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Veröffentlicht am 08.04.2022

Herzens-Buch - Unbedingt lesen!

Das Goldblütenhaus - Der Ruf einer neuen Zeit
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Mich hat dieses Buch verzaubert, ich bin immer noch ganz beseelt von dieser schönen Geschichte. Das Cover ist sehr stimmungsvoll gestaltet, die Farben Gold / Gelb überwiegen, ebenso die Farbe Blau. Im ...

Mich hat dieses Buch verzaubert, ich bin immer noch ganz beseelt von dieser schönen Geschichte. Das Cover ist sehr stimmungsvoll gestaltet, die Farben Gold / Gelb überwiegen, ebenso die Farbe Blau. Im Hintergrund erkennen wir eine stattliche Villa, im Vordergrund steht eine Frau mitten in einem gold-gelben Blumenfeld. Der Klappentext umreißt gut, worum es geht. Doch wie so oft geht es noch um viel mehr als um das Kosmetikunternehmen. Die Themen Liebe, Familie, Vertrauen, Seitensprung, Geheimnisse und Lügen, um nur ein paar zu nennen, spielen ebenfalls eine große Rolle.
Im Mittelpunkt des Romans stehen die Zwillinge Leonie und Ella, gemeinsam nach dem Tod des Bruders ist es an ihnen das Lebenswerk, ihrer Großeltern und ihrer Mutter weitzuführen. Ihre Mutter Annalena und ihre Großmutter Hedi lernen wir ebenfalls kennen, beide Frauen haben viele Opfer für das Kosmetikunternehmen gebracht. Ihnen soll die Firmenchronik gewidmet werden und die Rolle der Glanz Frauen hervorheben. Die Ghostwriterin Nicole Marquart nimmt sich dieser Aufgabe an und taucht ein in alte Erzählungen.
Der Roman ist in fünf Abschnitte gegliedert, grundsätzlich wird der Roman chronologisch erzählt. Es gibt allerdings einige Rückblenden in die Jahre 1947, 1953 und 1963 (Berlin bzw. München). Es ist schön dort etwas von den Anfängen des Unternehmens zu erfahren.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr emotional und detailgenau. Die Szenen sind sehr plastisch beschrieben, sodass das Kopfkino direkt angeworfen wird. Insgesamt hat mich der Roman sehr berührt und mitgenommen, ich konnte mich sehr gut aufgrund der Beschreibungen mit den Personen identifizieren. So habe ich genau so wie sie, gehofft, gebangt, mich gefreut und mitgelitten.
Der Roman verwebt am Ende nicht alle Fäden, die er im Laufe der Geschichte aufgenommen hat. Am Ende bleibt ein kleiner Cliffhanger zurück, der die Vorfreude auf den zweiten von insgesamt drei Teilen sehr hochhält.
Ein Roman der durch seine intensive und liebevolle Art besticht. Ich hatte das große Glück in einer Leserunde gemeinsam mit der Autorin diesen Roman lesen zu dürfen, was ich als ungemein bereichernd empfunden habe.
Ein wunderbarer Roman für alle die gerne Familien-Sagas über mehrere Bände lesen und sich gerne Teil einer bis dato völlig fremden Familie werden. Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Bände, bis August (dann erscheint Teil 2) ist es ja nicht mehr lang.
Ganz klar Leseempfehlung! Ich danke Gabriela Groß für die wunderbare Begleitung der Leserunde und der Lesejury für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

10/10 P.

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Veröffentlicht am 13.03.2022

Bergsteigen ist gefährlich

Himmelhorn
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Humorvoll, lustig und äußerst spannend lässt sich der Fall von Kommissar Kluftiger sehr gut zusammenfassen. Ich bin sehr gut unterhalten worden. Das Cover ist dunkel gehalten. Es zeigt eine typische Bergsteigerausrüstung ...

Humorvoll, lustig und äußerst spannend lässt sich der Fall von Kommissar Kluftiger sehr gut zusammenfassen. Ich bin sehr gut unterhalten worden. Das Cover ist dunkel gehalten. Es zeigt eine typische Bergsteigerausrüstung bestehend aus Seil und Pickel welches auf einem Gesteinsmassiv abgebildet ist. Der Klappentext ist spannend und ausführlich gehalten und bereitet den Leser gut auf das Handlungsgeschehen vor ohne die Spannung vorwegzunehmen. In der wesentlichen Handlung geht es um einen Ausflug von Kommissar Kluftiger und dem Dr. Langhammer in die Berge, welche durch den Fund von drei Leichen in kompletter Bergsteigerausrüstung jä beendet wird. Obwohl die Obduktion den Fall schnell als Unfall deklarieren möchte, wird Kommissar Kluftinger schnell misstrauisch und gerät von einem Fettnäpfchen zum nächsten immer mehr in ein Bergsteigerdrama hinein. Ob es am Ende doch kein Unfall war? Oder wird es nicht bei den drei Opfern bleiben? Der Hauptprotagonist kommt wie ein klischeehaft typisch bayerischer Kommissar daher. Oft mit der Tradition verwurzelt tut er sich mit den aktuellen Trends wie Tablet und Smartphones äußerst schwer. Seine Familie ist das wichtigste für ihn neben seinem Beruf was ihn äußerst sympathisch erscheinen lässt. Dabei ist gerade sein oft sehr unüberlegtes Verhalten manchmal im Weg, kann aber auch oft ein Problemlöser darstellen. Die Story ist mit sehr vielen charismatischen Nebendarstellern unterfüttert. Da sind neben Dr. Langhammer und Erika der Ehefrau von Kommissar Kluftiger vor allem die Kollegen Heferle, Strobl sowie Roland genannt „Ritschi“ Maier zu nennen. Mir hat dabei dieses Mal am besten der „Ritschi“ Maier gefallen. Sorgt er mit seinen „Schwärmereien für die neue Chefin sowie seinen Börsentipps für zusätzliche Unterhaltung. Der Aufbau der Story ist stringent und es sind keine Zeitsprünge erkennbar. Die Geschichte spielt in der heutigen Zeit und ist somit gut einordbar. Der Schreibstil der Autoren ist humorvoll, locker und sehr gut lesbar. Die Spannung der Geschichte ist bis zum Ende sehr gut beschrieben und der Krimi erfährt erst am Ende eine Auflösung. Als Besonderheit des Romans sind einzelne Reime zu nennen, welche den Anfang eines jeden Kapitels einläuten. Diese Verse sind dabei „echten Gipfelbüchern“ aus dem Allgäu entnommen was mir sehr gut gefallen hat. Das Fazit des Krimis ist sehr positiv. Humorvoll und spannend erzählt hatte ich sehr viel Spaß mit diesem Krimi und kann diesen allen nur wärmsten ans Herz legen. Kommissar Kluftinger ist einfach Kult und ich wünsche mir noch viele Bände, bei denen ich mitfiebern oder einfach nur herzhaft lachen kann.

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Veröffentlicht am 27.02.2022

Sprache ist soviel mehr

Die Sprache des Lichts
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Sprache ist mehr als eine Aneinanderreihung von Worten. Sprache ist Kultur sowie Verbindung von Gesellschaften, welche aufgrund von besonderen Eigenschaften sich entwickelt hat. Der Autorin ist ein herausragendes ...

Sprache ist mehr als eine Aneinanderreihung von Worten. Sprache ist Kultur sowie Verbindung von Gesellschaften, welche aufgrund von besonderen Eigenschaften sich entwickelt hat. Der Autorin ist ein herausragendes Debüt gelungen. Das Cover ist bunt und markant gestaltet. Erkennbar ist eine Landkarte von Mitteleuropa sowie zwei historisch gekleidete Personen, welche den Leser direkt anblicken. Der Klappentext ist kurz und prägnant und bereitet den Leser sehr gut auf die bevorstehenden Ereignisse vor.

In der Geschichte geht es um den Lehrer Jacob Greve, welcher sehr sprachaffin ist. Er begibt sich auf eine lange Reise quer durch Europa und lernt auf dieser so einige Rätsel sowie interessante Persönlichkeiten kennen. Wird er es schaffen das Rätsel zu lösen. Jacob Greve, ein Lehrer für Latein, Griechisch und Hebräisch ist eine sehr interessante Persönlichkeit. Er liebt die unterschiedlichsten Kommunikationsformen. Gerade das „vermischen verschiedener Sprachen“ in einem Dialog beherrscht er herausragend gut und so ist es kein Wunder, dass ihn der berühmte Hofastronom John Dee in seine Dienste aufnimmt. Greve ist aber auch ein sehr empfindsamer Mensch, welcher gerade auf Töne sehr sensibel und somit extrem auf laute oder leise Geräusche reagieren kann. Für ihn erscheinen Buchstaben sowie Töne in „Farben“ und er „fühlt“ diese, als wären sie reale Lebewesen. Als wesentlich weitere Figuren sind der Astronom John Dee sowie der englische Alchemist Edward Kelley und die französische Spionin Margaréte Labé, welche in Diensten der katholischen Liga steht zu nennen. Margaréte Labé ist eine für dieses Zeitalter sehr selbstbewusste und persönlichkeitsgereifte Frau, was mir sehr gut gefallen hat. Sie entwickelt sich im Laufe der Zeit in ihrer Persönlichkeit dabei stetig weiter.

Die Autorin hat die historischen Fakten sehr gut zu einem Roman zusammengestellt, dass es auch im Mittelalter Beweise für Frauen gab, welche der damaligen Zeit etwas voraus waren. Die Spannung der Geschichte wird langsam aufgebaut und entwickelt sich stetig weiter. Gerade die vielen Rätsel um die mysteriöse Sprache fand ich außerordentlich gut und intelligent dargestellt. Sind Buchstaben in einer Sprache nur Mittel zum Dialog, sind es Zahlenwerte, was stellen sie wohl dar? Allein diese Gedankengänge haben mich sehr gut unterhalten und mich auch zum Rätseln angeregt.

Der Aufbau der Geschichte ist stringent und wird durch keinerlei Zeitsprünge unterbrochen. Der Roman spielt in Europa im Jahr 1582 und ist somit für die Leser sehr gut nachvollziehbar. Der Schreibstil der Autorin ist gehoben und dem damaligen Wort- und Sprachgebrauch sehr gut angepasst. Erkennbar war, dass die Autorin sich in ihrem Leben sehr gut mit Sprachen auseinandergesetzt hat. Als Besonderheit in dem Roman sind ein Personenverzeichnis, ein Glossar sowie eine ausführliche Darstellung von historischen Fakten sowie Fiktion zu nennen. Am Anfang eines jeden Kapitels wird dem Leser eine kurze Zusammenfassung der Vorkommnisse vorangestellt, was ich sehr gut, hilfreich und innovativ fand. Der Spannung hat diese Form keinen Abbruch getan. Das Fazit ist sehr positiv. Der Autorin ist es gelungen einen spannenden und sehr tiefgründigen historischen Roman zu schreiben. Ich habe die Geschichte um den sehr eigenwilligen Jacob Greve genossen und hoffe als bald einen weiteren Roman von der Autorin zu lesen. Vielen Dank für die schönen Lesestunden!

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Veröffentlicht am 27.02.2022

Was bedeutet Mensch zu sein?

Über Menschen
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Leise und melancholisch, dann wieder sinnlich und gleichzeitig in der harten Realität verankert lässt dieser Roman den Leser nachdenklich zurück. Der Autorin ist ein wundervoller Roman gelungen, welcher ...

Leise und melancholisch, dann wieder sinnlich und gleichzeitig in der harten Realität verankert lässt dieser Roman den Leser nachdenklich zurück. Der Autorin ist ein wundervoller Roman gelungen, welcher sich mit dem menschlichen Wirken auseinandersetzt. Es stellt sich zwangsläufig die Frage: Sind wir alle die Menschen, welche wir glauben zu sein oder sind wir Lebewesen, welche von außen dazu gemacht werden, diese zu sein?

Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Hinter einem weißen Hintergrund erkennt man eine Straße auf derer ein Hund in bequemer Haltung liegt. Mir viel Fantasie könnte es sich um die Hündin, Jochen der Rochen, handeln. Der Klappentext ist sehr ausführlich formuliert und gibt den Handlungsrahmen vor. In der wesentlichen Handlung geht es um die Marketingangestellte Dora, welche in Berlin lebt und nach ihrer Trennung von ihrem Lebensgefährten Robert in Bracken ein altes Haus gekauft hat. Dabei merkt sie schnell, dass gerade der „Sprung“ von der Stadt in das Landleben hinein eine Herausforderung ist. Schnell merkt sie, dass die Menschen hier ganz anders ticken, und erfährt eine Reise, welche sie verändern wird.

Die Hauptprotagonistin Dora ist eine selbstbewusste moderne Frau, welche jedoch von Selbstzweifeln gepeinigt wird. Sie hinterfragt oft ihr handeln und hadert mir ihrer Vergangenheit. Gleichzeitig übernimmt sie Verantwortung und stellt sich neuen Herausforderungen. Sie durchlebt eine Charakteränderung, welche sie auf eine besondere Weise verändert. Die wesentlichen Nebendarsteller der Geschichte sind Gote, ein sonderbarer Nachbar von Dora, seine Tochter Franzi, Steffen und Tom, die „Dorfgärtner“ von Bracken, Jochen der Rochen, der Hund von Dora sowie Jojo, Doras Vater. Am vielfältigsten überrascht hat mich Gote, der oft betitelte, „Dorfnazi“. Er stellt das Sinnbild eines alkoholtrinkenden „Rechtsradikalen dar“, welcher als typisches Feindbild taugt. Doch tief in seinem innersten versprüht Gote „Gefühle“, welche man ihm gar nicht so zugetraut hätte.

Der Aufbau der Geschichte ist stringent und es sind nur ein paar Zeitsprünge erkennbar. Die Geschichte spielt im Deutschland der 2020-iger Jahre zur Corona Zeit und ist damit für die Leser sehr gut einordbar. Die Spannung der Geschichte speist sich aus den Begegnungen und ihren Entwicklungen und Konflikten.

Der Schreibstil der Autorin ist malerisch, bildhaft und nur bedingt dialogorientiert, was mir sehr gut gefallen hat. Gerade die vielen verschiedenen Themen, welche die Menschen im aktuellen Zeitgeschehen sehr bewegen hat die Autorin sehr gut aufgegriffen.

Was ist Freiheit? Was ist Angst? Es gibt so viele Textpassagen, welche hier als Sinnbild dafür aufgeführt werden könnten. Ich möchte einen besonderen hier nochmals hervorheben. Auf Seite 25 schreibt die Autorin zum Corona Phänomen: „Immer mehr Begriffe machten die Runde. Lockdown, shutdown, flattening the Curve. Mortalität, Morbidität, Triage. Die Panik stieg als wären Krankheit und Tod neu erfunden worden.“ Dieser Satz bezeichnet sinnbildlich die Lage, wie unterschiedlich Menschen mit Gefahren umgehen. Sind wir alle Schwarmgesteuert? Oder ist das Individuum nicht in der Lage Gefahren einzuschätzen. Bedarf es eines Kollektivs, um Probleme zu lösen? Alle diese Fragen verbunden mit dem „Verlust der Kontrolle“ heraus hat mir sehr imponiert. Auch die Fragestellung „Sind in der Stadt alle liberal? Sind auf dem Land viele Nazis?“ Dabei ist ein weiterer Aspekt, welcher hier nahezu zieltreffend beschrieben wird sehr klar definiert. Bin ich liberal und sozial, weil ich gegen konservativ und asozial bin? Ist es andersrum oder liegt die Wahrheit in der Mitte? Ist Diversität eine Eigenschaft oder eine Bezeichnung?

Das Fazit ist sehr positiv. Die Autorin schreibt „Über Menschen“ und das in all seinen Facetten. Sie zeigt die Menschen auf ihre menschlichste, aber auch herzloseste Seite. Außen hart und innen zart; sind einzelne Charaktere nicht mit Verständnis gepaart. Eine klare Leseempfehlung für alle Leserinnen und Leser, welche am menschlichen Sein interessiert sind.

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Veröffentlicht am 27.02.2022

Eine Frau wächst über sich hinaus

Die Dunkelheit der Welt
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Auch mit dem dritten Band überzeugt Veronika Rusch. Spannend bis zur letzten Seite und dramatisch kommt auch der Abschlussband der Trilogie um Josephine Baker daher.

Das Cover ist gut gestaltet und reiht ...

Auch mit dem dritten Band überzeugt Veronika Rusch. Spannend bis zur letzten Seite und dramatisch kommt auch der Abschlussband der Trilogie um Josephine Baker daher.

Das Cover ist gut gestaltet und reiht sich nahtlos in die Reihe ein, der Wiedererkennungseffekt ist sehr hoch. Wir erkennen die Gestalt eines Mannes auf einer Seine-Brücke, im Hintergrund der Eiffelturm. Das Cover ist gänzlich in schwarz und Weiß gehalten. Lediglich der Schriftzug des Titels ist in Gold gedruckt. Diesmal spielt der Roman nach Berlin (Band 1) und Wien (Band 2) in Paris und in Nordafrika.

Der Roman setzt zeitlich 1942 ein, die Nationalsozialisten sind in Frankreich und damit auch in Paris einmarschiert. Tristan ist mit seiner Frau Helene und seiner Tochter Pauline ebenfalls in Paris. Eigentlich vor den Nationalsozialisten geflohen, sehen sie sich nun wieder mit den alten Schatten konfrontiert. Es gibt auch ein Wiedersehen mit Tristans Onkel, dem Grafen Henry von Seidlitz. Ich mochte die Familienszenen immer ganz besonders gerne.

Aber auch der ärgste Widersacher von Tristan hat den Weg nach Paris gefunden und hat die „alte Rechnung“ noch nicht ad acta gelegt. Auch in diesem Band wird es wieder hoch dramatisch und man möchte das Buch gar nicht zur Seite legen. Besonders gut hat mir gefallen, dass wir sehr viel über die Résistance lernen. Hier konnte ich definitiv ein paar Lücken schließen.

Der Roman ist in drei Akte gegliedert und wird stringent chronologisch erzählt. Es sind nur kleine Zeitsprünge zu erkennen. Zeit- und Ortsangabe vor den jeweiligen Kapiteln ermöglichen eine gute Orientierung. Die verschiedenen Erzählperspektiven ermöglichen es, den Personen sehr nah zu kommen umso ein detailliertes Bild der gesamten Handlung zusammen setzen zu können.

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, die Sprache ist der Zeit angepasst und gerade die französischen Begriffe und Passagen verleihen dem Roman Authentizität.

Der Roman und auch die Trilogie bekommen am Ende ein würdiges Ende. Es bleiben keine Fragen offen.

Abschließend sei erwähnt, dass nicht nur ein Nachwort, sondern auch Anmerkungen zum historischen Hintergrund, der Lebenslauf von Josephine Baker, eine Danksagung und ein Literatur- und Quellenverzeichnis den Roman abrunden.

Als Zielgruppe des Romans kommen alle in Frage, die gerne gute und spannende historische Unterhaltung mögen.

Eine wirklich gute Trilogie, bei der ich noch viel gelernt habe (z.B. über die Résistance, die deutsche Besetzung Frankreichs). Josephine Baker ist für mich mehr als die Tänzerin und Sängerin geworden. Eine beeindruckende Frau, welche ihren eigenen Kopf hat und das eine oder andere Mal über sich hinauswächst. Eine Frau, welche zu Recht im Pantheon aufgenommen wurde

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