Profilbild von Kristja

Kristja

Lesejury Star
offline

Kristja ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Kristja über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.05.2021

Heiße Boss-Romance

Dirty Headlines
0

​"Dirty Headlines" - L. J. Shen

Eine Mischung aus Enemies-to-Lovers und Boss-Romance. Und ich habe es bis auf ein paar Kleinigkeiten sehr geliebt. Judith Humphrey, genannt Jude, ist eine wahnsinnig sympathische ...

​"Dirty Headlines" - L. J. Shen

Eine Mischung aus Enemies-to-Lovers und Boss-Romance. Und ich habe es bis auf ein paar Kleinigkeiten sehr geliebt. Judith Humphrey, genannt Jude, ist eine wahnsinnig sympathische Protagonistin: Liebevoll und doch charakterstark. Sie lässt sich nichts sagen.. außer im Bett ;) Nachdem sie also den One-Night-Stand hatte, beschloss sie diesen zu beklauen. Und sowas geht eigentlich gar nicht. EIGENTLICH. Aber ich konnte sie tatsächlich verstehen. Und ganz ehrlich? Genug Geld hat der Typ tatsächlich. :D Denn sie hat das für ihren krebskranken Vater gemacht. Kurzer Zwischeneinwurf: Rob ist soo unglaublich lebensfroh und sympathisch. Ich habe ihn wahnsinnig schnell in mein Herz geschlossen.

Zurück zur Story: Wie es das Schicksal aber so will, entpuppt sich ihr One-Night-Stand als ihr neuer Boss: Celian Laurent. Und als Boss ist Celian ganz anders: Wütend, kalt und hasst alles und jeden. Aber genau das hat ihn so interessant gemacht. Denn ich habe mich die ganze Zeit gefragt, warum er so ist. Und nach und nach durften wir das auch erfahren. Besonders gut fand ich hier, dass Jude nicht vor ihm zurückschreckte. Statt sich von ihm einschüchtern zu lassen, hat sie ihm ihre Meinung gesagt. Diese Dialoge waren frech und heiß zugleich.

Natürlich kommen sie sich näher. Doch es gibt so viele Hindernisse: Eine Verlobte, die Arbeit, und noch mehr. Wie sollen die zwei da je zueinander finden?

Was ich etwas schade fand ist, dass Jude und Celian angefangen haben ihre Probleme zu ignorieren und stattdessen im Bett zu landen. Ich meine, das war verdammt heiß und wirklich gut beschrieben. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Aber ich fände es besser, wenn die da mehr miteinander geredet hätten. Und das ist leider nicht nur einmal passiert.

Besonders will ich nochmal hervorheben, wie tief wir die Charaktere kennenlernen durften. Es war überhaupt nicht oberflächlich und jeder hatte seine Geschichte, die nach und nach hervorgekommen ist. Und die hatte es teilweise in sich. Aber genau das macht deren Verhalten so plausibel. Ach und die farbigen Chucks fand ich richtig cool :D

Fazit:

Eine gelungene Enemies-to-Lovers Story gemischt mit einer Boss-Romance. Besonders die tollen Charaktere mochte ich sehr. Es war ein Genuss dieses Buch zu lesen. Und bis auf kleine Schwächen hat mir das Buch sehr gut gefallen!


4.5/5

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.04.2021

Spannende Fantasy-Welt

Das Reich der Schatten, Band 1: Her Wish So Dark (High Romantasy von der SPIEGEL-Bestsellerautorin von "One True Queen")
0

​"Das Reich der Schatten: Her Wish So Dark" - Jennifer Benkau

Da ich schon "One True Queen" sehr gemocht habe, wollte ich natürlich auch dieses Buch lesen und erneut in die Welt von Lyaskye eintauchen. ...

​"Das Reich der Schatten: Her Wish So Dark" - Jennifer Benkau

Da ich schon "One True Queen" sehr gemocht habe, wollte ich natürlich auch dieses Buch lesen und erneut in die Welt von Lyaskye eintauchen. Wobei wir hier einen ganz anderen Teil von Lyaskye kennenlernen. Nämlich das Daemareich.

Denn Laire, die Protagonistin, macht sich mit ihren Freunden Jero und Vika auf den Weg dahin, um Laires Verlobten Desmond zu retten. Doch dies gestaltet sich nicht so einfach. Ein andere Truppe ist auch auf dem Weg zur Rettung. Doch nur einer kann ihn retten, die anderen vergessen sich und werden zu Daema. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Am Anfang war ich davon nicht ganz so gefesselt und ich brauchte etwas um in die Geschichte zu finden, da es viele Rückblenden gab, die für mich zunächst etwas verwirrend waren. Zusätzlich taucht dann noch ein Ex-Freund von Laire auf, den sie aber dringend brauchen.

Auf dem Weg zum Daemalord hatte ich das Gefühl, dass die Spannungskurve stark abnahm. Durch die ganzen Gespräche und der Annäherung von Laire und Alaric, empfand ich es eher als eine Art Wanderung und nicht als Mission. Weiter war es als würde Laire ihre Mission komplett aus den Augen verlieren. Das fand ich sehr schade. Genau wie das wir von der anderen Truppe nichts erfahren habe.Auch das Zeit schneidenwar einfach zu viel. Es hat einige Logikfehler aufgeworfen, wobei es auch so schon genug gab.. Ich finde, die Story wäre auch gut ohne das Zeit schneiden ausgekommen.

Zum Ende hin wurde es dann aber doch nochmal immer spannender. Es gab mehr Angriffe. Wir haben endlich wieder was von der anderen Truppe erfahren. Und auch von der Vergangenheit der Charaktere bekam man mehr mit. Vorher wirkten sie etwas blass bis auf Alaric und Laire. Die große Wendung zum Schluss war mein Highlight. Damit hätte ich niemals gerechnet und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Wahnsinn. Insbesondere der Lord ist mir da richtig an's Herz gewachsen.. ;)


Fazit:
Anfang und insbesondere das Ende waren richtig gut. Der Mittelteil hat sich eher wie eine Wanderung angefühlt. Fand ich etwas schade. Auch die Logikfehler und das Zeit schneiden waren mir etwas zu viel. Die nicht vorhersehbaren Wendungen am Schluss und der Lord haben für mich aber einiges wieder rausgerissen. Ich bin jetzt schon wahnsinnig gespannt auf den 2. Teil!


4,5/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.02.2021

Die Macht von Worten und Taten

All das Ungesagte zwischen uns
0

Ich weiß gar nicht, wo ich bei dieser Rezension anfangen soll. Es ist nich so, als hätte es mir nicht gefallen, aber ich weiß einfach nicht, wie ich diese Gedanken zu Wort bringe. Es werden wichtige Themen ...

Ich weiß gar nicht, wo ich bei dieser Rezension anfangen soll. Es ist nich so, als hätte es mir nicht gefallen, aber ich weiß einfach nicht, wie ich diese Gedanken zu Wort bringe. Es werden wichtige Themen angesprochen, die einem noch lange nachhängen.

Abwechselnd lesen wir aus der Sicht von Morgan und ihrer Tochter Clara. Dabei fand ich die beiden sehr realistisch und authentisch. Morgan hat Clara als Teenager unerwartet bekommen. Und auch Clara kommt langsam in das Alter. Natürlich will Morgan verhindern, dass ihr der gleiche Fehler passiert. Doch dann geschieht der Unfall. Und es kommen schlimme Dinge an's Tageslicht. Was tut man in so einer Situation als Mutter? Wenn man merkt, dass man so hintergangen wurde? Lädt man sich die Schuld auf, um das Kind zu schützen oder ist man schonungslos ehrlich? Ich selbst war da hin- und hergerissen. Und habe öfter drüber nachgedacht. Aber auch ich bin da zu keinem richtigen Entschluss gekommen.

Und Clara? Gerade so einen wichtigen Menschen verloren, weiß sie nicht, wie sie mit ihrer Trauer umgehen soll. Insbesondere da sie die Schuld bei sich sieht. Die einzig logische Konsequenz: Sie wird zum rebellischen Teenager. Ist wütend. Traurig. Verletzt. Und es kommen immer mehr Faktoren hinzu, die diese Phase noch verstärken. Gerade wenn Clara dann mal glücklich war, kam die Frage bei ihr auf: Darf ich das überhaupt? Glück empfinden? Nach dem Unfall? Ich habe da wirklich mitgelitten und die Message hat die Autorin sehr schön rüber gebracht.

Neben dem ganzen Verlust und der Trauer entwickeln sich aber auch zarte Liebesgeschichten. Ich fand es wirklich schön, wie das beschrieben wurde und es einem doch immer wieder Lichtblicke in dem doch eher düsteren Buch gegeben hat.

Fazit:

Die Autorin zeigt in diesem Buch wie mächtig Worte und Taten sind. Wie sie das Leben eines anderen in Trümmer legen können. Aber auch wie sie heilend wirken. Immer wenn ich das Buch zur Seite gelegt habe, habe ich noch lange über das eben gelesene nachgedacht. Es hat mich einfach nur sehr berührt. Das Leben kann tatsächlich genau so verlaufen, wie die Autorin dies geschildert hat und ich glaube genau deswegen ging es mir auch so nah.

Was mir nicht so gefallen hat, war zum Einen das etwas kitschige Ende. Es war auch nicht nur kitschig, sondern auch schon vorhersehbar. Aber schade fand ich auch, dass manche Fragen bei mir offen geblieben sind, die ich wirklich gern beantwortet hätte.


4/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2026

Royaler Diebstahl?

Royal Fake
0

Nachdem Darcy im ersten Band die Rache abgebrochen hat, aber dabei von Tristan erwischt wurde, ist sie untergetaucht. Sie ist nach New York, lässt erst mal alles sacken und trauert Tristan hinterher. Auch ...

Nachdem Darcy im ersten Band die Rache abgebrochen hat, aber dabei von Tristan erwischt wurde, ist sie untergetaucht. Sie ist nach New York, lässt erst mal alles sacken und trauert Tristan hinterher. Auch mit ihrer Crew hat sie aktuell nur sporadisch Kontakt. Tristan dagegen muss sich nach dem Skandal, dem Volk stellen. Spencer ist ebenfalls erst mal unter dem Radar, da er beim Volk nicht gut wegkommt. Für Tristan besonders schwer, da er nun alle Aufgaben von ihm übernehmen muss, was ihm gar nicht passt. Er will wieder in den Schatten und das Leben eines Zweitgeborenen führen. Als dann aber seine Schwester Matilda in eine arrangierte Ehe soll und das noch mit einem Mann, der ein Psychopath ist, entwickelt Tristan einen Plan, um sie daraus zu retten. Sie müssen das Gemälde zurückholen und dafür braucht er Darcy.

Darcy und Tristan verloben sich zum Schein, damit sie in den Palast des spanischen Kronprinzen kommen. Darcy ist natürlich sofort dabei, als sie hört, dass es für Matilda ist, auch wenn es ihr schwerfällt. Das erste Drittel des Buches ist ziemlich ruhig und zieht sich tatsächlich auch ein bisschen. Darcy und Tristan schleichen beide umeinander herum, suchen Abstand und doch irgendwie Nähe zueinander. Dazu halt die ganzen royalen Termine, die damit einhergehen. So richtig gefunkt hat es zu Beginn nicht. Dafür spürt man bei beiden, wie weh es ihnen tut. Denn sie müssen verliebt tun, aber nicht so einfach, wenn so viel passiert ist und das Vertrauen fehlt. Ich fand es gut, dass beide das Gespräch gesucht haben, richtig gut. Über die Zeit fällt es denen leichter. Die alten Gefühle nehmen Überhand. Es ist deutlich weniger gespielt und sie kommen sich näher. Doch immer wenn sie einen kurzen intimeren Moment haben, kippt die Stimmung schnell wieder, sobald sich einer daran erinnert, was vorgefallen ist. Das war entsprechend recht vorhersehbar.

Anders als das Stehlen des Gemäldes. Sobald die Planungen dafür begannen, wurde es deutlich spannender. Wie kommen sie da ran? Wie gehen sie vor? Für Tristan ist das ja doch etwas Neues. Eine Rolle spielen, Pläne schmieden und die Vorgaben umsetzen. Beim Schnüffeln werden sie öfter fast erwischt, aber genau das macht es so spannend. Sie machen kleine Fortschritte, haben aber auch oft genug Rückschläge, mit denen sie umgehen müssen. Auch die Crew rund um Darcy unterstützt die beiden im Hintergrund, auch wenn Linus von dieser Situation absolut nicht begeistert ist und das auch zeigt. Dennoch ist er dabei und gibt sein Bestes. Dabei kommen noch einige schockierende Informationen ans Licht.


Fazit:

Ein royaler Diebstahl? Tristan begibt sich nun ebenfalls in die Rolle eines Diebs und holt Darcy mit ihrer Crew dazu, um seine Schwester vor einer arrangierten Ehe mit einem Psychopath zu retten. Dabei war der Anfang leider etwas zäh, als es bei den beiden losging und sie umeinander herumtänzelten. Als es dann mit der Planung des Diebstahls losging, wurde es deutlich interessanter und komplett hat es mich dann in Spanien abgeholt. Mal wieder super spannend mit einigen sehr interessanten Wendungen.

4/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.04.2026

Schöner Abschluss

Clashing with No. 6
0

Saint Alvarez, der Wide Receiver der L.A. Vipers, ist wegen einer Schlägerei mit seinem besten Freund bei einem Spiel in Verruf. Um diesen Ruf wiederherzustellen, soll eine Dokumentation über ihn gedreht ...

Saint Alvarez, der Wide Receiver der L.A. Vipers, ist wegen einer Schlägerei mit seinem besten Freund bei einem Spiel in Verruf. Um diesen Ruf wiederherzustellen, soll eine Dokumentation über ihn gedreht werden. Die Producer erhoffen sich da natürlich viel Drama und den Grund für den Bruch mit Flynn. Sportjournalistin Callie McQueen hat auf TikTok eine große Reichweite und liebt den Job als Journalistin. Sie soll diese Reportage drehen. Doch wegen einem Faupax in einem Interview hat auch sie es nicht einfach wieder Fuß zu fassen. Sie wird eher belächelt. So auch von Saint. Saint ist verständlicherweise total gegen diese Dokumentation und blockt alles ab. Er stellt seine Grenzen klar und zeigt, dass er absolut keine Lust hat. Callie spornt das nur umso mehr an.

Die beiden sind wie Feuer und Wasser. Wenn sie aufeinandertreffen, wird es hitzig. Ich mochte ihre Dialoge und den Schlagabtausch zwischen den beiden sehr. Es sprüht nur so vor Funken. Die Interview-Drehtage sind entsprechend spannend gehalten. Denn Saint will auf keinen Fall etwas preisgeben und Callie braucht dringend Material und fühlt ihm auf den Zahn. Die beiden streiten sich immer wieder bis zu einem gewissen Punkt. Callie ist von Anfang an eher auf Flucht aus. Wenn es ihr zu viel wird, haut sie erst mal ab. Fand ich nicht ganz so gut, aber das ist nun mal ihre Art. Irgendwann schließen sie einen Waffenstillstand und ab da geht es mir viel zu plötzlich in die entgegengesetzte Richtung. Sie fallen übereinander her. Saint ist für Callie da, sie für ihn. Das war süß. Es war auch schön, wie die beiden sich gegenseitig geöffnet haben. Aber auch etwas naiv von Saint, weil Callie das alles hätte nutzen können. Aus ihrer Sicht konnte ich ihre Handlungsweisen oft noch nachvollziehen.

Das große Thema ist natürlich der Grund, warum Flynn und Saint miteinander gebrochen haben. Es gibt immer ein paar neue Informationen, die einen fesseln. Dennoch war es recht schnell klar, worauf es hinausläuft. Ich fand es trotzdem sehr gut dargestellt, wie sehr sowohl Flynn als auch Saint darunter leiden. Von daher war es gut untergebracht. Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, ist Saints Beschützerinstinkt gegenüber seiner Schwester. Ich dachte wirklich am Anfang, die ist erst sieben Jahre oder so. Tja, falsch gedacht. Volljährig. Aber beschrieben wie ein Kleinkind und er verhält sich ihr gegenüber auch so. Gar nicht cool. Auch wer hinter dem Pseudonym steckt, der Callie schreibt, war schnell klar. Diese Chats waren mir aber irgendwie total kitschig und drüber.

Fazit:

Ein schöner Abschluss der Trilogie. Die Enemies waren deutlich spürbar. Leider war mir der Umschwung dann aber doch zu plötzlich und zu körperlich. Ich fand aber schön, wie sie miteinander auftauten und sich näherkamen. Auch das große Thema rund um die Schlägerei erhält konsequent Aufmerksamkeit und gerät nicht zu sehr in den Hintergrund.

4/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere