Profilbild von Primrose24

Primrose24

Lesejury Star
offline

Primrose24 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Primrose24 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.08.2022

Etwas schwächer als der erste Band, aber weiterhin ein Muss für alle Rätselfans

The Inheritance Games - Das Spiel geht weiter
0

Nachdem Avery das erste Rätsel des verstorbenen Milliardärs Tobias Hawthorne mit der Hilfe seiner Enkel gelöst hat, ist sie immer noch nicht schlauer, warum sie als alleinige Erbin seines Vermögens eingesetzt ...

Nachdem Avery das erste Rätsel des verstorbenen Milliardärs Tobias Hawthorne mit der Hilfe seiner Enkel gelöst hat, ist sie immer noch nicht schlauer, warum sie als alleinige Erbin seines Vermögens eingesetzt wurde. Doch irgendeine Verbindung scheint zwischen ihr und der Familie zu bestehen. Denn auch Averys Mutter hat einige ihrer Geheimnisse mit ins Grab genommen. Auf der Suche nach ihren Wurzeln, braucht Avery erneut die Hilfe von Tobias Hawthornes Enkeln, die ihre eigenen Gefühle ordentlich auf die Probe stellen. Währenddessen versucht weiterhin jemand sie loszuwerden und schreckt auch vor Gewalt nicht zurück.

Der erste Teil der Reihe hatte mehr Fragen aufgeworfen, als beantwortet. Nachdem im ersten Teil Emily und deren Tod im Fokus standen, wird nun mehr Wert auf den Sohn von Tobias Hawthorne gelegt, der vor Jahren bei einem Brand ums Leben kam. Auch Averys Verbindung zu dem Milliardär ist ein zentrales Thema des Buches. Hawthorne House steckt voller Rätsel, die Avery und die Enkel des Milliardärs auf die Spur von Averys Vergangenheit und ihre Verbindung zu den Hawthornes führen. Dabei muss sich Avery vor allem mit ihren eigenen Gefühlen auseinandersetzten. Nicht nur gegenüber ihrer Mutter, die ihr einiges verheimlicht zu haben scheint, sondern natürlich auch gegenüber den beiden attraktiven Enkeln des Milliardärs, Jameson und Grayson.

Im Gegensatz zum ersten Teil der Reihe, kamen mir die Rätsel fast ein wenig einfach vor und die Geschichte nahm nur langsam an Fahrt auf. Außerdem kann ich mit der Einteilung des Buches in das Genre Thriller nicht wirklich etwas anfangen. Auch wenn Avery in Gefahr gerät, hat das Buch für mich nichts mit einem Thriller zu tun. Da doch einige offene Fragen in diesem Teil geklärt werden, bin ich gespannt, wie sich die Geschehnisse im dritten und finalen Teil noch entwickeln werden.

Eine wundervolle Fortsetzung, die es nicht ganz mit dem ersten Teil aufnehmen konnte, aber dennoch ein Muss für jeden Rätselfan!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.08.2022

Mord im Gewächshaus

Mord im Gewächshaus
0

Die zwölfjährige Myrtle Hardcastle kann es einfach nicht lassen sich in die Angelegenheiten Anderer einzumischen. Als Hobbydetektivin und Tochter eines renommierten Staatsanwaltes fallen Myrtle natürlich ...

Die zwölfjährige Myrtle Hardcastle kann es einfach nicht lassen sich in die Angelegenheiten Anderer einzumischen. Als Hobbydetektivin und Tochter eines renommierten Staatsanwaltes fallen Myrtle natürlich die Unstimmigkeiten im Hause ihrer Nachbarin auf. Als die Leiche der alten Dame in ihrer Badewanne gefunden wird, glaubt Myrtle als Einzige nicht an eine natürliche Todesursache. Nicht nur, dass die alte Miss Wodehouse bei bester Gesundheit war, auch ihre preisgekrönten Lilien wurden erbarmungslos zerstört. Das kann doch kein Zufall sein! Wenn also niemand an einen Mord glaubt, müssen Myrtle und ihre wundervolle Gouvernante Miss Judson eben auf eigene Faust ermitteln!

Myrtle Hardcastle ist eine clevere kleine Detektivin mit scharfem Verstand und einer extremen Beharrlichkeit, die für das viktorianische London eher unüblich und undamenhaft ist, womit sie von den Erwachsenen meist als nervtötend tituliert wird. Unterstützung erhält sie in ihrem detektivischen Streben jedoch von ihrer Gouvernante Miss Judson. Die Beziehung der beiden zueinander ist wirklich wundervoll und von gegenseitiger Liebe und Respekt beeinflusst. Myrtles Vater versucht zwar ebenfalls seine Tochter zu einer Dame zu erziehen, gleichzeitig steht er ihrem Streben nach Wissen jedoch nicht im Weg, was ich sehr fortschrittlich fand. Mein Lieblingscharakter ist und bleibt jedoch die Katze Peony, die einfach nur großartig war.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir tatsächlich nicht ganz so leicht. Myrtles erste Verdächtigungen und Hinweise waren für mich sehr unüberlegt und führten schnell zur Verhaftung einer Person an dessen Schuld sie selbst nicht einmal glauben konnte. Nach und nach entwickelte sich das Buch jedoch zu einer sehr interessanten Detektivgeschichte, obwohl ich den tatsächlichen Mörder bereits von Anfang an im Verdacht hatte.

Letztlich hat mir die Geschichte um Myrtles ersten Fall sehr gut gefallen und konnte mit interessanten und humorvollen Dialogen punkten. Fans von Enola Holmes und Flavia de Luce werden auf jeden Fall auch mit dieser Detektivgeschichte auf ihre Kosten kommen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.06.2022

Seherinnen und Ley-Linien

Wen der Rabe ruft
0

Blues Mutter und ihre Freundinnen sind allesamt Hellseherinnen. Nur Blue scheint nichts von dem Talent ihrer Familie geerbt zu haben. Dafür kann Blue die Talente anderer Seher verstärken, weshalb ihre ...

Blues Mutter und ihre Freundinnen sind allesamt Hellseherinnen. Nur Blue scheint nichts von dem Talent ihrer Familie geerbt zu haben. Dafür kann Blue die Talente anderer Seher verstärken, weshalb ihre Mutter sie ab und zu bittet sie bei ihren Aufträgen zu unterstützen. Während eines Rituals, bei dem die Seelen derjenigen zu sehen sind, die im nächsten Jahr sterben werden, erscheint Blue ein Junge in ihrem Alter von der Aglionby Privatschule, einer elitären Akademie für die Söhne reicher Familien. Die sogenannten Raven Boys bedeuten nichts als Ärger, weshalb sich Blue normalerweise von Ihnen fernhält. Außerdem wurde ihr seid sie klein war prophezeit, dass sie den Tod ihrer wahren Liebe herbeiführen wird, weshalb Blue Jungs an sich sowieso meidet. Doch irgendetwas an der Erscheinung dieses Jungen auf dem Friedhof lässt sie nicht los. Also macht sie sich auf die Suche nach ihm und gerät in einen Strudel schicksalhafter Ereignisse und Magie.

Der Auftakt der vier Bände umfassenden Reihe hat mich ziemlich schnell in seinen Bann ziehen können. Blue und die Raven Boys sind allesamt sehr unterschiedliche und interessante Charaktere, die ich schnell ins Herz schließen konnte. Gerade die vier Jungs Gansey, Noah, Adam und Ronan sind so unterschiedlich, dass man sich fragt, wie diese Verbindung überhaupt zustande kommen konnte. Dabei scheint jeder Einzelne von Ihnen seine eigenen Geheimnisse mit sich herumzutragen, die nur langsam enthüllt werden und für einiges an Spekulationen meinerseits gesorgt haben. Ich mag die wechselnden Perspektiven, in denen die Geschichte erzählt wird, da hierbei viel vom Charakter der Protagonisten deutlich wird. Am wenigsten nachvollziehen konnte ich dabei Adams Handlungen und er war mir ehrlicherweise sogar ein wenig unsympathisch im Verlauf der Geschichte. Trotzdem bin ich gespannt, wie sich sein Charakter noch entwickeln wird, gerade bei den vielen Andeutungen und Visionen, die Ereignisse in den weiteren Bänden betreffen. Das Ende des Bandes kam mir fast ein wenig zu abrupt und war sogar ein wenig verwirrend. Für die weiteren Bände sehe ich noch einiges mehr an Potenzial, weshalb ich gespannt darauf bin weiterzulesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2022

Regel Nummer 1: Sprich nicht über das Spiel!

RABBITS. Spiel um dein Leben
0

Seit einem Unfall vor vielen Jahren ist K besessen von einem Spiel namens Rabbits. Niemand weiß wann die nächste Runde beginnen wird, niemand weiß wer mitspielt und niemand kennt die Regeln. Bis auf Eine: ...

Seit einem Unfall vor vielen Jahren ist K besessen von einem Spiel namens Rabbits. Niemand weiß wann die nächste Runde beginnen wird, niemand weiß wer mitspielt und niemand kennt die Regeln. Bis auf Eine: Rede niemals über das Spiel! Wer dagegen verstößt, verschwindet ohne Spuren zu hinterlassen. Als ein berühmter ehemaliger Spieler K eröffnet, dass mit dem Spiel etwas nicht stimmt und ebenfalls verschwindet, machen sich K und seine Freunde aller Warnungen zum Trotz auf die Suche nach Hinweisen. Dabei ist ihnen nicht klar, dass sie schon längst ein Teil des Spiels sind.

Der Anfang des Buches hat mich mit seiner obskuren Idee eines realen Spieles voller versteckter Rätsel ziemlich schnell in seinen Bann ziehen können. Einige Hinweise denen K folgen muss, sind gerade am Anfang gut durchdacht, umso weiter die Geschichte jedoch voranschreitet desto zusammenhangloser und abstrakter scheinen mir die Rätsel und die Handlung jedoch zu werden. Die Besessenheit, mit der die Spieler jedem kleinen Hinweis nachgehen fand ich anfangs spannend, entartete jedoch zunehmend. Die Erklärung hinter den Anomalien, die K in der Realität bemerkt, ist ziemlich abstrakt und nicht vollends verständlich für mich gewesen. Ich hatte manchmal das Gefühl ich bräuchte ein Physikstudium, um wirklich alles verstehen zu können. Auch einige Fragen, die ich mir im Laufe der Geschichte gestellt habe, bleiben letztlich unbeantwortet z.B. wer ist Hazel? K und Chloe haben mir als Protagonisten dagegen ziemlich gut gefallen und waren sehr authentisch gestaltet. Die Story hat mich trotz der vielen Ungereimtheiten ebenfalls mitreißen können. Eine Einordnung in das Genre Sci-Fi wäre meiner Meinung nach jedoch eine treffendere Wahl gewesen. Wer ein simples Reality-Game oder einen Thriller erwartet ist hier eher auf der falschen Spur. Die Originalität der Geschichte ist jedoch unumstritten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.04.2022

Die Prinzessin der Asche

ASH PRINCESS
0

Vor mehreren Jahren haben die Kalovaxianer Astrea gewaltsam erobert, das Volk versklavt und die Königin vor den Augen ihrer Tochter ermordet. Prinzessin Theodosia lebt seitdem in ständiger Angst als Gefangene ...

Vor mehreren Jahren haben die Kalovaxianer Astrea gewaltsam erobert, das Volk versklavt und die Königin vor den Augen ihrer Tochter ermordet. Prinzessin Theodosia lebt seitdem in ständiger Angst als Gefangene am Hof des Kaisers. Doch trotz jahrelanger Unterdrückung schmiedet Theodora einen Plan den Kaiser zu schwächen und den ersten Schritt zur Befreiung ihres Volkes zu tun. Ihre einzige Chance den Kaiser zu stürzen, scheint sein Sohn Prinz Soren zu sein. Um die beiden gegeneinander auszuspielen, versucht sie Soren auf ihre Seite zu ziehen, doch womit Theodora nicht rechnet, sind ihre Gefühle für den Prinzen.

„Ash Princess“ ist der erste Band einer Trilogie um Prinzessin Theodosia, die als Gefangene am Hof des Kaisers lebt und versucht ihr Volk aus der Sklaverei zu befreien.
Theodosia ist trotz ihres furchtbar komplizierten Namens eine sehr authentische Protagonistin. Trotz ihrer langen Gefangenschaft hält sie weiterhin die Treue zu ihrem unterdrückten Volk und versucht dessen Situation zu verbessern, auch wenn sie dabei ihr Leben riskieren muss. Trotzdem hat diese Gefangenschaft natürlich ihre Spuren hinterlassen. Auch wenn sie gegenüber ihren Verbündeten die Stärke einer Königin zur Schau trägt, ist ihr Innerstes ein Wechselbad ihrer Gefühle. Ihre Freundin Cress hat sie trotz ihrer kalovaxianischen Herkunft ins Herz geschlossen. Trotz ihrer geheimen Rebellion bleibt sie dabei ihren Prinzipien treu, was ich beinahe bewundernswert finde und wägt ihre Entscheidungen klug ab. Ihre Beschützer Blaise, Heron und Artemisia bleiben als ihre Schatten beinahe etwas blass, auch wenn ihre Geschichten kurz in die Erzählung eingebracht werden. Cress ist für mich noch eine der interessantesten Figuren, da sie zwar naiv wirkt, hinter ihrem hübschen Aussehen jedoch ein intelligenter Geist zu stecken scheint.
Die Geschichte selbst wirkt auf den ersten Blick nicht sehr originell, sorgt jedoch trotzdem für gute Unterhaltung. Die Magie kommt mit hier fast ein wenig zu kurz. Vielleich werden die weiteren Bände dieser Reihe hier noch Abhilfe schaffen können. Ich bin gespannt, wie sich die Geschichte nach diesem Ende weiterentwickeln wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere