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Veröffentlicht am 03.06.2022

Der Sinn des Lebens: Weil alles aus dem Nichts kommt und wieder im Nichts verschwindet.

Die Odyssee
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Seit fünf Jahren auf einem Kreuzfahrtschiff in diversen Tätigkeiten im Rotationsverfahren eingesetzt ist Ingrid in diesem Zeitraum auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens. Wie bewältigen die Menschen ...

Seit fünf Jahren auf einem Kreuzfahrtschiff in diversen Tätigkeiten im Rotationsverfahren eingesetzt ist Ingrid in diesem Zeitraum auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens. Wie bewältigen die Menschen ihr Leben? Die Lösung präsentiert sich ihr wie ein Stoppschild: Sie trinken. So hat es auch bei ihr angefangen, bei einer kaputten Ehe, einem unerfüllten Kinderwunsch und exzessivem Alkoholkonsum besonders bei den Landgängen. Sie denkt über ihr altes Leben nach und ihr wird schlecht bei diesen Erinnerungen.
Der Schiffskapitän Keith wählt sie für ein fragwürdiges Mentoren-Programm vor mit seltsamen, verrückten Maßnahmen zur Selbstoptimierung wie die Amputation eines Fingers, anfangs auch um die japanische Ästhetik des Wabi-Sabi. Welchen Sinn soll all das machen? Vielleicht um ein Zeichen zu setzen, um bereit zu sein für ein neues Leben ohne (Selbst-)Täuschung? Das Kreuzfahrtschiff, die WA genannt, diese Maßnahme und o.g. Programm sollte das Beste aus Ingrid herausholen. Endlich ist sie so weit.
Insgesamt etwas schwer ‚verdaulich‘ und zu langatmig zum Lesen.

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Veröffentlicht am 13.05.2022

Der Schreibstil ist neben dem Inhalt gewöhnungsbedürftig.

Amelia
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Nordirland mit all den jahrelangen Reibereien bis zu brutalen Kämpfen zwischen Katholiken und Protestanten – dieses Land steht im Mittelpunkt des Geschehens hier, weniger aus politischer Sicht, eher über ...

Nordirland mit all den jahrelangen Reibereien bis zu brutalen Kämpfen zwischen Katholiken und Protestanten – dieses Land steht im Mittelpunkt des Geschehens hier, weniger aus politischer Sicht, eher über die Familie von Amelia Boyd Lovett, einen Zeitraum von 1969 bis 1994 beschreibend, mit ihr als Achtjährige beginnend und mit sehr derben Schilderungen von Gewalt, Terror, Vergewaltigung etc. im weiteren Verlauf ihres Lebens.
Der Schreibstil der Autorin Anna Burns sagt mir nicht zu. Die Schilderungen rund um Amelia mit all ihren idiotischen Grausamkeiten, mit derart primitiven, gewaltsamen Darstellungen von weiteren Familienmitgliedern stößt mich derart ab, sodass es für mich kein Lesevergnügen ist und ich in der Mitte des Buches einfach abgebrochen habe zu lesen.
Das Cover wirkt bildlich zu harmlos mit dem gekreuzten Pflaster auf einem Mädchenknie. Die psychische Belastung für junge Menschen in Nordirland mit all ihrem Terror kommt nicht zum Tragen.

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Veröffentlicht am 16.09.2021

Ein seltsames, uriges Figurenensemble, vereint um Kreuzberg um 1980

Glitterschnitter
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Die Band ‚GLITTERSCHNITTER‘ um Karl Schmidt, dem Mann an der Bohrmaschine, sucht in vielen Zeitsprüngen mit viel trockener Situationskomik Erfolg neben weiteren Figuren wie Frank Lehmann.
In langen verschachtelten ...

Die Band ‚GLITTERSCHNITTER‘ um Karl Schmidt, dem Mann an der Bohrmaschine, sucht in vielen Zeitsprüngen mit viel trockener Situationskomik Erfolg neben weiteren Figuren wie Frank Lehmann.
In langen verschachtelten Sätzen werden eher belanglose Szenen beschrieben ohne eigentlichen Spannungsbogen, z.B. über Vorträge zur richtigen Kaffeezubereitung. Insgesamt ein seltsamer Roman mit zu wenig ‚Schlagkraft‘.

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Veröffentlicht am 10.07.2021

Enttäuschender Roman! Kaum zu glauben, dass er von Patricia Highsmith geschrieben wurde: Langatmig, langweilig, ohne nennenswerte Spannung.

Elsies Lebenslust
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Die aufregend hübsche, 20-jährige Elsie Tyler taucht in Greenwich Village auf, von zu Hause ausgerissen, auf der Suche nach dem Glück in New York, sprühend vor Lebenslust.
Und da ist Ralph Lindermann, ...


Die aufregend hübsche, 20-jährige Elsie Tyler taucht in Greenwich Village auf, von zu Hause ausgerissen, auf der Suche nach dem Glück in New York, sprühend vor Lebenslust.
Und da ist Ralph Lindermann, ein kauziger alter Wachmann, ein exzentrischer Atheist mit einem Hund namens God. Ralph spioniert ihr nach, sie verkörpert sein Frauenideal. Er beschließt, Elsie vor dem Verderben zu retten, beschützt, belauert und verfolgt sie. Er ist ein Stalker.
Lindermann‘s Nachbar, der Illustrator Jack, der mit seiner Frau Natalia eine freie, 'moderne' Ehe führt, begegnet Elsie zufällig. Natalia nimmt Elsie auf, die in ihr eine verwandte Seele sieht und verfällt ihr ebenso wie Jack. Dank Natalia wird Elsie zu einem gefragten Fotomodell und hat Erfolg. Doch Leidenschaften, die sie auslöst, werden ihr zum Verhängnis. Die Ehe bleibt bestehen, aber ein Mord geschieht.
„Elsie‘s Lebenslust“ zum Krimigenre hinzuzuzählen, ist nicht korrekt. Es ist ein Roman über eine moderne Ehe, über Begehren, über die New Yorker Gesellschaft der 80-er Jahre, über Homosexualität und Moral. Er ist teilweise langatmig, zu detailreich und langweilig. Unwichtige Dinge aus dem Alltagsleben werden aufgereiht, kein sinnvoller Abschluss gefunden.

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Veröffentlicht am 23.09.2024

Die Geschichte des indischen Freiheitskampfes und mehr.

Antichristie
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An einer Agatha Christie Neuverfilmung rund um die Rolle des belgischen, weißen Detektivs Poirot nimmt eine mehrköpfige Crew der Firma Florin Court Films über zwölf Tage teil, analog zu den offiziellen ...

An einer Agatha Christie Neuverfilmung rund um die Rolle des belgischen, weißen Detektivs Poirot nimmt eine mehrköpfige Crew der Firma Florin Court Films über zwölf Tage teil, analog zu den offiziellen Trauertagen zum Tod von Queen Elizabeth II. Die Hauptperson Durga, Autorin für Science Fiction, nimmt an dem Drehbuch mit politischer Verschwörung als Locked-Room-Mystery teil. Nur leider entpuppt sich dieses Anti-Christie-Filmprojekt als verwirrendes Werk voller Fakten zu den Unabhängigkeitsbestrebungen Indiens und Fiktion in Form von Zeitreisen wie bei Doktor Who. Thematisiert wird Widerstand mit oder ohne Gewalt, weltweiter Kolonialismus, Rassismus und Diskriminierungserfahrungen - vor allem im britischen Empire. Die Geschichte des indischen Freiheitskampfes, verbunden mit Namen wie Savarkar, aber auch Gandhi, Madan, Shyamji, ist interessant. Jedoch ist der Zeitenwechsel auf den verschiedenen Erzählsträngen zwischen London 2022 und 1906 mittels der Doctor WHOs Tardis-Zeitmaschine verwirrend zu verarbeiten und stört den Lesefluss. Auch ist die Personenliste insgesamt sehr lang. Der Schreibstil ist punktuell humorvoll. Die Charaktere sind originell, z.B. Durgas pseudorevolutionäre Mutter Lila. Insgesamt bringen Fakt und Fiktion hier zu viel Verwirrung.

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