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Veröffentlicht am 20.05.2017

Ein Wohlfühlbuch!

Apfelkuchen am Meer
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Bei Merle tut sich gerade so einiges: ihr Vater kämpft mit dem Verlust seiner Bäckerei, sie steht kurz vor ihrer Bachelorarbeit in BWL und ihr Freund ist ein arroganter Mistkerl. Als sie dann von ihrer ...

Bei Merle tut sich gerade so einiges: ihr Vater kämpft mit dem Verlust seiner Bäckerei, sie steht kurz vor ihrer Bachelorarbeit in BWL und ihr Freund ist ein arroganter Mistkerl. Als sie dann von ihrer Freundin Dana erfährt, dass diese auf Juist ein Stück Apfelrosentorte gegessen hat, wird sie stutzig. Das ist nahezu unmöglich, denn das ist ein altes Familienrezept und nur ihre Familie kennt es. Aber ihre Oma ist erst wieder auf die Insel gezogen. Von ihr kann der Kuchen also nicht sein. Also recherchiert sie im Internet und beschließt, sechs Wochen auf Juist zu kellnern und dabei herauszufinden, was es mit der Torte auf sich hat. Merle bringt damit mehr ins Rollen, als sie je gedacht hätte und deckt dabei noch ein altes Drama auf …

Schon von der ersten Zeile an hab ich mich mit dem Buch wohlgefühlt. Man ist sofort in der Geschichte drin. Ja, klar, stellenweise wimmelt es nur so von Klischees, aber das ist gar nicht so schlecht, wie sich das anhören mag. Ich jedenfalls hatte tolle Lesestunden und eine unfassbar starke Sehnsucht nach Juist. Diese Insel und ihre außergewöhnlichen Bewohner haben mich total verzaubert (na, ist ja auch die Zauberinsel!). Anne Barns (alias Andrea Russo) versteht es, mit einem tollen Sprachstil die Seiten nur so dahinfliegen zu lassen. Kleine Wendungen und wunderbarer Sprachwitz, romantische Momente, spannende Szenen, prickelnde Erotik – all das packt sie gekonnt in ein Buch, das von Anfang bis Ende mitreißt.

Die Charaktere haben mich alle bezaubert – sogar der überhebliche Frederik. Und auch Kai – ein Blödmann vor dem Herrn – hat dem Buch eine besondere Würze gegeben. Selten findet man ein Buch, in dem man mit allen Figuren seine Freude hat, ob man sie nun mag oder nicht. Die Mischung ist auch super gelungen. Es überwiegen zwar die außergewöhnlich tollen Charaktere, aber genau das habe ich ein Buch lang gebraucht. Und jetzt bin ich süchtig und möchte noch viel mehr solcher leicht lesbaren Bücher ohne Geschwurbel und psychisch angeknackster Protagonisten. Stress und Ärger hat man den ganzen Tag. Da tut ein so positives Buch unheimlich gut! Anne Barns lässt den Leser Teil von all dem werden, nicht nur ein Zuschauer aus der Ferne.

Das Leben auf Juist ist ganz sicher nicht immer so harmonisch, dennoch nimmt man der Autorin die Art der Insulaner ab – und möchte unbedingt Teil davon werden! Juist sollte ihr Provision zahlen, denn die Buchungen werden aufgrund dieses Romans ganz bestimmt steigen!

Ein besonderes Highlight sind die beiden Rezepte am Ende des Buches für Apfelbutter und die Apfelrosentorte.

Ich kann das Buch allen nur wärmstens empfehlen, die eine kleine Auszeit brauchen und sich Urlaubsstimmung nach Hause holen möchten (die Arbeit haben ja Merle und ihre Freunde, die Leser dürfen Urlauber spielen). Von mir bekommt es ganz klar die vollen fünf Sterne!

Veröffentlicht am 18.05.2017

Tolle Ideen zur Verwendung meiner Lieblings-Nussnougatcreme!

Nutella - Rezeptbuch / Backbuch
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In meiner Büchersammlung gibt es ein ganzes Billy-Regall, das von oben bis unten mit mehr als 230 Koch- und Backbüchern beladen ist. In meinen Augen sind da ganz viele besondere Bücher dabei – aber dieses ...

In meiner Büchersammlung gibt es ein ganzes Billy-Regall, das von oben bis unten mit mehr als 230 Koch- und Backbüchern beladen ist. In meinen Augen sind da ganz viele besondere Bücher dabei – aber dieses hier ist das Highlight schlechthin: ein Buch in Form eines großen Nutella-Glases! So klasse! Der Inhalt macht auch sofort Heißhunger auf Nuss-Nougat-Creme und Schokolade!

Unterteilt sind die Rezepte in die Rubriken „Kleine Nutella-Genüsse“, „Geschmolzenes Nutella“, „Nutella für alle“ und „Erstaunliches mit Nutella“. Unterschiedlicher könnten die Ideen kaum sein und ich bin fasziniert von den tollen Rezepten. Gleich das erste ist ideal für ein fruchtiges Frühstück und auch als süßer Snack geeignet: Club Sandwiches mit Nutella und Früchten. Soooo lecker, auch wenn es so simpel ist! Man kann – und muss schon fast – Nutella nicht nur schnöde auf eine Scheibe Brot oder eine Brötchenhälfte streichen, sondern phantasievoll einsetzen!

Aber auch die anderen Rezepte mag man sofort nacharbeiten – ob nun Nutella-Macarons oder Nutella-Crossies, die kleinen Baisers mit Nutellafüllung, Nutella-Creme … hach, einfach alle Rezepte! Nur den Nutella-Milchreis mag ich nicht, denn ich esse gar keinen Milchreis!

Von sehr einfach(mit Fertigprodukten, wie z.B. Blätterteig) bis anspruchsvoll ist alles bei diesen Rezepten vertreten. Teilweise handelt es sich auch einfach um Ideen, wie man mit Nutella verfeinern kann. Auf diese Ideen kann man selbst kommen, aber mir gefallen sie in Buchform dennoch sehr gut.

Es ist ratsam, einen guten Vorrat Nutella im Haus zu haben, damit man jederzeit ein weiteres der Rezepte nacharbeiten kann. Der Aufbau der Rezepte ist übersichtlich und klar konzipiert. Die Schritt-für-Schritt-Anleitungen sind klar verständlich.

Auch als Mitbringsel für Koch- und Backfans sowie Nutella-Fans (vielleicht mit einem Glas Nutella dazu) ist dieses Buch ein Geheimtipp! Von mir bekommt es ganz ohne Frage die vollen fünf Sterne!

Veröffentlicht am 17.05.2017

Der kleine Luxus, den man sich gönnen kann

Servietten falten
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Was früher ganz selbstverständlich war, ist heute eine große Ausnahme: das Benutzen einer Stoffserviette. Mit Glück bekommt man eine Papierserviette neben den Teller, aber auch dann nur so, wie sie aus ...

Was früher ganz selbstverständlich war, ist heute eine große Ausnahme: das Benutzen einer Stoffserviette. Mit Glück bekommt man eine Papierserviette neben den Teller, aber auch dann nur so, wie sie aus der Packung kommt.

Doch es gibt Anlässe, bei denen man sich eine wirklich edel und festlich gedeckte Tafel wünscht. Und genau hier kommen dann hübsche Stoffservietten zum Einsatz. Doch auch die sollen nicht einfach nur so neben dem Teller liegen, sondern die Gäste entzücken. Klar, kann man im Internet suchen – aber schöner ist es, wenn man ein Buch hat, in dem man in Ruhe stöbern kann, um die passende Idee zu finden.

Im vorliegenden Buch von Denise Vivaldo findet wirklich jeder eine Idee, die den eigenen Fähigkeiten und dem Anlass angemessen ist. Von leicht über mittelschwer bis komplex findet man tolle Ideen, insgesamt sagenhafte 50 verschiedene Faltideen. Doch bevor es so richtig damit losgeht, erfährt man alles Wichtige rund um Servietten. Viele der Faltideen kann man auch mit Papierservietten umsetzen, aber ich habe festgestellt, dass die volle Wirkung einfach nur bei schönen Stoffservierten zur Geltung kommt. Ob unifarben oder mit Muster – die Techniken machen aus jeder Serviette ein Kunstwerk. Fast zu schade, um es zu zerstören!

Für das romantische Candlelight-Dinner, Geburtstage, Kommunion, Konfirmation, Hochzeit, Weihnachten, Ostern … es gibt so viele Gelegenheiten, bei denen eine hübsch gefaltete Stoffserviette ein besonderes Highlight bildet. Mit diesen Anleitungen schafft das wirklich jeder! Und dann hat man schnell so viel Gefallen daran gefunden, dass man sich dieses kleine Extra immer mal wieder gönnt!

Ich hätte mir nur eine (Doppel-)Seite gewünscht, auf der alle fertigen Motive/Figuren als Übersicht zu finden sind. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau, deshalb gibt es auch keinen Sterneabzug. Somit verleihe ich diesem tollen Ratgeber gern die vollen fünf Sterne!

Veröffentlicht am 13.05.2017

Schlaues Kochen

Björn Freitag – Smart Cooking
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Björn Freitag hat hier ein Kochbuch entwickelt, das darauf abzielt, mit möglichst wenig Equipment und Zutaten, sowie geringstmöglichem Zeit- und Arbeitsaufwand leckere Gerichte zu zaubern. Das heißt jedoch ...

Björn Freitag hat hier ein Kochbuch entwickelt, das darauf abzielt, mit möglichst wenig Equipment und Zutaten, sowie geringstmöglichem Zeit- und Arbeitsaufwand leckere Gerichte zu zaubern. Das heißt jedoch nicht, dass keine Zutaten Verwendung finden, die etwas ausgefallener sind. Deshalb findet man am Anfang des Buches auch eine „Basics-Liste“. Nicht jeder wird alles davon zu Hause haben – aber dann versucht man sich eben an den Rezepten, bei denen die entsprechenden Zutaten nicht verwendet werden. Auch ich habe keinen Kokosessig hier (und bin mir auch sicherm ich finde den im Supermarkt auch nicht im Regal), zudem kommt mir kein weißer Pfeffer ins Haus (der ist „muffig“ und nichts anderes, als ausgewaschener, ausgebleichter schwarzer Pfeffer). Teriyakisoße, Wacholderbeeren und Kokosmilch kann ich kaufen, wenn ich sie tatsächlich benötige.

Ein ganz tolles Gadget versteckt sich noch im Buch: der Link zu einer App (kostenlose Anmeldung), mit der man die Rezepte auf die erforderliche Portionenzahl umrechnen lassen kann, sowie eine Einkaufsliste erstellen kann. Auch die Nährwerte lassen sich anzeigen, Rezepte nach dem suchen, was man gerade zu Hause hat, laktose-/glutenfreie Rezepte suchen usw. Diese App soll bald für alle Bücher des Verlages verfügbar sein. Ich finde diese App klasse!

Die Aufteilung des Buches ist unterteilt in Fleisch, Geflügel, Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte, Suppen und Salate und Grundrezepte. Die Rezepte sind so erstellt, dass nach Basics (mit einem Haus als Symbol) und frisch zu kaufenden Zutaten (mit einem Einkaufswagensymbol) getrennt wird. So sieht man auf den ersten Blick, was man noch schnell vor dem Kochen braucht. Noch dazu findet man gleich noch die Angabe, welches Geschirr man benötigt. Natürlich wird auch angegeben, wieviel Koch- und Arbeitszeit das Gericht benötigt.

Die einzelnen Schritte für die Zubereitung sind klar und einfach angegeben. Auch wenn die meisten Rezepte Abwandlungen bekannter Gerichte sind, hat Björn Freitag sie doch zu etwas Besonderem gemacht. Der Toast Hawaii aus den 80ern wird durch seine Art der Zubereitung und der Zutaten zu einer Köstlichkeit, die kein bisschen belächelt werden muss. Der Kalbsstrudel eignet sich auch für Gäste und die Würstchen im Schlafrock mit dem Bohnenpüree sind ein Gericht, das auch Kids gern mögen.

Nicht jedes Rezept wird jedem gefallen, aber es ist wirklich für jeden Geschmack etwas dabei. Außerdem kann man die Gerichte und Rezepte auch super einfach variieren mit eigenen Ideen.

Die Fotos sind aussagekräftig und machen mir beim Durchblättern schon Heißhunger. Mir gefallen die Anordnungen der Texte, das Format und die Schriftgröße sehr gut. Es ist ein edles Buch, das zeigt, dass nicht immer die Sterneküche sein muss – die guten, einfachen Gerichte kitzeln ebenfalls den verwöhnten Gaumen. Gerade wenn man nach einem anstrengenden, langen Tag nicht noch stundenlang in der Küche stehen möchte, aber auch nicht schon wieder den Lieferdienst anrufen will, bringt dieses Kochbuch tolle Ideen.

Für mich ist „Smart Cooking“ ein wirklich schlaues Buch und ich mag es sehr. Es lockert die inzwischen arg überspannten, aufwendigen Rezepte im Kochbuchregal sehr gut auf. Deshalb gebe ich sehr gerne die vollen fünf Sterne.

Veröffentlicht am 07.05.2017

Ein Rezept leckerer als das andere!

Marmelade, Konfitüre & Gelee einfach, lecker, hausgemacht
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Vermutlich will sich jeder, der gern kocht und backt, auch mal an Marmelade, Konfitüre oder Gelee versuchen. Es ist ja auch immer schöner, wenn man ganz genau weiß, was in dem, was man isst, enthalten ...

Vermutlich will sich jeder, der gern kocht und backt, auch mal an Marmelade, Konfitüre oder Gelee versuchen. Es ist ja auch immer schöner, wenn man ganz genau weiß, was in dem, was man isst, enthalten ist. Außerdem sind hübsch gestaltete Gläser mit süßem Inhalt immer ein schönes Mitbringsel und überall willkommen.

Hier hat der Heel-Verlag ein wahres Kleinod geschaffen. Ein Rezept ist verlockender als das andere, für viele Obstsorten gibt es gleich mehrere Rezepte (wunderbar – so findet jeder das Passende für sich), raffinierte Kombinationen verschiedener Früchte und außergewöhnliche Ideen – all das findet sich in diesem wunderbaren Buch!

Die Rezepte sind übersichtlich und verständlich aufgelistet und beschrieben. Zu jedem Rezept gibt es einen einleitenden Satz, eine Auflistung der Zutaten, Angaben für die Dauer der Zubereitung, der Kochzeit und der Menge an Gläsern, die man herausbekommt, sowie einem Tipp, einer Schritt-für-Schritt-Anleitung und einem herrlichen Foto. Unterteilt ist das Buch in die vier Jahreszeiten. Am Rand um die Seite erkennt man schon, bei welcher Jahreszeit man sich gerade befindet. Natürlich kann man in der heutigen Zeit fast das ganze Jahr über fast alle Obstsorten bekommen, doch ist es einfach schöner (und das Obst schmeckt intensiver), wenn man die jeweilige Sorte zu ihrer natürlichen Erntezeit verarbeitet.

Die ersten Seiten des Buches beschäftigen sich mit der Theorie, dem Zubehör, den Techniken usw. Hier erfährt man sehr viele nützliche Tipps und Tricks, die maßgeblich für den Erfolg sind. Aber man bekommt auch Mut gemacht, ein wenig experimentierfreudig zu sein und eigene Kreativität mit einzubringen.

Am Ende des Buches findet sich ein Register, das das schnelle Auffinden der Rezepte ermöglicht. Wer sich an den Klassikern „ausgetobt“ hat, wird sich über Spezialitäten wie Tomatenmarmelade oder Zwiebelmarmelade freuen und sich auch gern an Kürbisse, Melonen und Karotten wagen. Schon beim Lesen bekommt man Appetit – und wenn dann die Küche so herrlich nach den Leckereien duftet, möchte man gleich mehrere Sorten testen.

Marmeladen kochen ist jedoch nicht immer eine Sache von nur einem Tag. Viele der Rezepte erstrecken sich mit den Vorbereitungen auf mehrere Tage. Davon darf man sich allerdings nicht abschrecken lassen, denn der Aufwand lohnt sich wirklich!

Ich bin von diesem Buch einfach restlos begeistert! Die Serie Land & Werken bietet viele Bücher rund ums Selbermachen. Mein Highlight ist momentan „Marmelade, Konfitüre & Gelee einfach, lecker, hausgemacht“. Minouche Pastier und Aglaé Blin verraten wunderbare und extrem leckere Rezepte, die jedes einzelne ein Genuss sind. Von mir: fünf Sterne!