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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.06.2021

Eine wirklich unerwartet schöne Geschichte

Sleepless in Manhattan
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Ihre Liebesgeschichte beginnt mit einem Brief von einem kleinen Mädchen, das sich eine Freundin für seinen Vater wünscht. Sebastian Maxwell hat vor einigen Jahren seine Frau verloren und erzieht seine ...

Ihre Liebesgeschichte beginnt mit einem Brief von einem kleinen Mädchen, das sich eine Freundin für seinen Vater wünscht. Sebastian Maxwell hat vor einigen Jahren seine Frau verloren und erzieht seine zehnjährige Tochter Birdie nun allein. Als die Fremde an seiner Haustür auftaucht, denkt er nicht an die Liebe. Doch nach einem Blick in ihre blauen Augen schlägt sein Herz schneller, und er beginnt das erste Mal seit Langem an ein neues Glück zu glauben. Aber dann muss er feststellen, dass alles auf einer Lüge basiert.
Also zunächst muss ich sagen, dass der Klappentext zu „Sleepless in Manhattan“ von Vi Keeland und Penelope Ward ein bisschen zu dramatisch klingt aber sonst sehr passend ist.
Die Geschichte ist insgesamt richtig richtig schön!
Sadie, Sebastian und Birdie sind unheimlich sympathische und interessante Hauptfiguren. Bereichert werden sie durch ein paar ebenso sympathische Nebenfiguren.
Grade Sadie und ihre leicht chaotische Art bringt den Leser immer wieder zum Schmunzeln. Aber sie hat mich auch immer wieder überrascht, weil sie mutig ist und sich nicht scheut ihre Gefühle zu zeigen und zu ihren Fehlern zu stehen. Ihre Art mit Birdie umzugehen ist herzerweichend und hat dem Buch einfach Wärme verpasst.
Sebastian ist ein vielseitiger Charakter und grade seine Entwicklung hat mir sehr gut gefallen. Dazu sein Umgang mit Sadie und der ganzen Situation.
Das Buch erzählt von schwerer Vergangenheit, Freundschaft, Gefühlen, Ängsten und Familie. Den Autorinnen ist eine richtig harmonische Mischung gelungen, mit einigen kleinen Wendungen, die alles bereichern.
Mein Highlight ist definitiv, dass die Figuren auf eine reife Art miteinander Reden und kein unnötiges Drama erzeugen. Das hat allem eine Harmonie gegeben und war überhaupt nicht anstrengend, so wie bei einigen anderen Büchern. Definitiv ein dicker Pluspunkt!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
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  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 16.06.2021

Eine wirklich schöne Geschichte

Fritz und Emma
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Marie ist mit ihrem Mann neu nach Oberkirchbach gezogen und lernt nach und nach die Einwohner des Dörfchens kennen. Auch den 92-jährigen griesgrämigen Fritz Draudt und die ebenso alte Emma Jung, die am ...

Marie ist mit ihrem Mann neu nach Oberkirchbach gezogen und lernt nach und nach die Einwohner des Dörfchens kennen. Auch den 92-jährigen griesgrämigen Fritz Draudt und die ebenso alte Emma Jung, die am entgegengesetzten Ende des Dorfes lebt. Marie erfährt, dass die beiden seit fast siebzig Jahren nicht miteinander gesprochen haben. Dabei wollten sie einst heiraten. Marie nimmt sich vor, Fritz und Emma wieder miteinander zu versöhnen, bevor es zu spät ist.

Barbara Leciejewski hat mit „Fritz und Emma“ eine wirklich schöne Geschichte geschrieben, die einfach ans Herz geht.
Der Leser lernt Fritz und Emma zunächst in der Vergangenheit kennen. Wir erleben nach und nach, wie nah sie sich standen, wie der Krieg sie entzweit hat und welche Schicksalsschläge sie dann auseinandergebracht haben.
Gleichzeitig lernen wir in der Gegenwart Marie und ihren Mann kennen und dürfen sie dabei begleiten, wie sie neuen Schwung in das verschlafene Dörfchen bringt und so manch ein Wunder bewirkt.
Die Figuren sind das, was die Geschichte trägt. Sie sind alle wirkliche Unikate und nicht immer ganz einfach. Durch Marie darf auch der Leser nach und nach alle liebenswürdigen Eigenarten kennen lernen.
Die Geschichte von Fritz und Emma ist berührend und wirklich schön erzählt. Man verliebt sich einfach in die beiden und leidet mit ihnen.
Ich finde, das Buch ist sehr gelungen und Gegenwart und Zukunft halten sich ebenso die Waage wie eigenwilliges Dorfleben und gefühlvolle Szenen.
Ich werde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.06.2021

Tolle Ideen, um den Alltag mehr mit Gott zu verbringen

Chill Work Pray
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Chill – Work – Pray, das ist Diana Schmids Rezept für eine ausgeglichene work-life-pray balance. Spielend leicht integriert die Autorin spirituelle Rituale des Betens in den beanspruchten Alltag zwischen ...

Chill – Work – Pray, das ist Diana Schmids Rezept für eine ausgeglichene work-life-pray balance. Spielend leicht integriert die Autorin spirituelle Rituale des Betens in den beanspruchten Alltag zwischen Arbeit und Freizeit. Weiß heutzutage beinahe jeder, wie er körperliche Fitness in den Alltag integriert, so gilt dies noch lange nicht für die spirituelle Fitness. Wie wäre es, wenn wir einfach immer wieder gern beten, ganz kurz, oder mal länger, wie es uns gerade in den Kram passt? Womöglich liegen uns bestimmte Formen besser als die, mit denen wir bislang unentspannt geblieben sind? Oder wir entdecken Bewährtes neu? Lassen Sie sich inspirieren und dazu verführen, mal anders zu beten. Wenn wir gechillt sind, ist Beten keine Arbeit für uns. Im Gegenteil, dann verleiht es uns so viel Kraft und Freude und Erfüllung, dass wir gar nicht mehr ohne leben können.

„Chill – Work – Pray“ von Diana Schmid ist ein wirklich schön gestaltetes und toll geschriebenes Buch, welches richtig gute Anregungen für den Alltag liefert.
Das Buch geht thematisch vom morgendlichen Aufstehen, bis hin zum Schlafengehen und gibt Ideen für nahezu jede Alltagssituation, in die wir Zeit mit Gott integrieren können.
Es wird nicht nur das Wie, sondern auch das Das beleuchtet. Viele kleine Gebete oder Gebetsformen geben einen schönen Rahmen für jeden Tag.
Auch auf gewisse „Ausfluchten“ geht die Autorin ein. So z.B. Bibelcafés, christliche Reisen oder Aufenthalte im Kloster.
Ihre Art zu berichten und zu erklären macht Spaß und lässt sich locker leicht lesen. Egal ob man das Buch in längeren Abschnitten oder kleinen Häppchen liest.
Durch die vielen verschiedenen Ansätze im Buch, ist das Buch eigentlich für jeden empfehlenswert. Ich denke, dass sich jeder dort eine oder mehrere Anregungen holen kann.
Ich werde mir das Buch auf jeden Fall noch mal durchlesen und einiges ausprobieren und aufschreiben. Ich finde es auf jeden Fall inspirierend.

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  • Cover
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 01.06.2021

Appetit machender Krimi

Kretischer Abgrund
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Es ist der heißeste August seit langem. Selbst für uns Kreter, denkt Kommissar Michalis Charisteas mit einem mitleidigen Blick auf seine deutsche Freundin Hannah, die das erste Mal im Hochsommer in der ...


Es ist der heißeste August seit langem. Selbst für uns Kreter, denkt Kommissar Michalis Charisteas mit einem mitleidigen Blick auf seine deutsche Freundin Hannah, die das erste Mal im Hochsommer in der Hafenstadt Chania zu Besuch ist. Bis er selbst bei 40 Grad im Schatten ermitteln muss.
In der bekannten Samaria-Schlucht wurde eine junge Frau ermordet aufgefunden. Ein Eifersuchtsdrama, wie es scheint, und schnell ist ein Verdächtiger ohne Alibi verhaftet. Zu schnell für Michalis’ Geschmack. Doch spätestens als es einen weiteren Toten gibt, dieses Mal im beschaulichen Paleochora, wird klar, dass sich auf der Insel etwas ganz anderes in tödlicher Gewalt entlädt.

„Kretischer Abgrund“ von Nikos Milonás ist der zweite Band seiner griechischen Krimireihe um Michalis Charisteas. Die Bücher spielen auf Kreta und lassen trotz des Genres richtig Urlaubsfeeling aufkommen.
Der Autor verknüpft den Kriminalfall gekonnt mit den eigenwilligen Kretern, dem Konflikt zwischen Moderne und Tradition und dazu noch mit einer Menge leckerem Essen.
Der Fall ist spannend, auch wenn das Thema drumherum an sich nicht unbedingt mein Ding wäre. Trotzdem hat der Autor es so gut verpackt, dass ich drangeblieben bin und immer weiterlesen wollte.
Die Figuren sind wieder einmal richtig gut gelungen. Besonders Michalis und sein Partner Koronaios hauchen der Geschichte richtig viel Leben ein. Sie sind ein starkes Team und liefern nicht nur eine gute Ermittlung ab, sie bringen auch zum Schmunzeln.
Dazu gibt es jede Menge Lokalkolorit und tolle Beschreibungen von Land, Leuten und Küche.
Ich finde, die Mischung macht das Buch zu einem richtig tollen Krimi!

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Veröffentlicht am 24.05.2021

Spannende Umsetzung eines True-Crime-Podcasts

Der Countdown-Killer - Nur du kannst ihn finden
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True-Crime-Podcasterin Elle Castillo will Gerechtigkeit. Gerechtigkeit für die Opfer nie aufgeklärter Verbrechen. Jetzt wagt sie sich an einen spektakulären Fall: den des »Countdown-Killers«. Er entführte ...


True-Crime-Podcasterin Elle Castillo will Gerechtigkeit. Gerechtigkeit für die Opfer nie aufgeklärter Verbrechen. Jetzt wagt sie sich an einen spektakulären Fall: den des »Countdown-Killers«. Er entführte immer drei. Drei junge Frauen im Abstand von drei Tagen. Jede ein Jahr jünger als die andere, jede innerhalb von sieben Tagen tot. Bis sein zehntes Opfer entkam. Die Serie brach ab, der Killer konnte nie gefasst werden.
Als Elle anfängt, die Morde in ihrem Podcast neu zu beleuchten, verschwindet wieder eine junge Frau. Ein Trittbrettfahrer, dem es um Aufmerksamkeit geht? Oder der Killer von damals, der jetzt zurück ist, um sein grausames Werk zu Ende zu bringen?

Amy Suiter-Clarke bringt in „Der Countdown-Killer” eindeutig ihre Liebe zu True-Crime-Podcasts zum Ausdruck. Sie erzählt die Geschichte der Podcasterin Elle Castillo und bringt alleine durch ihren Schreibstil unheimlich viel Abwechslung und Spannung in dieses Buch.
Die Podcast-Folgen sind als Transkript abgebildet. So kann der Leser trotzdem die Interviews und aktuellen Informationen erfahren, die Elle ihren Hörern mitteilt.
Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich aus der Sicht von Elle und wechselt später immer mal wieder zu einer der anderen Figuren. Abgelöst wird die Handlung zwischendrin durch die Podcast-Folgen.
Die Autorin hat dadurch einen Rhythmus geschaffen, der den Leser fesselt und nicht mehr loslässt. Der Fall um den Countdown-Killer ist verworren und lebt von Elles ungewöhnlicher Art zu ermitteln und dem Element Podcast.
Die Charaktere sind gelungen und ich muss sagen, dass keiner fehl am Platze war. Weder die Figuren im nahen Umfeld von Elle, noch die Verdächtigen und Zeugen.
Alles zusammen gibt dem Fall immer wieder neue Wendungen, die mich richtig mitgerissen hat und auch das Ende lässt mein Thriller-Herz in einem zufriedenen Takt rasen.
Ein toller Thriller, der das Element Podcast wirklich geschickt nutzt!

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