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Veröffentlicht am 21.12.2021

Weihnachten auf Mure

Weihnachten im kleinen Inselhotel
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Es ist kurz vor Weihnachten auf der Insel Mure. Zu Weihnachten soll das kleine Inselhotel nun eröffnen, vorher muss aber noch einiges erledigt werden. Allerdings ist Fintan in seiner Trauer kaum fähig ...

Es ist kurz vor Weihnachten auf der Insel Mure. Zu Weihnachten soll das kleine Inselhotel nun eröffnen, vorher muss aber noch einiges erledigt werden. Allerdings ist Fintan in seiner Trauer kaum fähig irgendetwas zu entscheiden, so übernimmt Flora die Planung. Mit dem neuen Koch Gaspard, dem norwegischen Küchenjungen Konstantin und Isla versucht sie die Hotelküche ans laufen zu bringen.

Jenny Colgan nimmt uns wieder mit nach Mure ins Inselhotel, in dem nach Coltons Tod vieles liegengeblieben ist. Fintan sieht sich nicht in der Lage das Hotel zu eröffnen und wird von Flora mehr gedrängt, als dass er selbst tätig wird. Das fand ich etwas schwierig zu lesen, weil ich den Eindruck hatte, dass Fintan vor allem sich selbst belügt. Die Geschichte rund um Konstantin und Isla fand ich dagegen ganz entzückend, und vor allem Konstantins Wandlung hat dem Buch gutgetan. Und auch, dass Saids Geschichte weitererzählt wird, hat mich sehr gefreut, auch wenn er es wahrlich nicht leicht hat.

Alles in allem hat das Buch gut in die Reihe gepasst und mir schöne Lesestunden beschert. Allerdings sollte man wohl die Vorgängerbände gelesen haben um es entsprechend genießen zu können. Auf jeden Fall ist es ein Buch für Fans von Jenny Colgan. Von mir daher eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 14.12.2021

Toller zweiter Band!

Der Himmel über Amerika - Esthers Entscheidung
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Pennsylvania im Jahr 1861. Daniel und Rebekka haben sich hier ein gutes Leben aufgebaut mit ihrer Familie, die mittlerweile auch mit Enkeln gesegnet ist. Um genau diese Enkel dreht sich nun der zweite ...

Pennsylvania im Jahr 1861. Daniel und Rebekka haben sich hier ein gutes Leben aufgebaut mit ihrer Familie, die mittlerweile auch mit Enkeln gesegnet ist. Um genau diese Enkel dreht sich nun der zweite Band der Amisch-Reihe von Karin Seemayer. Esther ist mit ihren Anfang 20 mittlerweile schon fast so etwas wie eine alte Jungfer, kann sich aber für die Männer im heiratsfähigen Alter nicht entscheiden. Ihr Bruder Ben ist auch noch ungebunden und lernt als Zimmermann bei einem Gemeindemitglied.

Das Alltagsleben der Amisch soll normalerweise nicht von außen beeinflusst werden und doch lässt es sich nicht immer vermeiden, dass genau das passiert. Daniel und schließlich auch Ben engagieren sich bei der Underground Railroad und als der Bürgerkrieg ausbricht, stellt sich die Frage für die Gemeinschaft, was man tun bzw. nicht tun kann. Gerade für Ben stellt sich die Gewissensfrage und er findet für sich einen Weg. Und auch Esther muss sich entscheiden, als ein verletzter Soldat auf dem Hof gesundgepflegt wird, der ihr nicht gleichgültig ist.

Karin Seemayer versteht es wieder geschickt gesellschaftliche Fragen in einem Roman zu verpacken. Hier stellt sich nicht nur für die Amisch die Frage, wieviel man bereit ist, für den Staat und die Gemeinschaft, in der man lebt, zu tun. Man lernt die Welt der Amischen weiter kennen und sieht die Konflikte, die auch in dieser scheinbar so harmonischen Gemeinschaft immer wieder aufbrechen. Und es ist recht deutlich zu erkennen, dass es eben nicht den einen Weg gibt, der Menschen und Gemeinschaften glücklich macht.

Ich habe dieses Buch wieder sehr gerne gelesen und fand es sehr schön, dass auch die Figuren des ersten Bandes nicht nur am Rande mitgespielt haben. Gerade Daniel und Rebekka spielen noch eine wichtige Rolle und auch andere Personen aus dem ersten Band haben noch einmal ihren Gastauftritt. Trotz des schwierigen Themas schafft es die Autorin auch hier wieder eine Wohlfühlatmosphäre zu erzeugen und Bilder vor dem inneren Auge zu produzieren.

Ich kann auch dieses Buch aus der Amisch-Reihe nur empfehlen und freue mich, dass es noch einen weiteren Band geben wird.

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Veröffentlicht am 11.12.2021

Wohlfühlroman

Friesenwinterzauber
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Nach einer schweren Enttäuschung kann sich Isabel nicht wirklich auf Weihnachten freuen. Als sie ihre Nachbarin Helma Osterfeld bittet, sie nach St. Peter-Ording zu ihrer Familie zu begleiten, nutzt sie ...

Nach einer schweren Enttäuschung kann sich Isabel nicht wirklich auf Weihnachten freuen. Als sie ihre Nachbarin Helma Osterfeld bittet, sie nach St. Peter-Ording zu ihrer Familie zu begleiten, nutzt sie die Gelegenheit zur Veränderung.

Wie weit diese Veränderung dann aber gehen wird, kann Isabel aber nicht abschätzen.

Isabel ist eine sehr sympathische Protagonistin, die immer hilfsbereit ist und ihre Hündin Mari ist wirklich zuckersüß. Dass sie keine Familie hat, macht ihr Weihnachten immer besonders Schwierigkeiten, wenn jeder in der Familie feiert und sie meist allein bleibt. In St. Peter-Ording findet sie schnell Anschluss an die Familie von Frau Osterfeld und sie lernt auch anderweitig noch Menschen kennen, die sie mehr oder weniger in ihre Familie aufnehmen.

Das Buch ist ein Wohlfühlroman und die Schilderungen von St. Peter-Ording machen Lust sich auf den Weg dorthin zu machen und dort einige Zeit zu verbringen. Auch im Winter hat diese Gegend ihren Reiz und die Autorin schildert alles so lebhaft, dass man das Gefühl hat direkt mit vor Ort zu sein.

Ich kann dieses Buch nur empfehlen, es ist eine kurzweilige Unterhaltung für einen Nachmittag mit Decke, Tee und Plätzchen.

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Veröffentlicht am 10.12.2021

Bild der Zeit

Das Haus am Deich – Fremde Ufer
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Frida und ihre Eltern sind 1947 auf der Wesermarsch nach ihrer Flucht aus Stettin untergekommen. Dort ist vieles anders und als Flüchtlinge fällt es schwer mit dem Neuanfang. Gerade für Frida ist es schwer, ...

Frida und ihre Eltern sind 1947 auf der Wesermarsch nach ihrer Flucht aus Stettin untergekommen. Dort ist vieles anders und als Flüchtlinge fällt es schwer mit dem Neuanfang. Gerade für Frida ist es schwer, hatte sie doch von einer Karriere als Pianistin geträumt, was nun nicht mehr möglich ist. Ihre Freundin Erna, die mit ihren Eltern in der Nähe untergekommen ist, kann ihr auch nur begrenzt helfen. Ihr Vater ist zwar trotz seiner Vergangenheit wieder auf den Füßen gelandet, aber das Verhältnis zu ihm ist schlecht und als Erna unverheiratet schwanger wird, zerbricht es vollkommen.

Mir hat das Buch gut gefallen. Man erlebt deutlich mit wie vielen Vorurteilen die Vertriebenen damals haben leben müssen und wie schwer ihnen das Leben oft gemacht wurde. Was auch immer wieder betroffen macht ist, wie die Seilschaften der Nazi-Zeit sich gegenseitig unterstützt haben und so schnell wieder zu einflussreichen Menschen geworden sind. Ernas Familie ist dafür ein gutes Beispiel und ich bin schon gespannt, wie es an dieser Stelle im zweiten Band der Reihe weitergehen wird.

Wie schwer es Frauen in dieser Zeit hatten, wird auch sehr deutlich beschrieben. Erna, die als uneheliche Mutter keine Chance auf das eigene Kind hat und Frida, die sich in eine Zwangslage begibt, aus der es kein Entkommen zu geben scheint. All das hat mich mitfiebern lassen und mich davon überzeugt die Reihe auch weiter lesen zu wollen. Band zwei, Unruhige Wasser, habe ich schon hier und ich versuche ihn bald zu lesen.

Ich kann das Buch empfehlen, ich hatte eine schöne Lesezeit damit, auch wenn ich manchmal sehr wütend ob der Ungerechtigkeiten gegenüber Frida, ihrer Familie und Erna war.

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Veröffentlicht am 09.12.2021

Es geht super weiter

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein großer Rausch
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Das Leben, ein großer Rausch ist der zweite Band aus der Reihe um Polizeiärztin Magda Fuchs. Das Buch schließt direkt an den Vorgängerband an, daher ist es ratsam den ersten Band auch gelesen zu haben. ...

Das Leben, ein großer Rausch ist der zweite Band aus der Reihe um Polizeiärztin Magda Fuchs. Das Buch schließt direkt an den Vorgängerband an, daher ist es ratsam den ersten Band auch gelesen zu haben. Doris wurde am Silvesterabend schwer verletzt und Kuno beginnt sofort zu ermitteln. Doch das Ganze ist deutlich komplizierter als erwartet. Im Großen und Ganzen begleiten wir gerade Magda und Celia durch ihr Leben in den Jahren 1922 bis 1924. Doris und weitere vor allem weibliche Nebenfiguren sind auch schon aus dem Vorgängerband bekannt.

Mich hat das Buch wieder mitgerissen. An sich passiert gar nicht so viel, aber das Leben dieser Frauen ist so interessant, dass man nicht dauernd das Gefühl haben muss, von Ereignis zu Ereignis zu eilen. Viele Themen, die Frauen damals beschäftigt haben werden angesprochen, gerade das Thema ungewollte Schwangerschaften und Schwangerschaftsabbrüche sind Dinge, die Magdas Leben bestimmen. Zusammen mit der Fürsorgerin Ina versucht sie hier Dinge zu verändern, was nicht so einfach ist, wie gedacht.

Auch privat entwickeln sich Magda und Celia weiter. Magda und Kuno kommen sich näher und erproben die gemeinsame Zukunft. Celia ist mit Edgar Hinnes liiert und will aber eigentlich ihre Freiheit nicht aufgeben. Doch eins kommt zum anderen und manchmal hilft alle Planung nicht.

Auch dieses Buch endet mit einem Cliffhanger, der einige Fragen offenlässt. Glücklicherweise folgt am Ende eine Leseprobe aus dem dritten Band, der im Frühjahr erscheinen wird.

Ich war wieder sehr begeistert von dem Buch, das mich regelrecht in einen Lesefluß gezogen hat. Ich war immer gut unterhalten und am Ende über die Lösung im Fall von Doris Angreifer durchaus überrascht. Ich kann das Buch nur empfehlen, Fans historischer Romane werden hier sicher eine gute Lesezeit verbringen.

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