Ich finde die Bücher dieser Reihe einfach sehr toll. Ein wunderbarer Weg um Kindern die Geschichten stärker Frauen näherzubringen die die Gesellschaft nachhaltig beeinflusst haben und die leider teilweise ...
Ich finde die Bücher dieser Reihe einfach sehr toll. Ein wunderbarer Weg um Kindern die Geschichten stärker Frauen näherzubringen die die Gesellschaft nachhaltig beeinflusst haben und die leider teilweise heute nicht so bekannt sind wie sie es sein sollten. Es gibt so viele Frauen denen wir sehr viel zu verdanken haben und die wichtig sind. Nicht nur für Kinder ist dieses Buch toll da auch Erwachsene auf Persönlichkeiten stoßen werden die ihnen noch nicht bekannt waren. Ich schaue immer wieder gerne in solche Bücher. Sie inspirieren mich oftmals zu intensiven Recherchen zu den dargestellten Persönlichkeiten und motivieren mich zur näheren Beschäftigung mit großen Persönlichkeiten die mich inspirieren, faszinieren und die teilweise einen Platz in meinem Kopf und meinem Herz bekommen und mich in großem Maße motivieren
Inke Hummel hat mit "Mein wunderbares wildes Kind" ein sehr hilfreiches Buch geschrieben. Es ist extrem Praxis - und Stärkenorientiert, liefert viele Beispiele, Idee die man in der Praxis umsetzten kann ...
Inke Hummel hat mit "Mein wunderbares wildes Kind" ein sehr hilfreiches Buch geschrieben. Es ist extrem Praxis - und Stärkenorientiert, liefert viele Beispiele, Idee die man in der Praxis umsetzten kann und sammelt Aussagen und Erfahrungsberichte von Eltern sehr lebhafter Kinder. Sie geht sehr gut auf die Bedürfnisse von Eltern und Kind ein. Mit vielen Praxisbeispielen und Anregungen ist dieses Buch wirklich sehr empfehlenswert. Wichtige Aussagen des Buches sind für mich folgende : Dein Kind ist wie es ist. Es kann nicht beeinflussen wie die Gesellschaft es sieht und kann nichts für sein angeborene Temperament, also gib ihm die Unterstützung die es braucht damit es sich in der Gesellschaft zurechtfindet. Der Job eines Elternteils ist nicht der Verwandschaft, den PädagogenInnen oder sonst jemandem alles recht zu machen sondern der, sich so gut es geht um sein Kind zu kümmern und dabei nicht zu vergessen auf die eigenen Ressourcen zu achten denn lebhafte, wilde Kinder brauchen viel Aufmerksamkeit und Geduld und alle Menschen brauchen Kraft und Energie. Diese kannst du deinem Kind nur geben wenn du auch auf dich selbst und deine Ressourcen schaust.
Ich finde im Umgang mit Gefühlsstarken und wilden Kindern hat unsere Gesellschaft noch einigen Aufholbedarf da es nach wie vor oft so ist das wilde Kinder oft von ihrem Umfeld unangenehme Reaktionen hervorrufen, das Umfeld ist genervt, fühlt sich gestört oder das Kind ist "zu viel" im schlimmsten Fall wird es bestraft. Da gibt es defenitiv noch großen Handlungsbedarf.
Damit finde ich dieses Buch wirkich sehr empfehlenswert. Es ist wertschätzend, Kindorientiert und ich kann aus durch Erzählungen von Eltern die ich jetzt während meiner Berufszeit als Kinderbetreuerin gehört habe sagen das es oft wirklich nicht leicht für Eltern ist von ihrem Umfeld (unerwünschte) Anregungen, Erziehungstips und im schlimmsten Fall irgendwelche Diagnosen zu ihrem Kind zu bekommen. Das hilft weder Eltern noch Kind und macht nur Stress und Druck und das ist etwas das Kinder wie Eltern ganz sicher nicht gebrauchen können.
Michael Köhlmeier erzählt in seinem Roman " Das Mädchen mit dem Fingerhut" die Geschichte eines Mädchens das scheinbar zu niemandem gehört, alles was sie sagen kann ist Yiza, wie sie von da an von allen ...
Michael Köhlmeier erzählt in seinem Roman " Das Mädchen mit dem Fingerhut" die Geschichte eines Mädchens das scheinbar zu niemandem gehört, alles was sie sagen kann ist Yiza, wie sie von da an von allen genannt wird. Sie taucht eines Tages einfach auf, niemand weiß zu wem sie gehört, woher sie kommt. Auch ihre Sprache versteht niemand und so ist das Kind auf sich alleine gestellt. Michael Köhlmeier hat die Geschichte eines Kindes geschrieben das alleine und unverstanden ist bis es zwei Jungen kennenlernt, die scheinbar genau so verloren sind wie sie. Ist es möglich das drei Verlorene Kinder ineinander die Kraft finden um weiterzukämpfen und so zu überleben?
Michael Köhlmeier hat einen interessanten Roman geschrieben der einem ans Herz geht, nach dem Lesen lange nicht mehr loslässt. So schafft es Köhlmeier, indem er bewusst Lücken lässt eine sehr spannende Geschichte zu erzählen.
Michaela Küpper erzählt in ihrem Roman "Die Edelweißpiratin" nach wahren Begebenheiten die Geschichte der Familie Kühlem allen voran Mucki die schon von klein auf die Ideale und Ideen ihrer Eltern internalisiert ...
Michaela Küpper erzählt in ihrem Roman "Die Edelweißpiratin" nach wahren Begebenheiten die Geschichte der Familie Kühlem allen voran Mucki die schon von klein auf die Ideale und Ideen ihrer Eltern internalisiert und so zu ihren eigenen macht.
Nachdem Muckis Vater der, wie auch ihre Mutter und sie überzeugter Kommunist, von den Nazis verhaftet und ins Arbeitslager gesteckt wird ist Mucki bereit dem Widerstand nun endgültig mit Leib und Seele beizutreten. Sie und ihre Widerstandsgruppe, die Edelweißpiraten, die man sich im weitesten Sinne wie eine Art politische Pfadfinder im Widerstand gegen die Nazis vorstellen kann beginnen heimlich Plakate von den Nazis abzureißen. Als sie erwischt werden verliert Mucki ihren Job als Babysitterin. Mucki wird wiederholt aufgefordert dem BDM beizutreten was sie strikt ablehnt weil sie sich sehr sicher ist was sie nicht will: eine Gebarmaschine für den Führer werden und ihm Kanonenfutter für seinen Menschenverachtenden, Sinnlosen Krieg zu liefern.
Neben dieser Handlung erfährt man auch etwas über Muckis Gefühlswelt abseits des Politischen. Man hat Anteil an allen möglichen Gedanken, ihrer ersten Schwärmerei, ihren Zweifeln, ihren Bestrebungen nach einem selbstständigen Leben und ihrem Wunsch eine Emanzipierte Frau zu werden.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Mucki und ihren Eltern erzählt wodurch man mehrere Perspektiven auf die Geschichte bekommt was ich sehr interessant finde.
Ich habe leider etwas länger gebraucht um in die Geschichte hineinzufinden. War ich allerdings angekommen wurde die Handlung immer spannender, Mucki wurde mir immer sympathischer und die anfängliche Distanz zu den Charaktären die mich etwas gestört hat wurde immer weniger. Im großen und ganzen ein sehr wichtiger Roman. Ich finde es immer wieder toll über den Widerstand gegen die Nazis zu lesen da man leider in der Schule für meinen Geschmack viel zu wenig darüber lernt und sich so auf Eigenrecherche verlassen muss was dieses Thema betrifft. Darum finde ich Bücher wie dieses sehr wichtig und wertvoll.
"Wir hätten wissen müssen, dass das Ende nahte. Wie hätten wir es wissen sollen? Als auf einmal Säure vom Himmel regnete und die Flüsse sich grün färbten, hätten wir wissen sollen, daß unser Land bald ...
"Wir hätten wissen müssen, dass das Ende nahte. Wie hätten wir es wissen sollen? Als auf einmal Säure vom Himmel regnete und die Flüsse sich grün färbten, hätten wir wissen sollen, daß unser Land bald Tod sein würde. Andererseits: Wie hätten wir es wissen sollen, wo sie doch nicht wollten, daß wir es wussten" (S.9)
So beginnt Imbolo Mbues neuer Roman, eine sprachgewaltige Geschichte und gleichzeitig eine schonungslose Abrechnung mit dem Kapitalismus.
Die Handlung dreht sich um die Bewohner von Kossawa, die, nachdem sich dort eine amerikanische Ölfirma angesiedelt hat,um ihr Überleben kämpfen müssen.Als immer mehr Mitglieder der Dorfgemeinschaft zuerst erkranken und dann sterben kann sich anfangs niemand erklären wieso.Als jedoch klar wird das es am Öl liegt, das ins Grundwasser und damit in die Körper der Menschen gelangt und sie so vergiftet reicht es den Dorfbewohnern. Nach den leeren Versprechungen die die Ölfirma ihnen macht beschließen sie, sich zu wehren und einen Kampf zu beginnen der noch Jahrzehnte andauern wird. Thula, am Beginn des Romans ein Kind wächst zu einer Widerstandskämpferin gegen den Ölkonzern heran. Sie ist bereit alles für ihre Gemeinschaft und deren Überleben zu Opfern.
Schon die ersten Sätze der Leseprobe haben mich unheimlich beeindruckt. Die Sprachgewalt von Imbolo Mbues Geschichte war vom ersten Satz an Klar. Die Geschichte ist zwar Fiktion, es könnte sich aber genau so abgespielt haben. Es ist wirklich schrecklich zu lesen wie die Menschen in Kossawa kämpfen und schreien und niemand sie hört. Auch finde ich den Aspekt das sich Imbolo Mbue Thula, anfangs noch ein Kind, als zentrale Figur der Erzählung über den Widerstand ausgesucht hat sehr spannend da sie damit zeigt das es die zukünftige Generation ist für die alles auf dem Spiel steht.
Danke an @vorablesen und @kiwi_verlag für das Rezensionsexemplar. Hier noch ein Zitat aus dem Buch das mich sehr beeindruckt hat:"Wir fragten uns, ob die Menschen in Amerika alle so fröhlich seien wie der Aufseher, was es schwer für uns machte, sie zu verstehen.Wie konnten sie fröhlich sein,wenn wir ihredwegen starben"
Es wird euch das Herz brechen und die Augen öffnen.Nichts für Schwache Nerven