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Veröffentlicht am 18.07.2022

Serienstart mit Schwächen

Der Banker
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Sehr entschleunigt
Der Auftakt einer Reihe: "Der Banker" von Siegfried Schneider.

Der Autor wurde 1937 in Bochum geboren. Er ist als Schriftsteller & Drehbuchautor aufgrund seiner Drehbücher in Deutschland ...

Sehr entschleunigt
Der Auftakt einer Reihe: "Der Banker" von Siegfried Schneider.

Der Autor wurde 1937 in Bochum geboren. Er ist als Schriftsteller & Drehbuchautor aufgrund seiner Drehbücher in Deutschland bekannt geworden.

Zum Inhalt:

Meran, Kurort und bekannt weit über Tirols Grenzen hinaus bekannt ist der Ort an dem sich die Geschehen ereignen. Lukas Farner, Chefinspektor der Meraner Kriminalpolizei, und Giovanni Terranostra, Maresciallo bei den Carabinieri werden aufgrund der Ermordung von dem bekanntem Banker Waldner mehr oder weniger gezwungen ihre Meinungsverschiedenheiten zu begraben. Um den Täter dingfest zu machen ist gemeinsame Ermittlung unabdinglich...

Das Cover zeigt mir das Meraner Kurhaus. Der Titel und Zusatz orientiert mich zu Spielort und Serienbeginn.

Mein persönlicher Leseeindruck:

Aufbau, Personen, Spannung, Finale

Die Geschichte wird flüssig und zügig erzählt.Die Spannung innerhalb der Erzählung wird durch viele mögliche Ermittlungserkenntnisse & Richtungen sehr entschleunigt.

Die Unterschiede zwischen den beiden Hauptprotagonisten wurden noch nicht endgültig ausgestaltet. Im Verlauf der Serie werden diese sicher noch bunter und detaillierter entwickelt werden.

Insgesamt ist das in dieser Erzählung jedoch kein großer Makel.

Der Schreibstil ermutigt den Leser sich am "Ermitteln" aktiv zu beteiligen. Das ist ein echte Pluspunkt.

Obwohl das Buch im Anhang einige Begriffe erklärt, fehlte für mich die Übersetzung der italienisch-gehaltenen Dialoge.

Leider konnte mich der Roman nicht so begeistern wie erhofft.

Zusammenfassung:

Durch die fehlende Übersetzung der in der örtlichen Sprache erfolgten Dialoge sowie die vielfachen teilweise "versteckten", Hinweiskrümel haben das Gesamtgeschehen sehr entschleunigt.

Obwohl es sich um ein Buch mit eher geringer Seitenzahl handelt, war es zeitweilig schwierig das Lesen nach einer Pause wieder aufzunehmen.

Um die Gesamtlage im Blick zu haben musste ich öfter die vorherigen Kapitel nochmals lesen.

Das Leseerlebnis benote ich mit guten 3 *Lesesternen.

Die ruhige Erzählweise & besonderen Charaktere werden sicher viele begeisterte Lesefreunde finden.

Format: elektr. & Paperback

ISBN: 9788868395674

Verlag: Athesia-Tappeiner

Veröffentlichung: 13.04.2022

Seitenzahl: 224

Vielen Dank für die Leseunterhaltung und das Leseexemplar.

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Veröffentlicht am 07.04.2022

Schwerer Verlust & Konsequenz?

Der chinesische Zwilling
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"Der Chinesische Zwilling" wurde am 04.04.2022 in verschiedenen Formaten auf dem deutschen Markt veröffentlicht.

Die Autorin: Sarah Engell eine dänische Schriftstellerin wurde 1979 geboren. Seit 2005 ...

"Der Chinesische Zwilling" wurde am 04.04.2022 in verschiedenen Formaten auf dem deutschen Markt veröffentlicht.

Die Autorin: Sarah Engell eine dänische Schriftstellerin wurde 1979 geboren. Seit 2005 schreibt sie Bücher. Ihr bevorzugtes Leserklientel sind Jugendliche und Erwachsene. Im Jahre 2014 hatte sie ihren großen Durchbruch mit dem Bestseller: " 21 Arten zu sterben".

Danach durfte sie sich über weitere Anerkennung freuen.

2017 erhielt sie den Carls-Preis, den Blixen-Preis (2018) und den Claus Deleuran Preis (2018).

Deutsche Übersetzung: Roland Hoffmann

Ich durfte aufgrund einer LovelyBook-Leserunde das elektr. Buchexemplar lesen und bewerten. Vielen Dank an den Verlag.

Das Cover ist ein wahrer "Eyecatcher". Das Farbspektrum verläuft über beige-gold-grau und Titel als auch Autorenname & Verlag, sind in goldenen Buchstaben kenntlich gemacht.

Inmitten dieser Optik ist ein blauer Schmetterling plaziert.

Von einer Nadel durchbohrt an einer Art Leinwand festgepinnt.

Das lässt schon darauf schließen, dass es sich nicht um einen "Friede-Freude-Eierkuchen-Roman" handelt.

ACHTUNG: TRIGGER: Die Geschichte ist sicher für Menschen, die einen ähnlichen Verlust in der Schwangerschaft hinter sich gebracht haben, ein möglicher, starker Trigger.



Zum Inhalt: Jütland/Dänemark

Ein Ehepaar verliert ihr Kind, während der Schwangerschaft.

Beide Elternteile gehen mit dem Verlust in ungewohnter Art und Weise um. Eva kann sich nicht mehr auf die Schulmedizin einlassen. Ihr asiatisch- stämmige Ehemann Steen leidet nach dem Unglück, unter unerklärlichen Lähmungserscheinungen. Zeitgleich wird ihr Leben in einer dänischen Kleinstadt von Ereignissen & unerklärlichen Taten erschüttert.

Obwohl Eva schwer an ihrem persönlichem Schicksal trägt & zudem ihren Mann täglich aufopernd pflegt, will sie Licht in die unheimlichen Geschehen bringen. Sie gefährdet nicht nur sich und ihr Umfeld...

Mein persönlicher Leseeindruck:

Erzählstil, Übersetzung, Spannung, Horror,

Auf dem Klappentext wurde ein "Skandi-Crime-Thriller angekündigt. Mit dieser Info starte ich mein Leseerlebnis. Der gewählte Schreibstil nutzt großteils klare, kanppe Satzstrukturen. Das erleichtert den Lesefluss.

Die deutsche Übersetzung ist sehr gut gelungen.

Zum Großteil gliedert sich die Geschichte in zwei Erzählstränge. Diese werden in der "Ich-Form" erzählt.

Da leider keine weitere Einteilungen, zu den Erzählfäden getroffen wurde, war ich anfangs verwirrt und konnte die Ereignisse weder den Personen noch den Örtlichkeiten, klar zuordnen.

Diese Unklarheiten zwangen mich die Klappentext-Informationen mehrmals nachzuschlagen.

Erst im weiteren Verlauf, wurden Personen und Zugehörigkeiten, dann klarer.



Die Schriftstellerin hat die Emotionen, Gedankengänge aber auch den emotionalen Zwang aufgrund der ethnischen Zugehörigkeit, zumeist detailliert & sehr emotional berührend vorgetragen.

So wird das Leseerlebnis in manchen Abschnitten zu einer emotionalen Achterbahnfahrt.

Zusammenfassung:

Ein als "Skandi-Thriller,angepriesener Roman, der einen geringen örtlichen Bezug aufweist. Ein Thriller, der besser als Horror-Erzählung klassifiziert wäre.

Eine ungewöhnliche Geschichte, die durchaus interessant und spannend, manches Mal beklemmend, vorgetragen wird. Das Finale bindet alle Erzählstränge folgerichtig zusammen und überrascht.

Fazit: Ein Spannungsroman, gespickt mit tiefgreifenden, menschlichen Schicksalen und außerordentlichen & spannenden Entwicklungen.

Ich vergebe eine gute 3* Sterne Bewertung.

ISBN: 9783869749501

Format: elektr. Formate, Taschenbuch & Hörbuch

Verlag: Saga Egmont Bücher

Seitenzahl: 190

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.03.2022

Interessanter Ansatz

Deichfürst
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Regionalkrimi mit historischem Bezug

Die Autorin: Heike van Hoorn, 1971 in Leer/ Emsland geboren, hat nach dem erfolgreichem Studium von Germanistik & Geschichte mit Erreichen des Dr.phil., erfolgreich ...

Regionalkrimi mit historischem Bezug

Die Autorin: Heike van Hoorn, 1971 in Leer/ Emsland geboren, hat nach dem erfolgreichem Studium von Germanistik & Geschichte mit Erreichen des Dr.phil., erfolgreich promoviert.

Das Cover präsentiert uns, den typischen Blick auf einen zum Meer führenden, Dünenweg,
Nur der Schatten einer Person lässt mich leicht "frösteln".

Zum Inhalt:
Kommissar Möllenkamp ist ins Emsland gezogen. Seine Ehefrau Maike und er selber haben so einige, Anlaufschwierigkeiten in ihrer neuen Wahlheimat. Leider lässt ihm ein brutaler Mord, an einem bekannten Bewohner der Ortschaft, keine Zeit sich zu akklimatisieren.
Schnellstmöglich, muss er sein Team übernehmen und auf gemeinsame Ermittlungen einschwören.
Schon nach kurzer Zeit werden weitere, grausame Einzelheiten zu Opfer & Mord bekannt.
Die Ermittlertruppe kämpft mit den Resultaten ihrer Ermittlungen und deren möglichen, politischen Konsequenzen.
Überraschender Weise beginnt auch eine Regionalreporterin, mit höchst eigenen Ermittlungsversuchen.
Diese Einmischung & die internen Teamproblem der Polizei, haben unerwartete Konsequenzen für die Bewohner und Justizbehörden,

Mein persönliches Leseerlebnis:

Erzählstil, Sprachgebrauch, Thematik, Spannung
Die Erzählung beginnt sofort, mit der eigentlichen Geschichte.
Die lokalen Besonderheiten zum Emsausbau, der Schiffwerft und den Auswirkungen auf die Menschen im Emsland, schildert die Autorin absolut lebensnah. Auch Leser, die sich nicht im politischen Umfeld dieser deutschen Region auskennen, werden mühelos Zugang zu der Erzählung bekommen.
Die Story hat zwei zeitliche Erzählstränge.
Einer spielt in den Jahren nach Kriegsende (1945+) sowie einer in der Gegenwart, die sich aber auf die 90iger Jahre bezieht.
Die gesamte Geschichte im "heutigen" Zeitrahmen, wird immer wieder durch Einflechtungen, von friesischem Plattdeutschen Phrasen, regional verankert.
Eine Legende der genutzten Plattdeutschen Phrasen, werden dem Leser im Anhang, zur Verfügung gestellt.
Leider hemmt dieser regionale "Touch", den Lesefluss.
Beide Zeitstränge verfügen wiederholt über Spannungsbögen.
Diese werden leider nicht stringend fortgeführt.
Dadurch verliert die Geschichte an Momentum.
Die geschichtlichen Ereignisse können klar mit tatsächlich, erfolgten geschichtlichen Ereignissen, abgeglichen werden.
Wobei die Erzählung aber insgesamt ein fiktives Geschehen wiedergibt.
Das Ermittlungsende sowie der Plot der Geschichte, werden schlüssig zusammengeführt.

Zusammenfassung:

Eine kurzweilig erzählte Geschichte, die den Leser auffordert, über die stattgefundenen, geschichtlichen Geschehen im Nachkriegs-Deutschland, nachzudenken.
Auch durchaus zeitgemäße, politische Aktionen rund um unseren Einsatz für den Naturschutz und Energiewende, haben hier ihren Platz gefunden.

Fazit:
Eine Erzählung mit sehr großem Potential.
Leider wurde bei der Konstruktion der Erzählung, durch eigenwillige Aktionen der Protagonisten, der Verlauf verwässert sowie viel an Momentum verschenkt.

Ich vergebe eine gute 3* Sterne Lesebewertung.
Sicher ein Roman für Leser, die sich gern mit den geschichtlichen Besonderheiten unseres Landes auseinandersetzen und eine große Portion Regionalität in ihrem Kriminalroman zu schätzen wissen.

Ich danke dem Luebbe Verlag und der Lesejury für mein Leseexemplar.
Meine Bewertung basiert ausschließlich auf meinem persönlichem Leseerlebnis.

Formate: Hörbuch, Elektr. Formate, Taschenbuch
Seitenzahl: 400
Verlag: Luebbe

"Ein Fall für Kommissar Möllenkamp" Krimi-Reihe:
"Deichfürst" ISBN: 978-3-404-18530-6 (2018 )
Neuauflage: 25.02.2022

"Sturmfluch" ISBN: 978-3-7325-5518-5 (2019 )

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  • Spannung
Veröffentlicht am 21.02.2022

Wortreich

Hasenfest
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"Hasenfest" wurde am 15.November 2021 vom XOXO Verlag veröffentlicht.

Der Autor: Rainer Karl Litz wurde 1956 in Neuwied geboren. Nach dem Studium der Sportwissenschaften und Sozialpädagogik widmete er ...

"Hasenfest" wurde am 15.November 2021 vom XOXO Verlag veröffentlicht.

Der Autor: Rainer Karl Litz wurde 1956 in Neuwied geboren. Nach dem Studium der Sportwissenschaften und Sozialpädagogik widmete er seinen beruflichen Einsatz der Behindertenarbeit, sowie der Erwachsenen- und Kinderbildung. Die Geschäfstführung eines Wohlfahrtverbandes, rundet seine beruflichen Aktivitäten ab.

Die Veröffentlichung derTriologie der "Berger-Kriminalromane" wurde 2021 im November gestartet. Seither sind zwei weitere Romane auf den Markt gekommen.

Das Cover: ist vollkommen "unaufgeregt". Im Zentrum der Titel: "Hasenfest", oberhalb eines in Nebel gehüllten Waldhangs. Es hinterlässt einen mystischen, geheimnissvollen Eindruck.

Zum Inhalt:

Der Neuwieder Kriminal-Hauptkommissar Ronald Berger ist mit der Klärung eines grausamen Mordes beauftragt. Der Kommissar ist für seine unkonventionelle Art bekannt. Sein Privatleben ist durch die ehelichen Konflikte mit Moni, seiner Ehefrau in wahrhaft "stürmischen Gewässern. Die Mordermittlung wird durch seine Schwierigkeiten innerhalb der Koblenzer Polizei, nicht gerade erleichtert. Der Täter hat für ihn und seine Kollegen noch einige Überraschungen im Petto...

Mein persönlicher Leseeindruck:

Schreibstil, Spannung und Erzählung

Der Schreibstil wird von langen Schachtelsätzen dominiert. Dieser nimmt der Geschichte das Tempo.

Die Erzählung ist in ihrer Beschreibung des Verbrechens, des Schauplatzes und Opfers sehr plastisch und erzeugt ein Gefühl der Angst und Bedrückung.

Das Opfer hat Unbeschreibliches erlebt. Ich bin nun gespannt, wie sich alles zusamenfügt. Die Frage nach dem Täter wird erst im Hintergrund angeordnet. Zuerst nimmt sich der Autor die Zeit, die sozialen, psychologischen und emotionalen Eigenarten der Charaktere detailliert zu beschreiben.

Es gibt einige Spannungsbögen, welche relativ unprätentiös aufgelöst werden. An der Beschreibungsweise von Personen und Umfeld, lassen sich die beruflichen Erfahrungen, des Autoren vermuten.

Das Finale bindet die loosen Enden zusammen. Es gibt aber auch Gedanken und Äußerungen, die auf eine weitere Folge abzielen könnten.

In dem elektronischen Format von "Hasenfest" wurden leider einige grammatikalische und andere Fehler entdeckt.

Fazit: Ein deutscher Regionalkrimi, der mit der bildhaften Erzählweise punkten kann. Die dargestellten sozio-psychologischen Emotionen der Protagonisten, verleihen dem Leser, einen tiefen Einblick.

Der thematische Rahmen verlieh dem Krimi sehr großes Potential.

Dieses wurde jedoch. durch den ausholenden Wortreichtum gehemmt & konnte nicht gefestigt werden.

Eine 3* Sterne Leseempfehlung für Leser, die sich bevorzugt mit den psycho-sozialen Hintergründen einer Straftat, beschäftigen.



Vielen Dank für das elektronische Leseexemplar.

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Veröffentlicht am 12.01.2022

Psychische Autopsie

Perfect Day
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Psychische Autopsie?
Der dritte Thriller von Romy Hausmann, veröffentlicht im Januar 2022.
Die Autorin Romy Hausmann wurde 1981 in Arnstadt/ Thüringen geboren und lebt heute mit ihrer Familie, etwas "abseits" ...

Psychische Autopsie?
Der dritte Thriller von Romy Hausmann, veröffentlicht im Januar 2022.
Die Autorin Romy Hausmann wurde 1981 in Arnstadt/ Thüringen geboren und lebt heute mit ihrer Familie, etwas "abseits" von Stuttgart/ BW.
Ihr erster Roman: "Lisa heißt jetzt Lola" veröffentlichte sie 2014. In den Jahren 2019 & 2021 wurden dann "Martha Schläft" & Liebes Kind" mit Erfolg veröffentlicht.

Das Cover ist den beiden vorherigen Thrillern dieser Autorin, künstlerisch nachempfunden.
Ein Wiedererkannungsmerkmal, - gut kreiiert. Mir gefällt der bewusst unbekümmerte & einfache Stil, sehr.

Zum Inhalt:
Was für einen Schock für Ann: ihr berühmter & erfolgreicher Vater, Philosophie-Professor Walter Lesniak wird verhaftet. Der Vorwurf: er soll 10 Mädchen getötet haben. Für Ann ist es schwer, diese Tatvorwürfe mit ihrem geliebten Vater in Verbindung zu bringen.
Verzweifelt versucht sie die Glaubwürdigkeit des Tatverdachts zu entkräften. Es entsteht ein innerer & äußerer Kampf zwischen ihrer Zuneigung und der Beweislage der Staatsanwaltschaft. Wer wird am Ende der wahre Täter sein?

Meine persönliche Leseerfahrung:
Ich habe das Buch im Ebuch Format, zur Lesung zur Verfügung gestellt bekommen.
Zum Schreibstil, Spannung und Lesefluss:
Der, von Romy Hausmann genutzte Schreibstil ist gekennzeichnet durch kurze prägnante Sätze. Es gelingt ihr, nicht nur sehr fokussiert den Schauplatz des Geschehens zu erzählen. Auch die von Ann emotional empfundenen Gemüts-Zuständen werden absolut unpretentiös beschrieben.
Schnell fand ich den Zugang zu Ann. Wenngleich der Charakter an sich, mir nicht besonders nahe war. Die zwiegespaltene seelische Verfassung Anns, habe ich zeitweise, als sehr anstrengend empfunden. Der Schwerpunkt der Erzählung liegt klar bei Anns Gefühlen und den daraus entstehenden Zwängen.
Einen Spannungsbogen im klassischen Stil konnte ich nicht erkennen. Über die gesamte Story hinweg, wurde immer mal wieder eine kurze spannende Sequenz eingebaut. Im Gesamtbild steht hier aber Anns Psyche und die von ihr empfundene innere Zerreissprobe, zwischen ihrer Zuneigung & Liebe zu ihrem Vater und dem Tatvorwurf.
Durch diesen Erzählstil wurde der Lesefluss stark gehemmt. Zeitweilig waren die Erzählungen zu langatmig und dadurch anstrengend. Dem Finale konnte ich leider nicht viel abgewinnen. Nach etwas 150 Seiten Leseerfahrung hatte ich eine Idee auf welches Ende die Autorin zu steuerte.
Fazit: Ein mit ansprechendem Cover und einem gutem Story-Potential ausgestatteter Thriller.
Leider war das Leseerlebnis nicht so überzeugend und befriedigend wie erhofft.
Deshalb vergebe ich eine gute 3 * Sterne Leseempfehlung. Leser, die gern & intensiv über die emotionalen sowie psychischen Beweggründe/ Reaktionen von Opfern, dem Opferumfeld & Tätern, erfahren möchten, werden sich hier "gut bedient" fühlen. Dieser Leserschaft wird " Perfect Day"sicher sehr gefallen.

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