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Veröffentlicht am 15.02.2022

Kisses for me ...

Im Auge des Zebras
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Das Cover ist wirklich spannend gemacht, es zeigt das Zebra, die Schriftarten sind der Hammer und auch die gesamte Komposition des Covers ist einfach nur der richtig gelungen, ein echter Eyecatcher.
Der ...

Das Cover ist wirklich spannend gemacht, es zeigt das Zebra, die Schriftarten sind der Hammer und auch die gesamte Komposition des Covers ist einfach nur der richtig gelungen, ein echter Eyecatcher.
Der Plot ist echt gelungen, man findet sehr gut in die Geschichte rein, weil man kommt in einen Fall, der verwoben ist mit einem Fall, der über 20 Jahre unaufgeklärt ist und sieben Entführungen, die scheinbar alle zeitgleich abgelaufen sind, was im ersten Moment absolut unmöglich erscheint.
Kommissarin Olivia Holzmann vom LKA Berlin scheint vor allem grossen Rätsel zu stehen, auch ihr Mentor Severin Boesherz scheint ihr keine Hilfe zu sein und lässt sie eiskalt im Regen stehen, so hat es den Anschein, aber da gibt es diese kleinen Irrungen und Wirrungen, die das perfide Spiel immer wieder zu hochkochen bringen...
Vincent Kliesch hat einen sehr flüssigen und spannenden Schreibstil, durch die Perspektivenwechsel zwischen den Charakteren erhält man viele Einblicke in Blickwinkel der Handelnden und so lernt man viel besser die Beweggründe kennen. Zudem gelingt es ihm, sehr authentische Figuren zu erschaffen, die auch ihre besonderen Eigenarten haben, die Figurenbreite ist zudem sehr breit gefächert.
Der Spannungsbogen ist dabei sehr gut gehalten, weil es immer wieder Überraschungen und auch Wendungen gibt, die man so nicht voraussehen kann und die alles in einem neuen Licht erscheinen lassen. Mit vielen kleinen Details löst sich erst langsam das Spiel auf.
Leicht negativ fällt auf, dass man sich wirklich auf der Buch konzentrieren muss, weil es vermischen sich Gegenwart und Vergangenheit, Ermittlungen und persönliche Empfindungen untereinander sehr und man muss sehr darauf achten, in welche Person man gerade steckt.

Fazit:
Vincent Kliesch hat mit "Im Auge des Zebras" einen sehr spannungsgeladen Thriller geschaffen, der vor allem durch viele spannende Wendungen und starken Charakteren auffällt, dabei aber nie die Details aus den Augen verliert. Leider muss man den Thriller mit voller Aufmerksamkeit lesen, weil die Sprünge zwischen den Personen schon etwas für Verwirrung sorgen können. Aber das tut der richtig gut gelungen Story keinen Abbruch.

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Veröffentlicht am 03.11.2021

Ein Roman voller Brüche...

Die Schwerelosen
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Das Cover schaut schon mal sehr spannend aus, es strahlt eine gewisse Ruhe aus, auch wenn die Linien manchmal etwas unruhig wirken.
Die Handlung beinhaltet mehrere Ebene, so haben wir das aktuelle Leben ...

Das Cover schaut schon mal sehr spannend aus, es strahlt eine gewisse Ruhe aus, auch wenn die Linien manchmal etwas unruhig wirken.
Die Handlung beinhaltet mehrere Ebene, so haben wir das aktuelle Leben der Erzählerin in Mexiko City, aber auch ihr frühere Leben in New York, was sie sehr vermisst, weil sie da frei und auch relativ hemmungslos lebte, aber dann verschwimmt es immer mehr und die zieht auch die Handlung immer mehr ins Verschwommene...
Valeria Luiselli schreibt teilweise sehr verspielt, aber sie versteht es auch, ganz klar Alltagskritik oder auch Spitzen zu setzen, die der Leser klar versteht. Trotzdem durchziehen das Buch immer wieder Brüche, Brüche in der Handlung oder auch in den Personen, die für den Leser teilweise nicht so ganz einfach sind.
Valeria Luiselli versteht es geschickt, Vergangenheit und Gegenwart, aber auch reale Handlung und Fiktion miteinander verschmelzen zu lassen und sich dabei aber auch die Grenzen fliessen zu lassen und sie schön in Poesie zu verpacken.

Fazit:
Die Schwerelosen ist ein Roman über ein Leben, einen Traum und vergebene Chancen im lateinamerikanischen Milieu angesiedelt, das sicher nicht zum nur nebenbei lesen gedacht ist. Leider verwirrt die Handlung etwas oder es liegt an der veränderteren Sichtweise von uns Europäern auf die Literatur aus Lateinamerika, aber der Roman vereinig Fiktion und Handlung auf eine wunderbare Weise, ist aber sicher nicht zum Nebenbeilesen geeignet, weil man sehr aufmerksam sein muss, was alles passiert.

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Veröffentlicht am 14.07.2021

Kurzkrimis im alten Wien...

Morphium, Mokka, Mördergeschichten
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Das Cover des Buches ist etwas speziell, es gefällt sich nicht jedem, passt sich aber vom Aussehen her sehr gut in die anderen Bände der Nechyba-Saga mit ein. Es ist eben kein klassisches Buchcover.
Gerhard ...

Das Cover des Buches ist etwas speziell, es gefällt sich nicht jedem, passt sich aber vom Aussehen her sehr gut in die anderen Bände der Nechyba-Saga mit ein. Es ist eben kein klassisches Buchcover.
Gerhard Loibelsberger präsentiert in diesem Buch 13 Kriminalkurzgeschichten, die im Alten Wien um 1900 angelegt sind. Die Charaktere sind vor allem sehr gut in die Zeit eingepasst, auch das Wien in der Zeit sind gut widergespiegelt.
Jede der 13 Geschichten hat einen anderen Handlungsort und so erleben wir viel von Wien, aber erleben auch immer wieder neue handelnde Charaktere, nur Joseph Maria Nechyba ist immer der Ermittler und bietet damit den Drehpunkt in den Geschichten. Ein weiterer elementarer Punkt in jeder Geschichte ist das Essen, das ist in jeder Geschichte mit eingebaut und teilweise sind es wirklich spannende Gerichte.
Die Geschichten setzen sich zusammen aus realen und fiktiven Personen und so werden auch die Geschichten im Zeitraum zwischen 1873 bis 1917 zusammengetragen.
Gerhard Loibelsberger hat einen schönen flüssigen Schreibstil, der sich sehr gut lesen lässt, auch fliessen immer wieder typisch wienerische Begriffe in seine Geschichten mit ein. Für alle, die damit nicht so vertraut sind, findet sich am Ende des Buches ein Glossar.
Da wir in den 13 Geschichten immer wieder historischen Persönlichkeiten begegnen, ist deren Auflistung zu Beginn des Buches wirklich gut, so kann man nachlesen, wenn einem ein Erzbischof oder ein Name in der Geschichte nichts sagt, kann man da schnell nachschlagen.

Fazit:
Gerhard Loibelsberger hat eine kleine Sammlung von 13 kurzen Kriminalgeschichten geschrieben, die man sehr gut lesen kann und die sich stilistisch sehr gut in die Zeit einpassen und bei der man viel vom Wien um 1900 lernen kann. Der wienerischer Charme kommt auch in der Sprache zu tragen und auch davor muss man sich nicht fürchten, weil das Glossar hinten im Buch ist sehr aufschlussreich.

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Veröffentlicht am 26.05.2021

Kinder und Zettel...

Ein Bruder zu verkaufen mit Bett und Spielzeug
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Das Coverbild ist schon mal echt süss gemacht und man sieht auch gleich, um was es in dem Buch geht, es sind so schöne Zettel von Kindern, die einfach mal ihre Welt in knappen Worten oder Bildern erklären, ...

Das Coverbild ist schon mal echt süss gemacht und man sieht auch gleich, um was es in dem Buch geht, es sind so schöne Zettel von Kindern, die einfach mal ihre Welt in knappen Worten oder Bildern erklären, inklusive sehr süsser Rechtschreibfehler.
Ein tolles Buch, sehr kurzweilig und einfach zum Lachen, ausserdem kann man dann mal schön abschalten, die Zettel sind teilweise echt süss gemacht und man hat einfach Spass beim Lesen.
Auch als kleines Mitbringsel für eine junge Familie super geeignet.
Leichten Abzug gibt es, weil das Buch leider etwas dünn geraten ist, etwas mehr wäre sehr schön gewesen.

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Veröffentlicht am 09.05.2021

Bizarre Liebe...

Jedes Mal, wenn wir uns in der Eisdiele treffen, explodiert dein verdammtes Gesicht
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Es beginnt schon mit dem Cover, ein wirklich schönes Cover, in das man sich verlieben kann, süss und irgendwie macht der lange Titel es noch spannender.
Spiderweb, die eigentlich Jill heisst, die aber ...

Es beginnt schon mit dem Cover, ein wirklich schönes Cover, in das man sich verlieben kann, süss und irgendwie macht der lange Titel es noch spannender.
Spiderweb, die eigentlich Jill heisst, die aber niemand so nennt, ist in der Schule nicht besonders angesehen, sie ist die, die mit niemanden spielt, sie ist aber in den Augen von Ethan das schönste Mädchen der Schule, aber er weiss erst nicht richtig, wie sie an sie herankommen soll. Doch dann kommen sie sich näher und ihre Explosivität ist
Ethan und Spiderweb sind zwei sehr spannende Charakter, die auf eine seltsame Art auch süss sind, gleichzeitig aber ihren Platz im Leben sehr genau kennen. Aber ihre Liebe stellt vieles auf den Kopf, weil Spiderweb nicht so ganz normal ist, das merkt man auch gleich nach ein paar Seiten im Buches.
Es tauchen zwar immer wieder einige Nebencharaktere in dem Buch auch, aber die bleiben auch Nebencharaktere und bis auf den Vater von Spiderweb bleiben sie auch recht blass. Der Vater von Spiderweb ist ein besonders spannender Charakter, weil er scheint die Explosivität der Frauen der Familie zu kennen und auch sich auf das Leben mit den Verletzungen und die ganze Umstände eingerichtet zu haben, auch wenn das von aussen betrachtet sehr skurril wirkt.
Carlton Mellick III hat einen sehr flüssigen Stil, seine Übergänge sind manchmal etwas verrückt, aber das ist auch ganze Buch an sich, daher passt der Stil zum Buch und die Geschichte ist keine normale Liebesgeschichte, sie hat einen gewissen Kick. Sein Schreibstil ist sehr schnörkellos und schlicht, aber durch die Verrücktheit der Geschichte ist es immer besonders, wenn man in die Geschichte eintaucht, weil sie wirklich bizarre Fiktion ist.
Die 160 Seiten sind schnell weggelesen, ein bisschen mehr wäre klasse gewesen, wenn das Buch etwas mehr gehabt hätte, aber so ist es eben. Trotzdem erlebt man auf diesen paar Seiten eine Geschichte, die einen zum Lachen bringen kann gleichzeitig aber auch zeigt, wie sehr wir doch von Äußerlichkeiten abhängig sind. Zum Ende hin wird die Geschichte sehr tragisch, aber das Ende hat auch eine gewisse Abrundung des Buches in sich, wenn man das so sehen möchte.

Fazit:
Jedes Mal, wenn wir uns in der Eisdiele treffen, explodiert dein verdammtes Gesicht ist sicher keine Geschichte, die sich für jeden eignet, aber wenn man wirklich offen mit nicht so ganz normalen Charakteren umgeht, ist das eine süsse Liebesgeschichte, die eben nicht so ganz auf unsere Welt spielt. Es ist aber sicher keine Geschichte, der man jeden Tag begegnet, auch überraschen einen immer wieder die Wendungen, die man in den paar Seiten erlebt, trotzdem ein sehr interessantes Buch rund um eine Liebesgeschichten unter zwei nicht ganz normalen Teenagern.

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