Profilbild von Kyra112

Kyra112

Lesejury Star
offline

Kyra112 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Kyra112 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2022

Das Leben formt den Menschen

Ein Abend mit Marilyn
0

„Ein Abend mit Marilyn“ von Maxine Wildner stellt einen Roman über das Leben der Hollywooddiva Marylin Monroe dar. Es erzählt deren Geschichte und zeigt die Abgründe deren Lebenslauf auf. Der Roman spiegelt ...

„Ein Abend mit Marilyn“ von Maxine Wildner stellt einen Roman über das Leben der Hollywooddiva Marylin Monroe dar. Es erzählt deren Geschichte und zeigt die Abgründe deren Lebenslauf auf. Der Roman spiegelt die zwei Gesichter einer der bekanntesten Hollywoodikonen wider, der selbstbewussten und wunderschönen Schauspielerin und der verletzlichen Person, die auf der Suche nach Liebe und wahrer Anerkennung ist.

Das Cover des Buches zeigt das Abbild Monroes mit farbigem Hintergrund. Dabei ist es dennoch dezent und zurückhaltend gehalten und spiegelt eben lediglich das bekannte Gesicht Marilyn wider.
Das Buch ist in mehrere Teile gegliedert, die Abschnitte in Marilyns, alias Norma Jean Baker, Leben erzählen. Alles beginnt mit dem Abend vor ihrem 36. Geburtstag. Weiterhin behandelt die Geschichte ihre Kindheit, verstoßen von der eigenen Mutter, hin- und hergereicht zwischen Familie und Freunden. Weiterhin werden die Anfänge ihrer Karriere und deren größte Höhepunkte erzählt. Dabei gelingt es der Autorin zu jeder Zeit, die Charaktereigenschaften des Kindes und später der jungen Frau, darzustellen. Dadurch kann der Leser auch gut nachvollziehen, warum sie zu dem Menschen geworden ist, der sie war und warum sie sich in diese Abgründe begeben hat, die sie letzten Endes ihr noch junges Leben kosteten.
Ein gewissen Spannungsbogen enthält die Geschichte, denn die Entwicklung des Abends zieht sich, wie der Titel schon sagt, durch das ganze Buch. Dabei sind die Kapitel aber auch recht kurz und übersichtlich gehalten, was mich dazu animierte immer weiter zu lesen. Deshalb habe ich das Buch auch in knapp zwei Tagen gelesen.

Ich kannte Marilyn Monroe bisher genauso, wie viele andere, als starke Frau, aber doch als Diva. Dennoch habe ich mich nie mehr mit dieser Persönlichkeit beschäftigt. Dieses Buch hat mir jedoch einen tollen Einblick in das Leben einer sehr verletzlichen Frau gegeben, über die ich mich während des Lesens bzw. im Anschluss auch näher informiert habe.
Deshalb mein Fazit: Für all jene, die gerne Bücher über bekannte Persönlichkeiten und gerade über selbstbewusste Frauen in früheren Tagen lesen, eine absolute Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.11.2022

Ängste kann man überwinden

Huskyküsse zu Weihnachten
0

Buchhalterin Hailey hat ein schlechtes Gewissen, denkt sie doch, sie ist am Unfall ihres Chefs Alex schuld. Aus diesem Grund bietet sie an, seinem Bruder Cole auf dessen Ranch in Alaska helfen. Was sie ...

Buchhalterin Hailey hat ein schlechtes Gewissen, denkt sie doch, sie ist am Unfall ihres Chefs Alex schuld. Aus diesem Grund bietet sie an, seinem Bruder Cole auf dessen Ranch in Alaska helfen. Was sie nicht ahnt, es ist eine Huskyranch und das, obwohl Hailey Angst vor Hunden hat. Dazu kommt der eigenwillige Cole und die Abgeschiedenheit des winterlichen Alaskas. Eine herausfordernde Zeit und damit eine Zeit des Näherkommens mit den Hunden, aber auch mit den Menschen beginnt.

Der Roman fiel mir durch das winterlich gestaltete Cover, das verliebte Paar und die Farbgebung ins Auge und machte mich neugierig.
Hunde, Weihnachten und eine winterlich verschneite Landschaft die perfekten Faktoren für einen romantischen Liebesroman.
Die Charaktere Hailey und Cole wirken anfangs gegensätzlich. Die Stadtpflanze Hailey, die Angst vor Hunden hat und nicht auf die Ratschläge ihres Chefs hört, was ihren Aufenthalt in Alaska betrifft und der Naturbursche Cole, der sich inmitten der Hunde am wohlsten fühlt und der sich mit der Abgeschiedenheit seines Lebens einen großen Traum erfüllt hat. 
Beide Charaktere sind durch die Autorin authentisch dargestellt und waren mir schnell sympathisch. Über Hailey musste ich oftmals schmunzeln, weil sie ein recht tapsiger Mensch ist, der gern man ein Fettnäpfchen mitnimmt. Sie arbeitet aber auch unwahrscheinlich an sich und versucht ihre Angst vor den Huskys zu überwinden. Schnell lässt sie sich auf die Tiere ein und übernimmt sogar Musheraufgaben. 
Auch der geheimnisvolle Cole brachte mich oftmals mit seinem etwas trockenen Humor zum Schmunzeln. Am Anfang hatte ich Bedenken, ob er sich auf das Experiment „Hailey“ einlässt, aber er hat sich als sehr umgänglich bewiesen und ihr eine Chance gegeben. Ich finde ihn auch sehr menschlich. Das merkt man daran, dass er innerhalb seines Wohnorts gut integriert ist.
Der Roman wird aus der Ich-Perspektive der beiden Hauptcharaktere erzählt, was auch immer gut gekennzeichnet ist. Die Kapitel sind in der Länge sehr übersichtlich, manchmal sogar schon etwas zu kurz. Auch ein kleiner Spannungsbogen ist enthalten, der sich auf die Beziehung der Beiden bezieht, aber auch auf den Umgang mit den Hunden.

Fazit: Ein wunderschöner, winterlicher Roman mit Herzschmerzgarantie, der wundervolle Lesestunden beschert. Er hat mir wirklich gut gefallen, obwohl er recht oberflächlich ist. Ich finde aber, die Autorin hat ein tolles Potential und freue mich, in Zukunft weitere Bücher von ihr lesen zu können und vielleicht auch in Zukunft einmal tiefgreifender.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.11.2022

Hör auf deinen Bauch

Weihnachtszauber in New York
0

Weihnachtszauber in New York von Jani Friese erzählt die Weihnachtsliebesgeschichte um Luisa Feinschmidt und William Cooper. 
Luisa reist für drei Wochen nach New York um auf ihre Nichte Molly aufzupassen, ...

Weihnachtszauber in New York von Jani Friese erzählt die Weihnachtsliebesgeschichte um Luisa Feinschmidt und William Cooper. 
Luisa reist für drei Wochen nach New York um auf ihre Nichte Molly aufzupassen, während ihre Schwester beruflich unterwegs ist. In New York angekommen, entdeckt sie, dass sie am Flughafen versehentlich das Gepäck von William Cooper geschnappt hat, einem erfolgreichen Geschäftsmann. Als sie den Koffertausch rückgängig machen will, entfacht Will Schmetterlinge in ihrem Bauch. Luisa versucht sich dagegen zu wehren, aber immer wieder läuft sie ihm über den Weg und scheinbar tut er auch Molly gut.

Das Cover dieses Romans ist schon furchtbar romantisch und genauso gestaltet sich auch die Geschichte innerhalb des Buches. 
Die Kapitel sind übersichtlich gestaltet und nicht zu lang oder zu kurz. Der Roman wird aus der Ich-Perspektive Luisas erzählt und liest sich durch den wunderbaren Schreibstil der Autorin sehr flüssig.
Jani Friese hat es geschafft, die wunderbare Weihnachtsstimmung vom Big Apple in diesem Weihnachtsroman mitreißend zu beschreiben. Ich war gefesselt davon und auch von der Liebenswürdigkeit ihrer erschaffenen Charaktere. 
Ich gebe zu, auf mich wirkte die Geschichte in Teilen schon zu perfekt und wie die Geschichte vom Aschenputtel, aber ich fand sie dennoch hoffnungslos schön. Lediglich zum Ende hin war ich kurzzeitig nicht mehr ganz so begeistert, weil mir einige Szenen vorkamen wie aus Shades of Grey (bspw. Die Hubschrauberszene), aber vielleicht ist das in diesen Personenkreisen auch normal. 
Spannend im Sinne eines Krimis war die Geschichte nicht, dennoch überlegte ich immer, was wohl als Nächstes passieren würde und hatte teilweise sogar andere Vermutungen als eingetreten sind. Das ist für mich immer ein wunderbarer Effekt, weil die Geschichte dann nicht vorhersehbar wirkt und ich nicht jede nächste Handlung schon Seiten vorher erahne.
Luisa, Julia, Molly und die Mutter der beiden erstgenannten sind absolute wunderbare Charaktere. Sie unterstützen sich gegenseitig, sind offen und emphatisch, aber in Teilen auch kritisch. Keine von ihnen nervte mich irgendwann einmal in irgendeiner Form. Am meisten hat mich die Beziehung der Frauen untereinander berührt. Jede stand für die andere ein und freute sich mit ihr oder litt mit ihr. Ins Besondere die kleine Molly ist mir sehr ans Herz gewachsen. Ihre sensible Art und auch Wills Umgang mit ihr waren beeindruckend.

Ich würde dieses Buch jetzt nicht unter authentisch verbuchen, aber das erwarte ich auch nicht von einem wunderbaren Weihnachtsroman. Dieser sollte dazu dienen, die Weihnachtszeit zu genießen, eine fast perfekte Welt vorzufinden und um sich einfach einmal wegzuträumen!
Für mich eine klare Empfehlung an all jene, die Weihnachtsromantiker sind!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2022

Liebe mit Aussicht

Winterzauber im Ferienhaus Talblick
0

Winterzauber im Ferienhaus Talblick von Janka Friedrich erzählt die Geschichte von Sophie und Lennart. Sophie hat ihr Elternhaus nach dem Tod ihrer Mutter übernommen und hatte dieser auf dem Sterbebett ...

Winterzauber im Ferienhaus Talblick von Janka Friedrich erzählt die Geschichte von Sophie und Lennart. Sophie hat ihr Elternhaus nach dem Tod ihrer Mutter übernommen und hatte dieser auf dem Sterbebett versprochen, es nicht zu verkaufen und erst recht nicht an einen Hotelkonzern. 
Mehr schlecht als recht schafft es Sophie, sich über Wasser zu halten. Ihr Lichtblick ist das Dorfleben, in welches sie sehr stark integriert ist. Viele der Dörfler helfen ihr bei kleineren Arbeiten.
Als ihre Nachbarn langsam ins Wanken geraten und ihre Grundstücke doch verkaufen wollen, steht Sophie unter Druck, noch dazu unterstützt der Bürgermeister von Schönbach den Verkauf der Immobilien mit dem schönen Talblick. Sophie gerät in Nöte, da mietet sich Lennart in der kleinen Pension ein. Er ist ihr sofort sympathisch und beide verstehen sich gut. Doch Lennart erzählt Sophie nicht die Wahrheit. Eine stürmische Weihnachtsromanze beginnt.

Das Cover des Romans wirkt sehr kitschig und etwas einfach gestaltet. Aber ich gebe zu, gerade dadurch bin ich auf diesen Roman aufmerksam geworden.
Die Frage ist auch, was erwartet man anhand des Covers, des Titels und der Buchbeschreibung. 
Ich habe mir eine wunderschöne, seichte Weihnachsliebesgeschichte erwartet und muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. 
Sophie ist mir sofort ans Herz gewachsen mit ihrer familiär-liebevollen, aber doch selbstbewussten Art. Sie wirft nicht sofort bei eine Krise das Handtuch, sondern kämpft. Gleichzeitig ist sie jederzeit für ihre Freunde oder die Dörfler da und ist absolut hilfsbereit. Trotz allem habe ich mich gefragt, wie sie es geschafft hat, finanziell zu überleben.
Lennart war mir am Anfang sehr unsympathisch. Ich brauchte eine Weile, ehe ich mit ihm warm wurde. Aber je weiter das Buch fortschritt, umso sympathischer wurde er mir. Er wurde mir auch nicht unsympathischer im Verlaufe des Buchs, weil er Sophie die Wahrheit nicht sagte, denn er versuchte es ja, aber irgendwie ging immer alles schief. Er tat mir sogar zeitweise ein bisschen leid. Richtig klasse fand ich, dass er durch Sophie zu sich selber zurückgefunden hat und man merkte, dass er am Ende der Geschichte ein völlig anderer Mensch war als zu Beginn. Hier konnte man also sehen, wie der Umgang einen Menschen verändern kann. Besonders gefiel mir die Annäherung mit seinem Vater. Die Beiden waren sehr niedlich zusammen und die Art seines Vaters fand ich richtig toll!
Die Dorfbewohner waren auch klasse beschrieben, vor allem authentisch. Die alte Dame, die das Dorf zusammenhält, der Bürgermeister, der sich gern in den Mittelpunkt stellte, Micha, auf den sich Sophie immer verlassen hat, aber der sie doch etwas enttäuscht hat, usw. Kurz, alles Charaktere, die man innerhalb eines kleinen Dorfes so finden kann, leben auch in Schönbach.

Die Struktur des Buches hat mir auch gut gefallen. Die wechselnden Blickpunkte, also Kapitel aus der Sicht Sophies und aus der von Lennart und auch die Länge der Kapitel war sehr angenehm. Der Schreibstil der Autorin war auch flüssig, sodass ich sofort in der Geschichte drin war und sie auch gut nachvollziehen konnte.

Für mich ein schöner Weihnachtsroman, bei dem es warm ums Herz wurde und der einen den stressigen Alltag vergessen lässt. Vielleicht bleibt er nicht ganz im Gedächtnis, aber er beschert schöne Lesestunden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.09.2022

Die Wege der Liebe durch verschiedene Zeiten

Zur Schokoladen-Symphonie
0

Zur Schokoladen-Symphonie von Cecilia Lilienthal - Hannah Kamp hatte schon immer einen Traum, den vom eigenen Cafe. Mit der Hilfe ihres Ehemanns Christian eröffnet sie das Cafe Zur Schokoladen-Symphonie ...

Zur Schokoladen-Symphonie von Cecilia Lilienthal - Hannah Kamp hatte schon immer einen Traum, den vom eigenen Cafe. Mit der Hilfe ihres Ehemanns Christian eröffnet sie das Cafe Zur Schokoladen-Symphonie im Herzen Bayreuths. Hannah ist die Chefin des Cafes, dennoch haben sich die beiden Ehepartner vorgenommen, gemeinsam über die Belange des Cafes zu entscheiden.
Während Renovierungsarbeiten findet Hannah auf dem Dachboden das Tagebuch von Rosa. Es erzählt die Liebesgeschichte von Rosa und David Anfang der 1920er Jahre. Hannah ist Feuer und Flamme für das Paar und verliert sich in deren Geschichte.
Darüberhinaus lernt sie bei der Eröffnung des Cafes den Hobbypianisten Jannik Mendes kennen, mit dem sie sich im Laufe der Zeit anfreundet. Gleichzeitig entfernen Hannah und Christian sich immer mehr voneinander. Hannahs Gefühlsleben entwickelt sich zur Achterbahnfahrt.

Das Cover dieses tollen Romans ist einfach wunderschön. Es wird gekrönt durch die innige Fotografie eines Paares und ist versehen mit dem Titel in einer romantisch verschnörkelten Schrift.
Erzählt wird der Roman in zwei Erzählsträngen aus den Perspektiven von Hannah und Rosa.
Beide Handlungsstränge wechseln sich ab. Rosas Erzählung erfolgt aus der Vergangenheit, als Zeitsprung. Die Handlung ist dabei dennoch immer nachvollziehbar und der rote Faden sehr gut erkennbar.
Beide Frauen sind sehr starke Charaktere, vor allem Rosa, die sich die sprichwörtliche Butter nicht vom Brot nehmen lässt. Sie ist selbstbewusst und steht für ihre Meinung ein.
Hannah dagegen war mir an manchen Stellen etwas naiv. Sie hat sich dermaßen von ihrem Mann beeinflussen lassen, dass man sie manchmal einfach schütteln wollte. Aber Cecilia Lindenthal ist es wunderbar gelungen, ihre Entwicklung auch hin zur selbstbewussten Frau, die sich nicht mehr von einem Mann bevormunden lässt, darzustellen.
Was mir am meisten gefallen hat, ist der Bezug zum Titel. Die Geschichte ist liebevoll gestaltet, mit den traumhaften Leckereien, die ich auch gern einmal probiert hätte und auch die Freude über die Musik war erkennbar. Auch da hätte ich gern einmal im Cafe gesessen und Janniks Spiel gelauscht. Für mich ein absolut emphatischer, liebevoller Schreibstil.
Auch beide Geschichten finde ich sehr authentisch geschrieben. Ich glaube, es gibt viele Frauen, die durch bestimmte Umstände etwas über sich selbst lernen und über sich hinauswachsen.
Die Charaktere der Männer, Christian, Jannik und David finde ich wunderbar getroffen. Der selbstbewusste Macho und der einfühlsame Mutmacher.
Wenn man genau liest, erkennt man wirklich viele Parallelen der beiden Geschichten. Das fand ich wirklich sehr spannend!!

Ein tolles Buch mit zwei Geschichten, die Mut machen. Ein Roman für Personen, die romantische Geschichten mögen, aber auch Geschichten über selbstbewusste Frauen mögen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere