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Der_Blaue_Mond

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.10.2021

Ein dänischer Polizeikrimi

Meeressarg (Ein Fabian-Risk-Krimi 6)
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Das Gute ist, man kann der Geschichte problemlos folgen auch ohne die Teile davor gelesen zu haben.
Für meinen Geschmack war die Erzählung jedoch etwas zu langwierig. Bis alle Charaktere am Start sind ...

Das Gute ist, man kann der Geschichte problemlos folgen auch ohne die Teile davor gelesen zu haben.
Für meinen Geschmack war die Erzählung jedoch etwas zu langwierig. Bis alle Charaktere am Start sind und die jeweiligen Verknüpfungen klar sind, vergeht viel Zeit bzw. Papier. Trotzdem habe ich die 500 Seiten schnell verschlungen. Gerade zum Ende hin mussten die letzten 100 Seiten non stop gelesen werden. Das spricht für spannende Unterhaltung. Das ist es.
Vom Rahmen her ein gelungener Start und ein ebensolches Ende. Wir befinden uns bei der Polizei in Dänemark. Und es gibt zwei Wasserleichen in einem Auto. Vielleicht steckt da irgendwie der oberste Polizeichef von Kopenhagen mitdrin. Oder aber auch nicht. Es gibt noch einige Ermittler, die parallel auftauchen und eine Powerfrau, die es in sich hat. Die Orte sind toll beschrieben, vor allem die Räumlichkeiten unter Tage. Gruselig aber doch irgendwie realistisch.

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Veröffentlicht am 09.10.2021

zwei Länder, zwei Wurzeln

Auf Basidis Dach
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Zunächst einmal muss ich das optisch gelungene Cover loben. Gefällt mir ausgesprochen gut, auch der Titel ist wunderbar gewählt.
Inhaltlich ist es ein überaus persönliches Buch. Mona hat quasi Wurzeln ...

Zunächst einmal muss ich das optisch gelungene Cover loben. Gefällt mir ausgesprochen gut, auch der Titel ist wunderbar gewählt.
Inhaltlich ist es ein überaus persönliches Buch. Mona hat quasi Wurzeln in zwei Ländern, ihre Mutter ist aus Deutschland und der Vater ist aus Marokko. Beide haben sich jung in Paris kennen und lieben gelernt.
Der Schreibstil ist klar, einfach und unterhaltsam. Die Familienmitglieder werden detailliert dargestellt und durch kleine Anekdoten zum Leben erwacht. Kulturelle Unterschiede zwischen Marokko und Deutschland werden an alltäglichen Dingen offensichtlich gemacht. Die 214 Seiten sind sehr schnell gelesen. Besonders genossen habe ich den Ausflug mit ihrem Vater in die Altstadt von Fès, das war so eindrücklich und atmosphärisch formuliert, davon hätte ich gerne mehr gehabt. Auch der geschilderte Ausflug zu den Wurzeln ihrer marokkanischen Großmutter war interessant. Natürlich werden einem durch das Buch viele deutsche Eigenheiten vorgeführt. Regt durchaus zum Nachdenken an!

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Veröffentlicht am 14.09.2021

Das Gold des 21. Jahrhunderts...

Das Ende des Individuums
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... genau, wir reden hier nicht von Edelmetall sondern von Daten, Daten, Daten.
Das Buch ist eine Reise um die Welt, um Themen rund um KI auf den Grund zu gehen. Dabei konnte ich für mich viel neues erfahren. ...

... genau, wir reden hier nicht von Edelmetall sondern von Daten, Daten, Daten.
Das Buch ist eine Reise um die Welt, um Themen rund um KI auf den Grund zu gehen. Dabei konnte ich für mich viel neues erfahren. Mich hat der Titel einfach direkt angesprochen.
Der Inhalt ist definitv für Fortgeschrittene KI Begeisterte geeignet, dazu zähle ich mich nicht. Obwohl ich von vielen zitierten Autoren wie Taleb, Harari oder Kahnemann bereits etwas gelesen habe, konnte ich nicht immer mit der Schnelligkeit der Erzählung mithalten. Der Autor zieht rasend schnell von einer Person und Ort zum nächsten. Die ständigen Wechsel der Personen fand ich wenig gelungen, auch weil einem die Nennung dieser KI Spezialisten nicht wirklich weiterbringt. Mir hätte es völlig gereicht, wenn der Autor die Punkte inhaltlich zusammengefasst und asugeschmückt hätte und die Namen in den Fußzeilen aufgetaucht wären.
Aber viele Punkte waren mir neu, daher ist das Werk definitiv ein Wissensgewinn. Außerdem regen die Erkenntnisse daraus sehr zum Nachdenken an. Sind wir in Europa wirklich so derartig uneinholbar abgehängt oder ist es nicht geradezu fantastisch erstmal abzuwarten was in China hinsichtlich KI noch alles kommt?
Wer will schon in einem Land mit Social Scoring leben? Was macht den Menschen eigentlich aus? Kann KI überhaupt jemals intelligent werden?
Letztendlich ein Werk für Alle, die skeptisch aber auch neugierig in die Welt der künstlichen Intelligenz eintauchen möchten. Ein Status Quo sozusagen.

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Veröffentlicht am 21.08.2021

dramatischer Familienepos

Heimatsterben
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Selten passte für mich ein Cover besser zum Roman. Der faulende Apfel zusammen mit dem schwarzen Trauerrahmen widerspiegeln die traurige Erzählung zum Heimatsterben.
Für einen Debütroman ziemlich grandios ...

Selten passte für mich ein Cover besser zum Roman. Der faulende Apfel zusammen mit dem schwarzen Trauerrahmen widerspiegeln die traurige Erzählung zum Heimatsterben.
Für einen Debütroman ziemlich grandios geschrieben. Ich mag Geschichten mit Stammbaum, hier taucht man auch so richtig in einige Familienmitglieder und deren Schicksal ein.
Der Schreibstil ist klar und verständlich. Inhaltlich topaktuell, kommt doch beispielsweise die Pandemie und anstehende Wahlen darin vor. Soweit an der Realität kommen wir dann schon zu dem Punkt, der mir nicht so gut gefallen hat. Die weiteren Entwicklungen des geschilderten Deutschlands finde ich total fiktional und nicht komplett durchdacht. Wenn es so käme, dass Europa zerfällt, hätten wir meiner Meinung nach ganz andere Probleme.
Deshalb kann ich nicht die volle Punktzahl geben. Davon abgesehen ist es wirklich toll zu lesen, wie in jeder Familie gibt es Leute, die man mag und welche, die lediglich akzeptiert werden. Ein bunter Mix. Letztendlich trägt man die Heimat in sich, unabhängig von Raum und Zeit.

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Veröffentlicht am 29.07.2021

Liebesroman

Das Haus der Libellen
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Als Libellenfreund zog mich das hübsch gestaltete Cover und der Titel an. Beides ist sehr gut gelungen.

Inhaltlich ist es ein Liebesroman, der sich nach und nach aufbaut. Die Autorin vermag es, Orte außerordentlich ...

Als Libellenfreund zog mich das hübsch gestaltete Cover und der Titel an. Beides ist sehr gut gelungen.

Inhaltlich ist es ein Liebesroman, der sich nach und nach aufbaut. Die Autorin vermag es, Orte außerordentlich lebendig erscheinen zu lassen. Insbesondere die Villa, der Ort wo die Geschwister Emilia und Noah aufgewachsen sind, fand ich toll beschrieben. Auch die drei Hauptcharaktere sind gut dargestellt. Sophie war früher das Nachbarskind und fast wie eine Schwester für Emilia und Noah. Als Teenie ist sie dann mit Noah zusammen gekommen und später auch in eine eigene Wohnung mit ihm gezogen. Aber das ist lange her und Sophie kommt Jahre später in die Villa zurück um zu helfen. So springt der Roman immer zwischen Gegenwart und Vergangenheit bis das Puzzle gelöst ist.

Richtig spannend ist die Erzählung jedoch nicht. Es gibt ein oder zwei Überraschungsmomente im hinteren Teil, aber ich hatte mir irgendwie mehr erhofft. An vielen Stellen war es mir auch etwas zu langwierig und ausufernd. Die Libellen hatten einen kleinen Nebenschauplatz im Keller, an den Wänden und als Überschrift jedes Kapitels.

Fazit: ein schöner, aber etwas langer Liebesroman

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