt würde ich sagen, dass das Buch und die Storyline über reichlich Potential verfügen, die Umsetzung letztendlich aber ausbaufähig bleibt. Für mich persönlich war die Geschichte um Blair und Connor leider nichts.
2,5/5 Sterne

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