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Veröffentlicht am 21.06.2022

Lenas erster Fall als frischgebackene Mutter

Der Mann in den Dünen
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Dies ist schon der 9. Band um die Inselkommissarin Lena Lorenz und wieder übertrifft sich die Autorin mit der Konstruktion eines Falls, den die Leser in Atem hält.
Auch privat entwickeln sich die Charaktere ...

Dies ist schon der 9. Band um die Inselkommissarin Lena Lorenz und wieder übertrifft sich die Autorin mit der Konstruktion eines Falls, den die Leser in Atem hält.
Auch privat entwickeln sich die Charaktere wieder weiter, was dafür spricht, die Bände der Reihe nach zu lesen, allerdings kommt man auch gut so rein und ein Vorwissen ist nicht unbedingt erforderlich, bereichert das Lesevergnügen allerdings um einiges.
Nach der Geburt ihres Sohnes hat sie erstmal eine vierzehnmonatige Elternzeit genommen und ist seit kurzem wieder in LKA zurückgekehrt. Zunächst ist sie im Schreibtischdienst, sucht aber das Gespräch mit ihrer Chefin, um ihr zu sagen, dass sie wieder ermitteln möchte. Es ist für sie und ihren Mann nicht leicht, aber sie liebt nun mal ihren Job, zu dem auch Außeneinsätze gehören. Kurz nachdem sie entschieden hat, wieder in den aktiveren Dienst zurückzukehren wird sie zu einem Vermisstenfall auf Sylt berufen.
Der Reeder Reinhardt Doormann, neunundsiebzig, ist von einem Spaziergang nicht zurückgekehrt. Nachdem Blutspuren am Strand gefunden werden, sieht alles nach einem Gewaltverbrechen aus. Dann melden sich die Entführer und stellen Forderungen.
Lena benötigt viel Fingerspitzengefühl, um bei den Angehörigen und Angestellten nicht auf Granit zu beißen. In welchem Bereich des Lebens des Reeders liegt der Schlüssel zum Verbrechen und wird es den Ermittlern gelingen den Mann aus der Entführung zu befreien?!
Alles in allem ein sehr fesselnder Krimi, bei dem man bis zum Ende mitfiebert und mit-ermittelt. Wer ist alles involviert und wie hängt alles zusammen? Hat ihn seine Vergangenheit eingeholt oder sind die Zukunftspläne Auslöser für das Verbrechen?
Lena behält den Überblick und hat an der richtigen Stelle ein goldenes Näschen und kommt der Aufklärung auf die Spur.
Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und kann mir vorstellen, dass es, bei den Einfällen der Autorin noch einige Bände der beliebten Reihe geben wird. Zumindest ist das meine Hoffnung.

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Veröffentlicht am 22.04.2022

ein sehr sensibilisierendes Buch mit höchster Wirkungskraft

Avas Geheimnis
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Eine höchst erbauliche Lektüre. Ich habe mich schon lange nicht mehr so gut unterhalten und informiert gefühlt. Bärbel Schäfer schafft es mühelos drei Sparten von Buchtypen in einem zu vereinen: einen ...

Eine höchst erbauliche Lektüre. Ich habe mich schon lange nicht mehr so gut unterhalten und informiert gefühlt. Bärbel Schäfer schafft es mühelos drei Sparten von Buchtypen in einem zu vereinen: einen Roman über die Einsamkeit eines Menschen und die Geschichte dahinter, eine Autobiographie, in der sie sich mit ihrem Leben und Werden auseinandersetzt und eine Art Informationsfundus zum Thema Einsamkeit und Alleinsein,
Der Schreibstil ist flüssig und verwebt alle drei Themenkomplexe gekonnt zu einem grandiosen Gesamtkunstwerk, welches unbedingt von vielen gelesen werden sollte. Auch die drei Interviews mit interessanten Gesprächspartnern lassen den Leser sehr inspiriert zurück.
Durch Ava, eigentlich „nur“ die Schwester ihrer guten Freundin, wird Bärbel Schäfer auf sich selbst zurückgeworfen und wird durch sie für ein Thema sensibilisiert, welches Millionen von Menschen auf der Welt betrifft: die Einsamkeit. Selbstgewählt, auf sie zurückgeworfen, verändert sie den Menschen und der Kosmos, um den sich die Welt noch dreht wird immer kleiner. Schroffe Zurückweisung hält sie dennoch nicht davon ab, sich als Gegenüber anzubieten und genau das ist es, was im Grund der Tenor dieses Buches ist: jeder Mensch ist die Summe seiner Erfahrungen und mit ein bisschen Mitmenschlichkeit würde es wieder Brücken zwischen Menschen ermöglichen.
Viele Passagen haben mich mit einem Gefühl zurückgelassen, hier etwas Elementares gelesen zu haben und es mit gelbem Textmarker kenntlich zu machen. Ebenso ist in mir der Wunsch geweckt worden, mit offenen Augen meine Beziehungen zu betrachten und ein Mensch zu sein, der Türe wird. Ein Mensch, der andere wahrnimmt und sie sein lässt und Trost spendet.
Dies Buch ist ein wunderbarer Aufruf zu mehr Menschlichkeit. Lassen wir uns wachrütteln und überprüfen wir, ob wir nicht zu jemandes rettende Hand werden können, einfach, indem wir sie jemand entgegenstrecken.

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Veröffentlicht am 22.02.2022

ein weiterer Fall rund um das sympathische Ermittlerteam von Enna Andersen

Enna Andersen und der falsche Täter
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Endlich gibt es eine Fortsetzung meiner Lieblingsreihe. Voller Spannung habe ich mich an den neusten Fall rund um das Ermittlerteam von Enna Anderson gemacht und war gespannt, ob die Autorin es schafft, ...

Endlich gibt es eine Fortsetzung meiner Lieblingsreihe. Voller Spannung habe ich mich an den neusten Fall rund um das Ermittlerteam von Enna Anderson gemacht und war gespannt, ob die Autorin es schafft, dieses hohe Niveau zu halten.
Diesmal wurde ein Cold Case gezogen, der sich mit dem Tod von Rieke Erken beschäftigt, der nie aufgeklärt wurde. Wichtigster Verdächtige war damals der Ehemann, der aber wegen einer manipulierter DNA freigesprochen wurde.
Alle alten Spuren werden neu bewertet und alle Zeugen nochmal befragt und auch der Ehemann steht noch im Focus, da einiges über die zerrüttete Ehe des Paares ans Licht kommt. Aber schnell tut sich noch ein anderer Ansatzpunkt auf und als Enna sich mit dem Ehemann treffen will überschlagen sich die Ereignisse.
Ein sehr spannender Fall, hinter dem auf einmal mehr steckt, als ursprünglich angenommen. Ich habe es voller Spannung verfolgt und habe mich teilweise dabei ertappt schneller zu lesen, atemlos zu sein, um zu erfahren, wie sich alles am Ende auflöst.
Und da kommt wieder das Talent der Autorin zur Geltung, die es schafft alle losen Fäden (und davon gab es in diesem Fall einige) am Ende zu einer Auflösung zu bringen. Ich bin wirklich sehr beeindruckt. Auch der Spagat zwischen dem Fall auf der einen Seite und zwischen dem Privatleben der Ermittler, allen voran Enna, gelingt ihr sehr gut.
Dies ist der vierte Teil rund um Enna Anderson, er lässt sich aber auch gut lesen, wenn man die Vorgänger nicht kennt – allerdings fühlt es sich für mich besser an, die Entwicklung der Protagonisten mitverfolgen zu können. So hat man auch in diesem Teil alle alten Bekannte wieder getroffen und durfte miterleben, wie es mit ihnen im Einzelnen weitergeht – allerdings eher so nebenbei – der Fall rund um Rieke Erken steht vollkommen im Mittelpunkt.
Ich hatte großes Vergnügen beim Lesen und habe mich gut unterhalten gefühlt – wie gesagt, ich war beeindruckt, wie sich alles am Ende schlüssig auflöst und auch der Schreibstil der Autorin sagt mir sehr zu und ich freue mich, wenn es irgendwann dann wieder weiter geht, mit Enna und all den liebe gewordenen Mitstreiter*innen.

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Veröffentlicht am 10.12.2021

Endlich (doch noch) eine Fortsetzung

Endlos lange Tage
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Eigentlich sollte es keine Fortsetzung der Endlich-Reihe der Autorin geben – eigentlich…
Aber auch diese Geschichte, in der es in der Hauptsache um Lasse geht, der ja nach Leifs Tod in das Drachenhaus ...

Eigentlich sollte es keine Fortsetzung der Endlich-Reihe der Autorin geben – eigentlich…
Aber auch diese Geschichte, in der es in der Hauptsache um Lasse geht, der ja nach Leifs Tod in das Drachenhaus gezogen ist, wollte erzählt werden. Wir treffen alle lieben Menschen aus Lastrup wieder und erfahren, wie es mit den Einzelnen weitergeht.
Die Geschichte kann man an sich auch für sich lesen, aber so richtig kommt sie zur Geltung, wenn man die Vorgeschichte von allen kennt.
Lasse tut sich schwer, vom Drachenhaus Besitz zu ergreifen – allüberall scheint Leif gegenwärtig und so erlebt er zunächst endlos lange Tage im selbigen.
Es ist eine heimelige Geschichte, in der es im Grunde um das Thema „Familie“ geht – um die Herkunftsfamilie, aber auch um die Menschen, die zur Familie werden können, obwohl sie nicht blutsverwandt sind.
Es ist eine Geschichte von Freundschaft, die auch schwere Zeiten übersteht und füreinander da ist.
Wer alle Bände aus der Endlich-Reihe kennt, wird mit Begeisterung diesen neuen Band verschlingen und sich mitnehmen lassen zu alten Bekannten, die schon langsam zu so etwas wie Weggefährten geworden sind.
Bei vielen Buchreihen hat man das Gefühl, dass nach den ersten beiden Bänden nichts sinnvolles mehr herauskommt, nicht aber bei Inken Ibsen. Sie füllt jeden Band mit Leben, dem unbändigem Willen zu leben und das beste aus allem zu machen. Für mich war es mal wieder ein Vergnügen mit in den kleinen Küstenort zu reisen.

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Veröffentlicht am 19.10.2021

Hochspannung garantiert

Die Frau aus der Nordsee
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Dies ist nun der 8 Band um die Inselkommissarin Lena Lorenzen, den man aber auch völlig losgekoppelt von den Vorgängerbänden lesen und genießen kann.
Bei der gefunden toten Frau, die von der Nordsee angespült ...

Dies ist nun der 8 Band um die Inselkommissarin Lena Lorenzen, den man aber auch völlig losgekoppelt von den Vorgängerbänden lesen und genießen kann.
Bei der gefunden toten Frau, die von der Nordsee angespült wurde, stellt sich zweierlei heraus: zum einen liegt ein Tötungsdelikt vor und zum anderen hat jene Frau vor kurzem erst ein Kind entbunden.
Die Kommissarin ermittelt auf der Insel Pellworm, auf der die tote Frau aus der Nordsee aufgewachsen ist. Schnell stellt sich heraus, dass nicht alles so ist, wie es zu sein scheint und mehrere Spuren werden verfolgt. Warum ist der Kontakt zu den Eltern in den letzten Jahren so abgeküht und wer um Himmels Willen ist eigentlich der Vater des Kindes? Kann die alte Schulfreundin zur Aufklärung beitragen?
Als Leser geht man so mancher Fährte auf den Leim und darf gleichzeitig auch noch ein wenig am Privatleben von Lena teilhaben. Denn sie ist mehr, als nur eine grandiose Ermittlerin.
Ich finde die Ausgewogenheit zwischen „Fall“ und „privatem“ sehr gelungen, im Gegensatz zu manchen Krimis, in denen der eigentliche Fall vor lauter Nebensächlichkeiten in den Hintergrund rückt.
Der Schreibstil der Autorin überzeugt mich immer wieder aufs Neue und ich freue mich über jede Veröffentlichung. Auch „Die Frau aus der Nordsee“ hat so etwas wie ein Pageturner an sich, ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen und musste meine eigenen Schlüsse und Vermutungen immer wieder neu ziehen.
Grandiose Unterhaltung und sehr abwechslungsreich – und das beim bereits 8. Band der Reihe und es lässt hoffen, dass weitere folgen.

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