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Veröffentlicht am 07.07.2017

Eine Reise durch Europa mit vielen interessanten Orten, Gedanken zum Leben und zur Freiheit

Liebe findet uns
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"Hast du schon mal den Spruch gehört, dass Bücher Orte sind, die man besucht, und wenn man Leute kennenlernt, die dieselben Bücher gelesen haben, dann ist es so, als wäre man am selben Ort gewesen? Wir ...

"Hast du schon mal den Spruch gehört, dass Bücher Orte sind, die man besucht, und wenn man Leute kennenlernt, die dieselben Bücher gelesen haben, dann ist es so, als wäre man am selben Ort gewesen? Wir wissen, etwas über den anderen, weil er in derselben Welt gewesen ist wie wir. Wir wissen, wofür er lebt."

Zuerst hat mich einfach das Cover bezaubert. Ich habe selten so ein schönes Titelbild gesehen und war dann überrascht zu lesen, dass der Klappentext genauso interessant klang. Das Buch ist aber nicht nur schön verpackt, sondern der Inhalt, wie ich feststellen durfte, ist genauso schön.

Das Zitat oben aus dem Buch beschreibt die Geschichte eigentlich ziemlich gut. Heather und Jack besuchen viele verschiedene Orte – manche
Touristenattraktionen und manche Geheimtipps von Jacks Großvater. Ein paar dieser Orte habe ich wirklich schon besucht und konnte die jeweiligen Eindrücke sowie Emotionen gut nachvollziehen. Aber bei den Orten, die ich noch nicht kannte, habe ich jetzt teilweise das Gefühl, dass ich sie gesehen habe. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, wie es ist in Amsterdam am Wasser zu sitzen und einen Kaffee zu trinken oder in Polen eine Salzmiene zu besichtigen.

Es ist keine klassische oder kitschige Liebesgeschichte, sondern es ist eine niveauvolle, ehrliche Geschichte über zwei Menschen, die sich zufällig treffen. Begleitet von Hemingway, einem alten Tagebuch, vielen Zielen im Leben und Träume reisen Heather und Jack durch Europa. Ohne Plan lernen sie sich kennen und erleben gemeinsam die Reise ihres Lebens.

Das Buch lebt von den vielen Dialogen zwischen den beiden. Unterhaltungen über den Alltag, der einen wie ein Gefängnis einsperren kann, oder die Notwendigkeit sich Träume nicht erst im hohen Alter zu erfüllen. Manches Mal hat mich die Geschichte dazu animiert, selber über mein Leben nachzudenken.

„Liebe findet uns“ war für mich ein literarischer Kurzurlaub. Eine Reise durch Europa, die ich guten Gewissens weiterempfehlen kann.

Veröffentlicht am 27.06.2017

Feuchtfröhliche Geschichte der Beautiful-Reihe, aber für mich nicht der stärkste Band

Beautiful
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Wer die Bücher der Beautiful-Reihe gelesen hat, kann sich darauf freuen wieder eine amüsante, lockere und fesselnde Geschichte von Christina Lauren zu lesen. Wir treffen alle Charaktere aus den vorherigen ...

Wer die Bücher der Beautiful-Reihe gelesen hat, kann sich darauf freuen wieder eine amüsante, lockere und fesselnde Geschichte von Christina Lauren zu lesen. Wir treffen alle Charaktere aus den vorherigen Teilen wieder und erfahren unter anderem wie es nach dem Ende ihrer Geschichte weitergegangen ist.

Bis jetzt habe ich noch nicht alle Teile gelesen, aber „Beautiful Bastard“ kenne ich und bis jetzt ist dies für mich die schönste Geschichte aus der Reihe. Ich mochte Ziggy total gerne und habe mich sehr gefreut nun ihren Bruder näher kennen zu lernen. Er ist sehr ambitioniert, ein Workaholic und kein bisschen flexibel. Genau das Gegenteil ist Pippa. Am Anfang musste ich mich erst etwas an sie gewöhnen, aber insgesamt sind die beiden ein sehr schöner Gegensatz.

Eigentlich mehr durch einen Zufall fahren die beiden zusammen mit zwei Pärchen auf eine Weintour. Als Leser kann man sich denken, dass mit zwei Pärchen und zwei Singles im Urlaub die ein oder andere Spannung bzw. ein Knistern aufkommen kann. Die Weintour hat mir sehr viel Spaß gemacht und auch die Erzählungen an dem ein oder anderen feuchtfröhlichen Abend fand ich sehr amüsant.

Mittendrin war mir die Geschichte an der ein oder anderen Stelle etwas zu lang und am Ende hätte ich dafür gerne ein paar Seiten mehr gehabt. Es war eine super Geschichte für zwischendurch und ich hatte sehr viel Spaß dabei, aber für mich ist nach wie vor „Beautiful Bastard“ das beste Buch der Reihe.

Veröffentlicht am 15.05.2017

Man muss die Personen einfach ins Herz schließen

Der letzte erste Blick
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„Es ist nicht gerade die feine Art, das erste Semester damit zu beginnen, jemanden die Nase zu brechen, Miss Lance.“

So beginnt „Der letzte erste Blick“. Emery lernt ihren Mitbewohner gerade erst kennen ...

„Es ist nicht gerade die feine Art, das erste Semester damit zu beginnen, jemanden die Nase zu brechen, Miss Lance.“

So beginnt „Der letzte erste Blick“. Emery lernt ihren Mitbewohner gerade erst kennen und schlägt ihm direkt die Nase blutig. Bereits bei diesem ersten Satz hatte ich ein Lächeln im Gesicht und war von dem Buch begeistert. Im weiteren Verlauf musste ich auch immer wieder lachen. Es werden Streiche gespielt, gibt spannende Wortgefechte und komische Situationen. Die lockere Atmosphäre in dem Buch hat mir besonders gut gefallen.

Ein weiterer Pluspunkt sind Emery und Dylan. Sie wirken authentisch und sind einfach nur liebenswert. Beide haben Geheimnisse und Probleme, sodass sie keine perfekten Charaktere sind. Außerdem haben sie einen großen, abwechslungsreichen Freundeskreis. Selbst bei diesen Personen hat die Autorin ausgefeilte, vielschichtige Charaktere entworfen. In einem weiteren Buch, dass dieses Jahr noch erscheinen wird, hat der Leser noch zwei weitere Personen aus dem Freundeskreis näher kennenzulernen.

Auch die Sprache ist angenehm und bildlich. Ich konnte mir das Leben am College sehr gut vorstellen. Kleinigkeiten und Details werden durchaus beschrieben ohne dass die Beschreibungen zäh oder zu viel sind. Es ist ein perfektes Verhältnis.

Der einzige Minuspunkt, den es für mich gab, ist der Umgang mit Geheimnissen in der Geschichte. Dylan und Emery haben beide Geheimnisse, die sie quälen und die sie sehr lange geheim halten. Als Leser rätselt man die ganze Zeit, was dies sein könnte und wie dies später im Buch aufgelöst werden soll. Hier war ich etwas enttäuscht, da mir die Geheimnisse nicht groß genug erschienen. Es wären nicht unbedingt Sachverhalte, die ich so stark verschweigen würde. Das war für mich etwas unschlüssig und unlogisch.

Insgesamt war „Der letzte erste Blick“ ein amüsantes, lockeres Buch, das mich sehr gut unterhalten hat. Wenn im Herbst das nächste Buch der Autorin erscheinen wird, dann werde ich dieses mit Sicherheit auch lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Gefühl
  • Cover
Veröffentlicht am 01.05.2017

Anders als erwartet, aber sehr gelungen

Der Kuss der Lüge
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Auf dem Rücken des Buches heißt es: „Ein Befehl, und das Licht gehorcht. Ein Wink von ihr, und Sonne, Mond und Sterne fallen auf die Knie und erheben sich wieder.“ Das hat sich für mich nach einem grandiosen ...

Auf dem Rücken des Buches heißt es: „Ein Befehl, und das Licht gehorcht. Ein Wink von ihr, und Sonne, Mond und Sterne fallen auf die Knie und erheben sich wieder.“ Das hat sich für mich nach einem grandiosen Fantasy-Roman angehört. Ich hatte mich auf Magie und die Beherrschung der Elemente eingestellt. Hierbei wurde ich jedoch leider ein bisschen enttäuscht. Wer hier ebenfalls einen solchen fantastischen Roman erwartet, sollte lieber nach einem anderen Buch greifen. Wer jedoch auch gerne einen historischen Roman in einer erfundenen Welt lesen möchte, der wird hiervon begeistert sein.

Lia ist zwar eine Prinzessin, die jedoch nicht die typischen Allüren hat. Sie möchte nicht einen Prinzen heiraten ohne ihn vorher kennenzulernen. Sie glaubt an die große Liebe, aber ist dennoch unabhängig und selbstständig. Zu ihren Fähigkeiten gehören das Fährtenlesen, Messerwerfen und nach ein bisschen Übung auch das Servieren in einem Gasthaus. Somit sie nicht die klassische Prinzessin aus einem Disney-Film. Für mich war dies ein sehr schöner Kontrast. Sie ist komplex gestaltet und durchlebt im Laufe des Romans auch noch eine Wandlung. Für mich eine grandiose Person.

Das Buch hat ansonsten eine relativ ruhige Atmosphäre und ist sehr bildlich geschrieben. Die ein oder andere Passage hätte ich mir kürzer oder handlungsreicher gewünscht, aber ansonsten war es sehr angenehm zu lesen. Die Seiten sind nur so dahingeflogen. Auch wenn es nicht der Fantasy-Roman war, den ich erwartet hatte, hat mir Lias Geschichte sehr viel Spaß gemacht. Ich freue mich auch schon darauf im zweiten Teil zu erfahren, wie es mit Lia weitergeht. Ich hoffe nur, dass ich dann mehr von der Gabe erfahre, die auf dem Klappentext angedeutet wird.

Veröffentlicht am 01.03.2017

Wenn man nicht weiß, ob man das Opfer ist

Bound - Tödliche Erinnerung
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Ein Thriller, bei dem die Hauptperson die eigene Vergangenheit nicht mehr kennt und nicht weiß, ob sie das Opfer ist, das klang für mich nach einer interessanten Perspektive und einem genialen Thriller. ...

Ein Thriller, bei dem die Hauptperson die eigene Vergangenheit nicht mehr kennt und nicht weiß, ob sie das Opfer ist, das klang für mich nach einer interessanten Perspektive und einem genialen Thriller. Eve kann sich an nichts mehr erinnern, seitdem sie im Krankenhaus aufgewacht ist. Bis dato habe ich mir keine Gedanken gemacht, was es bedeutet, wenn man die eigene Identität nicht mehr kennt. In diesem Buch scheint dies recht realistisch gelöst worden zu sein. Eve kennt noch nicht einmal ihren Namen, wohnt in einem Obdachlosenheim und braucht die Hilfe von LOST – genauer gesagt von Ex-SEAL Gabe.

Die Perspektive ist wirklich sehr spannend gewählt. Für mich war zu Beginn nicht klar, ob ich Eve trauen kann. Ob sie wirklich das Opfer ist oder ob sie nicht gegebenenfalls in die Taten verwickelt ist. Bis fast zum Ende war ich mir nicht sicher, was ich glauben kann. So hatte ich auch keine Ahnung, wer nun hinter den Serienmorden steckt. Gerade diese Unvorhersehbarkeit hat das Buch für mich so faszinierend gemacht.

Gemischt von Flashbacks, Leidenschaft und Spannung wird erzählt, wie Eve langsam ihre Identität zurückfindet und Gabe besser kennen lernt. Die Liebesgeschichte ist nicht so überraschend, aber die anderen Aspekte des Thrillers haben mich überzeugt. Ein wirklich gutes, spannendes Buch.