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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.07.2021

Am Ende wird alles gut

Tod an der Alster
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„Tod an der Alster“ von Anke Küpper ist nach „Die Tote vom Elbhang“ der zweite Fall für Svea Kopetzki und ihre Kollegen von der Hamburger Mordkommission. Dennoch handelt es sich um einen eigenständigen ...


„Tod an der Alster“ von Anke Küpper ist nach „Die Tote vom Elbhang“ der zweite Fall für Svea Kopetzki und ihre Kollegen von der Hamburger Mordkommission. Dennoch handelt es sich um einen eigenständigen Roman, der auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann. Worum geht es?
Eine Frau läuft im farbenreichen Spektakel des Feuerwerks über der Alster vor einen Bus - und stirbt. Wie sich herausstellt, hatte Helena Pahde Stichspuren am Hals. Ist die bekannte Schönheitschirurgin aus ihrer nahen Praxis vor einem Angreifer geflüchtet? Verdächtige gibt es viele, allen voran die drei Männer in Helenas Leben: ihr Praxispartner, ihr Ehemann und ihr Lover. Aber wo liegt das Motiv? Svea und ihr Team ermitteln in der Welt der Schönen und Reichen...
Anke Küpper hat ihren neuen Krimi atmosphärisch in Szene gesetzt. Eine kurzweilige Geschichte mit viel Lokalkolorit, die zum Miträtseln einlädt. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Schon früh wird die Tätersicht eingeführt, und so ist der Leser der Polizei immer ein paar Schritte voraus. Über das Wiedersehen mit Svea, Tamme und Franzi habe ich mich sehr gefreut. Denn sie sind mir inzwischen ans Herz gewachsen. Darum bin ich schon gespannt auf ihren nächsten Einsatz.

Fazit: Fall Nr. 2 für Svea und Tamme. Besser, spannender als der Vorgänger.

Veröffentlicht am 10.07.2021

Räche mich

Tiefer Fjord
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Um es gleich vorwegzunehmen, „Tiefer Fjord“ von Ruth Lillegraven hat mich begeistert! Schauplätze sind Oslo und Westnorwegen.
Was für ein verstörender Prolog: vor etwa 30 Jahren überlebt die kleine Clara ...

Um es gleich vorwegzunehmen, „Tiefer Fjord“ von Ruth Lillegraven hat mich begeistert! Schauplätze sind Oslo und Westnorwegen.
Was für ein verstörender Prolog: vor etwa 30 Jahren überlebt die kleine Clara einen tragischen Autounfall bei dem ihr Stiefvater ertrinkt. Heute ist sie mit Haavard, einem Kinderarzt verheiratet, der einen kleinen Jungen behandeln soll. Plötzlich erscheint die Polizei im Krankenhaus...
Hut ab vor Ruth Lillegraven, eine gute Beobachterin und Kennerin menschlicher Abgründe, die eine spannende Geschichte erzählt. Wechselnde Perspektiven, aus Sicht von Clara und Haavard, aber auch aus Sicht von Claras Vater und einer Kollegin, sorgen für Dynamik.
Die Vergangenheit wirft lange Schatten, die die Autorin gründlich ausleuchtet. Es geht um Rache. Nebenbei erhalten wir auch einen tiefen Einblick in Claras Kindheit.
„Tiefer Fjord“ ist ein Buch, das familiäre Gewalt, rohe physische Gewalt thematisiert und daher manchmal kaum auszuhalten ist. Das Ende überrascht und schockiert.
Gefallen hat mir, dass es einen Soundtrack zum Roman gibt: Blondie, Bruce Springsteen und Roxy Music…

Fazit: Spannungsgeladenes Debüt. Düster und Abgründig!

Veröffentlicht am 08.07.2021

Wie wir die Dinge sehen

Narbenherz
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„Narbenherz“ von Anne Mette Hancock ist der zweite Fall für Investigativ-Journalistin Heloise Kaldan und Kommissar Erik Schäfer von der Kopenhagener Polizei. So gut der Vorgänger „Leichenblume“ auch war, ...


„Narbenherz“ von Anne Mette Hancock ist der zweite Fall für Investigativ-Journalistin Heloise Kaldan und Kommissar Erik Schäfer von der Kopenhagener Polizei. So gut der Vorgänger „Leichenblume“ auch war, der neue Thriller ist noch besser, spannender. Worum geht es?
Heloise hat gerade eine Recherche zu Soldaten mit PTBS begonnen, als sie eine persönliche Entscheidung treffen muss. Noch bevor sie irgendetwas tun kann, erfährt sie vom Verschwinden des zehnjährigen Lukas. Ihr Freund Schäfer ermittelt in diesem Fall…
Anne Mette Hancock hat ihren neuen Thriller packend inszeniert. Ein verschwundener Junge, ein toter Soldat und ein unbekannter Mann im Skianzug. Wo ist die Verbindung?
„Narbenherz“ ist ein psychologisch raffinierter Thriller über Rache, optische Täuschungen und Narben im Herzen. Spannend, keine Frage. Das Ende ist überraschend. Hammer!
Über das Wiedersehen mit Heloise und Schäfer habe ich mich sehr gefreut. Denn sie sind mir inzwischen ans Herz gewachsen. Und so bin ich schon gespannt auf ihren nächsten Einsatz.

Fazit: Fall Nr. 2 für Heloise Kaldan & Erik Schäfer. Noch besser, spannender als der Vorgänger.

Veröffentlicht am 08.07.2021

Emma ist tot.

Ausweglos
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Hat der Ringfingermörder wieder zugeschlagen? Um es gleich zu sagen: „Ausweglos“ ist eine umwerfende Erfahrung. Worum geht es?
Vor Jahren hielt eine Mordserie Hamburg in Atem. Jetzt gibt es erneut eine ...


Hat der Ringfingermörder wieder zugeschlagen? Um es gleich zu sagen: „Ausweglos“ ist eine umwerfende Erfahrung. Worum geht es?
Vor Jahren hielt eine Mordserie Hamburg in Atem. Jetzt gibt es erneut eine Tote: Wieder fehlt der Ringfinger, wieder trägt die Tat die blutige Handschrift des Killers. Doch diesmal gibt es einen Zeugen, Noah, er wohnt Tür an Tür mit dem Opfer. Kommissar Elias Blom ist fest entschlossen, den Mörder endlich zu fassen. Aber je tiefer er sich in den Fall verstrickt, desto mehr verschwimmen die Grenzen. Was ist Wahrheit, was Lüge? Wer ist Freund und wer Feind? Und vor allem: Wer ist Opfer und wer Täter?
„Ausweglos“ ist das Thriller-Debüt von Henri Faber. Das Buch gliedert sich in vier Teile. Die einzelnen Kapitel sind überschrieben mit Noah, Elias und Linda. Ich mag wechselnde Perspektiven, denn die sorgen für Dynamik. „Ausweglos“ ist ein fesselnder, psychologisch raffinierterer Thriller, der niemanden kaltlässt über eine große Liebe, aber auch über Schuld und Lüge.
Henri Faber erzählt seine Geschichte in perfektem Tempo und mit stetig steigender Spannung bis zum überraschenden Ende. Mit „Ausweglos“ präsentiert sich der Autor als Meister der Irrungen und Wendungen. Und glaubt man, es sei keine Steigerung mehr möglich, dann setzt er noch einen drauf. Und noch einen. Und noch einen…

Fazit: Spannend, wendungsreich und unvorhersehbar. Eine echte Überraschung!

Veröffentlicht am 25.06.2021

Ein ausgeklügelter Racheplan

SCHULD! SEID! IHR!
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SCHULD! SEID! IHR! von Michael Thode ist nach „Das stumme Kind“ der zweite Fall für Hauptkommissar Rolf Degenhardt und Kommissarin Jana Liebisch, die in der Lüneburger Heide ermitteln. Über das Wiedersehen ...

SCHULD! SEID! IHR! von Michael Thode ist nach „Das stumme Kind“ der zweite Fall für Hauptkommissar Rolf Degenhardt und Kommissarin Jana Liebisch, die in der Lüneburger Heide ermitteln. Über das Wiedersehen habe ich mich gefreut, zumal der Fall hochspannend ist.
Ein Obdachloser wird tot aufgefunden, alles deutet auf Selbstmord hin. Die Ermittlungen ergeben dann allerdings ein anderes Bild, als ein ehemaliger Kollege von Degenhardt an einem Herzinfarkt stirbt. Was beide Fälle verbindet ist die jeweils zurückgelassene Tarotkarte des Gehängten. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit als klar wird, dass mit weiteren Opfern zu rechnen ist. Werden es Degenhardt und sein Team schaffen, den Killer zu stoppen?
Die Story ist dicht, mit Wendungen und Überraschungen, dabei sehr spannend. Die Kapitel wechseln sich mit der Sicht des Gehängten und der Sicht "der Anderen" ab, die des Ermittlerteams. Als Leser sind wir der Polizei immer ein Stück weit voraus, was aber nichts von der Spannung nimmt. Nach und nach wird klar, was den Täter antreibt - und warum.
Personell gibt es im Team von Degenhardt einige Veränderungen, Oberkommissar Jens Vorberg verlässt das Team, Jana Liebisch wird seine Nachfolgerin und die Position des Kriminalrats wird mit Dirk Kaiser neu besetzt. Mit dieser Konstellation kommt ein interessanter, wenn auch unsympathischer Charakter ins Rennen. Die Ermittlungen sind authentisch geschildert, ein Fall zum miträtseln und spekulieren, der bis zum Ende spannend bleibt.

Fazit: Fall Nr. 2 für Degenhardt & Liebisch. Extrem fesselnd und voller Twists.