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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.03.2022

Schöne Urlaubslektüre

Strandkorbzauber
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Jahre nach ihrem überstürzten Aufbruch aus ihrem Heimatdorf Liebwitz kehrt die Künstlerin Hannah dorthin zurück, um Bilder für das neue Standesamt zu malen. Während sie in Berlin nur einen kurzen Erfolg ...

Jahre nach ihrem überstürzten Aufbruch aus ihrem Heimatdorf Liebwitz kehrt die Künstlerin Hannah dorthin zurück, um Bilder für das neue Standesamt zu malen. Während sie in Berlin nur einen kurzen Erfolg mit ihren grauen Bildern hatte, erhofft sie sich nun mehr Erfolg und ein wenig Aufschwung.
In Liebwitz trifft sie sehr schnell wieder auf Finn - ihre Jugendliebe, die sie am 10. Jahrestag ohne nachvollziehbaren Grund und aus heiterem Himmel verlassen hat. Hannah hat noch immer Gefühle von Finn und kann bis heute nicht verstehen, weshalb er sich getrennt hat.
Auch das Verhältnis zu ihrer Familie ist eher abgekühlt und distanziert. Wähend ihrer Zeit in Berlin hat sich im scheinbar so festgesessenen Liebwitz doch einiges verändert.

Die anderen Bücher der Rügen-Reihe von Marie Merburg kenne ich nicht. Sowohl der flüssige Schreibstil als auch die ausführliche und anschauliche Darstellung von Hannah und Finn sowie sämtlicher Nebenfiguren haben mir sehr gefallen. Einerseits war mir klar, dass zwischen Hannah und Finn definitiv noch Gefühle da sind und einige emotionale, romantische Szenen folgen werden. Der Ausgang und der Weg dorthin inklusive sämlticher familiärer und dörflicher Konflikte haben dennoch für Abwechslung, humorvolle Momente und viel Emotionalität gesorgt.

Ein schöner Roman über die Liebe, der sich sicherlich hervorragend am Strand lesen lässt!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 06.03.2022

Spannend bis zum Schluss

Der Herzgräber
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Heather Evans kann sich nicht vorstellen, weshalb sich ihre Mutter umgebracht haben soll. Als sie in ihrem Nachlass einen Stapel Briefe von einem Serienkiller findet, der Frauen brutal ermordet hat und ...

Heather Evans kann sich nicht vorstellen, weshalb sich ihre Mutter umgebracht haben soll. Als sie in ihrem Nachlass einen Stapel Briefe von einem Serienkiller findet, der Frauen brutal ermordet hat und seit 20 Jahren in einer Haftanstalt sitzt, fragt sie sich, was sie über ihre Mutter alles nicht wusste. Michael Reave hat den Frauen das Herz herausgerissen und an der Stelle Blumen hinterlassen. Nun taucht neben merkwürdigen Botschaften im Haus von Heathers Mutter eine weitere Frauenleiche auf, die dem damaligen Modus Operandi gleicht. Detective Ben Parker schlägt Heather vor, Gespräche mit Michael zu suchen. Er hofft, Informationen über die neuen Morde zu bekommen, Heather möchte mehr über ihre Mutter erfahren.

Jen Williams hat mich mit "Der Herzgräber" vollkommen in ihren Bann gezogen, sodass ich mit Heather mitgerätselt, Hypothesen zu Michael und den Morden aufgestellt und kontinuierlich Verbindungen gesucht habe. Neben dem spannenden Plot überzeugte mich die Autorin mit ihren charakterstarken Figuren und überraschenden Wendungen. Der Schreibstil war durchgehend flüssig und die wechselnden Erzählperspektiven hielten die Spannung aufrecht.
Ein spannender Thriller mit schaurigen Momenten!

Veröffentlicht am 28.02.2022

Interessante Thematik

Strahlentod
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Sabine Kaufmann und Ralph Angersbach ermitteln zusammen in mehreren Mordfällen rund um die Atom-Müll-Endlager-Frage: Eine große Rolle spielt dabei vor allem der Widerstand und eine Protestaktion gegen ...

Sabine Kaufmann und Ralph Angersbach ermitteln zusammen in mehreren Mordfällen rund um die Atom-Müll-Endlager-Frage: Eine große Rolle spielt dabei vor allem der Widerstand und eine Protestaktion gegen Atommüll-Transporte in Hessen. Als während solch einer Aktion ein alter VW-Bus explodiert, der Ralph Angersbachs Vater gehört haben soll, hat er Angst, selbst involviert zu sein und jemanden gegen sich zu haben. Doch die verkohlte Leiche auf dem Fahrersitz bleibt nicht die erste Leiche, deren Tod das Ermittlerteam aufklären muss.

Für mich war "Strahlentod" der erste Fall mit Sabine Kaufmann und Ralph Angersbach und gleichzeitig auch mein erstes Buch von Daniel Holbe. Die Themenwahl fand ich sehr zeitgemäß und die Entwicklung realistisch und nachvollziehbar geschildert. Neben dem flüssigen Schreibstil und wechselnden Erzählperspektiven überzeugten mich auch die Geschehnisse privater Natur, das Ermittlungstempo und die Portionen der Offenbarung über die Morde. Der Spannungsbogen war konstant straff und die ein oder andere Wendung habe ich so nicht kommen sehen.
Ein spannender Kriminalroman mit außergewöhnlicher Thematik!

Veröffentlicht am 27.02.2022

Gruseliges Lesevergnügen

HOME – Haus der bösen Schatten
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Nach dem Tod ihres Vaters erbt Maggie das Haus, aus dem sie 25 Jahre zuvor mitten in der Nacht Hals über Kopf geflohen sind. Baneberry Hall ist für die schrecklichen Taten, die in 100 Jahren dort geschehen ...

Nach dem Tod ihres Vaters erbt Maggie das Haus, aus dem sie 25 Jahre zuvor mitten in der Nacht Hals über Kopf geflohen sind. Baneberry Hall ist für die schrecklichen Taten, die in 100 Jahren dort geschehen sind, bekannt und es heißt, dass es darin spukt. Maggies Vater hat über die bösen Schatten und Geister von Baneberry Hall ein Buch veröffentlicht, das zum Erfolg wurde. Nun macht sich Maggie auf die Suche nach den Spuren des Hauses und nach der Wahrheit, weshalb sie damals so fluchtartig weggezogen sind. Dabei muss sie sich auch der Frage stellen, was es mit den Geistern und ihren Ängsten auf sich hat.

Riley Sager hat mich mit "home - Haus der bösen Schatten" beeindruckt. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich beim Lesen gruseln werde und die Lektüre lieber auf Tagesstunden verschieben werde. Der Schreibstil ist sehr flüssig, die wechselnde Erzählperspektive aus Maggies Sicht und der des Vaters auf verschiedenen Zeitebenen ist fesselnd und offenbart Stück für Stück die Geschichte und die Erlebnisse in Baneburry Hall. Dabei verleiht Sager sowohl den Figuren als auch dem Schauplatz Tiefe und ich war mir bis kurz vorm Schluss tatsächlich nicht sicher, ob es sich um Geister und paranormale Aktivitäten handelt oder etwas anderes hinter den Geräuschen, dem selbständigen Lichtschalter und den Kindeserinnerungen von Maggie steckte.

Der Schluss war überraschend, die Auflösung plausibel und der Thriller ein absolut spannendes Leseerlebnis. Klare Empfehlung für alle, die sich ein bisschen gruseln wollen!

Veröffentlicht am 26.02.2022

Vom Blitz getroffen

Herbstregenküsse
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Fotografin Ranya wird an ihrem Junggesellinnenabschied, als sie auf einen Hügel klettert, um mit der Kamera das Gewitter einzufangen, vom Blitz getroffen. Wenige hundert Meter weiter wird der TV-Meterologe ...

Fotografin Ranya wird an ihrem Junggesellinnenabschied, als sie auf einen Hügel klettert, um mit der Kamera das Gewitter einzufangen, vom Blitz getroffen. Wenige hundert Meter weiter wird der TV-Meterologe Adam Münchberg vom selben Blitz getroffen. Für beide verändert sich das Leben dadurch: Ranya spürt plötzlich Wut in sich, ist nicht mehr die ruhige und harmoniebedürftige Frau von vorher, und stellt plötzlich langsam die Beziehung zu ihrem arroganten und selbstgerechten Verlobten Claus in Frage.

Adam hingegen hat das Gefühl, ein sehr wichtiges Ereignis aus der Vergangenheit vergessen zu haben und spürt vor allem Hass auf seine Mutter, den er sich nicht wirklich erklären kann. Bei einem Treffen für Blitzschlagüberlebende lernen sich Ranya und Adam kennen und gründen mit einigen skurrilen Gruppenmitgliedern die Selbsthilfegruppe "Gewittertierchen".

Rebekka Knoll erzählt aus wechselnden Perspektiven von Adam und Ranya, wodurch die Leser*innen einen guten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden gewinnen und ihre Handlungen nachvollziehen können. Während ich zu Ranya recht schnell einen Draht herstellen konnte, hat mich Adam erst im Verlauf der Geschichte erreicht und eine emotionale Bindung zu ihm knüpfen lassen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und schwankt situationsangemessen zwischen humorvoller und ernsthaftiger Erzählung. Was mich beeindruckt hat, war der sehr stark informative Anteil über Blitze und Gewitter im Buch. Bisher habe ich mich weder damit noch mit derThematik von Blitzschlägen, Verletzungen, Langzeitfolgen und Überlebenschancen auseinandergesetzt, was dem Roman einen zusätzlichen Reiz verliehen hat.