Profilbild von MissSophi

MissSophi

Lesejury Profi
offline

MissSophi ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit MissSophi über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.04.2021

wie alles begann

Du bist wie ich
0

Dies ist die Vorgeschichte der „Endlich“ Reihe von Inken Ibsen und kann auch eigenständig gelesen werden – aber Vorsicht: man möchte dann unbedingt wissen, wie sich alles weiterentwickelt.
Ich hatte die ...

Dies ist die Vorgeschichte der „Endlich“ Reihe von Inken Ibsen und kann auch eigenständig gelesen werden – aber Vorsicht: man möchte dann unbedingt wissen, wie sich alles weiterentwickelt.
Ich hatte die Reihe vorher schon gelesen und war neugierig, wie alles angefangen hat und von daher war es ein „Muss“ dieses Buch zu lesen. Es erzählt von dem kleinen beschaulichen Ort Lonstrup in Dänemark, von seinen Bewohnern und den Touristen. Wir werden entführt in die 80 iger Jahre. Dort begegnen wir Leif, einem Fischer mit Leib und Seele, und seiner Frau Freija.
Dies Buch behandelt sie Themen Verlust und Trauer, wie sie im Leben vorkommen und wir dürfen Leif bei seiner Bewältigung über die Schulter schauen. Das Leben geht weiter und schickt manchmal Zeichen, dass es gut ist, weiterzuleben und in diesem Fall ist das ein kleines Touristenmädchen aus Deutschland, welches sich in das Herz von dem raubeinigen Fischer stiehlt.
Wir lesen von Freundschaften, die auf die eine oder andere Probe gestellt werden und von der unbändigen Lust am Leben. Alles durchzogen von einer wundervollen Schreibweise, die einen das Meer fühlen und die Meereslust riechen lässt.
Eine uneingeschränkte Leseempfehlung, weil man alles um sich herum vergessen kann und mit lebt und -leidet und alle diese wunderbaren Menschen in sein Herz schließt. Es ist aus der „Endlich“ Reihe entstanden und schafft es vorzüglich, alle offenen Fragen bezüglich der Freundschaft von Inken und Leif zu beantworten und macht wieder Lust, diese gelungene Reihe noch einmal zu lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2021

ein Jugendthriller, der es in sich hat

Searching Lucy
0


Ein Jugendthriller, der sich sicher auch gut in der Erwachsenenwelt der Bücher bewähren könnte und vielleicht auch wird.
Wir lernen Amber kennen, die erst vor kurzem ihren Vater und dann noch ihre Zwillingsschwester ...


Ein Jugendthriller, der sich sicher auch gut in der Erwachsenenwelt der Bücher bewähren könnte und vielleicht auch wird.
Wir lernen Amber kennen, die erst vor kurzem ihren Vater und dann noch ihre Zwillingsschwester Lucy verloren hat. Was mit beiden geschehen ist, ist völlig unklar, also besteht Hoffnung, dass sie noch leben und Amber macht sich auf die Suche. Ihre Mutter stürzt, ob diesem Verschwinden, völlig ab und Amber muss sich nun auch noch um ihren kleinen Bruder und um die Mutter kümmern. Ihre Art damit umzugehen ist, dass sie in die Häuser der potentiellen Verdächtigen eindringt und nach Spuren sucht.
Es ist atmosphärisch ein sehr dunkles Buch, welches auch durch die Playliste unterstrichen wird, die die Autorin unter Verwendung des Buchtitels bei Spotify hochgeladen hat. Die Autorin schafft es mühelos, den von ihr gezogenen Spannungsbogen aufrecht zu erhalten und ihm immer wieder „Futter“ zu geben. Gerade die Schilderung der Einbrüche lässt einem das Blut gefrieren, weil man immer mitfiebert, ob alles gut geht. Die Charaktere sind gut beschrieben und Ambers Art mit Menschen und Dingen umzugehen, lässt die Schwere der Thematik etwas auflockern. Der Schreibstil ist flüssig und eindrücklich, wenngleich sich oft der Jugendsprache bedient wird und ich mit manchen „Ausdrücken“ Schwierigkeiten hatte. Aber, so reden die Kids eben.
Durch Ambers Einbrüche bekommt man einen guten Blick hinter die Fassaden der Menschen aus ihrem Umfeld, was mir sehr gut gefallen hat, auch wenn diese Art der Verarbeitung nicht mein Weg wäre. Aber es wird klar, dass nicht immer alles Gold ist, was glänzt und dass der Schein oft mehr trügt, als einem bewusst ist.
Ein Buch voller Atmosphäre, voller Gefühl und voller Probleme, die das Leben mitunter so mit sich bringt. Thematisch ist von Alkoholabhängigkeit, Schuld, Selbstverletzung, Missbrauch alles mit von der Partie. Ein Buch, was thematisch gut aufgreift, mit welchen Widrigkeiten sich manch Jugendlicher konfrontiert sieht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2021

Ein wahres Schatzkästchen, voller wundervoller Fotos

Lebens-Kraft Lebendig-Sein
1

Ein seltenes Kleinod halte ich hier in meinen Händen und ich weiß nicht so recht, ob es ein Buch oder doch eher ein Bildband ist. Schwer ist es – durch als die phantastischen Fotos, die das Buch, neben ...

Ein seltenes Kleinod halte ich hier in meinen Händen und ich weiß nicht so recht, ob es ein Buch oder doch eher ein Bildband ist. Schwer ist es – durch als die phantastischen Fotos, die das Buch, neben dem Erzähltem zu etwas Einzigartigem machen.

Nicht selten fragt man sich in einer Lebenskrise, woher einem noch die Kraft kommen soll, das alles zu bewältigen. Und lange schon spürt man vielleicht nicht mehr, dass man lebendig ist. Da kommt das Buch wie gerufen – es stellt die Lebens-Ur-Kraft ganz praktisch und ganz bebildert dar. Von der Kraft, Erdplatten zu verschieben, bis hin zu der Kraft, die in den Pflanzen steckt und sie jedes Frühjahr aufs Neue sprießen lässt.

Weg von der Schwere, die das Leben belastet, lädt das Buch dazu ein, im Moment zu leben und sich an der Schönheit der Natur und auch an den Gaben des Einzelnen und die der Mitkreaturen zu erfreuen. Auch die Natur erholt sich nach sogenannten Katastrophen und bringt auf scheinbar verlorener Erde neues Leben hervor.

Die Bilder sind mit Liebe ausgesucht worden und manchmal beschleicht einen das Gefühl, dass man der Autorin ganz nah sein darf – als hätte sie ihr Fotoalbum für uns geöffnet, um uns zu zeigen: es lohnt sich, wieder aufzustehen, wieder an das Leben und die Lebendigkeit zu glauben.

Wie man aus ihren Zeilen entnehmen kann, kennt auch die Autorin die dunklen Stunden des Lebens und hat Dinge erfahren, auf die sie sicher gut und gerne verzichtet hätte, aber genau das macht die Echtheit dieses Bildbandes so spürbar. Sie weiß, wovon sie schreibt und sie weiß, dass es weitergeht und das Leben sich seine Bahn bricht.

Ein unglaublicher Mutmacher, unterstrichen durch die passenden Aufnahmen, in einer Zeit, in der man sich in der Leere zu verlieren glaubt. Kein strenges „Du musst… Du solltest..“ sondern ein liebevolles an die Hand nehmen: Schau, ich zeig Dir was.

Eine Lektüre, die man nicht ausgelesen haben kann. Zu vielfältig die Texte und Bilder, die den Leser immer wieder dazu einladen, das Wunderwerk in die Hand zu nehmen und zu staunen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.02.2021

Super spannend und auch für "Einsteiger" der Reihe geeignet

Die Toten auf Helgoland
0

Obwohl dies schon der siebte Fall um die Inselskommissarin Lena Lorenzen ist, war es mein erster Kontakt mit dieser sehr zielstrebigen Frau. Ich bin gut in das Buch reingekommen und kann bestätigen, dass ...

Obwohl dies schon der siebte Fall um die Inselskommissarin Lena Lorenzen ist, war es mein erster Kontakt mit dieser sehr zielstrebigen Frau. Ich bin gut in das Buch reingekommen und kann bestätigen, dass man diesen Fall gut lesen kann, auch wenn man die anderen Bände nicht kennt.

Lena wird nach Helgoland berufen, um dort einen Fall von einem Doppelmord aufzuklären. Bei dem männlichen Toten handelt es sich um einen Kollegen, der als Verbindungsmann einer großen Sache auf der Spur war und in den Innendienst berufen wurde, bevor er spurlos verschwand.

Nun ist es an Lena herauszufinden, in welcher Sache er ermittelt und wer als Täter in Betracht kommt.
Ein sehr spannender Krimi, den ich nicht aus der Hand legen konnte, bevor ich wusste, wie alles zusammenhängt und wer alles beteiligt war. Was mir besonders gut gefallen hat, wie authentisch die Protagonisten geschildert werden und wie sie plastisch vor meinem inneren Auge zum Leben erweckt wurden. Die Mischung aus „Fall“ und Privatleben ist sehr ausgewogen und macht die Beteiligten umso menschlicher und echter.

Dies Buch hat großes Potential, weil es in sich schlüssig und super spannend ist. Der Schreibstil ist flüssig und der Autorin gelingt es hervorragend das Flair der nordischen Mentalität einzufangen und den Leser in die Weiten des Meeres zu entführen.

Ich werde einiges nachzuholen haben, wenn ich von Anfang an lesen möchte, aber darauf freue ich mich schon sehr und kann diese Reihe nur jedem Leser von gut gemachten Krimis ans Herz legen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.01.2021

Ein Buch voller Hoffnung, Magie und Mut

Ein Lied, mein Leben und was sonst noch schiefgehen kann
0

Lilly: 17 Jahre alt, bekommt fast mehr aufgebürdet, als man als einzelner Mensch bewältigen kann. Wir treffen sie, nachdem sie ihre Mutter verloren hat und sich ihr Leben ganz neu sortiert. Es kommt vieles ...

Lilly: 17 Jahre alt, bekommt fast mehr aufgebürdet, als man als einzelner Mensch bewältigen kann. Wir treffen sie, nachdem sie ihre Mutter verloren hat und sich ihr Leben ganz neu sortiert. Es kommt vieles auf einmal und zwischendurch habe ich immer den Atem angehalten, ob sie darunter nicht letztendlich zerbricht.

Dieses Buch ist eine Märchenadaption, was ich nicht erkannt habe, weil ich das dazugehörige Märchen nicht kannte. Gekonnt in die heutige Zeit übertragen und mit ganz viel Wirkung. Ein Buch, welches Hoffnung schenkt und Mut macht.

Mir persönlich hat es unglaublich gut gefallen, weil ich für mein eigenes Leben viel davon mitnehmen konnte. Es hat mich nicht nur in einer persönlichen Krise abgelenkt, sondern mir auch wieder viel Hoffnung gegeben.

Es ist wunderbar plastisch beschrieben. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet und so realistisch beschrieben, dass man denkt, man kenne sie wirklich persönlich. Die Geschichte ist flüssig und in sich schlüssig. Es geht um Verlust, Intrigen, Freundschaft und Liebe. Es geht darum, wo das Herz Zuhause ist. Ein richtiges „Wohlfühlbuch“, welches in dieser tristen und traurigen Zeit Licht ins Dunkle bringen zu vermag.

Das ist genau die Art Bücher, die ich mag: sie entführen den Leser aus dem eigenen Alltag und schaffen eine Atmosphäre von Hoffnung und Gerechtigkeit. Sie erschaffen einen Parallelalltag, in den man so oft es geht flüchten mag. Sehr, sehr gelungen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere