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Veröffentlicht am 09.05.2017

Wenn der Familienurlaub zum Alptraum wird

Das Grauen in dir
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Ein jeder leidet unter dem, was er getan; das Verbrechen kommt wieder auf seinen Urheber zurück. (Seneca)
Andrea Thornston, Gregory und Julie wollen endlich mal wieder eine Woche Urlaub machen. Dazu lassen ...

Ein jeder leidet unter dem, was er getan; das Verbrechen kommt wieder auf seinen Urheber zurück. (Seneca)
Andrea Thornston, Gregory und Julie wollen endlich mal wieder eine Woche Urlaub machen. Dazu lassen sie alles hinter sich und fahren nach Schottland und von dort auf die Isle of Skye. Hier in diesem idyllischen Paradies mit viel Natur denken sie sich endlich zu erholen, als sie kurz vor dem Ziel einen Verkehrsunfall haben. Zum Glück ist es nur Blechschaden, jedoch der zuständige Polizist erkennt Andrea und spricht sie am nächsten Tag an. Auf der Insel sind die letzten Jahre immer zur selben Zeit August/September halbwüchsige Jungen überwältigt, entführt, vergewaltigt oder spurlos verschwunden. Sergeant Fergus Boyd braucht Andreas Hilfe, die auch sofort bereit ist und ein Täterprofil erstellt. Relativ schnell wird der eigentliche Täter gefasst, der allerdings nicht geständig ist. Stattdessen möchte er dem Polizeiteam die Fundorte seiner letzten getöteten Opfer zeigen. Doch Andrea ist überzeugt, dass der Täter genau weiß, wo diese sind und ahnt schlimmeres. Diese Vorahnung soll wieder mal zu Andreas Alptraum werden, als dieser fliehen kann und sie als Geisel nimmt. Kann noch rechtzeitig schlimmeres verhindert werden?

Meine Meinung:
Diese Mal ist die Geschichte etwas kürzer gehalten wie die Vorgänger, aber nicht minder interessant und spannend. Trotzdem hat mir ein wenig der Tatendrang Andreas gegenüber den anderen Teilen gefehlt, was sicherlich daraus resultiert, das der Urlaub und auch Gregs Initiative im Vordergrund stand. Vielleicht hätte auch noch ein wenig mehr Hintergrundwissen des Täters gutgetan. Gut wiederum hat mir gefallen, wie Andrea ihrer Tochter die Vorgänge von damals erklärt hat, als diese danach fragt. Trotzdem war es wieder ein sehr interessanter Fall über ein Tabuthema "Missbrauch an Männern", das sicher viel zu wenig beleuchtet wird. Ich glaube das diesen Männer ihrer Männlichkeit, Selbstwertgefühl und ihr Stolz geraubt wird nach so einer Tat. Wieder einmal ist mir nach diesem Fall klar geworden: "Die Psyche des Menschen ist unergründlich!" Andreas Privatleben tritt ein bisschen in den Hintergrund, was durchaus nicht schlimm war, schließlich kennt man die Familie genügend, wenn man die Reihe, so wie ich vollständig gelesen hat. Beeindruckend fand ich wieder einmal, wie sich Dania Dicken im Angesicht dessen das man den Täter gestellt hat, immer noch was einfallen lässt das der Leser überrascht ist. Obwohl es in diesem Fall die naiven und gutgläubigen Polizisten waren, die einen großen Fehler gemacht haben. Das Cover ist wieder ein Hingucker, wie auch schon die anderen, mit einem wunderschönen Einblick auf die Isle of Skye. Auch bei den Urlaubsbeschreibungen in dem Buch bekommt man Lust diese mal zu besuchen. Deshalb habe ich auch lange mit mir gerungen, welche Note ich diesem Thriller gebe und bin zu dem Entschluss gekommen das er gute 4 von 5 Sterne von mir bekommt, mit Tendenz nach oben. Eine Thriller-Reihe die man von Anfang an gelesen haben sollte.

Veröffentlicht am 15.04.2017

Die Todesliste und der Täter ist immer eine Schritt voraus

Ragdoll - Dein letzter Tag (Ein New-Scotland-Yard-Thriller 1)
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"Wer sich mit dem Teufel einlässt, verändert nicht den Teufel, sondern der Teufel verändert ihn."
Nach seinem letzten Fall vor 4 Jahren, bei dem Detective William Oliver Layton-Fawkes genannt Wolf suspendiert ...

"Wer sich mit dem Teufel einlässt, verändert nicht den Teufel, sondern der Teufel verändert ihn."
Nach seinem letzten Fall vor 4 Jahren, bei dem Detective William Oliver Layton-Fawkes genannt Wolf suspendiert wurde, landete er eine ganze Zeit in einer Psychiatrie. Doch nun ist er zurück und soll sich bewähren und bekommt es sofort mit einem sehr schwierigen Fall zu tun. In einer Wohnung wird eine grausame Leiche gefunden, an Fäden aufgehängt schwebt sie nackt über dem Boden, doch es ist nicht eine Leiche, nein sie besteht aus sechs Leichenteilen. Das einzige was Wolf erkennt, ist der Kopf seines Widersachers Naguib Khalid dem Feuerbestatter aus seinem letzten Fall. Diese Flickenpuppe auch Ragdoll genannt, erweist sich als überaus schwierig, den die Ermittler müssen erstmals die weitere Identität der einzelnen Teile und die Zusammenhänge der Personen miteinander herausfinden. Wenig später findet Wolfs Exfrau Andrea einen Umschlag mit Fotos und einer Todesliste mit den nächsten 6 Opfern in ihrem Briefkasten. Nun beginnt der Wettlauf mit der Zeit, den hinter jedem Namen steht das Todesdatum und Detective Wolf ist das letzte Opfer. Durch Polizeischutz will man die Opfer schützen, doch der Mörder ist schlau und immer einen Schritt weiter als die Polizei. Kann Wolf und seine Kollegen die Todeskandidaten schützen und seinen eigenen Tod verhindern? Wer sind die ersten sechs Opfer des Ragdolls?

Meine Meinung:
Ich halte ja nichts von Hype, aber dieser konnte selbst mich größtenteils überzeugen. Ein Debütroman wie ich ihn selten erlebt habe, Daniel Cole hat ein Faible für Thriller und einen spannenden Stoff gefunden. Der Schreibstil ist fesselnd, sehr gut und mit einer Spannung, die leider am Ende ein wenig schwächelt. Auch gab es ein paar kleinere Fehler, wie z. B.: Dass die Ermittler unermüdlich und ohne Essen im Einsatz sind, was körperlich kaum möglich ist. Das wen jemand so viel Blut verliert, wie Baxter wohl sich kaum wieder aufrappeln kann. Vielleicht sollte da der Sanitäter Cole doch noch ein wenig besser recherchieren. Aber für seinen ersten Roman, Chapeau muss ich sagen, er hat es trotzdem hervorragend hinbekommen mich über 400 Seiten zu packen und faszinieren. Das Cover ist brillant, dieser Vogel auf Angriff und die düstere Farbgebung gibt dem ganzen was mystisches und spannendes. Auch die Ermittler sind größtenteils sehr spezielle Charaktere, was dem ganzen eine zusätzliche Würze gibt. Besonders Wolf mit seiner Vorgeschichte steht im Fokus dieses Geschehens, schon dadurch das er das letzte Opfer ist. Das Ende war mir allerdings dann doch ein wenig zu flach, unspektakulär und weist dazu noch auf eine Fortsetzung hin, die man vielleicht nicht unbedingt gebraucht hätte. Trotzdem freue ich mich auf diese und auf eine Verfilmung des Buches und deshalb von mir gute 4 von 5 Sterne für dieses Debüt.

Veröffentlicht am 23.03.2017

Kann man Liebe anpflanzen?

Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen
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"Gärtnern ist in dieser Hinsicht genau wie das Leben. Die meisten von uns haben längst kein Gefühl mehr für die Jahreszeiten, das Wetter, für all die Zyklen des Lebens, die das Werden und Vergehen bestimmen. ...

"Gärtnern ist in dieser Hinsicht genau wie das Leben. Die meisten von uns haben längst kein Gefühl mehr für die Jahreszeiten, das Wetter, für all die Zyklen des Lebens, die das Werden und Vergehen bestimmen. Man kann das ganze Jahr über jedes Obst bekommen, weil es eingeflogen wird und wenn man den ganzen Tag in einem Büro verbringt, spürt man nicht, dass es draußen kühler ist als in der Woche zuvor." (Auszug aus dem Buch)
Lilian Mutter von zwei Töchtern, deren Mann vor 3 Jahren bei einem Unfall ums Leben kam, arbeitet als Illustratorin bei einem Schulbuchverlag. So schlägt sie sich mehr schlecht als recht durch das Leben und hat genug zu tun. Auch der Kummer um ihren verstorbenen Mann lässt sie nicht los. Eines Tages offenbart ihr ihre Chefin Roberta das sie einen besonderen Auftrag für sie hat. Lilian soll ein Gemüsebuch illustrieren, allerdings muss sie dafür sechs Wochen lang einen Gärtnerkurs mitmachen. Dieser Auftrag ist ungemein wichtig, da Roberta ansonsten Mitarbeiter entlassen müsste. Und so lässt sich Lilian auf dieses Abenteuer ein, Kursleiter ist Edward Bloem einer der Sohn des Auftraggebers und Lisa eine Referendarin. Und Lilian ist verblüfft, was sie da auf dem Acker alles ausgräbt: Würmer, Lebensfreude, Baumwurzeln, Plastikfeen, Unkraut, Freunde, Radieschen, einen ziemlich großartigen, sympathischen Mann. Hat sie den Mut, sich wieder neu zu verlieben?

Meine Meinung:
Ein eigenwilliges Buch das zum einen dem Leser die Kunst des Gärtners und des Lebens und der Liebe nahelegt, aber auch viel Witz besitzt. Der Schreibstil in Abbi Waxmans Debütroman ist locker, humorvoll, aber auch emotional und tiefgründig. Eingeteilt in Kapitel die am Ende fast immer mit einem Gartentipp abschließen, wie z. B. Wie man Gurken anbaut, Karotten zieht, Kürbisse zieht..... Das Buch hat mich trotzdem ganz gut unterhalten, auch wenn ich mit gärtnern und pflanzen nicht viel am Hut habe. Es ist eine gute Mischung aus Familien- und Liebesroman mit der richtigen Prise Humor gewürzt wurde. Da sind dann schon mal Sätze wie: (S.56)"Jeden Tag, wenn ich zum Beten auf die Knie sinke, bedanke ich mich bei unserem Schöpfer dafür, dass er uns die Wurmpisse geschenkt hat. Diese winzigen Wurmblasen geben und geben, ohne je ein Dankeschön zu verlangen." Lustig ist auch Lilians Hund Frank, bei dem der Leser ab und zu in seine Gedankenwelt mitgenommen wird. Ein leichtes, unterhaltsames Buch, das einem die Zeit nur so dahin fliegen lässt und deshalb von mir gute 4 von 5 Sterne bekommt.

Veröffentlicht am 14.03.2017

Ein Hauch von Liebe, Abenteuer und Sehnsüchte

Ein Hauch von Sehnsucht
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"Ein Abenteuer passiert dem, der es am wenigsten erwartet, d.h. dem Romantischen, dem Schüchternen. Insofern blüht das Abenteuer dem Unabenteuerlichen." (Gilbert Keith Chesterton)
Victoria Reimer, verlobt ...

"Ein Abenteuer passiert dem, der es am wenigsten erwartet, d.h. dem Romantischen, dem Schüchternen. Insofern blüht das Abenteuer dem Unabenteuerlichen." (Gilbert Keith Chesterton)
Victoria Reimer, verlobt mit dem Reisejournalisten Oliver Ross, der viel in der Welt herumreist und Victorias dadurch häufig alleine lässt.
Oliver ist ein Lebemann und Casanova, er lässt während seinen Reisen in Sachen Sex nichts anbrennen, trotzdem kehrt er immer wieder zu Victoria zurück. Victoria liebt ihn über alles, auch wenn sie oft alleine ist. Als ihre Freundin Barbara ihr eine Bitte vorschlägt, ist sie anfänglich sehr skeptisch. Ramon Garcia ein argentinischer Arzt ist in Schwierigkeiten, er musste Paraguay verlassen und versucht in Kalifornien neu anzufangen. Für diesen Neuanfang und seine Aufenthaltsgenehmigung, braucht er Victoria, damit sie mit ihm eine Scheinehe ein geht. Aus Trotz und Rache an Oliver geht sie diese Ehe ein, ohne zu ahnen, das Ramon ihr nicht die volle Wahrheit erzählt hat. Oliver unterdessen geht auf Fototour nach Afrika, dort lernt er die Tierschützerin Georgina kennen und verliebt sich in sie. Doch sowohl Victoria als auch Oliver werden durch diese Partnerschaften in das Abenteuer ihres Lebens hineingezogen. Wird es am Ende für beide ein Happyend geben?

Meine Meinung:
Am Anfang dachte ich einen erotisch angehauchten Liebesroman zu lesen, bei dem die Männer sehr sexistisch dargestellt wurden. Jedoch je weiter ich las, desto abenteuerlicher und spannender wurde diese Geschichte. An Hand zwei verschiedener Handlungsstränge tauchen wir in das Leben Victorias und Olivers ein und so erleben wir eine sehr faszinierende, spannende Wende des Buches. Der Schreibstil von Christina Unger ist sehr schön und so hatte ich dann auch das Buch und die Geschichte regelrecht in den Bann gezogen. Es geht in diesem Buch nicht nur um Liebe, Erotik und Sex, nein auch Themen wie Tierschutz, aussterbende Tiere erhalten, Revolution und der Sturz Paraguays Machthaber spielen eine große Rolle. Deshalb bitte ich die Leser, dieses Buch nicht nach ein paar Seiten wegzulegen, sondern weiterzulesen es lohnt sich. Ich war begeistert von der Wende dieser Geschichte und gebe deshalb gute 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 09.03.2017

Eine ungewöhnliche Weltreise für eine Freundin

Überleben ist ein guter Anfang
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Fünf Frauen, fünf Wochen, fünf Kontinente und jede Menge Abenteuer, Erlebnisse und Eindrücke.
Anja Möllers Meinung von Selbsthilfegruppen (SHG) ist nicht gerade gut, sie findet sie deprimierend und man ...

Fünf Frauen, fünf Wochen, fünf Kontinente und jede Menge Abenteuer, Erlebnisse und Eindrücke.
Anja Möllers Meinung von Selbsthilfegruppen (SHG) ist nicht gerade gut, sie findet sie deprimierend und man redet ständig über Krankheiten. Doch Anja wird eines besseren belehrt, in dieser SHG findet sie lauter lebensbejahende Frauen vor. Allen voran Sieglinde eine 83-jährige Patientin, die sich noch ihren letzten Wunsch erfüllen will, und zwar eine fünfwöchige Weltreise zu fünf Kontinenten. Doch Sieglinde verstirbt noch kurz vor der Reise erzählt, aber Anja wo ihre Reisekasse ist und das sie diese nehmen soll. Mit der Reisekasse beschließen nun Anja, Marion, Hertha, Margarete und Sabine eine Reise im Sinne Sieglindes zu unternehmen. Zögerlich lassen sich alle auf dieses Abenteuer ein und so nehmen die Erlebnisse ihren Lauf, den was hatten, sie auch zu verlieren? Von Frankreich, Amerika, Peru, Indien, Ägypten und nach Hause führt sie diese besondere Abschiedsreise für Sieglinde. So bestaunen sie den Grand Canyon, machen eine Raftingtour und beenden das ganze mit den Pyramiden.

Meine Meinung:
Da ich selbst eine SHG leite, hat mich das Buch neugierig gemacht. Andrea Ulmer hat hier einen lebensbejahenden Roman geschrieben, der auf Grund der Leidensgeschichte ihrer Mutter beruht. Mir gefiel vor allem, wie die Autorin diese deprimierende SHG darstellte, die sich dann ganz andres zeigte. Auch der immer wieder eingeflochtene Humor hat mir sehr gut gefallen. Hier steht nicht die Krankheit im Vordergrund, sondern das bisschen Leben, das noch jeder einzelne der Frauen hat. Das einzige was mir ein wenig fehlte war, das man den Frauen nicht tiefer begegnete, sondern sie oberflächlich blieben. Lediglich über Anja erfuhr man etwas mehr auch von ihrer Familie. Jedoch war es wahrscheinlich, weil es ja in erster Linie um die Reiseerlebnisse ging. Der Schreibstil war sehr gut und emotional, hat mich jetzt, aber auch nicht so berührt das ich ergriffen war. Das Cover sah für mich eher aus, wie wenn es ein Sachbuch wäre, von daher ist hier noch Luft nach oben. Alles in allem ein Buch, das mich sehr gut unterhalten hat und dem Leser einen anderen Zugang zu Krankheit, SHG und dem Leben beschert. Deshalb von mir 4 von 5 Sterne für dieses Buch.