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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.05.2021

Stärker als der Vorgänger

The Crown Between Us. Royale Pflicht (Die »Crown«-Dilogie 2)
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Kurzmeinung:
Eine etwas stärkere Fortsetzung, dennoch bin ich nicht ganz überzeugt.

Allgemeines:
„The Crown Between Us: Royale Pflicht“ gehört zu der Crown-Dilogie von Ada Bailey und ist der zweite und ...

Kurzmeinung:
Eine etwas stärkere Fortsetzung, dennoch bin ich nicht ganz überzeugt.

Allgemeines:
„The Crown Between Us: Royale Pflicht“ gehört zu der Crown-Dilogie von Ada Bailey und ist der zweite und finale Band dieser Reihe.

Inhalt:
Nach dem Attentat auf Alpha ist etwas Zeit vergangen und es ist öffentlich geworden, dass Alpha die rechtmäßige Thronerbin Gelarais ist. Das Parlament soll nun entscheiden, ob sie Alpha als Königin anerkennen, doch Parlamentarier sind sich nicht einig. Vor allem da auch noch ein weiterer Kandidat, ein junger Lord mit vielen Sympathien im Volk, zur Verfügung steht. Deswegen soll Alpha für ein halbes Jahr bei ihrem Konkurrenten leben und von ihm lernen. Alpha hat mit allem gerechnet, nur nicht damit, dass dieser junge Lord ihre Gefühle ganz schön durcheinander wirbelt. Außerdem kommt das ungute Gefühl verfolgt zu werden zurück.

Meine Meinung:
Mit dem ersten Band dieser Dilogie konnte mich Ada Bailey leider nicht wirklich überzeugen. Trotzdem wollte ich dem zweiten Teil eine Chance geben und für mich die Geschichte beenden. Dabei ist mir aufgefallen, dass einige meiner Kritikpunkte des ersten Bandes nun im zweiten Band nicht mehr unbedingt vorhanden sind. Angefangen mit dem Schreibstil, muss ich sagen, dass sich der zweite Teil deutlich flüssiger lesen lies und ich dadurch gut in die Handlung finden konnte. Beschrieben wird die Handlung auch in diesem Teil aus der Sicht von Alpha, was mir dieses Mal auch ermöglicht hat in ihre Gefühlswelt einzutauchen. Dies hatte mir im ersten Band doch sehr gefehlt. Allerdings muss man auch hier sagen, dass ich zwar mehr mit Alpha mitgefiebert habe, dennoch nicht ganz auf der emotionalen Ebene angesprochen wurde.
Die Charaktere lernen wir besser kennen und die bekannten Charaktere erlangen etwas mehr an Tiefe. Alpha ist immer noch die schlagfertige junge Frau, die jetzt allerdings mehr Verantwortung übernehmen will und verantwortungsbewusster zu handeln versucht. Nate hat sich zu Alphas besten Freund und zu einer wichtigen Stütze entwickelt, doch ist er auch schnell eifersüchtig. Row ist einer der neuen Charaktere und die Spannung zwischen ihm und Alpha ist ganz gut greifbar. Auch die verbalen Schlagabtausche fand ich zwischen den beiden recht amüsant. Allerdings habe ich die vielen Nebencharaktere als doch recht blass und unausgereift empfunden.
Die Handlung war für mich etwas weniger durchschaubar als noch in Teil eins. Diesmal war nicht jede der Wendungen absehbar, dennoch gibt es auch in diesem Teil mal den ein oder anderen Logikfehler. Insgesamt wirkte der zweite Teil jedoch ausgereifter als der erste Band. Das Ende dieser Dilogie fand ich gut, wenn auch ein bisschen knapp. Da hätte man meiner Meinung nach noch etwas mehr rausholen können.

Mein Fazit:
Mir hat der zweite Teil der Dilogie besser gefallen als der erste, komplett überzeugt bin ich jedoch nicht. Der Schreibstil war zwar flüssiger und manche Charaktere waren zum Teil auch besser ausgearbeitet, dennoch konnte ich nicht ganz abgeholt werden. Die Handlung hat mir allerdings besser gefallen. Für mich ist auch Teil zwei der Dilogie eher ein Roman für zwischendurch, dennoch können Leser*innen, die nicht ganz so überzeugt vom ersten Band waren, ihr Glück mit dem zweiten Band versuchen.

Veröffentlicht am 22.05.2021

Ein solider Spin-off mit Liebling Bel

Belial 1: Götterkrieg
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Kurzmeinung:
Ein solider Spin-off Band, dessen Potenzial allerdings nicht vollends ausgeschöpft wurde.

Allgemeines:
„Izara 5: Belial: Götterkrieg - Aus den Izara-Chroniken“ ist ein Spin-off Band von Julia ...

Kurzmeinung:
Ein solider Spin-off Band, dessen Potenzial allerdings nicht vollends ausgeschöpft wurde.

Allgemeines:
„Izara 5: Belial: Götterkrieg - Aus den Izara-Chroniken“ ist ein Spin-off Band von Julia Dippel zur „Izara“-Reihe. Ein zweiter und finaler Teil ist geplant und soll voraussichtlich im Sommer 2022 erscheinen.

Inhalt:
Cassias Freundin wurde vom Dämon Ianus umgebracht. Dieser erscheint jedoch unantastbar, da er in Rom als Gott verehrt wird. Als Cassia jedoch in Aussicht gestellt wird persönliche Rache an Ianus üben zu können, willigt sie in das gefährliche Unterfangen ein. Doch zu Cassias Entsetzen tritt Belial, persönlicher Erzfeind von Ianus, auf den Plan und ein Wettstreit um Cassias Seele beginnt.

Meine Meinung:
Nachdem ich die „Izara“-Reihe gelesen habe, die mich wirklich sehr begeistert hat, habe ich mich über den Spin-off Band gefreut in dessen Handlung es um Belial, den Teufel mit Herz aus der „Izara“-Reihe geht. Theoretisch kann dieser Band gelesen werden ohne vorher die „Izara“-Reihe lesen zu müssen, jedoch wird die Welt der Dämonen in „Izara“ meiner Meinung nach detaillierter erklärt. Da mir die „Izara“-Reihe besonders gut gefallen hat und der Teufel Bel ein richtiger Sympathieträger war, hatte ich besonders hohe Erwartungen, die jedoch nur teilweise erfüllt werden konnten.
Besonders hervorzuheben ist auch in dem Spin-off wieder der viel gelobte Schreibstil von Julia Dippel. Dieser wirkt rund, fesselnd und keineswegs überladen. Allerdings sind die Emotionen nicht so greifbar und für mich etwas zu kurz gekommen. Die Handlung wird sowohl aus der Sicht von Cassia als auch aus der von Bel geschildert, was mir ziemlich gut gefallen hat, da man so Zugang zur Gedankenwelt beider Protagonisten hat und die Handlungen der Charaktere besser nachvollziehen kann.
Die Schwächen des Spin-offs zeigen sich meiner Meinung nach vor allem bei den Charakteren, da diese nicht besonders ausgereift wirkten und mir zu wenig Tiefe hatten. Vor allem die Nebencharaktere und der Antagonist Ianus werden für mich nicht richtig greifbar und bleiben sehr blass. Allerdings erlangen auch Cassia und Bel nicht besonders viel mehr Tiefgang als die übrigen Charaktere. Cassia ist kein Dämon, jedoch ist sie gegen dämonische Kräfte immun. Das bedeutet für sie, dass sie weder auf die Illusionen der Dämonen reinfällt noch auf deren Heilungskräfte oder Gedächtniseingriffe anspringt. Sie ist stark, widerspenstig und hat einen starken Gerechtigkeitssinn, jedoch hatte ich bis zum Schluss das Gefühl nicht wirklich mit ihr warm geworden zu sein. Bel kennt man glücklicherweise schon aus der „Izara“-Reihe, doch im Spin-off ist er noch nicht ganz der Primus, den man in der Izara“-Reihe kennen und lieben gelernt hat. Er entwickelt sich erst noch. Diesen Aspekt finde ich allerdings durchaus gelungen, da die Handlung im alten Rom spielt und somit in etwa 2000 Jahre vor der Handlung in „Izara“. In diesem Zeitraum sollte man Charakteren auch einen gewissen Entwicklungsspielraum lassen. Die eigentlich wichtigsten Charaktereigenschaften von Bel - charmant, überheblich und sein Humor - hat er auch schon in der Vergangenheit und so hat es mir viel Spaß bereitet Bel in seine Vorgeschichte zu begleiten. Außerdem treffen wir auf weitere bekannte Figuren aus „Izara“. Thanatos, Lucian, Mirabelle, Hiro usw., worüber ich mich sehr gefreut habe. Natürlich wurde der Fokus nicht auf diese Figuren gelegt, dennoch hat man noch weitere Aspekte zu diesen kennengelernt.
Die Handlung konnte mich leider auch nicht ganz überzeugen. Dies liegt jedoch weniger daran, dass man als „Izara“-Leser*in bereits erahnen kann, was in etwa geschehen wird, sondern vielmehr an dem Schwerpunkt der in dieser Geschichte gesetzt wird. Dieser liegt vor allem auf den romantischen/erotischen Elementen, was durchaus zur Romantasy dazugehört, in diesem Fall jedoch den Plot schwächt. Außerdem spielt die Handlung binnen von fünf Tagen, was natürlich eine kurze Zeitspanne für ernsthafte Gefühle und eine komplexe Handlung sind und so kamen mir manche Dinge leider etwas überstürzt vor. Das Ende konnte mich auf der Gefühlsebene nicht erreichen und hat mich ein bisschen verwundert zurückgelassen, da ich dieses eigentlich erst im Nachfolgeband erwartet habe. Nun bin ich doch neugierig, was mich im nächsten Band erwartet.

Fazit:
Insgesamt kann ich sagen, dass „Belial“ mich gut unterhalten konnte, jedoch eher oberflächlich war und nicht ganz sein Potenzial ausgeschöpft hat. Vor allem habe ich die Tiefe in den Charakteren und der Handlung vermisst, mit der mich Julia Dippel sonst immer begeistern konnte. Trotzdem habe ich diesen Band als soliden Zusatzband empfunden und hoffe auf einen etwas intensiveren Abschlussband.

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Veröffentlicht am 08.05.2021

Solide Fortsetzung

Celestial City - Akademie der Engel
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Kurzmeinung: Eine solide Fortsetzung, die angenehm zu lesen war, in der es allerdings nur wenig Spannung gab. Einen Umstieg auf die englische Version kann ich durchaus empfehlen.

Allgemeines:
„Fallen ...

Kurzmeinung: Eine solide Fortsetzung, die angenehm zu lesen war, in der es allerdings nur wenig Spannung gab. Einen Umstieg auf die englische Version kann ich durchaus empfehlen.

Allgemeines:
„Fallen Academy- Year 2“ ist der zweite Teil der „Fallen Academy“-Reihe bzw. im deutschen der „Celestial City“-Reihe von Leia Stone. In der englischen Originalfassung gibt es vier Hauptteile und einen Zusatzteil. Im deutschen sind bisher die Teile eins und zwei erscheinen, der dritte Teil wird im Juli 2021 erscheinen.

Inhalt:
Nachdem Brielle von Luzifer gezeichnet wurde, ins zweite Jahr versetzt wurde und nun Teil der Fallen Army ist, taucht ihre Mutter mit ihrem Bruder Mikey auf. Dieser wurde in Demon City verletzt und kann nun nicht mehr zurück. Da er kurz vor seiner Erweckungszeremonie steht, darf er in Angel City bleiben. Doch Bri macht sich nun Sorgen um ihre Mutter, die immer noch abhängig von der Gunst der Dämonen ist und so entschließt sich Bri auch ihre Mutter aus Demon City rauszuholen.

Meine Meinung:
Eins vorweg, den ersten Teil habe ich auf deutsch gelesen. Bei dem zweiten Teil habe ich mich dann dazu entschieden, die englische Version auszuprobieren. Dies hat mir gut gefallen, da ich die Ausdrucksweise der Autorin recht leicht fand und ich so gut in die Handlung gefunden habe. Ein Tipp diesbezüglich: Ich habe die eBook Version gelesen und konnte mit dem vorinstallierten Dictionary leicht und bequem die Vokabeln nachschlagen, die ich nicht kannte.
Brielle hat sich in dem zweiten Teil verändert. Sie setzt sich vermehrt damit auseinander, dass sie auch die dunkle Magie von Luzifer in sich trägt und hadert dabei mit sich selbst. Außerdem ist sie weniger naiv als in dem Band zuvor und macht sich Gedanken darüber, wie sie ihren Mitmenschen mit ihren Gaben helfen kann. Mir hat ihre Wandlung gut gefallen und ihre Sorgen fand ich durchaus nachvollziehbar. Die starke und wachsende Beziehung zu Lincoln fand ich sehr süß, manchmal war es mir aber auch ein bisschen zu viel.
Insgesamt hatte ich jedoch das Gefühl, dass es sich eher um einen Zwischenband handelte, um so die Brücke zu den richtig spannenden Stellen zu schlagen. Potenzial nach oben wäre in diesem Band auf jeden Fall noch drin. Da dieser Band mit einem miesen Cliffhanger endete, bin ich also gespannt, wie es weiter geht.

Mein Fazit:
Den zweiten Teil dieser Reihe konnte man gut lesen, auch wenn dieser Band etwas mehr Spannung hätte vertragen können. Der Wechsel auf die englische Originalfassung kann ich nur empfehlen. Auch die weiteren Teile werde ich nun im englischen lesen und muss somit nicht mehr darauf warten, wie es weiter geht.

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Veröffentlicht am 03.05.2021

Die Welt der Elemente

London's Legacy. Entfesselte Elemente
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Kurzmeinung:
Eine tolle und ausgefallene Story, jedoch an manchen Stellen etwas zu knapp und die Charaktere konnten mich nicht erreichen.

Inhalt:
Charlie lebt mit ihrem Vater in London. Sie ist ein relativ ...

Kurzmeinung:
Eine tolle und ausgefallene Story, jedoch an manchen Stellen etwas zu knapp und die Charaktere konnten mich nicht erreichen.

Inhalt:
Charlie lebt mit ihrem Vater in London. Sie ist ein relativ normaler Teenager, geht zur Schule und steht kurz vor ihrem Abschluss. Allerdings trägt sie ein Geheimnis in sich, denn sie gehört zu den magischen Kindern, den sogenannten Magus Feralis. Da die Menschen die Magie fürchten, zwingen sie die magischen Kinder dazu sich registrieren zu lassen, doch viele von ihnen verstecken ihre Fähigkeiten - so auch Charlie, die Elementarmagie beherrscht. Als London von mehreren Erdbeben und Unwettern heimgesucht wird, weiß sie, dass nur ein magisches Kind dahinter stecken kann. Sie trifft auf Vincent und spürt seine Macht, die er kaum kontrollieren kann. Charlie will ihm helfen, doch die Frage ist: Wird sich Vincent von ihr helfen lassen?

Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt sofort spannend und der flüssige Schreibstil der Autorin zieht einen direkt in die Handlung rein. Erzählt wird die Handlung aus den Perspektiven von Charlie, Vincent und zum Ende hin noch von einer weiteren Person, was mir gut gefällt.
Charlie ist ein sympathischer Charakter. Sie ist gütig und hilfsbereit, doch so richtig konnte sie mich nicht erreichen. Ihre Enttäuschung, ihr Schmerz und ihre Angst waren für mich einfach nicht greifbar.
Vincent ist mit seinen Kräften überfordert und verursacht dadurch viel Leid und Schmerz, nicht zuletzt auch sich selbst. Seine Handlungen und Gefühle konnte ich insgesamt jedoch etwas besser nachvollziehen.
Zu den Nebencharakteren konnte ich keine Bindung aufbauen, weshalb mich die ein oder andere Wendung nicht unbedingt geschockt hat. Allerdings scheinen die Wendungen und Enthüllungen auch für die Protagonisten nicht schockierend zu sein, denn teilweise werden diese einfach abgetan und nicht näher darauf eingegangen. Dadurch waren mir die Charaktere nicht tiefgründig genug und sie wirkten zum Teil recht emotionslos.
Insgesamt wurde ich leider mit vielen Fragezeichen zurückgelassen, denn manche Dinge bleiben einfach offen und andere werden nie detaillierter erklärt. Oft hatte ich das Gefühl, dass nur an der Oberfläche gekratzt wird und die geschaffene magische Welt noch im verborgenen liegt. Das Ende kam mir dann auch einfach viel zu schnell, abrupt und wenig packend. Irgendwie hat man sich etwas größeres und spannenderes vorgestellt, da man als Leser die ganze Zeit auf einen Kampf vorbereitet wird, der eigentlich endet bevor er so richtig angefangen hat. Das Ende war mir so etwas zu einfach, was ich sehr schade finde.

Mein Fazit:
Insgesamt ist „London’s Legacy“ eine solide Geschichte mit Potenzial, welches jedoch nur teilweise genutzt wurde. Ich für meinen Teil hätte mir da noch etwas mehr gewünscht. Da „London‘s Legacy“ ein Einzelband ist, ist es mir am Ende etwas zu unaufgeräumt. Dennoch eine schöne Urban-Fantasy Geschichte.

Veröffentlicht am 12.04.2021

Solider Auftakt der Trilogie

Meeresglühen (Romantasy-Trilogie, Bd. 1)
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Kurzmeinung: Solide Geschichte, jedoch mit wenig Spannung.

Der Roman „Meeresglühen: Geheimnis in der Tiefe“ von Anna Fleck erschien am 19. Februar 2021 im Coppenrath Verlag und umfasst 464 Seiten. Es ...

Kurzmeinung: Solide Geschichte, jedoch mit wenig Spannung.

Der Roman „Meeresglühen: Geheimnis in der Tiefe“ von Anna Fleck erschien am 19. Februar 2021 im Coppenrath Verlag und umfasst 464 Seiten. Es ist der erste Teil einer Trilogie; der zweite Teil erscheint im Herbst 2021.
Zunächst einmal fällt einem das sehr schöne Cover auf, welches gut zum Inhalt der Geschichte passt. Die Schuppenoptik und die Silhouette eines Mädchens in Meeresoptik geben das maritime Flair der Geschichte wieder. Die goldene Muschel und der Schriftzug sind haptisch hervorgehoben. Meiner Meinung nach insgesamt ein sehr gelungenes Cover.

In dem Roman geht es um Ella, die ihre Ferien in der Heimat ihrer Familie in Cornwall verbringt. Sie ist angehende Abiturientin und möchte den Sommer im Haus ihrer verstorbenen Oma verbringen. Zunächst reist Ella alleine an, da ihre Mutter noch für Ärzte ohne Grenzen in Afghanistan unterwegs ist. Bei Ellas Ankunft herrscht in Cornwall richtiges Schmuddelwetter mit Regen und Sturm. Mit ihrem Hund Snowflake geht sie dennoch spazieren und kommt an ihrer Lieblingsbucht vorbei, in der sie als Kind in den Sommerferien gerne mit ihren Cornwall Freunden gespielt hatte. Unten in der Bucht entdeckt sie, dass ein Surfer auf dem stürmischen Meer in Probleme geraten ist. Sie begibt sich selbst in Lebensgefahr, um dem jungen Mann das Leben zu retten. Der junge Mann — Aris — hat seltsame Verletzungen und verhält sich generell äußerst merkwürdig. An manchen Stellen kommt er Ella sogar ziemlich weltfremd vor, was natürlich einige Fragen aufwirft, worauf Aris jedoch nicht antworten möchte oder kann. Dabei wird Ella immer mehr in eine Geschichte reingezogen die sie weder versteht noch überblicken kann.

Der Erzählstil der Autorin ist leicht und flüssig und somit typisch für dieses Genre. Der Roman ist dabei in mehrere recht kurze Kapitel aufgeteilt und wird aus der Ich-Perspektive erzählt, die der Sicht von Ella entspricht.
Die Charaktere wurden detailliert ausgearbeitet und wirken sehr lebendig, wenn auch an manchen Stellen etwas überzeichnet.
Dabei ist Ella häufig naiv und vertrauensselig und erlebt dadurch ein paar herbe Enttäuschungen. An anderen Stellen wirkt sie allerdings auch wieder recht Erwachsen und hat gute Ideen. Insgesamt konnte man mit ihr sowohl Lachen als auch Leiden. Vor allem die inneren Dialoge haben mich das ein oder andere Mal zum schmunzeln gebracht.
Aris hingegen ist ein deutlich verschlossenerer Charakter, dennoch wirkte er auf mich sehr sympathisch. Seine Handlungen waren für mich nachvollziehbar und er stellt seine Bedürfnisse hinter dem Wohl der Gemeinschaft. Doch auch er ist noch jung und steckt sein Vertrauen nicht immer in die richtigen Personen.
Som ist Aris’ bester Freund und ruft in Ella widersprüchliche Gefühle hervor. Auch ich war mir anfangs nicht sicher, ob Som nun vertrauenswürdig war oder nicht. Dennoch konnte man erkennen, dass er alles dafür tun würde um Aris in Sicherheit zu wissen.

Die Geschichte selbst hat eine schöne Grundidee, allerdings gab es auf den knapp 500 Seiten kaum überraschende Wendungen, was ich sehr schade fand. Außerdem fand ich die manchmal zu Detailreich beschriebenen Handlungsorte doch etwas langweilig. Die Geschichte hat dadurch insgesamt an Spannung und Schwung verloren.
Anna Flecks Roman hat mich zwar insgesamt gut unterhalten, doch manchmal fehlte es mir etwas an Spannung und Tempo. Die Geschichte besticht vor allem durch die Idee selbst und die liebevoll ausgearbeiteten Charaktere.

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