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Veröffentlicht am 27.03.2021

Griechischer Sommer

Sommer der Träumer
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Liebe und Leid. Sehnsucht und Abenteuerlust. Schmerz und Hoffnung. Das alles öffnet sich für Erica als sie nach Hydra kommt. Geflohen vor dem dominanten Vater, die geliebte Mutter schmerzlich vermissend, ...

Liebe und Leid. Sehnsucht und Abenteuerlust. Schmerz und Hoffnung. Das alles öffnet sich für Erica als sie nach Hydra kommt. Geflohen vor dem dominanten Vater, die geliebte Mutter schmerzlich vermissend, lässt sie sich mit ihrem Freund und ihrem Bruder auf die Einladung von Charmian einer alten Freundin der Mutter ein und kommt nach Hydra. Dort versammeln sich Anfang derr 60iger Jahre die Künstler und leben und feiern wie im Traum. Da ist zum Beispiel die schöne Marianne, die immer bestrebt ist, es dem jeweiligen Mann an ihrer Seite recht zu machen und darüber sich selbs und ihren Sohn vergisst. Charmian und ihr Mann in einer Liebe Hass Beziehung gefangen. Und auch Ericas Beziehung zu ihrem Freund Jimmy - ist es wirklich die große Liebe oder lebt auch in dieser Partnerschaft schon der Keim des Auseinandergehens. Ein Buch, dass den Sommer und die Jugend einfängt. Süß, warm, duftend aber immer durchzogen von Schmerz und Melancholie. Die Sprache ist groß und bildlich. Man riecht den Südwind und spürt die Sonne auf der Haut und ab und an könnte man auch weinen.

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Veröffentlicht am 27.03.2021

Die Welt retten - was ist der Preis?

Fair Play
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Ein Schulwettbewerb zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit führt zu einer innovativen Idee – nicht gekaufte Kleidung und nicht gemachte Reisen sichtbar zu machen und zwar in einer App, welche anzeigt, wieviele ...


Ein Schulwettbewerb zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit führt zu einer innovativen Idee – nicht gekaufte Kleidung und nicht gemachte Reisen sichtbar zu machen und zwar in einer App, welche anzeigt, wieviele klimarelevante Ressourcen der Einzelne verbraucht mit dem Ziel das Konto auf grün zu halten.
Kann das funktionieren? Und wie. Es werden immer mehr Mitglieder. Die Verantwortung tragen 4 Schüler die „ Fair Play Four“. Dies wären Kera – eine Einzelgängerin, Max, der mitmachen muss um versetzt zu werden und sich als Einziger dem Download der App widersetzt. Leonard, ein Nerd, Superhirne und beliebtes Opfer, der die App programmiert hat und Elodie, die einen eigenen Blog hat und hauptsächlich zum Thema Lifestyle postet, aber ihre Abonnenten nun am Experiment teilhaben lässt. Die Geschichte entwickelt sich rasant. Die Gruppendynamik lässt den Leser atemlos werden. Nur was ist mit den Leuten, die ihre Konten nicht grün bekommen? Es drohen Freundschaften zu zerbrechen. Neue Beziehungen entstehen und je näher man die Hauptpersonen kennenlernt, desto mehr erkennt man, dass sie viel vielschichtiger in ihren Schicksalen und Handlungen sind als man Zu Beginn gedacht hätte. Meine Befürchtung, dass die Geschichte ähnlich „Der Welle“ sein könnte, hat sich nicht bestätigt. Ein sehr lesenswertes Buch mit einem nachdenklich stimmenden Ende. Wollen wir die Welt retten?

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Veröffentlicht am 27.03.2021

Frauen im Wandel

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein ewiger Traum
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Wow. Das Buch beeindruckt mich mit 3 Handlungssträngen, die sich verknüpfen aber auch eigenständig bestehen. Den Leben von Magda, der Polizeiärztin, die, der Trauer um ihren Mann zu entkommen, nach Berlin ...

Wow. Das Buch beeindruckt mich mit 3 Handlungssträngen, die sich verknüpfen aber auch eigenständig bestehen. Den Leben von Magda, der Polizeiärztin, die, der Trauer um ihren Mann zu entkommen, nach Berlin zieht und sich in ihre Arbeit stürzt. Celia, das verwöhnte Kind vermögender Eltern, welches aber eigentlich arm ist und versuchen muss, auf eigenen Beinen zu stehen. Und Doris, die nach Berlin kommt und froh der elterlichen Kontrolle zu entkommen zum Film will und sich in das pralle Hauptstadtleben stürzt. Jede einzelne der Frauen wäre ein eigenes Buch wert. Zusammen sind die unschlagbar und zeigen auf, wie sich Berlin in den Zwanzigern verändert und das nicht nur zum Guten. Schön ist, dass Frauen mehr Rechte und ein neues Selbstbewusstsein bekommen, aber dass muss man sich leisten können. Leider dominieren die Armut und Kriminalität das Leben von vielen. Und die Kinderschicksale sind ergreifend.

Ein gelungenes Buch mit einer sehr bildlichen Sprache, welches uns schnell um 100 Jahre in die Zeit zurückreisen lässt.

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Veröffentlicht am 08.07.2022

Eine kulinarische Geschichte

Mama Melba
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Ein Buch, welches durch eine unglaublich warmherzige Ich- Erzählerin glänzt. Melba als junges Mädchen gerade als Gesellschafterin einer reichen Frau in Amerika angekommen, ist, aufgrund des plötzlichen ...

Ein Buch, welches durch eine unglaublich warmherzige Ich- Erzählerin glänzt. Melba als junges Mädchen gerade als Gesellschafterin einer reichen Frau in Amerika angekommen, ist, aufgrund des plötzlichen Ablebens derer, auf sich allein gestellt. Zurück zu ihrer Familie kann sie nicht, ein furchtbares Geheimnis hindert sie daran. Doch Melba verzweifelt nicht, vertraut ihrer Nase und Intuition und landet schließlich als Köchin auf der Belle Blue Plantage und das zur Zeiten der Schrecken der Sklaverei. Mir gefällten dem Buch vor allem, die Herzensgüte, die Melba ausstrahlt und welche die Autorin wunderbar in deren Erzählungen wiedergibt. Mir standen ab und an Tränen in den Augen. Und da Melba eine begeisterte Köchin ist, wird jedes Kapitel von einem speziellen Rezept gekrönt. Einzig das überhastete Ende fand ich nicht so schön. Es hätte dem Buch finde ich gut getan, wenn sein Ende einfach zeitlich eher angesiedelt worden wäre. Der Schluss war für mich wie ein Fertiggericht. Schmeckt zwar gut, aber nicht mit der liebevollen Hausmannskost der vorangegangenen Kapitel zu vergleichen.

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Veröffentlicht am 20.02.2022

Entscheidungen

Das verschlossene Zimmer
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Ein Zimmer im Haus hält Maries Vater immer verschlossen. Die 17 jährige möchte wissen, ob sie darin vielleicht Informationen über ihre Mutter finden kann, die die Familie verlassen hat, als Marie noch ...

Ein Zimmer im Haus hält Maries Vater immer verschlossen. Die 17 jährige möchte wissen, ob sie darin vielleicht Informationen über ihre Mutter finden kann, die die Familie verlassen hat, als Marie noch ein kleines Kind war und über die ihr Vater nicht spricht. Sie wird auch fündig. Doch auf ihre dringendste Frage, wer ihre Mutter war und warum sie gegangen ist, findet sie keine Antwort. Und ihr Vater, ein angesehener Arzt schweigt. Das Buch lebt nicht nur von Maries Suche nach einem Teil ihrer Identität, sondern auch zu ihrer Liebe zu Ben Rosen - einem Juden. Dies wird in Krakau im Jahr 1939 nicht gern gesehen, der Antisemitismus ist weit verbreitet und der drohende Einmarsch der Deutschen hängt wie ein Damoklesschwert über der Stadt. Sehr tiefgründig beschrieben wird auch ihr Vater Dominik, seine Geschichte und seine Sorgen, wenn jemand zu tief in dieser bohrt. Aber auch sein unermüdliches Wirken im Krankenhaus gepaart mit Sorge um Marie, die sein Ein- und Alles ist. Schön ist, dass weitere Randfiguren wie Dominiks Gegenspieler Wolanski, der alles daransetzt Dominiks Identität zu enthüllen aber auch sein Freund Johnny Grüner haben eine eigene Rolle in der Geschichte und bleiben nicht farblos im Hintergrund. Diese einzelnen gut erzählen Erzählstränge begleiten die Frage, ob Marie es schafft, ihre Mutter zu finden und ob ihre Liebe zu Ben Bestand haben wird.
Ein sehr spannend und mitreißend geschriebenes Buch über die Liebe insbesondere der Liebe der Eltern zu ihrem Kind und darüber, dass wir unsere Entscheidungen weise treffen sollten, denn wir können diese nicht mehr zurücknehmen. Von mir gibt es eine volle Leseempfehlung.

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