Profilbild von evafl

evafl

Lesejury Star
offline

evafl ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit evafl über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.01.2022

Gefühle… können ganz schön schwierig sein.

Love is for Losers... also echt nicht mein Ding
0

Als Phoebes Freundin zum ersten Mal so richtig verliebt ist, stellt Phoebe gleich fest: Liebeshormone machen alle zu Idioten. Deshalb will sie selbst sich nie verlieben. Jedoch ist das Leben als 16-Jährige ...

Als Phoebes Freundin zum ersten Mal so richtig verliebt ist, stellt Phoebe gleich fest: Liebeshormone machen alle zu Idioten. Deshalb will sie selbst sich nie verlieben. Jedoch ist das Leben als 16-Jährige schon ganz schön schwer, gerade ist sie bei der Patentante Kate geparkt, weil ihre Mutter mal wieder anderen Menschen hilft – diesmal in Syrien. Leider jedoch geht’s bei Kate oft um Sex – und wenn es dabei um die Katzen dort geht. Dann aber kommt es für Phoebe anders – nämlich als sie neue Freunde findet – unter anderem Emma.

Die Geschichte des Hörbuchs klang für mich spannend und hörenswert – wobei die Dauer von knapp sieben Stunden Spielzeit auch nicht ohne ist. Geeignet ist dieses Hörbuch für Jugendliche ab 14 Jahren – was ich so auch einordnen würde. Es geht doch oft um die Liebe bzw. direkt auch um Sex, früher hören halte ich da nicht für so passend. (Einfach weil es ziemlich direkt zur Sprache kommt.)

Mit diesem Hörbuch bzw. Hörspiel habe ich mir manchmal etwas schwergetan. Die Art und Weise wie Phoebe denkt, ist grundsätzlich schon sehr negativ irgendwie. Dazu passt, welche Stimme man ihr verliehen hat – für mich war es dadurch aber eher etwas langatmig, fast ein bisschen nervig.

Die Geschichte ist interessant und man merkt mit der Zeit, wie hier Spannung und „Leben“ reinkommt, als es dann etwas turbulenter wird. Grundsätzlich toll finde ich, wie viele verschiedene Sprecherinnen hier beteiligt sind. Das macht die Geschichte sehr lebendig und abwechslungsreich.

Für mich war dieses Hörbuch nicht das beste Hörbuch, das ich je gehört habe. Es war eine unterhaltsame, interessante Geschichte, jedoch war mir die negative Grundeinstellung von Phoebe etwas zuwider. Die Umsetzung des Hörbuchs mit dem Sprecher
innen hat mir gut gefallen. Von mir gibt es hier 3 von 5 Sternen – für die Zielgruppe ist das Hörbuch scheinbar noch ansprechender, ich bin hinsichtlich einer Empfehlung unentschlossen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.12.2021

Interessanter Ansatz, anstrengend umgesetzt.

Schnelles Lesen, langsames Lesen
0

In diesem Buch zeigt die Lese- und Entwicklungsforscherin Maryanne Wolf auf, wie wichtig es ist, dass weiterhin von klein auf Bücher gelesen werden – gedruckte Bücher. Digital ist schön und gut, jedoch ...

In diesem Buch zeigt die Lese- und Entwicklungsforscherin Maryanne Wolf auf, wie wichtig es ist, dass weiterhin von klein auf Bücher gelesen werden – gedruckte Bücher. Digital ist schön und gut, jedoch wird dafür auch ein Preis gezahlt, wenn wir nur noch digital konsumieren. So zeigt sie auf, wie wir zwei Arten des Lesens lernen müssen, die schnelle, digitale sowie die langsame, vertiefte Art.

Wir alle tun es immer und immer wieder – Lesen. Das tun wir oft in digitaler Form (Smartphone, eBook-Reader, Computer) oder eben in gedruckter Form – mit einem Buch oder einer Zeitung. In diesem Buch gibt es nun neun Briefe, die sich alle dem Thema „Lesen“ widmen.

Der Schreibstil des Buches ist schon etwas speziell, finde ich. Ein Sachbuch in gewisser Weise, das sehr fachspezifisch und manchmal auch etwas umständlich die Sachverhalte bringt. Es ist interessant, hier einige Informationen zu bekommen, man muss sich aber hier klar sein, dass man sich dem voll und ganz widmen muss. Es ist eine intensive, gehaltvolle Lektüre.

Für mich war es so, dass das Thema grundsätzlich sehr interessant ist, ich aber mit dem Schreibstil bzw. der Art und Weise, wie dies in Briefen erläutert wird, nicht warm geworden bin. So habe ich nach einiger Zeit das Buch abgebrochen. Leider.

Wer am Thema interessiert ist und sich damit intensiv auseinandersetzen möchte, für den ist dieses Buch sicher sehr interessant und hat auch viele Informationen und Tiefgang. Für mich war es einfach zu viel. Grundsätzlich bin ich hier dennoch bei 3 von 5 Sternen, empfehlen würde ich es denen, die sich absolut für die Thematik interessieren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.12.2021

Einmal geploppt, nicht mehr gestoppt…

Pop it Fidget Toys – Games, Hacks & more vom YouTube-Kanal Hey PatDIY
0

In diesem Buch werden die verschiedensten Ideen und Anregungen vorgestellt, wie man mit einem Pop it spielen bzw. kreativ sein kann – oder sogar etwas lernen kann. Also Lernhacks nennt man das aktuell ...

In diesem Buch werden die verschiedensten Ideen und Anregungen vorgestellt, wie man mit einem Pop it spielen bzw. kreativ sein kann – oder sogar etwas lernen kann. Also Lernhacks nennt man das aktuell natürlich.

Viele Eltern/Erwachsene kennen sie schon, die aktuellen Plop-Spielzeuge, die ziemlich angesagt sind und teilweise immens teuer verkauft werden: Pop it. Dabei handelt es sich um flache Silikonformen, an denen man die runden Noppen immer wieder ploppen kann. Sprich: eine dauerhafte Luftpolsterfolie eben. Ein Spielzeug, das wohl auch für ADHS-Kinder als regulierendes Spielzeug gut eingesetzt werden kann, ähnlich wie schon vor einiger Zeit die Fidget Spinner. Nun war ich gespannt, was man hier noch so damit machen kann.

Im Buch – von Patti Lee, auf Youtube als PatDIY unterwegs, mir bis dato unbekannt – stellt die Autorin die besten Spielideen, tolle Lernhacks, Foodhacks und weitere „crazy DIY und Hacks“ vor. Joa, für mich nicht ganz meine Sprache, aber bei der Zielgruppe kommt das wohl schon an. Die Ideen sind sehr verschieden, vom Spielen damit (alleine oder zu zweit, z.B. auch Memory-ähnlich) über Übungen mit Wörtern oder Zahlen kann man damit auch Süßigkeiten zubereiten. Z.B. eben Schokolade damit machen – oder Kuchen – oder Candys.

Außerdem kann man sich damit Luftlöcher-Schlappen bekleben, ein Pop it als Untersetzer oder auch Eiswürfelform nutzen. Ideen sind im Buch also einige enthalten.

Die Ideen werden übersichtlich und immer mit mehreren Fotos erläutert, so dass man die Schritte durchaus gut nachvollziehen kann. Was mich etwas stört sind die Begriffe – Candys sind Bonbons, was man z.B. ja auch so schreiben könnte. Auch sollte man sich bewusst sein, dass man, will man sich die Schlappen damit verschönern und auf denen dann herum ploppen, das Pop it kaputt ist, weil man sie da heraus schneidet. Beim Zubereiten von Lebensmitteln bin ich etwas skeptisch, da finde ich eine Backform einfach hygienischer, vor allem weil ich ein vorheriges Abspülen mit Seife (!?) und Wasser für nicht ganz ausreichend halte. (Spülmittel vielleicht eher – da diese Dinger aber meist günstigst hergestellt sind, halte ich sie nicht für lebensmittelecht.) (Auch Seife selbst damit herstellen – mit Lebensmittelfarbe. Hm. Ich kenne es so, dass hier die Hände entsprechend aussehen danach… über Glitzer im Abfluss mag ich gar nicht weiter nachdenken…)

Dieses Buch richtet sich wirklich ganz speziell an eine junge Generation, die all das dann gerne ausprobieren mag, die Ideen gut findet. Bei den Lernhacks muss ich sagen, dass ich diese für Grundschüler ggf. noch interessant finde, für ältere Kinder dann nicht mehr. Bei jungen Pop it-Spielern kommen die Ideen und das Buch gut an, bei mir eher so lala. Mir ist es einfach zu aufgedreht und zu wenig „echt kreativ“. Für absolute Pop-it-Fans ist es hingegen toll. Von mir gibt es hier 3 von 5 Sternen, mit einer Tendenz zu 2 Sternen. Die Ideen und Ansätze sind interessant, manche ach so kreativen Ideen finde ich einfach übertrieben und nicht so echt kreativ. (Als Untersetzer für den Kakao verwenden.) Hinsichtlich einer Empfehlung bin ich unentschlossen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.11.2021

Wildkräuter wie Hagebutte, Holunder und Schafgarbe

Heilende Wildkräuter
0

In diesem umfangreichen Buch erfährt man unheimlich viel über Wildkräuter, wie man daraus leckere Gerichte zubereitet und außerdem heilsame Medizin daraus macht. Stück für Stück wird man an die Thematik ...

In diesem umfangreichen Buch erfährt man unheimlich viel über Wildkräuter, wie man daraus leckere Gerichte zubereitet und außerdem heilsame Medizin daraus macht. Stück für Stück wird man an die Thematik herangeführt und bekommt tolle Rezepte – beispielsweise für Minz-Chimichurri, Brombeer-Shrub oder auch Himbeer-Hagebutten-Soße.

Mein Wissen über Kräuter wollte ich gerne noch erweitern, insofern war ich gespannt was ich mit diesem Buch noch alles dazulernen kann. Dieses Buch kommt mit über 400 Seiten daher, was ich ein bißchen einschüchternd empfinde – aber man erfährt darin auch unheimlich viel. Der Aufbau des Buches hat mir gut gefallen, zuerst geht es um das Aneignen von Grundwissen bezüglich des Sammelns und der Naturmedizin, weiter dann in jeweiligen Kapiteln den Jahreszeiten entsprechend. Diese Aufteilung hat mir gut gefallen, denn so wachsen die verschiedenen Wildkräuter ja auch.

Im Frühling geht es beispielsweise um die Vogelmiere und die Brennnessel, im Frühsommer um Holunderblüten und Minze, im Spätsommer um Apfel und Holunder, im Herbst um Löwenzahnwurzel und Hagebutte und schließlich im Winter um immergrüne Nadelbäume und Zitrus. Die Angaben bezüglich der jeweiligen Pflanzen findet man immer übersichtlich in einem Kasten zusammengefasst, das hat mir gut gefallen. Auch die Tipps für die jeweilige Jahreszeit, was man eben so in der Natur auch unternehmen kann, finde ich echt gelungen. Inhaltlich ist das Buch für mich soweit gut verständlich. Die unterschiedlichen Rezepte sind toll, übersichtlich aufgeführt und gut machbar, wenn man eben die jeweiligen Zutaten (gesammelt) hat.

Die Pflanzenporträts sind jeweils übersichtlich dargestellt, dank einer Zeichnung kann man hier auch einiges erklärt bekommen. Es gibt allerdings auch unheimlich viel darüber zu erfahren – für meinen Geschmack war das ein bisschen zu viel. Teilweise merkt man aber auch, dass das Buch nicht von Autorinnen aus dem europäischen Raum geschrieben wurde, da sich vieles auf die USA bzw. Kanada bezieht.

Mir gefällt das Buch grundsätzlich gut, generell finde ich es aber fast zu umfangreich. Vielleicht ist es aber auch einfach für mich zu viel an geballtem Wissen, dass im Buch zusammengetragen ist. Von vielen Wildkräutern wusste ich schon, habe ich auch schon selbst verarbeitet. (Holunder z.B. als Saft) Von mir gibt es hier 3 von 5 Sternen für ein interessantes Buch mit viel Wissen – und eine Empfehlung für Interessierte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.11.2021

Manchmal ist nachhaltig auch etwas übertrieben.

Natürlich & nachhaltig
0

Vielen ist es bewusst, dass man nachhaltiger leben sollte und Plastik vermeiden sollte. In diesem Buch zeigt die Autorin mit verschiedenen Projekten auf, wie man das zuhause selbst machen kann. Vom Gänseblümchenöl ...

Vielen ist es bewusst, dass man nachhaltiger leben sollte und Plastik vermeiden sollte. In diesem Buch zeigt die Autorin mit verschiedenen Projekten auf, wie man das zuhause selbst machen kann. Vom Gänseblümchenöl über gehäkelte Kosmetikpads bis zum Nikolausstiefel aus alten Jeans findet man hier verschiedene Ideen.

Von der Autorin hatte ich bereits ein Buch mit leckeren Rezepten und Kreativ-Ideen gelesen, insofern war ich gespannt auf ihre nachhaltigen Ideen. Das Buch kommt in einem ansprechenden Design daher – das auch zum Thema passt, finde ich. (Ein glänzendes Cover wäre da einfach unpassend gewesen.)

Nach einer kurzen Einführung gibt es drei Kapitel – von der Naturkosmetik über Produkte für das natürliche Leben zuhause (Orangen-Allzweckreiniger, gebastelte Sterne aus alten Buchseiten) bis zu Ideen für den Garten (Grill- und Kaminanzünder aus Wachsresten und Naturmaterialien, Vogelfutter-Tassen). Anschließend findet man noch Kopiervorlagen (alternativ kann man diese auch herunterladen) bzw. eine praktische Zutatenliste.

Die Anleitungen zu den verschiedenen Projekten sind übersichtlich dargestellt, mit praktischen Tipps versehen und mit einem schönen Foto bebildert. So kann man sich direkt vorstellen, wie etwas fertig hergestellt ausschaut. Für mich waren diesmal leider nicht so viele relevante Projekte dabei. Manche Projekte finde ich etwas übertrieben, wie sie ausgeführt werden – z.B. die Grill- und Kaminanzünder. Praktischerweise sind diese aus Wachsresten und Naturmaterialien hergestellt, für mich ist das jedoch nichts Neues… Seit Jahren nutze ich dies so – und spare mir aber noch den Einschmelzvorgang beim Wachs – denn dekorativ muss das im Ofen wirklich nicht mehr aussehen. Ja, wenn man es verschenken möchte, aber dann finde ich die Muffin-Papierförmchen ums Wachs unnötig. (Dauerbackform verwenden…) Hier wird ja wieder Energie aufgewendet, sprich Strom, den man so nicht nutzen müsste…

Auch das selbstgemachte dekorative Vogelfutter sehe ich in der großen Kranzbackform (sieht super schick aus, auch mit Hagebutte dekoriert) etwas skeptisch – da dies auf dem Boden steht und eine große Menge ist, zieht es ggf. eher Mäuse bzw. vielleicht gar Ratten an. Aber man kann es ja auch in der kleinen Variante/Menge herstellen.

Andere Anleitungen wie z.B. der Flüssigdünger aus Bananenschalen werden von mir definitiv noch ausprobiert, vor allem für Hortensien habe ich von solch einer Düngevariante schon mal gehört. Bei den selbstgehäkelten Kosmetikpads kann ich selbst sagen, dass ich seit Jahren solche in genähter Form verwende (Stoffstücke) – so kann man auch selbst bestimmen – je nach Stoffart – wie weich/robust etc. diese sein sollen. Für mich war das grundsätzlich nichts Neues.

Alles in allem hat mir das Buch grundsätzlich gut gefallen, für mich persönlich waren aber gefühlt zu wenig nutzbare Projekte dabei bzw. habe ich eben gewisse „Kritikpunkte“. Manche Ideen sind wirklich toll – der nachhaltige Nikolausstiefel aus der alten Jeans (den ich noch umsetzen werde) beispielsweise, hier ist aber z.B. das Schnittmuster in einer – meiner Ansicht nach – zu kleinen Größe abgebildet. (Einen Hinweis auf Vergrößerung habe ich nicht gefunden, aber gut. Vielleicht wurde das Bild einfach größer dargestellt.) Die Aufmachung gefällt mir gut, ebenso die Übersichtlichkeit der einzelnen Ideen. Manchmal finde ich die nachhaltigen Anregungen etwas übertrieben, eben weil damit wieder Mehraufwand verbunden ist, der nicht sein muss. (Grillanzünder) Anderes habe ich selbst ausprobiert. (Vogelfutter).

Von mir gibt es hier 3 von 5 Sternen, hinsichtlich einer Empfehlung bin ich unentschlossen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere