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Veröffentlicht am 05.01.2023

Die versteckte Apotheke

Die versteckte Apotheke
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Meine Meinung:

Die Geschichte spielt abwechselnd Ende des 18. Jahrhunderts und in der Gegenwart. In der Vergangenheit lernen wir Nella die Apothekerin kennen. Einst hatte ihre Mutter mit ihren selbst ...

Meine Meinung:

Die Geschichte spielt abwechselnd Ende des 18. Jahrhunderts und in der Gegenwart. In der Vergangenheit lernen wir Nella die Apothekerin kennen. Einst hatte ihre Mutter mit ihren selbst hergestellten Tinkturen, Salben und Tabletten Frauenleiden gelindert und geheilt. Nella heilt nicht nur. Sie befreit auch Frauen von Männern, die diesen übel mitspielen. Vor ihrer Apotheke steht ein Fass, mit übelriechendem Inhalt. Dort verstecken Frauen ihre Aufträge für die Apothekerin. Bei dem Auftrag einer gut situierten Frau lernt sie die blutjunge Eliza kennen. Sie führt die 12jährige in die Kunst des Giftmischens ein. Eliza ist ihr eine große Hilfe, da Nella unter sehr starken Schmerzen leidet, für die sie kein Mittel hat. Sie weiß nicht, an welcher Krankheit sie leidet.


In der Gegenwart flüchtet Caroline vor ihrem untreuen Ehemann nach London. Durch Zufall entdeckt sie die Geschichte der Giftmischerin Nella, die sich vor 200 Jahren abgespielt hat.

Geschichte ist ihre Leidenschaft. Menschen aus früheren Jahrhunderten faszinieren sie einfach.


Anfangs hat mich die Story sehr begeistert. Zum einen weil mir die Freundschaft von Nella und Eliza sehr gut gefallen hat. Zum anderen, weil beide in meinen Augen keine Mörderinnen im klassischen Sinne waren. Vielmehr haben sie mit ihren Giftmischungen Eigenjustiz betrieben, da man einer Frau zu dieser Zeit keinen Glauben schenkte. Egal wie sich Männer den Frauen gegenüber verhalten haben. Sie hatten einfach mehr Rechte als Frauen. Die Atmosphäre in der düsteren, vor der Öffentlichkeit versteckten Apotheke, war spürbar. Auch die Passagen in der Gegenwart fand ich sehr passend. Ich liebe Bücher, die in verschiedenen Zeitebenen spielen. Jedoch hätte Carolines untreuen Ehemann nicht so viel Raum in der Geschichte eingeräumt werden sollen. Der Unsympath hat einfach nicht in das Geschehen gepasst. Zu konstruiert und absolut unnötig. So wurde für mich das Buch stellenweise etwas langatmig. Das fand ich sehr schade.


Interessant ist die Suche nach Schätzen am Themseufer. Mudlarking ist ein Trend in Großbritannien, der sich großer Beliebtheit erfreut. Bei so einer Suche hat Caroline ein kleines Apothekerfläschchen mit einem eingeritzten Bären gefunden. Carolines Recherchen führen sie zu Nella und Eliza.


Fazit:


Abwechselnd in der Gegenwart und Vergangenheit, kämpfen drei Frauen um ein selbstbestimmtes Leben. Der Schreibstil ist die meiste Zeit flüssig. Die Passagen um Carolines Ehemann haben jedoch meinen Lesefluss eine Zeit lang zum Stocken gebracht. Das Ende der Geschichte ist für mich rund. Mystisch und sehr spannend. Insgesamt eine Geschichte wie ich sie mag, mit ein paar Schwächen.


Trotz meiner Kritikpunkte kann ich eine Empfehlung aussprechen und knappe vier Sterne vergeben.


Danke Sarah Penner

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Veröffentlicht am 24.12.2022

Spannende medizinische Einblicke im Jahr 1817, mit einem enttäuschenden Ende

Anatomy
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Meine Meinung:

Spannende medizinische Einblicke im Jahr 1817, mit einem enttäuschenden Ende

Die Geschichte, um eine junge Frau im Jahr 1817, hat mich von der ersten Silbe an begeistern können. Die Tatsache, ...

Meine Meinung:

Spannende medizinische Einblicke im Jahr 1817, mit einem enttäuschenden Ende

Die Geschichte, um eine junge Frau im Jahr 1817, hat mich von der ersten Silbe an begeistern können. Die Tatsache, dass Chirurgen damals wenig Ansehen in der Gesellschaft hatten, ist mir neu. Sie wurden mit Schlachter verglichen. Lady Hazel Sinnett hat daher sehr große Schwierigkeiten, ihren Traum als Chirurgin , zu verwirklichen. Hazel will den Menschen helfen. Die Ursache für die Seuche entdecken, der immer mehr Menschen zum Opfer fallen. Sie legt keinen Wert auf einen angesehenen Ehemann, dem sie Kinder gebären und gesellschaftlichen Pflichten nachkommen soll. Die Verlobung mit ihrem Cousin hält sie nur für die Öffentlichkeit aufrecht. Sie verschlingt die Bücher von Dozent Dr. Beecham. Als Frau darf sie jedoch nicht am Unterricht teilnehmen. Wenn sie die Prüfung ohne Unterricht trotzdem besteht, darf sie bei ihm studieren. Für Hazel liegt die größte Schwierigkeit darin, an Leichen zu kommen. Sie lernt den Auferstehungsmann (Leichendieb) Jack Currer kennen. Sie bekommt die Gelegenheit, im heimischen Keller Leichen zu sezieren. Bei vielen Toten entdecken die Beiden jedoch einige Ungereimtheiten.

Hazel finde ich einfach nur großartig. Sie schert sich nicht um Konventionen. Ihre Familie kümmert sich herzlich wenig um sie. Hazel empfindet keinen Ekel Leichen zu beschaffen. Die Hygienevorschriften waren ja zu dieser Zeit ziemlich locker. Da wurde von einem Chirurgenmesser das Blut mit einem Lappen abgewischt, (wenn überhaupt,) und gleich wieder beim nächsten Patienten angewendet. Auch der Gestank der Leichen schreckt Hazel nicht ab. War es doch doch früher die einzige Möglichkeit, Krankheiten zu entdecken. Vielmehr bereiten ihr die Zustände vieler Toter Kopfzerbrechen. Nicht alle scheinen dem dramatischen Fieber zum Opfer gefallen zu sein. Mit Jack verbindet sie schon bald eine sehr zarte Liebe. Es gab eine romantische Szene, bei der ich nicht wusste ob ich sie ekelig oder romantisch finden soll. Die düstere Atmosphäre auf den Friedhöfen sorgt für einen Gruselfaktor, den doch wohl fast jeder Nachts auf einem Friedhof empfindet. Jack lebt in großer Gefahr. Leichendiebe verdienen Geld und haben große Konkurrenz.

Die medizinischen und kriminalistischen Elemente konnten mich überzeugen. Die düstere Atmosphäre kommt gut rüber. Ich habe nur einen einzigen Kritikpunkt: Das Ende! Diese Geschichte hat, meiner Meinung nach, keine Genremix nötig. Sie lebt von medizinischen Fakten, authentischen Protagonisten und ihrer großartigen Spannung.
Fazit:

Das Setting ist einfach nur wunderbar gewählt. Ich liebe Bücher, die in Schottland spielen. Die Protas kommen authentisch rüber. Das Ende war für mich Enttäuschung pur. Das mag aber jeder anders empfinden. Dennoch kann ich Anatomy sehr empfehlen. Es wird eine Fortsetzung geben. Bisher habe ich noch nicht entschieden, ob ich sie lesen werde. Ich denke jedoch, meine Neugier wird siegen.

Danke Dana Schwartz.

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Veröffentlicht am 29.08.2022

Romeo und Julia

Dunbridge Academy - Anyone
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Meine Meinung:
Romeo und Julia

Charles Sinclair und Victoria Belhaven waren im ersten Teil Nebenfiguren. Sie sind mir gut im Gedächtnis geblieben und ich habe mich sehr auf ihre Liebesgeschichte gefreut. ...

Meine Meinung:
Romeo und Julia

Charles Sinclair und Victoria Belhaven waren im ersten Teil Nebenfiguren. Sie sind mir gut im Gedächtnis geblieben und ich habe mich sehr auf ihre Liebesgeschichte gefreut. Natürlich gab es wieder viele Missverständnisse. Liebesleid gepaart mit dem Theaterstück Romeo und Julia. Dieses Stück ist dieses Mal für das Schuljahresende geplant. Charles bewirbt sich für eine Rolle um Victoria nahe zu sein. Er darf den Romeo geben. Victoria nimmt Abstand von einer Bewerbung, da sie Schwarm Valentine datet. Der belächelt das Theater. Sie schreibt alternativ am Drehbuch mit. Mitschülerin Eleanor bekommt die Rolle als Julia. Charles scheint sich für sie zu interessieren. Bei den Proben bricht Victoria das Herz …..

Wie schon bei Emma und Henry konnte ich nicht alles nachvollziehen. Aber das ist nicht verwunderlich, da ich jenseits der Zielgruppe bin. Die Proben für Romeo und Julia fand ich ausnehmend schön. Prickelnde Erotik auf der Bühne hat schon was. Das eine oder andere mal hätte ich gerne Charles und Victoria geschüttelt. Vor allem Victoria brachte mich zum Augenrollen. Konnte nicht glauben wie blind die Beiden sind. Als Victoria krank wird, erfährt die Geschichte eine entscheidende Wende. Sarah Sprinz ist es wieder gelungen, die Gefühle der Protas zu transportieren. Das eine oder ander mal habe ich richtig mitgelitten. Stellenweise waren mir die Liebeszenen, Verirrungen und Vewirrungen etwas zu viel. Dennoch konnte mich auch dieses Mal der gefühvolle Schreibstil mitnehmen. Es hat einfach Spaß gemacht wieder in einen Schulalltag einzutauchen. Besonders Olive ist mir sehr nahe gegangen. Mit ihr konnte ich mich stellenweise identifizieren. Auch ich hätte mich in diesem Alter so verhalten. Mehr verrate ich Euch nicht mehr. Einfach selbst lesen und in die Welt der Dunbridge Academy eintauchen. Okay, eins noch. Der Cliffhanger ist wirklich fies und dramatisch!
Fazit:

Die Geschichte hat mich wieder ein kleines bisschen in meine Schulzeit zurückversetzt. Es gab ein paar Längen. Ein Zufall am Ende kam mir etwas überzogen vor. Trotz meiner Kritikpunkte war es dennoch einfach nur schön mit Romeo und Julia.

Danke Sarah Sprinz. Nun bin ich auf Olive neugierig.

Liebe Claudia, Katja, Steffi und Tanja. Die Leserunde mit Euch war wieder super.

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Veröffentlicht am 06.08.2022

Der verirrte Schmetterling

Tokyo ever after – Prinzessin auf Probe
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Der verirrte Schmetterling

Charmant und sehr witzig lässt uns Izumi Tanaka (Izzy) an einem großen Abenteuer teilhaben. Ihr passiert das, wovon wir doch alle als junge Mädchen geträumt haben. Sie findet ...

Der verirrte Schmetterling

Charmant und sehr witzig lässt uns Izumi Tanaka (Izzy) an einem großen Abenteuer teilhaben. Ihr passiert das, wovon wir doch alle als junge Mädchen geträumt haben. Sie findet heraus, dass ihr Vater zukünftiger Kronprinz von Japan ist. Sie somit eine Prinzessin. Das wirft viele Fragen auf. Fragen, die ihr kein Geringerer als der zukünftige Kaiser selbst beantwortet. Eine abenteuerliche Reise nach Tokyo beginnt.
Die Geschichte ist nicht neu, aber neu erfunden. Sie erinnert an verschiedene moderne Märchen. So haben mich die Szenen, in denen Izzy an einer feinen Tafel speisen durfte, sehr an Pretty Woman erinnert. Welches Besteck zu welchem Gang bitte? Plötzlich Prinzessin sein ist nicht nur der Wahnsinn. Das muss Izzy schon bald feststellen. Jeder ihrer Schritte wird von der Presse dokumentiert. Die Schlagzeilen sind oftmals nicht nett. Die Presse verpasst ihr den Namen Verirrter Schmetterling! Der Neid ihrer Cousinen bei Hofe macht ihr zusätzlich das Leben schwer. Dennoch spürt sie, dass Japan ihre wirkliche Heimat ist. Stellenweise habe ich mich in den Film Bodyguard hineinversetzt gefühlt. Ihr könnt Euch jetzt sicher denken warum. Eine wunderschöne Reise nach Kyoto hat mich zum Träumen gebracht. Ich habe mir Bilder im Netz dazu angeschaut.
Das Leben in einem Palast ist keineswegs ein Zuckerschlecken. Neben der Sprache muss Izzy sämtliche Verhaltensweisen erlernen. Erkennen, dass nicht jeder ihr Freund ist, der nett zu ihr ist. Izzy handelt mit dem Herzen. Das hat mich des öfteren an die verstorbene Prinzessin Diana erinnert. Sie entdeckt sehr viele Gemeinsamkeiten mit ihrem Vater. Der zukünftige Kaiser wusste jahrelang nichts von der Existenz seiner Tochter. Zu ergründen warum das so war, hat mir sehr viel Spaß gemacht. Izzy hat kaum Fettnäpfchen ausgelassen.
Manche Verbote betteln gerade zu darum, missachtet zu werden. ( Seite 294)

Fazit:

Ich empfehle diese charmante Geschichte sehr gerne. Das Setting ist wunderbar gewählt. Ich konnte mir Japan bildlich vorstellen. Das malerische Kyoto hat mir Fernweh beschert. Die immer wieder eingestreuten Eilmeldungen haben mir gut gefallen. Unterscheiden sie sich doch in keinster Weise von der realen Presse. Für mich war die Geschichte von Anfang an sehr vorhersehbar. Ich habe mit dieser Thematik schon einige Bücher gelesen. Dennoch fühlte ich mich gut unterhalten.
Danke Emiko Jean.

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Veröffentlicht am 26.05.2022

Eine Geschichte, die nach dem Lesen erst mal verdaut werden mus

23 Uhr 12 – Menschen in einer Nacht
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Meine Meinung:

Eine Geschichte, die nach dem Lesen erst mal verdaut werden muss!

Zwölf Menschen nachts an einer Raststätte in Ardennen ist nicht ganz richtig. Ein Pferd ist auch dabei, welches seine ...

Meine Meinung:

Eine Geschichte, die nach dem Lesen erst mal verdaut werden muss!

Zwölf Menschen nachts an einer Raststätte in Ardennen ist nicht ganz richtig. Ein Pferd ist auch dabei, welches seine Geschichte erzählt. Des weiteren spielen ein Schwein, Hund, Wolf und ein Delfin eine Rolle. Ich würde dieses Buch nicht als einzelne Geschichte bezeichnen. Alle zwölf Menschen begegnen sich an der Raststätte. Abwechselnd erfahren wir von jeder einzelnen Person etwas aus ihren Leben. Es beginnt und endet an der Raststätte. Ich empfand das genauso wie bei sämtlichen anderen Romanen. Eines möchte ich vorweg erwähnen. Das Buch ist stellenweise sehr harte Kost. Alle zwölf Personen muten sehr speziell an. Sämtliche Geschehnisse könnten leider wirklich passiert sein. Es gibt auch Szenen, die mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Die sind aber eher selten. Vielmehr kam ich mir beim Lesen vor wie bei einem gruseligen Film. Ich will nicht mehr hinschauen, kann aber auch nicht wegsehen.

Die Tragödien, welche Tiere erleiden müssen, sind selbstverständlich wieder einmal von Menschenhand gemacht. Besonders das Pferd ging mir sehr nahe. Die Geschichte um das Schwein mutet sehr speziell an. Ein Titel für diese Passage würde bei mir so lauten: Vier Verrückte beim Abendessen! Der Pole-Dance-Lehrerin Chelly begegnet man mehrmals. Und jedes mal war ich entsetzt von der Kaltblütigkeit dieser Influencerin. Ihre Oberflächlichkeit hat mich regelrecht angewidert. Terorrismus und die Arbeitsbedingungen eines philippinischen Kindermädchens haben mich traurig gestimmt. Frauen, die als Gebärmaschine gehandelt werden, haben mein Entsetzen noch komplimentiert. Sexszenen muten stellenweise ziemlich heftig an. Bei einer davon musste ich jedoch schallend lachen. Was kann von 7 Uhr bis 7:08 schon groß passieren?

Eine alte Frau, die über die Leitplanke der Fahrbahn klettert, hängt über der ganzen Geschichte wie ein Damoklesschwert. Auch die anderen Protas dieser surrealen Geschichte scheinen nicht von dieser Welt zu sein. Der Schreibstil ist knallhart. Die Autorin verzichet auf jeglichen Weichzeichner. Hat mich als Leserin herausgefordert. Aber, macht das Adeline Dieudonné nicht immer?

Fazit:

Heftige, teils unappetitliche erotische Szenen zwischen Mann und Frau, wechseln sich mit Tragödien ab, die Tiere erleiden müssen. Ich habe mich gefragt, warum ein Delfin auf dem Cover ist. Die Antwort ist nicht lustig. Ich kann immer wieder nur sagen: Geht bitte in keine Delfin-Shows. Nur weil die Tiere aussehen als würden sie lächeln, sind sie noch lange nicht immer glücklich. Unterstützt keine Menschen, die mit Delfine Geschäfte machen. Lasst überhaupt allen Tieren ihren natürlichen Lebensraum.

Ob mir die Geschichte gefallen hat? Ich konnte nicht aufhören zu lesen. Bin gerade dabei, das Gelesene zu verdauen.

Danke Adeline Dieudonné.

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