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Veröffentlicht am 17.08.2021

Ein Wechselbad der Gefühle

Like Gravity
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Worum geht’s?
Seit der gewaltsamen Ermordung ihrer Mutter hält Brooklyn andere Menschen lieber auf Abstand. Tiefer gehende Freundschaften oder gar Beziehungen sind ihr fremd, und wenn es nach ihr ginge, ...

Worum geht’s?
Seit der gewaltsamen Ermordung ihrer Mutter hält Brooklyn andere Menschen lieber auf Abstand. Tiefer gehende Freundschaften oder gar Beziehungen sind ihr fremd, und wenn es nach ihr ginge, würde sich daran auch niemals etwas ändern. Als sie dann jedoch wortwörtlich in die Arme von Campusschwarm Finn Chambers stolpert, scheint der es sich zum erklärten Ziel gemacht zu haben, ihre Nähe zu suchen – und seine Hartnäckigkeit geht auch an Brooklyns emotionalen Mauern nicht spurlos vorbei.


Meine Meinung
Bei diesem Buch bin ich tatsächlich ein ganz kleines bisschen unentschlossen bezüglich meiner Bewertung. So im Nachhinein betrachtet fand ich die Geschichte eigentlich nicht schlecht, beim Lesen selbst gab es aber so einige Punkte, über die ich mich doch hin und wieder auch mal aufgeregt habe.

Was mir als einer der ersten störenden Aspekte ins Auge gesprungen ist, war die unglaublich häufige Verwendung des Präteritums in der wörtlichen Rede. Ich persönlich kenne niemanden, der tatsächlich so spricht, und dementsprechend schnell habe ich mich da beim Lesen irgendwie dran gestoßen.

Auch mit der Charakterisierung von Brooklyn konnte ich über lange Zeit hinweg recht wenig anfangen. Nicht jeden ihrer Wutausbrüche konnte ich mir erklären – und das selbst vor dem Hintergrund ihres erlittenen Traumas nicht. Darüber hinaus ist mir mit zunehmendem Fortschritt der Handlung vermehrt aufgefallen, dass die Rückblenden sprachlich immer weniger versucht haben, den Ton der Gedanken- und Gefühlswelt eines sechsjährigen Mädchens zu treffen.

Insgesamt habe ich Brooklyn und Finn als ein sehr intensives Paar wahrgenommen. So starke Gefühle wie bei den beiden, kombiniert mit ihrer jeweiligen traumatischen Vergangenheit kommen mir persönlich aber auch so ein bisschen wie eine Gratwanderung zwischen großer Liebe und toxischer Beziehung vor – und wirklich ideal fand ich das einfach nicht. Im Großen und Ganzen hatte ich nach dem Lesen der Geschichte aber trotzdem irgendwie nicht das Gefühl, einem literarischen Totalausfall begegnet zu sein, was mich angesichts meiner Kritikpunkte selbst vermutlich am meisten verwirrt.


Fazit
Trotz den nicht immer gut gelungenen Aspekte dieser Geschichte konnten mich Brooklyn und Finn sowohl gut unterhalten, als auch Blut und Wasser schwitzen lassen. Ich habe definitiv schon Bücher gelesen, die schlechter waren, das gilt allerdings auch für deutlich gelungenere Geschichten. Insgesamt würde ich Like Gravity als kleines Wechselbad der Gefühle bezeichnen, das sicherlich nicht jedem Leser gefallen wird.

Dafür verteile ich dreieinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.08.2021

Leicht überzogen, aber doch ganz unterhaltsam

Nachrichten von Männern
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Meine Meinung
Die Idee hinter diesem Buch fand ich wirklich witzig, egal wie polarisierend sie auf so manch einen Menschen auch wirken mag.

Den einzelnen Kapiteln konnte man sowohl im Buch, als auch im ...

Meine Meinung
Die Idee hinter diesem Buch fand ich wirklich witzig, egal wie polarisierend sie auf so manch einen Menschen auch wirken mag.

Den einzelnen Kapiteln konnte man sowohl im Buch, als auch im Hörbuch wirklich gut folgen, was gemeinsam mit der eher geringen Seitenzahl für ein wirklich hohes Lesetempo gesorgt hat. Einen netten Nachmittag kann man mit diesem Buch also auch dann verbringen, wenn man eigentlich nur wenig Zeit hat.

Die hier beispielhaft angeführten Konversationen waren meistens wirklich unterhaltsam, auch wenn mir klar ist, dass nicht alle davon auch wirklich witzig gemeint waren. Nach einiger Zeit haben sich manche Witze aber doch ein wenig abgenutzt und ich hatte mitunter das Gefühl, dass irgendwie die Luft aus dem Ganzen raus war, weshalb mich die eher geringe Länge des gesamten Buches an dieser Stelle gar nicht so sehr gestört hat.


Fazit
Nachrichten von Männern ist ein überwiegend unterhaltsames Buch, das man gleichzeitig aber auch nicht zu ernst nehmen sollte. Natürlich ist es überspitzt, und natürlich wird hier viel verallgemeinert – Unterhaltungswert hat das aber trotzdem. Für mich war zwar irgendwann so ein wenig die Luft raus, bei nicht einmal 200 Seiten war das dann aber tatsächlich gar nicht so schlimm.

Von mir gibt es dafür dreieinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 16.05.2021

Prinzipiell eine niedliche Geschichte, die jedoch mehr Potenzial gehabt hätte

Trust in Us - Nur du und ich
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Worum geht’s?
Als Journalismustudentin Caroline ein Interview mit dem in sich gekehrten Footballspieler Jeff führen soll, befürchtet sie schon das Schlimmste. Der geht nämlich auf keine Partys und ist ...

Worum geht’s?
Als Journalismustudentin Caroline ein Interview mit dem in sich gekehrten Footballspieler Jeff führen soll, befürchtet sie schon das Schlimmste. Der geht nämlich auf keine Partys und ist nicht mal in einen kleinen Skandal verwickelt – ein klassisch langweiliger Typ also und so gar nicht das, wofür sie sich eigentlich interessiert. Doch als sich die beiden kennenlernen, fliegen die Funken zwischen ihnen und lösen ein Gefühlschaos ungeahnten Ausmaßes aus.


Meine Meinung
Diese Geschichte ist mal wieder eine von denen, die mich auch einige Zeit nach dem Lesen noch immer ein wenig zwiegespalten zurück lassen.

Wirklich loben kann ich gleich zu Beginn einmal den tollen Schreibstil, der sich das gesamte Buch über flüssig und ausgesprochen angenehm lesen lässt.

Auch Protagonist Jeff hat mir wirklich gut gefallen und die Handlung mit seinem Charakter ungemein bereichert. Dass seine Figur dabei eben nicht dem Klischee des typischen Sportlers entspricht war schön zu lesen und hat der Geschichte eine interessante Ausrichtung gegeben.

Meine Problemchen hatte ich dann allerdings mit Protagonistin Caroline. Zu Beginn bin ich irgendwie nicht so richtig mit ihr warm geworden, auch wenn sich für mich dadurch bei ihrer Figur die größte charakterliche Weiterentwicklung in dieser Geschichte gezeigt hat.

Insgesamt hätte ich mir für die Geschichte ein wenig mehr Raum gewünscht, da ich mir gut vorstellen kann, dass ich mit ein paar Atempausen mehr wesentlich begeisterter von ihr hätte sein können.


Fazit
Wer auf niedliche Sports- und Collegeromanzen mit interessanten Charakteren und überraschenden Wendungen steht, dem wird Trust in us – Nur du und ich sicherlich gefallen. Für mich persönlich war das Tempo der Geschichte aber einfach ein bisschen hoch, was mir insbesondere in Hinblick auf die Entwicklung der Beziehung der beiden Protagonisten ein wenig Probleme bereitet hat.

Von mir gibt es dafür dreieinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 11.05.2021

Ein wenig vorhersehbar, aber trotzdem unterhaltsam

Höllenkind
1

Worum geht’s?
Eigentlich wollte Pathopsychologin Clara Vidalis ihre Freistellung für einen Kurzurlaub in Florenz nutzen. Doch kaum kann sie einmal entspannen, stolpert sie schon unverhofft in den nächsten ...

Worum geht’s?
Eigentlich wollte Pathopsychologin Clara Vidalis ihre Freistellung für einen Kurzurlaub in Florenz nutzen. Doch kaum kann sie einmal entspannen, stolpert sie schon unverhofft in den nächsten Fall. Der als Bluthochzeit bekannt gewordene mysteriöse Todesfall der Erbin einer der einflussreichsten Familien Italiens stellt nicht nur den Ermittler des Vatikans vor ein schier unlösbares Rätsel, sondern fordert auch von Clara einen Einsatz, der nicht nur ihr Leben in Gefahr bringt.


Meine Meinung
Mit mittlerweile acht Bänden besteht die Reihe um Ermittlerin Clara Vidalis nun doch schon eine ganze Weile. Trotzdem bin ich bisher irgendwie noch nicht dazu gekommen, die gesamte Reihe zu lesen und habe mich daher dazu entschlossen, einfach mal mitten drin einzusteigen.

Im Nachhinein betrachtet kann ich ehrlich gesagt nicht behaupten, dass mich Höllenkind wirklich vom Hocker gerissen hätte. Ohne alle sieben vorherigen Bücher zu kennen, bin ich mir aber auch nicht sicher, ob das nicht eventuell einfach ein Symptom einer durchaus langen Reihe darstellt.

Gut zurecht gekommen bin ich zunächst einmal mit den Figuren. Selbst ohne Vorwissen kommt man recht leicht hinter die Beziehungsdynamiken und versteht, wer wie mit wem zu tun hat. Dabei wirkten die einzelnen Protagonisten sogar auf mich recht lebendig, auch wenn mir sicherlich einige entscheidende Informationen bezüglich ihrer Entwicklung im Laufe der Reihe fehlen.

Die Handlung an sich hatte auf jeden Fall Potenzial, in der Umsetzung allerdings hätte ich dann doch an der ein oder anderen Stelle etwas mehr erwartet. So haben beispielsweise die Orts- und Perspektivwechsel theoretisch für Spannung sorgen können, da aber recht schnell ein massives Foreshadowing betrieben wurde, war mir spätestens auf der Hälfte des Buches klar, worauf das Ganze hinauslaufen würde.

Gelangweilt habe ich mich aber tatsächlich trotzdem nicht, denn der Weg dahin war recht unterhaltsam zu lesen und mit einer Menge mehr oder weniger kreativ ums Leben gekommener Figuren gespickt. Insgesamt würde ich Höllenkind daher durchaus als solide Thrillerunterhaltung bezeichnen, auch wenn das Buch sicherlich über die ein oder andere Schwäche verfügt, die es eben nicht zum ganz großen Kino macht.


Fazit
Auch wenn recht schnell klar wurde, worauf die Geschichte hinaus laufen würde, konnte mich Höllenkind praktisch über den gesamten Handlungsstrang hinweg mehr oder weniger gut unterhalten. Wer hier auf atemlose Spannung hofft, wird eventuell eher enttäuscht, nette Lesestunden kann man mit diesem Buch aber auf jeden Fall trotzdem verbringen.

Dafür verteile ich dreieinhalb Bücherstapel.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.03.2021

Grundsätzlich ansprechend, in der Umsetzung aber nicht ganz überzeugend

Breakaway
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Worum geht’s?
Nach einem verhängnisvollen Zwischenfall flieht Lia aus ihrer Studienstadt nach Berlin, um dort für einige Zeit den Kopf frei zu bekommen. Das funktioniert kurzzeitig auch gut, bis sie auf ...

Worum geht’s?
Nach einem verhängnisvollen Zwischenfall flieht Lia aus ihrer Studienstadt nach Berlin, um dort für einige Zeit den Kopf frei zu bekommen. Das funktioniert kurzzeitig auch gut, bis sie auf Noah trifft und sich in ihn verliebt. Denn nachdem ihr Selbstvertrauen so stark verletzt wurde, fällt es ihr schwer, wieder Vertrauen zu jemandem aufzubauen – und die eine Sache, die Noah überhaupt nicht leiden kann, sind Geheimnisse. Ausgerechnet das, wovon Lia eine ganze Menge mit sich herum schleppt.


Meine Meinung
Mir fällt es noch immer nicht gerade leicht, meine Meinung zu diesem Buch in Worte zu fassen. Auf der einen Seite möchte ich wirklich gerne begeistert sein, da die Geschichte viele gute Ansätze hat und theoretisch ein echtes Highlight meines Lesejahres hätte werden können. Auf der anderen Seite sind da allerdings auch einige Kritikpunkte, die sich leider recht stark in meinem Gesamteindruck niederschlagen und es mir dadurch erheblich erschweren, zu einem stimmigen Gesamturteil zu kommen.

Was mich zunächst einmal sehr angesprochen hat, waren zum einen das toll gestaltete Cover, zum anderen aber auch das Setting in Deutschland. Bei der Masse an in Amerika spielenden New Adult Büchern war das für mich ein wirklich großer Pluspunkt, der die Handlung an sich für mich ein wenig greifbarer gemacht hat.

Auch die Grundidee hinter dieser Geschichte war nicht schlecht, da sie sich eigentlich wunderbar dazu eignet, um wichtige Punkte und Thematiken anzusprechen. Ich persönlich habe aber einfach unglaublich lange gebraucht um in die Handlung hinein zu finden und konnte mich dann mit der Geheimniskrämerei um die entscheidenden Ereignisse einfach nicht anfreunden.

Schwierig wurde es dann für mich aber vor allem bei den Charakteren. An sich ist insbesondere das Umfeld der Protagonisten in Berlin ein wirklich toller Haufen, mit dem ich in der Realität sicherlich gerne meine Zeit verbringen würde. Gerade auch diese Gruppendynamik hat mich nach diesem doch ein wenig enttäuschenden Buch dazu gebracht, auch Teil zwei der Reihe eine Chance geben zu wollen.

Problematisch fand ich aber so ein wenig die Konzipierung der Beziehung zwischen Lia und Noah. Wirklich gefühlt habe ich die beschriebene Anziehung zwischen den beiden ehrlich gesagt nicht, und auch isoliert betrachtet hat es mir bei Lia so ein wenig an Mehrdimensionalität gefehlt, was ich angesichts ihrer eigenen Storyline wirklich am stärksten bedauert habe.


Fazit
Insgesamt habe ich mich mit diesem Buch wirklich ein wenig schwer getan. Grundsätzlich mochte ich die Idee der Geschichte zwar, und auch die Charaktere haben in ihrer Dynamik insgesamt eine ganze Menge Charme. Die Umsetzung liegt mir aber noch immer ein wenig schwer im Magen und macht es mir aktuell unmöglich, wirklich begeistert zu sein. Vielleicht ändert sich mein Eindruck bei einem möglichen Reread noch einmal, im Moment war das für mich aber einfach noch nicht so das Wahre.

Dafür vergebe ich dreieinhalb Bücherstapel.

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